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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1884 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Wichgraf, A.
Title:
Geschichte der Weber-Colonie Nowawes bei Potsdam : und Darstellung der von der Regierung zur Aufhilfe ihrer verarmten Bewohner ergriffenen Maßregeln. / von A. Wichgraf
Publication:
Berlin: Springer, 1862
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2013
Scope:
103 S.
Keywords:
Umgebung Berlins
Berlin:
B 155 Geschichte: Umgebung Berlins
DDC Group:
900 Geschichte
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-8331468
Collection:
History,Cultural History
Brandenburg
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), Haus Berliner Stadtbibliothek
Shelfmark:
B 155 Bab 2
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe 1884 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichniß des IV. Jahrgangs.
  • No. 1
  • No. 2
  • No. 3
  • No. 4
  • No. 5
  • No. 6
  • No. 7
  • No. 8
  • No. 9
  • No. 10
  • No. 11
  • No. 12
  • No. 13
  • No. 14
  • No. 15
  • No. 16
  • No. 17
  • No. 18
  • No. 19
  • No. 20
  • No. 21
  • No. 22
  • No. 23
  • No. 24
  • No. 25
  • No. 26
  • No. 27
  • No. 28
  • No. 29
  • No. 30
  • No. 31
  • No. 32
  • No. 33
  • No. 34
  • No. 35
  • No. 36
  • No. 37
  • No. 38
  • No. 39
  • No. 40
  • No. 41
  • No. 42
  • No. 43
  • No. 44
  • No. 45
  • No. 46
  • No. 47
  • No. 48
  • No. 49
  • No. 50
    No. 50
  • No. 51
  • No. 52

Full text

542 
Centralblatt der Bauverwaltung. 
20. Deremkr 1884. 
bleiben, wie sie die Schienen und Axen im Betrieb erleiden, nach 
hinreichend oftmaliger Wiederholung - zum Bruch führen müssen, ist 
z. B. bis jetzt noch nicht erwiesen. 
Ein anderer Widerspruch, den Herr Wöhlcr gefunden zu haben 
glaubt, lost sich, wenn, wie in der Versammlung Öfter hervorgehoben 
wurde, unterschieden wird zwischen solchen Versuchen, welche in 
der Praxis und solchen, die für die Praxis angestellt worden. Bei 
der Ucbernahme von Brückeumaterial Dauerversuche vorzuschreiben, 
verbietet sich wohl von selbst; dafs aber solche Versuche, in den 
Laboratorien angcstellt, vom höchsten praktischen und wissenschaft 
lichen Interesse sind, wird kein Theilnehmor der Conferenz leugnen. 
Schade nur, dafs zu ihrer Durchführung so bedeutende Mittel ge 
hören, und dafs dieselben so schwer von den betreffenden Stellen zu 
erlangen sind. Ich bin in der glücklichen Lage, seit Jahren der 
artige Versuche, wenn auch nur in beschränktem Mafse und mir 
nach einer Richtung hin, austellen zu können, und hoffe, die bis jetzt 
gewonnenen Ergebnisse demnächst veröffentlichen zu können. 
Ich beklage es, wie schon jüngst (Deutsche Bauzeitung. No. 88, 
8.528) gesagt, tief, dafs die technische Commission des Vereins deut 
scher Eisenbahiivcrwaltungeu die Abordnung von Delcgirten in den 
ständigen Ausschuß* abgelehnt hat. Derselbe wird nun eben auf an 
deren Wegen suchen müssen, Sich die Erfahrungen der deutschen 
Eisenbahntechniker zu nutze zu machen, und mit verdoppelter Auf 
merksamkeit die Ergebnisse der Berliner Versuche' zu verfolgen 
haben. Jedenfalls werden von demselben alle sachlichenEinwürfe, 
die Herr Wühler gemacht hat oder noch machen wird, gehörig ge 
würdigt werden. Was schliefslich uns Professoren anbclangt, die 
Herr Wöhler vorzugsweise beschuldigt, Beschlüsse gefafst zu haben, 
ohne vorher zu prüfen, so versichere ich ihn, und darf dabei wohl 
auch im Namen meiner Collcgcn sprechen, dafs wir unsere Aufgabe 
als Lehrer der künftigen Techniker von jeher und auch ferner dann 
recht zu erfüllen glauben, wenn wir uns nicht kritiklos den Ansichten 
von Autoritäten tinterordnon, mögen diese auch in unserer und der 
ganzen technischen Welt Achtung so hoch stehen, wie er, Herr Di- 
rcctor Wöhlcr, selbst. 
München, den 7. Dcccmbor 1884. Bausehingcr. 
Luftdruck-Gründung, vereinigt mit Gründung in offenem Fangedamme. # 
In dem Febvuarhcfte des Jahres 1881 der Annalen des Ponis et 
Chausaees theilt .Ingenieur Licbeaux unter No. 17 die Gründung 
der Mittelpfeiler No. 1 u. 2 der Brücke über die Dordogne bei Garrit 
mit. Der Baugrund bestand dort aus Felsen, über welchem nur eine 
schwache Schicht Sand und Kies lagerte, und mau führte die Grün 
dung In der Weise au«, dafs man einen eisernen Senkkasten (Caisson) 
mit abnehmbarer Decke unter Anwendung von verdichteter Luft 
durch die Sandschicht hindurchsenkte, den Felsen säuberte, etwaige 
Eugen zwischen dom Senkkasten-Rande und dem Felsen durch Beton 
dicht machte, dann aber die Decke des Senkkastens entfernte und 
das Mauerwerk in freier Luft berstcllto. Der Senkkasten hatte eine 
Höhe von 5 m. da die Decke über dem mittleren Wasserspiegel lag. 
Sowohl die Seitenwände, als auch die Decke waren durch Träger 
versteift und zwar' die Wände inwendig, die Decke von aufseii. Nach 
dem das Fundament bis über Wasser aufgemauert war, wurde der 
ganze Senkkasten abgehoben und für den zweiten Pfeiler verwendet. 
Nach der Mittheilung von Liöbcaux würden bei rund 4 m Grün 
dungstiefe die Kosten eines in dieser Weise ausgeführten Funda 
mentes f. d. cbm 9ö Ji betragen, während sich diejenigen eines 
Fundamentes, welches in gewöhnlicher Weise mit nicht wiederzuge- 
wmnendem Senkkasten ausgeführt wäre, auf 120 JC stellten. Die 
Zeitdauer wird für die neue wie für die gewöhnliche Luftdruck- 
Cründungsart gleich greis angegeben, nämlich zu 20 bis 30 Tagen 
für jedes Fundament. Die Arbeiten an einem de»* beiden Pfeiler 
wurden durch Hochwasser unterbrochen, welches den Senkkasten 
überduthete, ohne demselben jedoch weiteren Schaden zuzufiigen. 
Die Erfindung dev Luftdruck-Gründung mit wiedergewinnbarem 
Senkkasten wird von Liebcaux dem französischen Ingenieur L. Mon- 
tngnier zugcschrinbon, während A. Schmoll von Eiscuwcrth in 
No. 10 der Wochenschrift des österr. Ingenieur- und Architekten- 
Vereins von diesem Jahre j 1883( die Urheberschaft des Gedankens 
für den französischen Ingenieur Fleur 8t. Denis, den Erbauer der 
Rhcinbrückc bei Kehl, in Anspruch nimmt. Der letztere hat bereits 
bei genanntem Brückenbau die Frage eingehend erwogen, ob man 
die eia erneu Senkkasten nicht wieder verwenden könne, stand aber 
von der Ausführung dieses Vorhabens ab, nachdem die Berechnungen 
ergeben hatten, dafs die Kosten der Beseitigung höher zu stehen 
kamen, als der Worth des gewonnenen Senkkastens, selbst bei mehr 
maliger Verwendung desselben, ln der Thai waren die dortigen Ver 
hältnisse für eine derartige Ausführung wohl sehr wenig geeignet, 
weil die Verscnkungstiefe in den Sand und Kies des Flufsbcttes eine 
sehr grofse war. Es mufstc diese Gründungsart um so weniger vor- 
thcilhaft erscheinen, als man dort das ganze Fundament bis zum 
Wasserspiegel in verdichteter Luft ausführen wollte. 
In seiner erwähnten Arbeit berechnet A. Schmoll v. Eisenwerth 
das Verhältnifs der Kosten einer derartigen Ausführung mit wieder- 
gewonuenem Senkkasten gegenüber den Kosten einer gewöhnlichen 
Luftdruck-Gründung mit verlorenem Senkkasten zu 1,10:1, während 
obeneln die Zeiten der Ausführungen sich wie 2:1 verhalten würden, 
infolge der, bei ersterer Ausführungsart in der verdichteten Luft viel 
langsamer fortschreitenden Maurerarbeiten, 
So lange man, wie es bei Kehl beabsichtigt war, das ganze 
Fundament in verdichteter Luft aufmauern will, sind diese von 
Schmoll berechneten Kosten meiner Ansicht nach eher noch zu 
* Der vorliegende Aufsatz ist uns, wie wir ausdrücklich fest- 
stellcn, von dem Herrn Verfasser bereits im November 1883 eilige- 
sandt worden; der verspätete Abdruck hat seinen Grund lediglich in 
Mangel an Raum während der seither verflossenen Zeit. Die Red. 
niedrig als zu hoch gerechnet, während in einzelnen Fällen, wie wir 
schon anfangs gesehen, die Sache sich viel günstiger stellen kann, 
wenn mau die Maurerarbeiten, wie bei der Dordogne-Brücke, in freier 
Luft ausführt. Ich sage in einzelnen Fällen, denn die Anwendbarkeit 
des Verfahrens wird selbst in dieser 
Ausführungsweise stets mir eine be 
schränkte sein. Dieselbe verlangt vor 
allen Dingen einen undurchlässigen 
Baugrund (Felsen oder Löfs) und wird 
auch, selbst wo solcher vorhanden ist, 
nur mit Vortheil zu verwenden sein, 
wenn die Versenkung bis zu diesem 
Baugründe durch Wasser und Sand 
schichten keine zu tiefe ist. Ist die 
Tiefe sehr bedeutend, so wird der 
grofse Eisenverbrauch für den Senk 
kasten, verbunden mit der Schwierig 
keit, diesen wiederzugewinnen, die 
Gründungsart vielleicht noch recht 
fertigen, wenn man ein und densel 
ben Senkkasten für eine grofse An 
zahl von Pfeilern verwenden kann. 
Will man dies aber erreichen, so mufs 
man die Grüudungsarbciten sehr in 
die Länge ziehen. Man wird daher 
unter solchen Verhältnissen meistens 
besser thun, einen leichten eisernen 
oder einen Senkkasten aus Mauerwerk 
in gewöhnlicher Weise zu versenken. 
Liegen die Bodenverhältnisse aber wie 
bei der Dordogne-Brücke, so ist das 
in Rede stehende Verfahren bei mäßi 
ger Tiefe recht empfehlenswert!:. Vor 
gewöhnlichen hölzernen Fangedämmen 
bietet cs den grofsen Vortheil, dafs 
man die Senkkastenwände selbst so 
wohl, als auch ihren Anscldufs an 
den Felsen in viel sorgfältigerer Weise dichten kann, sodafs die dem- 
uäebstige Wasserhaltung keine Schwierigkeiten bietet. — 
Der sehr naheliegende Gedanke einer Wiedergewinnung der Senk 
kasten bei Verhältnissen, wie die bei Garrit, wurde auch, unabhängig 
von der französischen Ausführung, von mir im Herbste 1880 bei der 
Aufstellung eines Pintwurfes für die jetzt bereits fertiggcstellte Brücke 
über den Dnjepr bei Jckaterinoslaw verwendet. Mein Entwurf wich 
indessen nicht unwesentlich von dem gleichzeitig in Frankreich aus 
geführten ab. Das Profil des Stromes, welches meinem Plane zu 
Grunde lag, zeigte ungefähr für die Hälfte der Brücke, bei ziemlich 
gleichmäfsiger Wassertiefe, hoch anstehenden rissigen Felsgrund, der 
nur von einer 1 bis 2 m mächtigen Sand- und Kicsschicht überdeckt 
war. Etwa in der Mitte der Brücke fiel der Felsen steil ab und 
zeigte sich von starken Thon- und Sandschichten überlagert. Meine 
Absicht ging nun dahin, die sechs Pfeiler, welche auf den hoch an 
stehenden Felsen zu gründen waren, vermittelst wiederzugewinnender 
Senkkasten mit abnehmbarer Decke herzustellen. Für diese sechs 
Pfeiler sollten zwei derartige Senkkasten angefertigt werden, sodafs 
also jeder derselben dreimal in dieser Weise verwendet ward. 
Während diese sechs Pfeilerfundamente fertig gestellt wurden, 
sollten gleichzeitig die übrigen acht Mittel- und Laudpfeiler in ge 
wöhnlicher Weise mit Hülfe von Luftdruck gegründet werden, bis
	        

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