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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 18.1892 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 18.1892 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Der Bär : illustrierte Wochenschrift für vaterländische Geschichte
Publication:
Berlin: Zillesen 1900
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Dates of Publication:
1875-1900 ; mehr nicht digitalisiert
Note:
Titelzusatz Band 1-4: Berlinische Blätter für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 5: Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde
Titelzusatz Band 6-14: illustrierte Berliner Wochenschrift, eine Chronik für's Haus
ZDB-ID:
2924408-0 ZDB
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
General Regional Studies
History,Cultural History
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1892
Language:
German
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13036582
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 1/18:1891/92
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Berlin Locations,Architecture,Urban Development,Housing
General Regional Studies
History,Cultural History

Issue

Title:
Nr. 40, 02.07.1892

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 18.1892 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 03.10.1891
  • Nr. 2, 10.10.1891
  • Nr. 3, 17.10.1891
  • Nr. 4, 24.10.1891
  • Nr. 5, 31.10.1891
  • Nr. 6, 7.11.1891
  • Nr. 7, 14.11.1891
  • Nr. 8, 21.11.1891
  • Nr. 9, 28.11.1891
  • Nr. 10, 05.12.1891
  • Nr. 11, 12.12.1891
  • Nr. 12, 19.12.1891
  • Nr. 13, 26.12.1891
  • Nr. 14, 2.01.1892
  • Nr. 15, 9.01.1892
  • Nr. 16, 16.01.1892
  • Nr. 17, 23.01.1892
  • Nr. 18, 30.01.1892
  • Nr. 19, 6.02.1892
  • Nr. 20, 13.02.1892
  • Nr. 21, 20.02.1892
  • Nr. 22, 27.02.1892
  • Nr. 23, 5.03.1892
  • Nr. 24, 12.03.1892
  • Nr. 25, 19.03.1892
  • Nr. 26, 26.03.1892
  • Nr. 27, 02.04.1892
  • Nr. 28, 09.04.1892
  • Nr. 29, 16.04.1892
  • Nr. 30, 23.04.1892
  • Nr. 31, 30.04.1892
  • Nr. 32, 07.05.1892
  • Nr. 33, 14.05.1892
  • Nr. 34, 21.05.1892
  • Nr. 35, 28.05.1892
  • Nr. 36, 04.06.1892
  • Nr. 37, 11.06.1892
  • Nr. 38, 18.06.1892
  • Nr. 39, 25.06.1892
  • Nr. 40, 02.07.1892
  • Nr. 41, 09.07.1892
  • Nr. 42, 16.07.1982
  • Nr. 43, 23.07.1892
  • Nr. 44, 30.07.1892
  • Nr. 45, 06.08.1892
  • Nr. 46, 13.08.1892
  • Nr. 47, 20.08.1892
  • Nr. 48, 27.08.1892
  • Nr. 49, 03.09.1892
  • Nr. 50, 10.09.1892
  • Nr. 51, 17.09.1892
  • Nr. 52, 24.09.1892

Full text

--H 479 &■ 
Bei diesen Worten fiel die Umhüllung des Denkmals, 
und die Anwesenden wurden von wehmütig - freudiger Ueber- 
raschung beim Anblick des einfach gehaltenen, in treuester 
Aehnlichkeit dargestellten verewigten Monarchen ergriffen. 
Dann aber machten, als der Redner ein Hoch auf die Majestäten 
und das ganze Königliche Hans ausbrachte, die Gefühle sich 
Luft in einem hervorbrechenden Freudenruf, der dreimal durch 
die tiefe Stille des Waldes erschallte. Die von dem Sänger 
chor angestimmte National-Hymne: „Heil Dir im Siegerkranz" 
wurde alsbald von den Anwesenden mitgesungen. Die 
Feier war beendet. 
(Fortsetzung folgt.) 
Kleine Mitteilungen 
Die Nr>lksspoiseficlUerr in Kerlin. (Zu unserem Bilde 
<B. 473.) — Eine sehr segensreiche Ergänzung der Berliner Volksküchen 
find die beiden Volksspeisehallen, welche sich in der Niedcrwallstr. 31 
(seit 1889) und in der Neuen Schönhauserstr. 13 (seit 1891) befinden. 
Die Volksküchen, die unter dem Protektorate der Heimgegangenen Kaiserin 
Augusta einen so großen Aufschwung genommen, konnten den an sie ge 
stellten Anforderungen bei weitem nicht mehr genügen. Die riesige Aus 
dehnung, die Berlin in den letzten Jahren genommen hat, macht es den 
meisten Arbeitern unmöglich, in ihrer Familie zu Mittag zu essen. Die früher 
weit verbreitete Sitte, daß die Frauen ihren Männern das Mittagessen 
an die Arbeitsstätten trugen, ist wegen der weiten Entfernungen der Welt 
stadt sehr im Abnehmen begriffen. Der Arbeiter Berlins wohnt eben vor 
zugsweise in der Peripherie der Staat und ist vielfach im Centrum der 
selben beschäftigt. Die Destillationen, in denen er leider in erster Linie 
verkehrt, sind meistens auf warme Mittagskost nicht eingerichtet. Die kleinen 
Restaurationen, die sog. Budiken, liefern dieselbe nicht zu einem den Ver 
hältnissen des Arbeiters entsprechenden Preise. Die Volksküchen sind einmal 
nicht in ausreichender Zahl vorhanden und schrecken viele Arbeiter durch 
ihren Charakter als WohlthätigkeitS-Anstalten ab, der ihren Besucher gleichsam 
zum Almosen-Empfänger herabwürdigt. Zur Ausfüllung dieser vielfach 
empfundenen Lücke hat sich die Volks-Kaffee- und Speisehallen-Gesellschaft 
mit ihren Speisehallen als sehr nützlich erwiesen. Unser Bild auf S. 473 
versetzt uns in das mannigfach bewegte Leben und Treiben der Speisehalle 
in der Neuen Schönhauserstraße Nr. 13. Ueber die Einrichtung derselben 
hat der „Bär" bereits in seinem 17. Jahrgang S. 363 einige Einzelheiten 
berichtet. Ergänzen wollen wir diese durch folgende Angaben: Die halbe 
Portion kostet zwanzig, die ganze dreißig Pfennig. Das Mittagessen be 
steht aus Suppe und Braten mit Kartoffeln oder Fleisch und Gemüse. 
Es giebt jeden Mittag nur ein Gericht, doch wird für jede Woche ein 
anderer Speiseplan aufgestellt. Ein Glas Bier kostet fünf Pfennig, cs 
besteht aber kein Bierzwang, der in kleineren Restaurationen die Mittagskost 
verteuert. Spirituosen werden in den Volksspeisehallen nicht verkauft, da 
gegen ist Milch und Kaffee stets zu haben. Die Speisekarte für den Abend 
enthält täglich vier bis fünf verschiedene nahrhafte Gerichte. Der lebhafte 
Zuspruch, den die VolkSspeifehallen, bei welchen auf jede Spekulation ver 
zichtet ist, gefunden haben, läßt hoffen, daß bald eine weitere Vermehrung 
derselben eintreten wird. 11. Gr. 
König Kurntrert und Königin Margn^ote non 
Italien, deren Bildnisse wir auf S. 477 bringen, haben in den Tagen 
vom 20.—24. Juni d. I. dem deutschen Kaiserpaare einen Besuch in 
Potsdam und Berlin abgestattet, welcher aufs neue der Welt die überaus 
herzlichen Beziehungen dargelegt hat, die zwischen den beiden in diesem 
Jahrhundert neu geeinten Reichen bestehen — König Humbcrt l. 
(geb. 14. März 1844 zu Turin) und Königin Margarete, Prinzessin 
von Savoyen (geb. 20. November 1851 zu Turin) sind seit dem 
22. April 1868 vermählt. Ihrer Ehe entstammt der Kronprinz Victor 
Emanuel (geb. zu Neapel am 11. November 1869). Humbert, der Sohn 
des Königs Victor Emanuel, nahm persönlichen Anteil an den Kriegen 1859 
und 1866, befehligte in letzterem Kriege eine Division und machte in der 
Schlacht von Custozza, als sich der Sieg gegen die Italiener entschieden 
hatte, erfolgreiche Anstrengungen, den Rückzug der Armee zu decken. Nach 
der Okkupation Roms im September 1870 erhielt er als Generallieutenant 
das Kommando einer Division, später das eines Armeekorps. Den 
italienischen Thron bestieg er am 9. Januar 1878 nach dem Tode seines 
großen Vaters, des Königs Victor Emanuel (geb. 14. März 1820). Dem 
kaiserlichen Hofe zu Berlin stattete Humbert nebst Gemahlin seinen ersten 
Besuch im Jahre 1872 ab gelegentlich der Taufe der jünsten Tochter Kaiser 
Friedrichs, der Prinzessin Margarete, bei welcher das italienische Kron 
prinzenpaar die Pflichten der Paten übernahm. Dieser Besuch bahnte 
das freundschaftliche Verhältnis zwischen der hohenzollerschen und der 
savoyischen Dynastie, sowie dem deutschen und dem italienischen Volke an, 
welches im Lause der Jahre mehr und mehr an Herzlichkeit gewann. 
Noch in aller Gedächtnis ist die innige Freundschaft, die zwischen König 
Humbert und Kaiser Friedrich bestand, eine Freundschaft, die sich zum 
Heile Italiens und des deutschen Reiches auch auf Kaiser Wilhelm II 
übertragen hat. Die glänzenden Feste, welche Berlin in den Tagen des 
21.—26. Mai 1889 gelegentlich der Anwesenheit des italienischen Königs 
sah, die wahrhaft herzlichen Beziehungen, welche bei dieser Zusammenkunft 
zwischen den beiden Herrscherhäusern zu Tage traten, bewiesen zur Evidenz, 
wie eng Italien mit dem Dreibunde, diesem Hort des europäischen Friedens, 
verknüpft ist. Diese erfreulichen Thatsachen sind auch bei der jüngsten 
Anwesenheit deS italienischen KönigSpaares aufs neue der Welt kundgethan 
worden und haben eine frohe Friedenshoffnung in All-Deutschland wach 
gerufen. Die Wone deS kaiserlichen Trinkspruches: „Die blonde Schwester 
Germania begrüßt ihre schöne Schwester Jtalia" waren dem deutschen 
Volke und vor allem der Berliner Bevölkerung aus dem Herzen gesprochen, 
in welchem der Ruf: „Lsmxrs avanti Savoya“ allzeit einen fröhlichen 
Widerhall finden wird. H. Gr. 
Friedrich der Grrhe als Journalist. König 
Friedrich II. benutzre die Presse oft, um seinem Volke Aufklärung zu geben 
über irgend ein überraschendes Ereignis, wie z. B. über die Entlassung deS 
BalletmeisterS Polier und der Tänzerin Roland (vergl. die Haude- und 
Spenersche Zeitung, 21. August 1741) oder um den Krieg ahnenden 
Gedanken des Publikums eine andere Richtung zu geben. So ließ er 
Donnerstag den 5. März 1767 folgende gänzlich erfundene Geschichte in die 
Berliner priveligierte Zeitung einrücken: „Am 27. Februar des Abends 
wurde der Himmel über Potsdam ganz dunkel, finstere durch ein Gewitter 
zusammengezogene Wolken, davon man wenig Exempel hat, bedeckten den 
ganzen Horizont. Es donnerte bei starken Blitzen und bei den verdoppelten 
Schlägen fiel ein Hagel, dessen man sich bei Menschen Denken nicht zu 
erinnern gewußt. Von zwei Ochsen, die ein Bauer an einen Wagen 
gespannet, um nach der Stadt zu fahren, wurde einer auf der Stelle 
erschlagen; viele gemeine Leute wurden in den Straßen verwundet und ein 
Bauer zerbrach dadurch den Arm. Die Dächer wurden durch die Schwere 
des Hagels zerschmettert, alle Fenster in den Häusern, die gegen den Wind 
lagen, der dieses Ungewitter forttrieb, wurden eingeschlagen. Man hat in 
den Straßen große Klumpen von Hagel wie Kürbisse angetroffen, die 
nicht eher als in zwei Stunden, nachdem dar Ungewitier aufgehört, 
geschmolzen sind. Dieses besondere Phänomen hat einen großen Eindruck 
gemacht. Die Naturforscher behaupten, daß die Luft nicht Gewalt genug 
gehabt, diese fest und zusammengefrorenen Klumpen zu tragen, und daß 
die kleinen Hagelkörner in der durch die Heftigkeit deS Windes zerrissenen 
Wolken sich wegen ihrer Menge im Herunterreißen veruneiniget und nicht 
eher diese außerordentliche Gestalt bekommen haben, als da sie nicht weit 
mehr vom Erdboden gewesen. ES mag nun dieses zugegangen sein, wie 
eS will, so ist es doch gewiß, daß dergleichen Vorfall sehr selten und beinahe 
ohne Exempel ist." Diese ganz grundlose Nachricht, ein Produkt der schalk 
haften Laune des großen Königs, machte überall gewaltiges Aussehen und 
veranlaßte vielen Sneit, sogar litterarischen; ein Prosessor der Naturlehre 
in Wittenberg, TitiuS, gab über diesen seltsamen Vorfall in seinen „Gemein 
nützigen Abhandlungen zur Beförderung der ErkenniniS und deS Gebrauchs 
natürlicher Dinge" ein „Bedenken". Auch sonst liebte es Friedrich der 
Große, in „Fliegenden Blättern" seiner witzigen Laune Luft zu machen. 
So entstanden der „Brief der Marquise von Pompadour an den Pabst", 
die „Gedächtnisrede auf Herrn Jakob Matthäus Reinhardt, Schustermeister", 
der „Brief eines Schweizers an einen venetianischen Nobile", der „Brief 
einer preußischen Offiziers an einen seiner Freunde in Berlin", die Relazion 
Philibu'S, Kundschafters deS Kaisers von China in Europa", der „Brief 
eines Feldpaters bei der österreichischen Armee" u. a. m. 11. 
Das „Ansipachsthe (jetzt Prinz Albrechts) Pkcrlais" wird 
manchem alten Berliner noch in Erinnerung sein. Es war in den 
Jahren 1739 und 1740 von einem auS Frankreich eingewanderten Baron 
von Vernezobre erbaut worden, der sich dadurch die Gunst Friedrich 
Wilhelms I. zu erhalten hoffte, die er Gefahr lief einzubüßen, da er gegen 
den Königlichen Willen über die Hand seiner Tochter verfügt hatte. Das 
Gebäude soll einer kleinen Festung ähnlicher gesehen haben, als einem 
Palais. Die unteren Fenster waren mit ausgebauchten starken Eisengittern 
versehen; eS stand einsam unter den kleinen Häusern in der Wilhelmstraße, 
die der Soldatenkönig für böhmische Einwanderer hatte bauen lassen. Aus 
der Familie der Vernezobre ging das Schlößchen in andere Hände über; 
Friedrich der Große mietete es als Wohnung sür den türkischen Gesandten, 
und im Jahre 1772 wurde eS als „Sommerpalais" von der Prinzessin 
Amalie erworben. Dort fanden meist die berühmten musikalischen Soireen 
statt, in denen auch der große König mitwirkte und die das Genie Menzels 
nachlebenden Geschlechtern in fesselnder Charakteristik überliefert. In der 
Folgezeit wurde das Palais wiederholt fürstlichen Gästen als Wohnung 
angewiesen, und so bezog eS auch der Markgras von Brandenburg-Anspach- 
Baireuth, als er wegen der Abtretung seiner Fürstentümer mit Preußen 
unterhandelte. Nach ihm bekam eS seinen Namen „Anspachsches Palais", 
und der Markgraf scheint das HauS als sein Eigentum betrachtet zu haben; 
doch wurden seine Erben mit dem Mobiliar abgefunden — mit Ausschluß
	        

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