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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Metadata: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Monograph

Author:
Paul, Adolf
Title:
Die Tänzerin Barberina : Roman aus der Zeit Friedrichs des Grossen
Publication:
Berlin: Deutsche Buchgemeinschaft, 1915
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Scope:
415 Seiten
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15508978
Collection:
Berlinerinnen,Berliner
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Paul A 1
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1985, 10. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 18. April 1985
  • Nr. 2, 25. April 1985
  • Nr. 3, 9. Mai 1985
  • Nr. 4, 23. Mai 1985
  • Nr. 5, 13. Juni 1985
  • Nr. 6, 27. Juni 1985
  • Nr. 7, 29. Juni 1985
  • Nr. 8, 6. Juli 1985
  • Nr. 9, 12. September 1985
  • Nr. 10, 26. September 1985
  • Nr. 11, 17. Oktober 1985
  • Nr. 12, 24. Oktober 1985
  • Nr. 13, 14. November 1985
  • Nr. 14, 28. November 1985
  • Nr. 15, 4. Dezember 1985
  • Nr. 16, 5. Dezember 1985
  • Nr. 17, 6. Dezember 1985
  • Nr. 18, 21. Dezember 1985

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
9. Sitzung vom 12. September 1985 
Frau Grotzke 
(A) 
(B) 
Hinsichtlich der einzelnen Kritikpunkte kann ich mich kurz fas 
sen. Die Entschließung, die die SPD-Fraktion hier eingebracht 
hat, ist bewußt argumentativ gefaßt. Sie macht deutlich, warum 
die Änderungen des Asylverfahrensgesetzes für uns inakzepta 
bel sind. Wir können nur hoffen, daß die anderen Fraktionen sich 
mit dieser Entschließung nachdrücklich beschäftigt haben und 
über bloße Polemik hinaus zu einer inhaltlichen Auseinanderset 
zung mit den hier aufgezeigten Problemen bereit sind. Ich ge 
statte mir dennoch einige wenige Erläuterungen. 
Es ist eine Schande, wenn das Abgeordnetenhaus feststellen 
muß, daß eine geplante Änderung des Asylverfahrensgesetzes 
nicht einmal die allgemein bekannte Tatsache berücksichtigt, 
daß es bei der Bewertung des Asylbegehrens nicht darauf an 
kommt, daß die Verfolgungsgründe bereits bei der Einreise Vor 
lagen. Der allein maßgebliche Zeitpunkt ist der, in dem der Asyl 
bewerber in sein Herkunftsland zurückkehrt. Daß man dies nicht 
berücksichtigt, zeigt nicht nur mangelnde Sorgfalt und Rechts 
kenntnis, sondern überdies auch, daß man sich nicht einmal der 
primitivsten Grundsätze der Humanität versichert hat. 
[ Beifall bei der SPD und der AL] 
Man braucht nicht rechtskundig zu sein, damit es einem klar wird, 
daß man einen Menschen, der bei seiner Rückkehr die Todes 
strafe zu erwarten hat, auch dann nicht zurückschicken darf, 
wenn er aus Gründen nach Deutschland gekommen ist, die den 
strengen Anforderungen des Asylgesetzes nicht genügen. 
[ Beifall bei der SPD und der AL] 
Der Innensenator soll uns bestätigen, daß er jemand in den Tod 
schicken würde, nur weil er nach Deutschland kam, um dem Bür 
gerkrieg in dem eigenen Lande zu entgehen! 
[Frau Bischoff-Pflanz (AL) „Würde“ ist gut!] 
- Ich weiß, das klingt sehr abstrakt, aber jeder von uns weiß, daß 
dahinter menschliche Schicksale stehen. Die Fehlentscheidun 
gen deutscher Behörden und deutscher Gerichte können viel 
fach tragisch enden. Beispiele gibt es genügend. 
Ähnlich gefährlich für Leib und Leben hier Schutz suchender 
Ausländer ist die faktische Abschaffung des § 14 Ausländerge 
setz, die der Senat anstrebt. Wir anerkennen, daß mit dem § 14 
Ausländergesetz auch Mißbrauch getrieben wird. Wer diesen 
Mißbrauch benutzt, um die berechtigten Anliegen verfolgter Aus 
länder zu eliminieren, die sich dennoch nicht auf das Asylrecht 
berufen können, treibt nicht weniger Mißbrauch als andere, son 
dern mehr. 
[Beifall bei der SPD] 
Wir sind gespannt, was die Verwaltung, was der Senat, was ins 
besondere aber auch diejenigen unter den Abgeordneten hierzu 
sagen werden, die doch immer vorgeben, daß sie humanitäre Lö 
sungen anstreben. Herr Dr. Lange, Herr Dr. Wruck vom Auslän 
derausschuß, 
[Beifall bei der AL] 
Im Verlauf der Anhörungen im Ausländerausschuß war der Sena 
tor für Inneres nicht in der Lage, den Einwänden der Experten zu 
begegnen, daß das, was er angeblich bezwecke, schon geltende 
Rechtslage ist, das aber, was er zu tun fordert, undurchführbar 
ist. Es wird sich zeigen, ob wir der Öffentlichkeit deutlich machen 
können, daß hier ein Millionen-Schwindel stattfindet. Millionen 
von Steuergeldern werden sinnlos zum Fenster hinausgeworfen, 
nur um den falschen Eindruck zu erwecken, Senator Lummer 
wäre in der Lage, selbst diejenigen noch aus dem Land zu wer 
fen, deren politische Verfolgung nachgewiesen ist. Besonders 
makaber mutet dabei an, daß wir als Demokraten tatenlos Zu 
sehen sollen, wie Senator Lummer den Abbau demokratischer 
Rechte auch noch mit Millionen von Steuergeldern bezahlt. 
[ Beifall bei der AL] 
In diese Linie paßt es dann natürlich auch, wenn nicht nur An 
wälte, die ein Geschäft mit Asylbewerbern machen - solche hat 
es zugegebenermaßen sicherlich gegeben -, mit der Androhung 
von Strafe an ihrem Tun gehindert werden sollen, sondern auch 
jene Organisationen, die sich aus rein humanitären Gründen der 
Betreuung von Asylbewerbern verschrieben haben. Es ist ein 
Skandal, wie der Senat hier versucht, den angeblichen Miß 
brauch von Asylrechten auch für die unter Strafe zu stellen, die 
damit keine Vermögensvorteile erstreben. Gegen wen anders als 
zum Beispiel gegen die Kirche kann sich ein solcher Paragraph 
richten, denn natürlich kann niemand, der sich mit Asylbewer 
bern beschäftigt, ausschließen, daß unter den von ihm Be 
treuten auch solche Menschen sind, die zwar aus menschlich 
verständlichen Gründen nach Deutschland gekommen sind, weil 
sie sich zum Beispiel im Heimatland in Lebensgefahr befunden 
haben, aber das Asylrecht dennoch nicht beanspruchen können. 
Unser Asylrecht ist ein Netz, das nicht jeden auffängt, der in Le 
bensgefahr nach Deutschland kommt, sondern nur diejenigen, 
die eine besondere politische Verfolgung nicht nur als Gruppe, 
sondern zumeist als Individuen nicht nur behaupten, sondern 
auch beweisen können. Hier soll nun also humanitäres Engage 
ment mit Strafandrohung unterbunden werden. Daß sich Leute, 
die derartiges fordern, auch noch mit dem Beinamen „christlich“ 
schmücken, ist eine von uns schon häufig monierte Schande. 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Abschließend möchte ich noch einmal die Hoffnung zum Aus 
druck bringen, daß es die Fraktionen von CDU und F.D.P. ver 
mögen, über ihren parteipolitischen Schatten zu springen und zu 
dem zurückzufinden, was sie in ihren Parteiprogrammen jeden 
falls fordern, nämlich einem freien Rechtsstaat, in dem die Men 
schen aller Glaubensrichtungen, Rassen und Hautfarben Zusam 
menleben können, wenn sie Schutz vor diktatorischen und men 
schenverachtenden Regimen suchen. - Herzlichen Dank! 
[Beifall bei der SPD und der AL] 
Stellv. Präsident Longolius: Nächster Redner ist der Kol 
lege Dr. Wruck. 
wir sind gespannt auf Ihre Ausführungen zu diesen Bereichen. 
[ Beifall bei der SPD und der AL] 
Handelt es sich bei den bisher angesprochenen Änderungen 
des Asylverfahrensgesetzes um solche, die besondere Gefahren 
für die Verfolgten oder vor Verfolgung Schutz Suchenden bedin 
gen, so rufen andere Änderungen nur Unverständnis hervor und 
erwecken den Eindruck, daß hier - ich will dies einmal leger 
sagen - etwas wirr gedacht wunde. In seinem Bestreben, in der 
Öffentlichkeit den Eindruck zu hinterlassen, als könne er selbst 
diejenigen aus Deutschland vertreiben, die anerkannte Asylanten 
sind, scheut der Innensenator nicht einmal davor zurück, einen 
gigantischen Verwaltungsaufwand hinzunehmen und dem 
Steuerzahler Kosten in Millionenhöhe zu bereiten. Dabei weiß je 
der Eingeweihte, daß eine zweijährliche Überprüfung der aner 
kannten Asylbewerber praktisch zu nichts führen, praktisch aber 
einen in seinen Kosten kaum abschätzbaren Verwaltungsauf 
wand verursachen würde. 
[Beifall bei der SPD] 
Dr. Wruck (CDU): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! 
Wenn man dem Redebeitrag der Kollegin Grotzke aufmerksam 
zugehört hat und dann einige Passagen aus der Begründung 
des SPD-Antrages hinzunimmt, könnte man meinen, unser 
Rechtsstaat sei in Gefahr. 
[Schenk (AL): Durch Sie! - Beifall bei der SPD - 
Schicks (CDU): Durch Sie!] 
Wenn man Worte benutzt wie „Angriff auf das Asylrecht“ „Ab 
bau demokratischer Rechte“, „Schrecken verbreiten“, „der Be 
stand des Artikels 16 sei bedroht“, 
[Zustimmung bei der SPD und der AL] 
wenn man das alles sagt, dann muß man es präzisieren und darf 
nicht in eine Panikmache und Angstmacherei vor bestimmten 
Vorstellungen ausbrechen. Man kann unterschiedlicher Auffas 
sung in diesem oder jenem Bereich sein, aber dem anderen 
gleich zu unterstellen, bloß weil er anderer Auffassung sei, würde 
er auf diese Art und Weise „zum Abbau demokratischer Rechte
	        

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