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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 12.1886 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Monografie

Verfasser:
Baedeker, Karl
Titel:
Berlin und Umgebung : Handbuch für Reisende / von Karl Baedeker
Ausgabe:
Achtzehnte Auflage
Erschienen:
Leipzig: Verlag von Karl Baedeker, 1914
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Umfang:
X, 262 Seiten
Schlagworte:
Berlin ; Führer ; Karte ; Führer ; Karte
Berlin:
B 21 Allgemeine Landeskunde: Berlinführer. Spaziergänge
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15510334
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 21/19 a:18.1914
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

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  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 12.1886 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nr. 1, 03.10.1885
  • Nr. 2, 10.10.1885
  • Nr. 3, 17.10.1885
  • Nr. 4, 24.10.1885
  • Nr. 5, 31.10.1885
  • Nr. 6, 07.11.1885
  • Nr. 7, 14.11.1885
  • Nr. 8, 21.11.1885
  • Nr. 9, 28.11.1885
  • Nr. 10, 05.12.1885
  • Nr. 11, 12.12.1885
  • Nr. 12, 19.12.1885
  • Nr. 13, 26.12.1885
  • Nr. 14, 02.01.1886
  • Nr. 15, 09.01.1886
  • Nr. 16, 16.01.1886
  • Nr. 17, 23.01.1886
  • Nr. 18, 30.01.1886
  • Nr. 19, 06.02.1886
  • Nr. 20, 13.02.1886
  • Nr. 21, 20.02.1886
  • Nr. 22, 27.02.1886
  • Nr. 23, 06.03.1886
  • Nr. 24, 13.03.1886
  • Nr. 25, 20.03.1886
  • Nr. 26, 27.03.1886
  • Nr. 27, 03.04.1886
  • Nr. 28, 10.04.1886
  • Nr. 29, 17.04.1886
  • Nr. 30, 24.04.1886
  • Nr. 31, 01.05.1886
  • Nr. 32, 08.05.1886
  • Nr. 33, 15.05.1886
  • Nr. 34, 22.05.1886
  • Nr. 35, 29.05.1886
  • Nr. 36, 05.06.1886
  • Nr. 37, 12.06.1886
  • Nr. 38, 19.06.1886
  • Nr. 39, 26.06.1886
  • Nr. 40, 03.07.1886
  • Nr. 41, 10.07.1886
  • Nr. 42, 17.07.1886
  • Nr. 43, 24.07.1886
  • Nr. 44, 31.07.1886
  • Nr. 45, 07.08.1886
  • Nr. 46, 14.08.1886
  • Nr. 47, 21.08.1886
  • Nr. 48, 28.08.1886
  • Nr. 49, 04.09.1886
  • Nr. 50, 11.09.1886
  • Nr. 51, 18.09.1886
  • Nr. 52, 25.09.1886

Volltext

326 
Hause geleiten sollten. Und jetzt trat hocherhobmcil Hauptes 
eine noch jugendliche Frau aus der niederen Spitzbogenthür 
der Kirche heraus. Die beiden Knechte verneigten sich vor ihr. 
Augenscheinlich wurde dieser Gruß einer Patrizierfrau darge 
bracht; denn nur eine solche durfte einen breiten Sammetsanm 
an den Rändern ihres Geivandes tragen, und nur einer Frau 
„aus den alten Geschlechtern" war der kostbare Schmuck eines 
auf die Brust herabhängenden, mit Perlen besetzten Marien- 
bildcS vergönnt. 
Die stolze, schöne Frau mußte den Armeit an der Kirchen- ! 
Pforte ein reichliches Almosen gespendet haben; denn lautriefen 
dieselben: 
„Heil und Segen der tngeudsamen Frau Koppen Richard; 
lange erhalte sie Gott!" — 
Gemessenen Ganges und von den beiden Knechten, wie 
cs die Sitte ivollte, geleitet, schritt Frau Richard jener Pforte 
des Friedhofes zu, welche gegeit den „alten Markt" zu lag. 
Ehrerbietig grüßten die Männer und Frauen, welche in: Ge- ; 
Erinnerungen an den Prinzen Friedrich Carl. 
Prinz Friedrich Carl war ein durchaus edel angelegter Charakter. 
Die Forderung des Dichters 
„Edel sei der Mensch, hiilfreich und gut" — 
hat der Prinz in allen Lagen seines Lebens zu erfüllen sich bemüht, und 
eS lassen sich gar viele Fälle berichten, in denen er demgemäß gehandelt 
hat. Hier mögen nur einzelne Charaktcrzügc folgen, welche als Belag 
dienen können. 
Als am 6. Oktober 1878 Marschall Bazaine zum ersten Male in 
Trianon vor dem Kriegsgericht erschien, um sich gegen die nicht weniger ! 
als 276 enggedruckte Oktavseiten umfassende Anklageschrift des Generals j 
de Riviäre zu verantworten, welche Gerichtsverhandlung mit der Ver- ; 
urtheilung des Marschalls enden sollte, da war es vornämlich sein tapferer 
Gegner bei Metz, der Prinz Friedrich Carl, welcher im Innersten seines 
Herzens über diese im Ganzen unwürdige Bloßstellung eines braven Sol- j 
baten empört war. Gern hätte er eS gesehen, wenn Bazaine eine solche 
Schmach erspart worden wäre, und deshalb hatte er schon vor Eröffnung j 
des Gerichtsverfahrens — am 28. September — dem Vertheidiger des | 
Marschalls, Herrn Lachaud, ein Zeugniß darüber zugehen lassen, daß er 
niemals mit dem Oberbefehlshaber der Rhein-Armee vor der Capitulation j 
von Metz persönlich verkehrt hätte. Dieses Zeugniß hat folgenden j 
Wortlaut: 
„Ich erkläre durch gegenwärtiges Schreiben, daß Herr Marschall j 
Bazaine während der Belagerung von Metz niemals in mein Haupt- 
quarticr zu Corny gekommen ist. Ich habe Herr» Marschall Bazaine j 
am Abende des 29. Oktober in dem Augenblicke, als er nach der Capi- ! 
tulation Metz verlassen hatte, zum ersten Mal gesehen. 
Berlin, 28. September 1873. 
Friedrich Carl 
Prinz von Preußen, Gencralfcldmarschall." ! 
Doch damit nicht genug. Als während der Prozeßverhandlungen die Sache j 
eine für Bazaine ungünstige Wendung nahm, und die Verurtheilung ! 
immer wahrscheinlicher wurde, da versuchte der Prinz-Fcldmarschall aber- j 
malS sein befürwortendes Wort für seinen ehemaligen Gegner geltend zu 
machen. „Aus freiem Antriebe und aus edlem Gefühle" — wie Lachaud 
sich in seiner Vertheidigungsrede ausdrückte — sandte er demselben unter j 
dem 6. Dezember folgendes Schreiben: 
„Ich erkläre, daß ich die vollkommenste Hochachtung vor der Rhein- 
Armee und dem Marschall Bazaine hege, besonders um der Energie 
nullen, ivelche der letztere an den Tag gelegt hat, um die Rhein-Armee j 
so lange als möglich einer unvermeidlichen Capitulation zu entziehen. 
Friedrich Carl, 
Prinz von Preußen, Gcneralfeldmarschall." j 
Lachaud fügte der Verlesung dieses Schreibens in Schloß Trianon die 
Worte hinzu: „Ich meinerseits beharcpte, daß eS überall Ehre giebt, und : 
spräche noch auf dein Friedhofe von St. Mkolai bei einander 
verweilten. Aber es war gut, daß die Patriziersran nicht hörte, 
was die Leute sich zuraunten, als sie vorüberschritt. „Sehet 
doch diesen prunkenden Hochmuth an Schmuck und Gewand; 
es lvird ein Ende nehmen mit den Richard's, ivie einst mit 
den Buch's und mit den Wardenberg's!" So sprachen sie. 
Es ivar nur ein kurzer Gang, welcher die Gattin des 
Patriziers Koppen Richard zu ihrem Hause führte. Dasselbe 
erhob sich am „alten Markte", am Rande der hier seeartig sich 
erweiternden Spree. Es mochte eine der ältesten Niederlassungen 
in dem Berlin won 1380 sein. Denn klein lind schmal war 
das Haus; aber noch wurde dasselbe von gewaltigen Rüster 
bäumen überragt, welche seit uralten Leiten hier am Ufer des 
Flusses heimisch gewesen waren. Seltsamer Schmuck aus 
Schnitzlverk war an dem schmalen Gebäude angebracht; Schwa 
nenhälse zierten den Giebel, und ein Wappenschild mit drei 
Seeblättern war über der kleinen Thür angebracht. Das alles 
ivar ein Zeichen, daß der Erbauer dieses Hauses einst aus 
daß, wenn Prinz Friedrich Carl aus freien Stücken solche Thatsachen 
bestätigt, dies eine Handlung ist, die ihm und dem Marschall Ehre macht." 
Daß dieses Zeugniß jedoch dem Angeklagten nichts helfen sollte, ist 
heute uns Allen ja bekannt, galt doch damals in Frankreich der Spruch: 
„Es rast der Sec und will sein Opfer haben." 
* 
* * 
Alan darf jedoch aus dem hier Mitgetheilten nicht den Schluß 
ziehen, als sei Prinz Friedrich Carl ein blinder Verehrer Bazaine's 
gewesen. Ganz und gar nicht war dies der Fall, namentlich hatte das sehr 
eigenthümliche, keineswegs ehrliche Verfahren nicht seinen Beifall, welches 
General Bazaine in Mexiko an der Seite des unglücklichen Kaisers Maxi 
milian befolgte. Allerdings erwarb er sich dort den Marschallstab, allein 
von vornherein war seine Haltung eine zweideutige, und es kann nur noch 
zweifelhaft sein, ob ihm hierbei allein die Schuld zur Last fällt, oder ob 
sie Kaiser Napoleon III. aufzulegen ist, der ihm die Verhaltungsbefehle 
ertheilt hatte. Jedenfalls handelte er gegen seine hohen Schutzbefohlenen 
nicht offen und ward dadurch mit die Ursache, daß der unglückliche Mo 
narch geopfert wurde. 
Es war auf der Orientreise, die Prinz Friedrich Carl zu Ende 
des Jahres 1883 antrat, als derselbe von Triest aus einen kleinen Ab 
stecher nach dem Schlosse Miramare machte, um den einstigen Lieblingssitz 
des fürstlichen Erbauers kennen zu lernen, den dieser nur verließ, um in 
einem fremden Welttheile den in feierlicher Stunde geleisteten Eid mit 
dem eigenen Tode im besten Mannesalter zu halten. Der Prinz war, 
wie ein Theilnchmer seiner Reise uns kürzlich berichtet hat,*) überrascht 
von der Schönheit Miramares, eines Schmuckkästchens im großen Styl; 
er sprach offen aus, es sei „das schönste und geschmackvollste Schloß, das 
er je im Leben gesehen, vor Allem verrathe das Treppenhaus und die 
waidmännische Dekoration der Wände desselben einen unvergleichlich feinen 
Geschmack, der seinem eigenen Gefühle im höchsten Maße zusage." 
In einem der oberen Geniächer betrachtete der Prinz-Feldmarschall 
das lebensgroße Oelbild des Kaisers Maximilian „wehmüthigen Blickes, 
dessen sanfte edle Züge ihm einen stummen Dank zuzuwerfen schienen." 
Hierbei entwand sich seinen Lippe» ein des feierlichen Augenblickes 
würdiges Wort: „Ich habe dich an Bazaine gerächt!" 
* 
* * 
Haben wir aus dem Vorstehenden ersehen, daß der Prinz Friedrich 
Carl edeldenkeud und gerecht sich gegen den Feind zeigte, so werden wir 
aus dem Folgenden schließen können, daß derselbe Prinz, welchem man 
im Allgemeinen keine Gcfühlsschwärmcrei nachrühmt, gegen ihm nahe 
stehende Waffcngefährtcn den feinsten Zartsinn entwickelte. Eine gewisse 
Schroffheit zeigte der Prinz schon in sehr jugendlichem Alter, sie war wohl 
eine Folge der sehr strengen Erziehung, welche ihm zu Theil geworden 
war. Man hat behauptet, daß seine erste Erziehung hätte sorgfältiger 
sein können, denn da er — fast noch ein Kind — gleich unter scharfe 
»1 Professor Dr. H. Brugsch.Pascha in dem Werte: „Prinz Friedrich Carl im 
Morgenlande, dargestellt von seinen Reisebegleitern re. Frankfurt a. O., 1884."
	        

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