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Drucksachen (Public Domain) Ausgabe 1918 (Public Domain)

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Bibliographic data

Metadata: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe LV.1905 (Public Domain)

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Periodical

Title:
Hohenzollern-Jahrbuch : Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preußen / hrsg. von Paul Seidel
Contributors:
Seidel, Paul
Publication:
Leipzig: Giesecke & Devrient 1916
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Dates of Publication:
1.1897 - 20.1916
ZDB-ID:
2276358-2 ZDB
Keywords:
Hohenzollern, Familie ; Preußen ; Geschichte
Berlin:
B 88 Geschichte: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
Collection:
History,Cultural History
Copyright:
Rights reserved
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1900
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2006
Berlin:
B 88 Geschichte: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
DDC Group:
943 Geschichte Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15420280
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
History,Cultural History

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe LV.1905 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-IX
  • H. X-XII

Full text

31 
G. Blumentritt, Das ehemalige Benediktinerkloster Rott am Inn und seine Stiftskirche, 
32 
helle und ergießt sich festlich durch das ganze Kircheninnere. 
Die Einblicke und Durchblicke sind entzückend und von 
höchstem malerischen Reiz. Das Ganze ist eine Meister- 
leistung der Baumbildekunst und ein glänzendes Zeugnis für 
die hoho Künstlerschaft Fischers (vgl. BL 1 n. 2). 
Die Stukkaturen. Den Künstlern, die einen solchen 
Raum nun dekorativ auszustatten hatten, muß diese Aufgabe 
eine Freude gewesen sein. Sie hätte aber auch kaum in 
bessere Hände gelegt werden können. Die Arbeiten der 
Stukkatoren Feichtmayr und Rauch, des Malers Matthäus 
Günther, der Bildhauer Ignaz 
Günther und Joseph Götsch 
in Rott gehören zum Besten, 
was diese Meister und das 
Rokoko überhaupt in jener Zeit 
in Bayern geschaffen haben. — 
Die Ornamentik der Rotter 
Kirche zeigt das voll ent 
wickelte Rokoko, wie cs sich 
in der zweiten Hälfte des 
18. Jahrhunderts ausgehildet 
hatte. Das eigenartige Muschel 
werk in Verbindung mit natu 
ralistischen Blumen tritt in den 
Vordergrund. Es ist eine Fülle 
von Gedanken, ein Reichtum 
der Phantasie in diesem an 
mutigen Spiel der Formen, 
denen das Auge immer wieder 
mit Entzücken folgt. Dazu tritt 
noch der Reiz der ganz flachen 
Bildwerke, die mit staunens 
wertem G eschick ausgeführt und 
besonders fein in der Wirkung 
sind. Und trotz alles Reich 
tums kann von einer eigent 
lichen Überladung, von einem 
Überwuchern der Architektur 
durch die Dekoration hier nicht 
die Rede sein (vgl. BL 3 u. 4). 
Naturgemäß taucht auch hier wieder die mehrfach 
erörterte Frage auf, wie weit dem Stukkator bei der Aus 
schmückung des Innern freie Hand gelassen war. Von Cüvillies, 
Neumann u. a. wissen wir aus den erhaltenen Plänen und 
Skizzen, daß sie die dekorative Ausstattung ihrer Bauten 
selbst entworfen und bis ins kleinste angegeben haben. 
Gleichwohl müssen wir annehmen, daß dies nicht die Regel 
bildete. In den meisten Fällen wird sich der Architekt 
darauf beschränkt haben, die Dekoration nur in ihren Haupt 
zügen anzugeben; sehr oft wird er sie dem Stukkator auch ganz 
überlassen haben. Bei der staunenswerten Vielseitigkeit 
dieser Meister, die Stukkatore und Architekten, Bildhauer 
und oft auch noch Maler zugleich waren, darf uns dies nicht 
wundern. 
Fischers Pläne, die über diese Frage allein Aufschluß 
geben könnten, sind leider nicht mehr vorhanden; es ist 
daher nicht nachzuweisen, wie weit sich sein Einfluß auf 
die innere Ausstattung erstreckt hat. Aber daran ist wohl 
nicht zu zweifeln, daß einem Künstler wie Fischer die Art 
und Gestaltung des inneren Schmuckes schon beim Entwurf 
vorschwebte und daß er sie in seinen Rissen wenigstens in 
den Hauptzügen angegeben hat. Im einzelnen konnte er die 
Ausschmückung so trefflichen Meistern wie Feichtmayr und 
Rauch ruhig überlassen, und ich bin der Ansicht, daß sie 
in Rott nach dieser Richtung ziemlich selbständig arbeiteten. 
Viele architektonische Glieder, Gesimse, Archivolten u. a. 
(vgl. Toxt-Abb. 17, 18, 10 n, 20) verraten in ihrer Profi 
lierung unverkennbar den Stukkator, der sie immer mit 
Rücksicht auf die jeweilige Beleuchtung und mit all dem 
Raffinement bildete, das nur 
lange Übung, die Kenntnis der 
Eigentümlichkeiten des Stoffes 
und das volle Beherrschen des 
selben verschafft. 
Schon in der Vorhalle 
(Text-Abb. 24) umfängt den 
Eintretenden der ganze Reiz 
dieser zierlichen Dekorations 
weise. Der Raum mit dem 
Weiß seines Gewölbes und 
seiner Pfeiler, mit denFiguren- 
nischeu, den flott geschnitzten 
Beichtstühlen (Text-Abb. 25 
bis 28) in dunklem Eichenholz, 
den vortrefflich geschmiedeten 
Abschlußgittern und dem ernsten, 
in wirkungsvollem Gegensatz 
zu dieser frohen Kirnst stehen 
den roten Marmorsarkophag 
der Stifter aus dem 15. Jahr 
hundert, ist einer der stim 
mungsvollsten der ganzen Kir 
chenanlage. Er zeigt aber auch, 
wie selbst die verschieden 
artigsten Stile, recht wohl 
nebeneinander bestehen können, 
ohne einen Mißton in die Raum 
wirkung zu bringen, Ohne 
das gotische Grabmal würde 
der Vorhalle gerade einer ihrer hauptsächlichsten Reize 
fehlen. 
Aus dem Halbdunkel der dämmernden Halle tritt man 
in das lichtdnrchtlutete Schiff mit seiner festlich heiteren 
Dekoration. Kartuschen, eigenartig in der Zeichnung und 
reizvoll im einzelnen mit Putten und Blumen zieren die 
Gewölbezwickel und Bogenscheitel (Text-Abb. 29). Allego 
rische Darstellungen in zartestem Flachwerk bedecken die 
Zwickel der Hauptkuppel. Alle Bogenleibungen tragen Kar 
tuschen- und feines Leistenwerk. Überall die gleich zarte 
und treffliche Durchbildung. Alles, Figürliches wie rein 
Ornamentales, selbst die kleinsten Teile zeigen dieselbe 
Meisterschaft und Frische im Auftrag; Sie scheinen wie 
aus einer einzigen Hand hervorgegangen zu sein. Wir stehen 
bewundernd und staunend vor dieser Fertigkeit und gründ 
lichen Schulung der Stukkatoren des Rokoko. 
Von besonderer Schönheit sind die korinthisierenden 
Kapitelle der Pilaster, entzückend die Dekoration der in 
weicher Kurve gegen das Schiff sich ausbiegenden Brüstung 
Abb. 24. Die Vorhalle.
	        

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