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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Otto, Gustav
Titel:
Die Verbrecherwelt von Berlin / von O. S.
Erschienen:
Berlin [u.a.]: Guttentag, 1886
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2018
Umfang:
243 Seiten
Fußnote:
Aus: Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft
Σ., Ω. bzw. O. S. ist das Pseudonym vom Juristen Gustav Otto
Schlagworte:
Geschichte 1886 ; Berlin ; Kriminalität ; Berufsverbrecher
Berlin:
B 816 Recht. Justiz: Kriminalität. Kriminalfälle. Prozesse
Dewey-Dezimalklassifikation:
360 Soziale Probleme, Sozialarbeit
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-13871770
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 816/10
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

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  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1930 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1930
  • Sitzung 1, 7. Januar 1930
  • Sitzung 2, 9. Januar 1930
  • Sitzung 3, 16. Januar 1930
  • Sitzung 4, 23. Januar 1930
  • Sitzung 5, 28. Januar 1930
  • Sitzung 6, 30. Januar 1930
  • Sitzung 7, 6. Februar 1930
  • Sitzung 8, 13. Februar 1930
  • Sitzung 9, 20. Februar 1930
  • Sitzung 10, 27. Februar 1930
  • Sitzung 11, 4. März 1930
  • Sitzung 12, 6. März 1930
  • Sitzung 13, 11. März 1930
  • Sitzung 14, 18. März 1930
  • Sitzung 15, 27. März 1930
  • Sitzung 16, 3. April 1930
  • Sitzung 17, 10. April 1930
  • Sitzung 18, 29. April 1930
  • Sitzung 19, 8. Mai 1930
  • Sitzung 20, 15. Mai 1930
  • Sitzung 21, 22. Mai 1930
  • Sitzung 22, 3. Juni 1930
  • Sitzung 23, 23. Juni 1930
  • Sitzung 24, 24. Juni 1930
  • Sitzung 25, 25. Juni 1930
  • Sitzung 26, 26. Juni 1930
  • Sitzung 27, 27. Juni 1930
  • Sitzung 28, 1. Juli 1930
  • Sitzung 29, 5. August 1930
  • Sitzung 30, 16. September 1930
  • Sitzung 31, 18. September 1930
  • Sitzung 32, 23. September 1930
  • Sitzung 33, 2. Oktober 1930
  • Sitzung 34, 7. Oktober 1930
  • Sitzung 35, 9. Oktober 1930
  • Sitzung 36, 16. Oktober 1930
  • Sitzung 37, 23. Oktober 1930
  • Sitzung 38, 30. Oktober 1930
  • Sitzung 39, 6. November 1930
  • Sitzung 40, 13. November 1930
  • Sitzung 41, 20. November 1930
  • Sitzung 42, 27. November 1930
  • Sitzung 43, 4. Dezember 1930
  • Sitzung 44, 11. Dezember 1930
  • Sitzung 45, 18. Dezember 1930

Volltext

Sitzung am 23. Oktober 1930. 
1039 
Wir kommen nun zu Punkt 10: 
Fortsetzung der Beratung der Anträge: 
a) der Stadtv. Pieck u. Gen., 
I. betr. pensionslose Dienstentlassung des 
Oberbürgermeisters — Drucks. 477 —; 
II. betr. Protest gegen das Urteil des Ober 
verwaltungsgerichts in Sachen des 
Oberbürgermeisters — Drucks. 758 —; 
b) der Stadtv. Bleeker-Kohlsaat u. Parteifr., 
betr. Pensionierung des Oberbürgermeisters 
— Drucks. 783 —; 
in Verbindung mit Punkt 2 der Tagesordnung: 
Anfrage der Stadtv. Beins u. Kollegen, betr. die 
Beglückwünschung des Oberbürgermeisters 
durch den Magistrat — Drucks. 791 —. 
Die Redezeit ist vom Ältestenausschuß wieder 
auf 20 Minuten festgesetzt worden. Als erster 
Redner hat Herr Kollege Flatau das Wort. 
Stadtv. Flatau (8) : Meine Damen und 
Herren! Wir haben uns hier in der Berliner 
Stadtverordnetenversammlung schon mehrere Male 
über die Möglichkeit und Notwendigkeit der Mit 
wirkung der Stadtverordnetenversammlung bei der 
Pensionierung von Magistratsmitgliedern unter 
halten. Wir müssen ja, auch unter Wahrung des 
grundsätzlichen Standpunktes, den die Stadt 
verordnetenversammlung fast immer hier ein 
stimmig eingenommen hat, zugeben, daß die 
Kommentare, die zu den gesetzlichen Bestimmungen 
vorliegen, sehr widerspruchsvoll sind. Ungefähr 
die Hälfte der Kommentatoren ist der Ansicht, 
daß die Stadtverordnetenversammlung mitzu 
wirken hat, während ungefähr die andere Hälfte 
der Ansicht des Magistrats ist, die neulich vom 
Herrn Bürgermeister hier vorgetragen worden ist. 
Da erwähne ich bloß die Kommentare von Oertel, 
Saran und Kautz-Appelius, die den Standpunkt 
der Stadtverordnetenversammlung teilen, während 
die Kommentare von Ledermann-Brühl und Brand 
die Ansicht des Magistrats für richtig halten. 
Dazu kommt noch eine Entscheidung des Preußi 
schen Oberverwaltungsgerichts, welche dem Magi 
strat wieder recht gibt, während eine Entscheidung 
des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts die Auf 
fassung der Stadtverordnetenversammlung teilt. 
Bei so widersprechenden Entscheidungen und 
Kommentaren und bei der eigentlich nicht zu 
widerlegenden Berufung des Magistrats auf die 
Bestimmungen, die der Herr Bürgermeister neulich 
hier angeführt hat, kann man nicht ohne weiteres 
von einer illoyalen Haltung des Magistrats gegen 
über der Stadtverordnetenversammlung bei der 
Vorlage, die er uns gemacht hat, und bei der Rege 
lung der ganzen Angelegenheit des Oberbürger 
meisters Böß sprechen. Aber der Herr Bürger 
meister hat insofern recht, als er auf den Fall 
des Kämmerers Dr. Lange hingewiesen hat. Dabei 
ist der Zwischenruf von rechts gemacht worden: 
Ja, der Kämmerer interessiert uns nicht! — Meine 
Herren! Entweder haben Sie Grundsätze, oder 
Sie haben sie nicht, 
(Gelächter rechts.) 
(Stadtv. Springfeld: Lesen Sie das Steno 
gramm nach!) 
und wenn Sie Grundsätze als Stadtverordnete 
haben, dann müssen Sie sie auch bei einem Fall 
vertreten, der Ihnen nebensächlich erscheint. 
Aber, meine Damen und Herren, Sie brauchen 
gar nicht besonders auf den Fall des Kämmerers 
Lange einzugehen. Wir haben schon früher solche 
Entscheidungen getroffen. Ich erinnere Sie an die 
Pensionierung des Stadtbaurats Hoffmann, an die 
Pensionierung des früheren Stadtmedizinalrats 
Rabnow und an die Pensionierung des früheren 
Stadtrats Hintze. Ich kann nicht sagen, ob das 
Ortsgesetz, auf das sich zum Teil der Magistrat 
jetzt beruft, schon damals vorlag, aber jedenfalls 
sind ohne einen bemerkbaren Widerspruch der 
Stadtverordnetenversammlung diese Angelegen 
heiten geregelt worden. Wir sind der Auffassung, 
über diese besonderen Kompetenzstreitigkeiten hin 
weg und über diese formalrechtlichen Über 
legungen hinweg muß man doch die Frage so 
stellen: Wollen wir nun hier in Berlin endlich zu 
einer Ordnung der Verhältnisse kommen, vor 
allem soweit die maßgebenden personellen Dinge 
im Berliner Magistrat eine Rolle spielen? 
(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) 
Wir sind weiter der Auffassung, daß die Belastung 
der einzelnen Magistratsmitglieder und die Ver 
pflichtungen, die sie zu erfüllen haben, gar nicht 
mehr zu tragen sind, wobei ich gar nicht auf den 
Gesundheitszustand der einzelnen Magistrats 
mitglieder eingehen möchte. Ich frage: Müssen 
nicht gerade stabile Verhältnisse in einer Zeit ge 
schaffen werden, in der besondere finanzielle 
Schwierigkeiten wieder von der städtischen Ver 
waltung gelöst werden müssen? Wir müssen das 
bejahen, und wir sind deshalb der Meinung, wer 
das bejaht, der muß der Pensionierung 
des Oberbürgermeisters Böß zu 
stimmen. 
(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) 
Wer das nicht tut, der drängt das rein Sachliche 
in den Hintergrund und belastet durch weitere 
volle Gehaltszahlung den städtischen Etat, von 
dessen Entlastung eine Zeitlang mit großen Tönen 
gesprochen worden ist. Vielleicht ist es auch 
persönliche Gehässigkeit, die zu dieser Stellung 
nahme geführt hat. Aber, meine Damen und 
Herren, nicht alle Deutschnationalen haben den 
Standpunkt vertreten, den die Deutschnationalen, 
die neulich hier gesprochen haben, als die 
Meinung ihrer Fraktion in den Vordergrund ge 
rückt haben. Ich habe hier das gedruckte Steno 
gramm der Rede eines maßgeblichen, vielleicht des 
maßgeblichsten Mitgliedes der Deutsch 
nationalen Fraktion, die es in einer parlamentari 
schen Körperschaft gehalten hat, und die ich unter 
Weglassung einiger Stellen, die die Person schon 
von Anfang an kennzeichnen würden, wiedergeben 
möchte. Zur Angelegenheit Böß ist im Frühjahr 
dieses Jahres also gesagt worden: 
„Ich möchte anerkennen, daß Böß unrecht 
behandelt worden ist. Das will ich hier in der 
Öffentlichkeit bestätigen, wie ich das auch in 
Volksversammlungen tue: einen Abwesenden 
derartig monatelang herunterzureißen, ohne daß 
er sich verteidigen kann, wie es hier geschehen 
ist, das ist nicht in der Ordnung. Diese Sache 
war nur zu sehr geeignet, unsere ganze Be 
hördenautorität zu schädigen, und dafür bin ich 
nicht.“ 
Wer das gesagt hat, war Herr Dr. Steiniger 
im Preußischen Staatsrat. 
(Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) 
Meine Damen und Herren, ich möchte hinzufügen, 
was Herr Dr. Steiniger damals noch ausgeführt 
hat, nämlich, daß Herr Böß Herrn Steiniger immer 
als seinen Todfeind betrachtet habe, und daß er 
trotz dieser „Schwierigkeit“ zu dieser objektiven 
Stellungnahme gekommen ist, die sich in dieser 
Darlegung widerspiegelt. Das klingt doch wohl 
anders als das, was manche Deutschnationale hier
	        

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