Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Bär (Public Domain) Ausgabe 18.1892 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Calendar: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 18.1892 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Periodical

Title:
Berliner illustrierte Zeitung
Publication:
Berlin: Dt. Verl., 1891-1945 -
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Dates of Publication:
1891, 1. Probenummer (14. December 1891) - 1891, 2. Probenummer (21. December 1891) ; 1.1892 - 29.1920,52; 34.1925,35-52; 44.1935,1-5u.9-10u.12-14u.18-22u.24u.28-52; 45.1936,1-41; 50.1941,1-25
Holdings:
1891, [Probenr.]; 1.1892 - 29.1920
Note:
Mehr nicht digitalisiert
Periodizität: wöchentl.
Weitere Digital. Ausg.: Fulda : Hochschul- und Landesbibl., 2010
-1936, Berlin, Ullstein
ZDB-ID:
2585264-4 ZDB
Keywords:
Berlin ; Zeitung ; Familienzeitschrift ; Zeitschrift ; Zeitung
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
Berlin Newspapers and Journals
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1919
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Note:
Jahrgang 1919: es fehlen die Hefte Nr. 5, 6, 8, 9, 10, 11, 12
Berlin:
B 1 Allgemeines: Zeitungen
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15512372
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
Berlin Newspapers and Journals

Issue

Title:
Nr. 22, 1. Juni 1919

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 18.1892 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • Nr. 1, 03.10.1891
  • Nr. 2, 10.10.1891
  • Nr. 3, 17.10.1891
  • Nr. 4, 24.10.1891
  • Nr. 5, 31.10.1891
  • Nr. 6, 7.11.1891
  • Nr. 7, 14.11.1891
  • Nr. 8, 21.11.1891
  • Nr. 9, 28.11.1891
  • Nr. 10, 05.12.1891
  • Nr. 11, 12.12.1891
  • Nr. 12, 19.12.1891
  • Nr. 13, 26.12.1891
  • Nr. 14, 2.01.1892
  • Nr. 15, 9.01.1892
  • Nr. 16, 16.01.1892
  • Nr. 17, 23.01.1892
  • Nr. 18, 30.01.1892
  • Nr. 19, 6.02.1892
  • Nr. 20, 13.02.1892
  • Nr. 21, 20.02.1892
  • Nr. 22, 27.02.1892
  • Nr. 23, 5.03.1892
  • Nr. 24, 12.03.1892
  • Nr. 25, 19.03.1892
  • Nr. 26, 26.03.1892
  • Nr. 27, 02.04.1892
  • Nr. 28, 09.04.1892
  • Nr. 29, 16.04.1892
  • Nr. 30, 23.04.1892
  • Nr. 31, 30.04.1892
  • Nr. 32, 07.05.1892
  • Nr. 33, 14.05.1892
  • Nr. 34, 21.05.1892
  • Nr. 35, 28.05.1892
  • Nr. 36, 04.06.1892
  • Nr. 37, 11.06.1892
  • Nr. 38, 18.06.1892
  • Nr. 39, 25.06.1892
  • Nr. 40, 02.07.1892
  • Nr. 41, 09.07.1892
  • Nr. 42, 16.07.1982
  • Nr. 43, 23.07.1892
  • Nr. 44, 30.07.1892
  • Nr. 45, 06.08.1892
  • Nr. 46, 13.08.1892
  • Nr. 47, 20.08.1892
  • Nr. 48, 27.08.1892
  • Nr. 49, 03.09.1892
  • Nr. 50, 10.09.1892
  • Nr. 51, 17.09.1892
  • Nr. 52, 24.09.1892

Full text

hB 94 
»— 
Das Bild Schlüters ist durch die kritiklosen und ent 
stellenden Berichte, die wir besitzen, sehr verschoben worden, 
wodurch dem Biographen zunächst die Aufgabe erwuchs, vor 
alleni einmal die Fabeln von der Wahrheit zu sondern, eine 
uni so undankbarere Aufgabe, als die übrig bleibenden un 
anfechtbaren Thatsachen nicht allzu reichlich sind. Wir wissen 
also über das Leben unseres Meisters sehr wenig und sind 
meistens auf die Entwickelung seines Stiles angewiesen, um 
die Laufbahn des Schöpfers verfolgen zu können. Gurlitts 
Forschungen nehmen nun deshalb eine so eigenartige Stellung 
ein, weil er zum erstenmal die Thätigkeit Schlüters nach 
stilistischen Grundsätzen zu umgrenzen sucht und so zu Er 
gebnissen gelangt, die von dem bisher Bekannten erheblich 
abweichen. Daß er bei diesem Bestreben vielfach auf Wider 
stand stoßen wird, ist vorauszusehen und auch im Interesse 
der Wahrheit zu wünschen. 
So ist es sicher anfechtbar, wenn sich Gurlitt bemüht, 
für jedes der Schlüterschen Werke ein älteres Vorbild aus 
findig zu machen. Die Geschichte der bildenden Kunst ist in 
bedingtem Sinne eine Genesis der Form. Urplötzlich wird 
nichts geschaffen, sondern jeder arbeitet unbewußt unter dem 
Einflüsse der Vergangenheit. Hin und wieder taucht dann 
ein Genie auf. das mit ungeahnter Kühnheit schon vorhandene 
Formen mit einander kombiniert und ihnen durch die Gewalt 
seiner Persönlichkeit den Stempel des Originalen aufdrückt. 
So lassen sich zu allen Werken der Kunst ähnliche ältere 
herausfinden, ohne daß man dabei gleich an direkte Be- 
einflllssung denken darf. Vollends ist es bei einem Genie 
wie Schlüter wohl ausgeschlossen, daß er in der Weise geistige 
Anlehnung gesucht hat, wie sie ihm Gurlitt gern zusprechen 
möchte, z. B. am Neiterdenkmal des Großen Kurfürsten, an 
der Kanzel in der Marienkirche und anderen bildhauerischen 
Werken. Bei dem Schloßbau, dessen Entwurf er ihm sogar 
abspricht und ihn dem unter dem Großen Kurfürsten lebenden 
Italiener Borromini zuweist, ist es etwas anderes. Als Schlüter 
wirkte war die Epoche der großen Künstler, die Malerei. 
Bildhauerei und Architektur in einer Person vereinigten, längst 
vorüber, und auch Schlüter war vorzugsweise Bildhauer, wie 
aus allen Urkunden hervorgeht. In seinem Bestallungspatent 
wird er Bildhauer genannt, und sein erstes nachweisbares 
Werk war ein plastisches. Wenn nun dieser große Meister 
vermöge seines dekorativen Genies an die Spitze der Schloß- 
bauverwaltung berufen wurde, daun lag es doch nahe, daß 
er auf diesem, ihm ungewohnteren Gebiete die erreichbaren 
Abbildungen älterer, hochberühmter Bauten zu Rate zog, 
ohne dabei seine Originalität zu opfern und zum Kopisten zu 
sinken. Daher stammen wohl die von Gurlitt betonten Recht 
lichkeiten des Schlüterbaues mit dem Palazzo Madama, mit 
dem herzoglichen Palast in Modena u. a., die mir aber doch 
nicht so erheblich zu sein scheinen, um einen Italiener als 
Autor anzunehmen. Die Größe Schlüters erleidet dadurch 
keinen Abbruch, daß wir einen solchen Einflitß bei ihm wahr 
nehmen. 
Wie am Schloß, hatte Gurlitt früher schon am Zeughaus 
bau gewichtige Bedenken geltend gemacht, die auf die Bau- 
geschichie ein neues Licht werfen und hier noch einmal im 
Zusammenhange wiederholt sind. Es würde zuweit führen, 
sie hier aufzuzählen. Sie gipfeln in der Behauptung, daß 
wir in dem Bau ein Werk der französischen Klassizisteu, ja 
sogar nach Entwurf ihres größten Meisters, Francois Blon- 
dels vor uns haben. Wenn auch die Frage noch nicht end 
gültig beantwortet ist, vielleicht auch nie zufriedenstellend be 
antwortet werden wird, so scheint mir doch die größte Wahr 
scheinlichkeit auf Seiten Gurlitts zu liegen. 
Unsere Kenntnis der äußeren Lebensschicksale Schlüters 
erhält durch den Verfasser keine nennenswerte Bereicherung. 
Nach ihm ist Schlüter vom 20. Mai 1664 (nicht 1662, wie 
man bisher annahm) in Hamburg als Sohn Gerhard 
Schlüters, der ein Jahr vorher Bürger von Hamburg wurde, 
geboren. Die Vermutung, daß die Familie mit der nieder 
ländischen Künstlerfamilie der Sluprer verwandt sei, mag 
fraglich erscheinen, denn der Name kehrt im Niederdeutschen 
sehr oft wieder. Die Ansicht Gurlitts, daß der große Bild 
hauer als Mennouit nach Danzig übersiedelte, hat dagegen 
sehr viel für sich. Von seinem dortigen Lehrer Sapovius 
berichtet die Kunstgeschichte nichts als den Namen, der nach 
Streichung der latinisierenden Endung durchaus als ein pol 
nischer erscheint und demzufolge in der polnischen Geschichte 
gesucht werden muß, wenn der Träger überhaupt mehr als 
ein Handwerker war. Gurlitt sucht die erste Thätigkeit 
Schlüters an der Johanniskapelle zu Danzig und dann 
später, gestützt auf Marpergers Ausspruch, in Polen, wo 
namentlich Schloß Willanow bei Warschau und Palais Kra- 
sinsky durch ihre bildhauerischen Details auf ihn hinzuweisen 
scheinen. Marperger spricht ihm dort den Bau mehrerer 
Paläste zu, was aber wahrscheinlich auf plastische Arbeiten 
eingeschränkt werden muß. 1694 begann Schlüters Berliner 
Thätigkeit mit dem Standbilde Friedrichs HI. (jetzt in Königs 
berg). Nach einer Reise nach Italien im Jahre 1696 folgten 
seine großen Werke, die seinen Namen unsterblich machten, die 
aber zugleich die Katastrophe von 1706 und seine künstlerische 
Isolierung in Berlin herbeiführten. 
Wie wir oben gesehen haben, ist Schlüters Anteil an 
den königlichen Bauten durchaus streitig; auch über Cbarlotten- 
burg find die Akten noch nicht geschlossen. Die Münzturm- 
Angelegenheit, welche bekanntlich die nächste Ursache zu seinem 
Sturze wurde, ist durch die Forschungen Adlers einiger 
maßen klargestellt; darüber bringt Gurlitt nichts Neues. 
Wohl aber bringt er einen durchaus beglaubigten Entwurf 
Schlüters zu einem Altar für die Nikolalkirche in Stralsund, 
der neuerdings in den Ratsakten daselbst aufgefunden wurde. 
In einzelnen Teilen, besonders im Mittelbau, erkennen wir 
unseren Schlüter wieder, obwohl er den Entwurf in der Zeit 
machte, in der er die heftigsten Gemütserschütterungen erlitt, 
nämlich anfangs September 1706, als man den Münzturm 
wieder abtrug. Des Ferneren glaubt Gurlitt in dem so 
genannten „Schwarzen Männchen" in Homburg, das den 
Landgrafen Friedrich von Hessen-Homburg, den Helden von 
Fehrbellin, darstellt, mit Recht eine Arbeit aus Schlüters 
Meisterhand zu erkennen. 
Bleiben somit auch noch viele Fragen offen, so ist doch 
durch die vorliegende Arbeit viel zu ihrer Lösung beigetragen. 
Daß sie nicht endgültig sein konnte, liegt nicht am Verfasser, 
sondern an den unglücklichen Umständen, die das Leben und 
Wirken eines der größten deutschen Bildhauer in Vergessenheit 
geraten ließen. Wer aber der vaterländischen Kunstgeschichte
	        

Downloads

Formats and links

Cite

Search results

Search results

Volume
8 / 23
Volume
Back to search results Back to search results

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.