- Path:
-
Platzhirsche im Naturschutzgebiet
Files
Periodical
- Title:
- Sozialer Sinn
- Publication:
-
Berlin: de Gruyter Oldenbourg
- Note:
- Gesehen am 23. November 2016
- Volltext auch als Teil einer Datenbank verfügbar
- Scope:
- Online-Ressource
- ISSN:
- 2366-0228
- ZDB-ID:
-
2441504-2
- VÖBB-Katalog:
- 35425598
- Keywords:
- Zeitschrift
- Classification:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Collection:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Copyright:
- Rights reserved
- Accessibility:
- Eingeschränkter Zugang mit Nutzungsbeschränkungen
- Title:
- Sozialer Sinn
- Publication:
-
Berlin: de Gruyter Oldenbourg
- Note:
- Gesehen am 23. November 2016
- Volltext auch als Teil einer Datenbank verfügbar
- Scope:
- Online-Ressource
- ISSN:
- 2366-0228
- ZDB-ID:
-
2441504-2
- VÖBB-Katalog:
- 35425598
- Keywords:
- Zeitschrift
- Classification:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Collection:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Copyright:
- Rights reserved
- Accessibility:
- Eingeschränkter Zugang mit Nutzungsbeschränkungen
Article
- Title:
- Platzhirsche im Naturschutzgebiet : Eine mikrosoziologische Analyse sozialer Kämpfe um die Nutzung von Natur
- Publication:
-
Berlin: de Gruyter Oldenbourg, 2025
- Language:
- English
- Information:
- Der Beitrag analysiert ein auf den ersten Blick soziologisch unbedeutendes Phänomen, das sich zunehmend in Naturschutzgebieten beobachten lässt: Eine große Anzahl von Menschen, die sich dort bewegen, begrüßen im Vorbeigehen ihnen unbekannte Personen, und dies auf eine zum Teil offensive Weise. Dieses Verhalten ist erklärungsbedürftig, da es allgemein geltende Regeln der Interaktion im öffentlichen Raum verletzt. Es werden zwei Erklärungslinien entwickelt, die an die Eigenschaften des Naturschutzgebiets als besonderer Sozial-Natur-Räumlichkeit (SNR) anknüpfen. Zum einen kann man feststellen, dass diese SNR für ihre Benutzung ein Handlungsrepertoire erfordert, das – anders als etwa Naherholungsgebiete – gesellschaftlich nicht allgemein vorhanden ist und auch von ihm selbst nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt wird. Das Fremd-Grüßen lässt sich vor diesem Hintergrund als Versuch der Selbst-Inklusion derjenigen verstehen, die nicht darüber verfügen. Zum anderen muss berücksichtigt werden, dass das Naturschutzgebiet eine Kritik an gesellschaftlicher Normalität impliziert, die Natur (Lebensräume, Artenvielfalt) zerstört. Es wird die These vertreten, dass insbesondere die offensiv Grüßenden versuchen, interaktiv andere, dem Naturschutzgebiet nicht entsprechende (sportliche, freizeitliche) Nutzungsformen als berechtigt durchzusetzen. Die Kritik an gesellschaftlicher Normalität, die angesichts der globalen ökologischen Krisen an Bedeutung gewonnen hat, wird damit interaktionspraktisch zurückgewiesen. Diese Deutungen werden abschließend in den Kontext der aktuellen, insbesondere von Stephan Lessenich angestoßenen Debatte um die Krise gesellschaftlicher Normalität gestellt.
- Scope:
- Online-Ressource
- Note:
- Open Access
- Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet
- Keywords:
- Grüßen ; Raum ; Natur ; Mensch-Natur-Verhältnisse ; ökologische Krisen ; Kritik ; Normalität
- Classification:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Collection:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Copyright:
- Rights reserved
- Accessibility:
- Free Access
- Title:
- Platzhirsche im Naturschutzgebiet : Eine mikrosoziologische Analyse sozialer Kämpfe um die Nutzung von Natur
- Publication:
-
Berlin: de Gruyter Oldenbourg, 2025
- Language:
- English
- Information:
- Der Beitrag analysiert ein auf den ersten Blick soziologisch unbedeutendes Phänomen, das sich zunehmend in Naturschutzgebieten beobachten lässt: Eine große Anzahl von Menschen, die sich dort bewegen, begrüßen im Vorbeigehen ihnen unbekannte Personen, und dies auf eine zum Teil offensive Weise. Dieses Verhalten ist erklärungsbedürftig, da es allgemein geltende Regeln der Interaktion im öffentlichen Raum verletzt. Es werden zwei Erklärungslinien entwickelt, die an die Eigenschaften des Naturschutzgebiets als besonderer Sozial-Natur-Räumlichkeit (SNR) anknüpfen. Zum einen kann man feststellen, dass diese SNR für ihre Benutzung ein Handlungsrepertoire erfordert, das – anders als etwa Naherholungsgebiete – gesellschaftlich nicht allgemein vorhanden ist und auch von ihm selbst nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt wird. Das Fremd-Grüßen lässt sich vor diesem Hintergrund als Versuch der Selbst-Inklusion derjenigen verstehen, die nicht darüber verfügen. Zum anderen muss berücksichtigt werden, dass das Naturschutzgebiet eine Kritik an gesellschaftlicher Normalität impliziert, die Natur (Lebensräume, Artenvielfalt) zerstört. Es wird die These vertreten, dass insbesondere die offensiv Grüßenden versuchen, interaktiv andere, dem Naturschutzgebiet nicht entsprechende (sportliche, freizeitliche) Nutzungsformen als berechtigt durchzusetzen. Die Kritik an gesellschaftlicher Normalität, die angesichts der globalen ökologischen Krisen an Bedeutung gewonnen hat, wird damit interaktionspraktisch zurückgewiesen. Diese Deutungen werden abschließend in den Kontext der aktuellen, insbesondere von Stephan Lessenich angestoßenen Debatte um die Krise gesellschaftlicher Normalität gestellt.
- Scope:
- Online-Ressource
- Note:
- Open Access
- Archivierung/Langzeitarchivierung gewährleistet
- Keywords:
- Grüßen ; Raum ; Natur ; Mensch-Natur-Verhältnisse ; ökologische Krisen ; Kritik ; Normalität
- Classification:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Collection:
- Biografien
- Sozialwissenschaften
- Copyright:
- Rights reserved
- Accessibility:
- Free Access