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Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 30.1927 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Berliner Leben (Public Domain) Ausgabe 30.1927 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Urheber (Körperschaft):
Berliner Lehrerverein
Titel:
Straube's Berolina-Führer durch die Reichshauptstadt und ihre Umgebung / herausgegeben vom Verkehrs-Ausschuss des Berliner Lehrer-Vereins ; in der Bearbeitung von Otto Hach
Beitragende:
Hach, Otto
Erschienen:
Berlin: Geographisches Institut und Landkarten-Verlag Jul. Straube, [1912]
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Umfang:
112 Seiten
Schlagworte:
Berlin ; Führer ; Führer
Berlin:
B 22 Berlinführer bis 1945
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15496789
Sammlung:
Allgemeine Landeskunde, Natur, Umwelt
Signatur:
B 22/60 a
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Wanderungen durch Berlin

Kapitel

Titel:
5. Das Dreieck links und rechts neben der Friedrichstrasse

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  • Berliner Leben (Public Domain)
  • Ausgabe 30.1927 (Public Domain)
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  • H. 24
  • H. 25
  • H. 26
  • Rückdeckel

Volltext

10 
Die raffinierteste Trau Ber[ins 
12. Fortsetzung Ein Ließes- und Aßen teurer-Roman von Garai-Arvay 
D as Telephon ertönte. 
Yvette . . . Lilly war bei ihr. 
Svensen müsse sofort kommen! 
Mattheo versprach, ihn zu ver 
ständigen, sobald er zurück- 
gekehrt wäre. 
„Van Lie hat mein Geld bei Bleichröder 
mit Beschlag belegt“, 
sagte er bedrückt. ,JDu hattest recht, 
Mattheo, ich hätte es früher beheben 
sollen. Nun, geschehene Dinge lassen 
sich nicht mehr ändern. Ich muß mir 
eben neues Geld beschaffen und noch 
heute abend abreisen. Hier sind 100 Mark, 
löse mir eine Fahrkarte.“ 
„Nach Hamburg?“ 
„. . . Nein, nach Kopen 
hagen.“ 
Mattheo zögerte. 
„Sie fahren also nach Ko 
penhagen . . . Ich möchte Sie 
gern begleiten, Herr Svensen. 
Ich möchte gern meine Hei 
mat Wiedersehen, das Grab 
meiner Mutter“, sagte er be 
wegt. 
„Gut“, sagte Svensen, sei 
ner Brieftasche einen zweiten 
Schein entnehmend, „du bc* 
gleitest mich. Mache alles zur 
Abreise bereit. Unser Zug 
geht um 7 Uhr 15.“ 
Mattheo nickte, berichtete 
Svensen von dem Wunsche 
Yvettes, ihn sofort zu sehen, 
und beide verließen das Haus. 
„Ich habe einen Gast bei 
mir“, sagte Yvette und be 
trachtete prüfend Svensen, der 
langsam die Handschuhe ab 
streifte, „Lilly . . 
„Ich erinnere mich, Sie sag 
ten ja gestern, daß Sie Lilly 
für einige Tage bei sich be 
halten wollten. In besserer 
Obhut kann sie nicht sein.“ 
„Ich freue mich über Ihre 
gute Meinung , . sagte 
Yvette merkwürdig kurz und 
öffnete die Tür. Svensen be 
grüßte Lilly förmlich. Sie 
setzten sich, aber es wollte 
kein richtiges Gespräch in 
Gang kommen. Schließlich er 
hob sich Yvette und ließ die 
beiden allein. 
Svensen sah ihr nach. „Eine 
reizende Frau . . . Sie werden sich sicher 
hier sehr wohl fühlen.“ 
„Um so trauriger bin ich darüber, daß 
ich bald weit Wegreisen muß.“ 
„Wohin reisen Sie denn?“ 
„Wenn ich die Frau von Herrn Pitts 
bin, muß ich ihm in seine Heimat fol 
gen. Vierzehn Tage dauert die Fahrt.“ 
Sie sah verloren vor sich hin. 
Als Yvette eintrat, war die Unterhal 
tung ebenso kühl und förmlich wie vor 
her. Svensen verabschiedete sich bald. 
„Ich verreise noch heute“, sagte er 
müde. 
Lilly erschrak. 
„Sie verreisen?“ 
„Ja, nach Kopenhagen . . . Ich muß 
eilen, der Zug geht um sieben Uhr.“ 
„Kommen Sie wieder nach Berlin zu 
rück?“ 
„Ich weiß es nicht“, sagte Svensen 
wehmütig. 
XX. 
Ein Ahnenbild derer von 
Svensen — 80 cm breit, lm 
lang. 
Nachdem sie den Reisestaub abge 
schüttelt hatten, sagte Svensen: 
„Du wolltest doch das Grab deiner 
Mutter aufsuchen? Willst du das nicht 
jetzt tun?“ 
„Morgen, Herr Svensen“, antwortete 
Mattheo, der genau wußte, daß Svensen 
seine Gegenwart als unbequem empfand. 
„Gut“, sagte Svensen nach einer Pause. 
„Dann kannst du mich ja begleiten. Ich 
muß den Gefängnisdirektor sprechen. 
Glaubst du, daß man die Akten meines 
Prozesses im Gefängnis aufbewahrt hat? 
Ich brauche die Zeugenaussage Katjas.“ 
„Das ist schon möglich“, antwortete 
Mattheo. 
Ruth Baxton, der braune Revuestern 
Phot. WIMinger 
Svensen hatte es plötzlich sehr eilig. 
Er ergriff seinen Hut, und bald waren 
die beiden auf der Straße. 
Mattheo, der anscheinend gleichmütig 
neben ihm herging, beobachtete wie ein 
Spürhund jede Regung seines Gesichts, 
jede seiner Bewegungen. Eine fieber 
hafte Erregung hatte sich seiner bemäch 
tigt. Svensen hatte nur noch 80 Dollars 
in seinem Besitz. Er durfte ihn keinen 
Augenblick unbeobachtet lassen, denn 
heute oder morgen mußte er sich neues 
Geld verschaffen. Schon einmal hatte 
sich Mattheo von ihm täuschen lassen. 
Hier in Kopenhagen! Sollte es ihm ein 
zweites Mal gelingen? 
Plötzlich blieb Svensen stehen. 
„Höre, Mattheo, in wenigen Tagen 
haben wir Pfingsten. Wir wollen zu den 
armen Teufeln im Gefängnis nicht mit 
leeren Händen kommen. Wie haben wir 
uns gefreut, wenn man uns an Festtagen 
bedachte!“ 
Er blieb vor einem Laden stehen, den 
er nach kurzem Zögern betrat. Mattheo 
folgte ihm staunend, aber sein Staunen 
wuchs, als Svensen fünfzig Flaschen 
Wein, Konserven, Kaffee, Tee in Mengen 
einkaufte und 40 Dollars dafür bezahlen 
mußte. 
Blieben nur noch 40 Dollars. 
Ein ähnlicher Besuch wurde einem 
Wurstladen abgestattet. 
Blieben noch 30 Dollars. . . . 
Jetzt kam eine Bäckerei an die Reihe. 
20 Dollars. . . . 
Schließlich wurde noch vor einem Ta 
bakladen haltgemacht. 
„Erinnerst du dich, Mattheo, hier habe 
ich, als ich das Gefängnis verließ, die 
ersten Zigaretten gekauft. So gut wie da 
mals hat mir seitdem nie wieder eine 
Zigarette geschmeckt!“ 
Und er kaufte eine Menge 
Zigarren, Zigaretten, Tabak. 
Verblieben noch 8 Dollars. 
Woher wird Svensen Geld 
haben, um morgen seine Ho 
telrechnung bezahlen zu 
können? 
Der Direktor des Gefange- 
nenhauscs begrüßte Svensen 
wohlwollend in Anbetracht 
der Weinkörbe, Torten und 
Konserven, die der Proviant 
meister des Gefängnisses in 
Empfang nahm. Dann führte 
er Svensen in sein Arbeits 
zimmer. 
„Ich bin hierhergekommen, 
um eine Abschrift einer Zeu 
genaussage von Ihnen zu er 
bitten. Soviel ich weiß, liegen 
die Akten meines Prozesses 
in Ihrem Archiv.“ 
Der Direktor erhob sich 
ebenfalls. 
„In der Kanzlei wird man 
Ihnen diese Abschrift geben. 
Es hat mich gefreut, Sie zu 
sehen. Ich sage nicht: Auf 
Wiedersehen . . . Aus be 
greiflichen Gründen.“ Als 
Svensen die Tür bereits er 
reicht hatte, rief ihm der Di 
rektor noch nach: 
„Sagen Sie, lieber Svensen, 
wissen Sie vielleicht etwas 
von jenem Mattheo, der zu 
gleich mit Ihnen das Gefäng 
nis verließ? Was ist aus ihm 
geworden?“ 
„Er ist mein Diener gewor 
den, begleitet mich auf mei 
nen Reisen und weicht nicht 
von meiner Seite.“ 
„Er weicht nicht von Ihrer Seite? Wie 
interessant!“ 
Mattheo hatte es vorgezogen, vor dem 
Gefängnis auf Svensen zu warten. 
jDie Zeugenaussage Katjas hat mich 
nicht klüger gemacht“, erklärte Svensen, 
als er aus dem Hause trat, „doch habe 
ich in der Kanzlei eine andere merk 
würdige Nachricht erhalten: Einige Tage, 
nachdem wir das Gefängnis verlassen 
hatten, fragte ein Herr nach mir, der mir 
folgendermaßen geschildert wurde: blon 
des, etwas angegrautes Haar, ein blonder 
Schnurrbart und viele Goldzähne . . .“ 
„Mr. Pitts?“ 
,»Richtig, Mr. Pitts . . ." sagte Svensen 
und winkte ein Auto herbei. 
„Wohin fahren wir jetzt, Herr 
Svensen?“ 
„Ich will dir mein Elternhaus zeigen.“ 
Er beschrieb umständlich dem Chauffeur 
den Weg nach Gillelaje, dem Gut seiner 
Eltern. 
„Wir werden über eine Stunde 
brauchen. Die Fahrt wird viel Geld 
kosten“, konnte Mattheo sich nicht ent 
halten zu bemerken. 
„Das spielt keine Rolle“, sagte Svensen. 
Maßloses Erstaunen spiegelte sich auf 
Mattheos Gesicht.
	        

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  • Etzdorf, Marga von
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  • Colette, Sidonie-Gabrielle
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