Sammlung Fontane: Seine Werkmanuskripte

 

Zusammenfassung

Der Nachlass Theodor Fontanes zählt zu den umfangreichsten Dichternachlässen im deutschen Sprachraum. In mehr als 50 Institutionen werden Schriften des Autoren aufbewahrt. Ein herausragender Teil, nämlich die Manuskripte der zu Lebzeiten des Dichters erschienenen Werke, befindet sich auf Wunsch Fontanes seit 1902 im Besitz des Märkischen Museums, heute Stiftung STADTMUSEUM Berlin. Nach Kriegsverlusten umfasst das Konvolut heute etwa 9.000 Blatt.

Der gesamte Bestand an Fontane Manuskripten des Stadtmuseums konnten in den vergangenen Jahren restauriert und digitalisiert werden. Die Korrekturzettel wurden von Restauratorinnen gelöst und flexibel befestigt, dass heute sowohl Vorder- als auch alle Rückseiten einsehbar sind.

Titel: Fontanes handschriftliche Werkmanuskripte
Sammler: Stiftung Stadtmuseum Berlin
Entstehungszeitraum: 1860-1898
Thema: Deutsche Literatur
Gattung: Manuskript
Umfang: 20 Manuskripte
Sprache: deutsch

Weitere Informationen

Fontane beschrieb seine Arbeitsweise: "Dreiviertel meiner ganzen literarischen Tätigkeit ist überhaupt Korrigieren und Feilen gewesen. Und vielleicht auch ist drei Viertel noch zu wenig gesagt."
Der Dichter schrieb mit Tinte, korrigierte mit Blau-, Blei, und Rotstift. Textteile aus bereits verworfenen Fassungen schnitt er aus und überklebte zu korrigierende Passagen.

Häufig nutzte Fontane die Rückseiten einseitig beschriebener Blätter erneut als Konzeptpapier: Zettel mit Vorarbeiten oder bereits umformulierten Niederschriften, mit Gedicht-, Brief- oder Rezensionsentwürfen oder einfach nur mit Notizen aus dem Alltag, wie Adresslisten, Speiseplänen, oder einer Liste einzupackender Reiseutensilien legte er mit der beschriebenen Seite nach unten, zur Wiederverwendung auf seinen Schreibtisch. Es ist nicht auszuschließen, dass sich hier bislang unbekannte Texte finden lassen. Die abgeschlossenen Manuskripte schrieb Emilie Fontane ab, diese Abschrift diente der Druckerei als Vorlage.

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