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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 25.1899 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 25.1899 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Baluschek, Hans
Title:
Spreeluft : Berliner Geschichten / von Hans Baluschek ; mit Titelzeichnungen und 8 Vignetten vom Verfasser
Publication:
Berlin-Charlottenburg: Vita Deutsches Verlagshaus, 1913
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Scope:
227 Seiten
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15505672
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Balu 2
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 25.1899 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • 7.Januar 1899 Nr, 1
  • 14.Januar 1899 Nr, 2
  • 21.Januar 1899 Nr, 3
  • 28.Januar 1899 Nr, 4
  • 4.Februar 1899 Nr, 5
  • 11.Februar 1899 Nr, 6
  • 18.Februar 1899 Nr, 7
  • 25.Februar 1899 Nr, 8
  • 25.Februar 1899 Nr, 9
  • 11.März 1899 Nr, 10
  • 18.März 1899 Nr, 11
  • 25.März 1899 Nr, 12
  • 1.April 1899 Nr, 13
  • 8.April 1899 Nr, 14
  • 15.April 1899 Nr, 15
  • 22.April 1899 Nr, 16
  • 29.April 1899 Nr, 17
  • 6.Mai 1899 Nr, 18
  • 13.Mai 1899 Nr, 19
  • 20.Mai 1899 Nr, 20
  • 27.Mai 1899 Nr, 21
  • 3.Juni 1899 Nr, 22
  • 10.Juni 1899 Nr, 23
  • 17.Juni 1899 Nr, 24
  • 24.Juni 1899 Nr, 25
  • 1.Juli 1899 Nr, 26
  • 8.Juli 1899 Nr, 27
  • 15.Juli 1899 Nr, 28
  • 22.Juli 1899 Nr, 29
  • 29.Juli 1899 Nr, 30
  • 5.August 1899 Nr, 31
  • 12.August 1899 Nr, 32
  • 19.August 1899 Nr, 33
  • 26.August 1899 Nr, 34
  • 2.September 1899 Nr, 35
  • 9.September 1899 Nr, 36
  • 16.September 1899 Nr, 37
  • 23.September 1899 Nr, 38
  • 30.September 1899 Nr, 39
  • 7.Oktober 1899 Nr, 40
  • 14.Oktober 1899 Nr, 41
  • 21.Oktober 1899 Nr, 42
  • 28.Oktober 1899 Nr, 43
  • 4.November 1899 Nr, 44
  • 11.November 1899 Nr, 45
  • 18.November 1899 Nr, 46
  • 25.November 1899 Nr, 47
  • 2.Dezember 1899 Nr, 48
  • 9.Dezember 1899 Nr, 49
  • 16.Dezember 1899 Nr, 50
  • 23.Dezember 1899 Nr, 51
  • 30.Dezember 1899 Nr, 52

Full text

! 
412 
krumm gebogen fand. Man suchte den Schaden so geschwind wie 
möglich auszubessern' aber schon zum zweitenmale — heißt es in 
unserer Quelle — sind einige Pfeiler zerschlagen und umgeworfen, 
die Stangen sogar zerbrochen. Ueberall, wo in Berlin öffentliche 
Kunstwerke zu sehen sind, hat auch der Pöbel seine Hand daran- 
gelegt; aber überall zeigt es sich, daß die Zerstörungssucht nur so 
lauge dauert, wie der Reiz der Neuheit anhält. Die Statuen 
am Opernhause, an der Bibliothek haben fast alle Nasen, Hände 
und Füße verloren. An den Gruppen der sogenannten Herkules 
brücke hat man an den Sphnnxen die Rasen und die Klauen, an 
den Kindern Hände und Füße zerschlagen — aber alles nur, so 
lange sie neu waren. An den Statuen im Tiergarten ist überall 
dieselbe Zerstörungswut sichtbar. Als Se. Majestät, unser jetzt 
regierender König, vergangenes Jahr den Neuen Garten zu 
Potsdam dem Publikum freigab, fand man einige Tage darauf 
zwei Statuen beschädigt, aber hernach keine weiteren Versuche 
der Art. 
Ferner klagt unser Gewährsmann darüber, die Polizei gebe 
nicht genug acht auf die umherziehenden oder in einer Bude 
handelnden Kunst- und Buchhändler. Ihr Erwerb besteht in 
dem Verkauf verschiedener, oft sehr bedenklicher Kupferstiche, oder 
in dem Absatz von Liedern und Brochüren für das gemeine Volk. 
Man erstaunt über die Menge dieses Zeuges und über den oft 
aller Beschreibung spottenden, nicht selten auch sittenverderbenden 
Inhalt. Viele hundert Dienstboten kaufen sich die hier feilgebotenen 
Lieder, lernen sie auswendig und singen sie bei ihren Zusammen 
künften. Wie diese Lieder beschaffen sind, davon möge folgende 
Probe überzeugen: 
Heißa, Brüder, lasset uns lustig sein, 
Mag es beim Bier sein oder beim Wein! 
Die Grillen vertrieben, die Mädchen geliebt, 
Das bringet selten ein traurig' Gemüt! — 
Dies ist bei weitem nicht die fehlerhafteste und ungereimteste 
Stelle aus „Acht neuen Liedern", die an allen Ecken verkauft 
werden, und von denen einige gar keinen Sinn haben. — 
lleberhaupt wird au verschiedenen Stellen der Zeitschrift über 
den Mangel an Geschmack auch bei höheren Ständen geklagt. 
doch die tägliche Erfahrung, daß das Prinzip bei der Auswahl 
der Stücke mehr durch die Kasse als durch Rücksichtnahme auf die 
Aesthetik bedingt wird, daß der verdorbene Geschmack des Pu 
blikums mehr ausgenutzt als an seiner Verbesserung gearbeitet 
wird. Die Schuld daran soll nicht der Direktion beigemessen 
werden; denn sie kann ihre ökonomischen Gründe haben, welche sie 
zwingen, so zu handeln, lleberhaupt wird die Operette häufiger 
als das Schauspiel besucht, und die sogenannten Spektakelstücke 
tragen vor allen den Preis davon. Das Haus ist nie voller, als 
wenn ein Ballet angekündigt ist. Wer einer solchen Aufführung 
beiwohnt, weiß nicht, ob er seinen Augen und Ohren trauen soll. 
Auf allen Gesichtern glänzt die Freude, und der schallendste Beifall 
übertäubt oft — zu ihrem Vorteil — die Musik' und doch sieht 
man auf der Bühne Dinge, die höchstens auf einer „Kreuzerbühne" 
verzeihlich wären. Auch bei der Beurteilung der Darstellungskunst 
geht's nicht viel besser. So allgemein auch der Beifall scheint, 
welcher unsern Jffland in jeder Rolle begleitet, so fehlt es doch 
nicht an Leuten, die ihn für einen mittelmäßigen Künstler und 
llnzelmann für einen Halbgott erklären. — Das Wohlgefallen 
an theatralischen Unterhaltungen scheint übrigens weit verbreitet 
zu sein, weil seit einigen Jahren hier zwei Liebhabertheater er 
richtet sind, auf denen indessen der gute Geschmack keine Eroberungen 
machen wird. 
Ebenso ungünstig lautet das Urteil über den Mangel an 
musikalischem Verständnis. Obgleich in Berlin eine Anzahl 
der berühmtesten Tonkünstler leben, wie Reichard, Reghini, Himmel, 
Hurka und Weber, obgleich so oft die Gelegenheit sich bietet, 
Concialinis Stimme und Hurkas himmlischen Gesang zu bewundern; 
obgleich jeder von den Tönen einer Marchetti und einer Schick 
entzückt sein müßte, so ist es doch bisher nicht möglich gewesen, 
ein öffentliches Konzert zustande zu bringen, welches sich hielte, 
während in anderen Städten von Berlins Größe dergleichen fast 
alle Tage gegeben werden. 
Kleinere Privat - Konzerte giebt es genug, aber allen mangelt 
es an gehöriger Unterstützung. Virtuosen geben zwar einzelne 
Konzerte im Saale der Stadt Paris, oder zuweilen in dem großen 
Saale der Loge Royal Jork, aber darin hat Berlin ja nichts vor 
Wernigerode — Schloß. 
(Zum Artikel „Eine Pfingstfahrt in den Harz.") 
Trotzdem es in Berlin eine Akademie der Künste gäbe, Herr Hof- 
rat Hirt Vorlesungen zur Beförderung des Geschmacks, der Philosoph 
Bendavid Vorträge über Aesthetik für gebildete Männer, Herr 
Ditmar für Damen, und Herr Professor Rambach für Künstler 
hielte, so habe doch dies alles auf das eigentliche Publikum gar 
keinen Einfluß. 
Die Frage, wie es um das Theater stehe, wird dahin be 
antwortet: Obgleich ein Jffland hier an der Spitze steht, lehrt 
einer mäßigen Privinzialstadt voraus. — Was noch am meisten 
kultiviert wird, ist der Gesang, wozu unstreitig der würdige Fasch 
durch seine Akademie für Liebhaber des Gesangs am meisten 
beiträgt. So vollkommen dies Institut auch ist, weil man darin 
von Liebhabern und Liebhaberinnen die schwersten Sachen mit 
einer bewundernswürdigen Präzision vorgetragen hört, so ist es 
doch nur eine bloße Privatanstalt, und der größte Teil der Berliner 
kennt ihre Existenz nicht einmal! — Glucks unsterbliche Jphi-
	        

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  • Paganini, Niccolò
    773

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