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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 8.1882 (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 8.1882 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Drucksache / Abgeordnetenhaus von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus, 1951-1990 - 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Dates of Publication:
Wahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)
Note:
Gesehen am 11.08.2023
Online-Ausgabe$bBerlin$cZentral- und Landesbibliothek Berlin$d2024$eOnline-Ressource$mWahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)$7d19511990
Supplement: Berlin: Umweltschutz-Bericht
Supplement: Berlin: Dokumentation der Materialien des Abgeordnetenhauses von Berlin
Vorher Drucksachen der Stadtverordnetenversammlung von Berlin / Berlin
Vorher Mitteilungen des Präsidenten / Berlin
Vorher Reden des Senators für Finanzen ... vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin anläßlich der Vorlage des Entwurfs des Haushaltsplans von Berlin für das Rechnungsjahr ... sowie der Finanzplanung von Berlin / Berlin
ZDB-ID:
3164558-6 ZDB
Succeeding Title:
Drucksache
Keywords:
Geschichte 1951-1990 ; 43186-2 Berlin (West). Stadtverordnetenversammlung ; Zeitschrift ; Amtliche Publikation ; Quelle
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1969
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibibliothek Berlin, 2024
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15502631
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 656, 21. Februar 1969

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 8.1882 (Public Domain)
  • Nr. 1, 01.10.1881
  • Nr. 2, 08.10.1881
  • Nr. 3, 15.10.1881
  • Nr. 4, 22.10.1881
  • Nr. 5, 29.10.1881
  • Nr. 6, 05.11.1881
  • Nr. 7, 12.11.1881
  • Nr. 8, 19.11.1881
  • Nr. 9, 26.11.1881
  • Nr. 10, 03.12.1881
  • Nr. 11, 10.12.1881
  • Nr. 12, 17.12.1881
  • Nr. 13, 22.12.1881
  • Nr. 14, 01.01.1882
  • Nr. 15, 07.01.1882
  • Nr. 16, 14.01.1882
  • Nr. 17, 21.01.1882
  • Nr. 18, 28.01.1882
  • Nr. 19, 04.02.1882
  • Nr. 20, 11.02.1882
  • Nr. 21, 18.02.1882
  • Nr. 22, 25.02.1882
  • Nr. 23, 04.03.1882
  • Nr. 24, 11.03.1882
  • Nr. 25, 18.03.1882
  • Nr. 26, 25.03.1882
  • Nr. 27, 01.04.1882
  • Nr. 28, 08.04.1882
  • Nr. 29, 15.04.1882
  • Nr. 30, 22.04.1882
  • Nr. 31, 29.04.1882
  • Nr. 32, 06.05.1882
  • Nr. 33, 13.05.1882
  • Nr. 34, 20.05.1882
  • Nr. 35, 27.05.1882
  • Nr. 36, 03.06.1882
  • Nr. 37, 10.06.1882
  • Nr. 38, 17.06.1882
  • Nr. 39, 24.06.1882
  • Nr. 40, 01.07.1882
  • Nr. 41, 08.07.1882
  • Nr. 42, 15.07.1882
  • Nr. 43, 22.07.1882
  • Nr. 44, 29.07.1882
  • Nr. 45, 05.08.1882
  • Nr. 46, 12.08.1882
  • Nr. 47, 19.08.1882
  • Nr. 48, 26.08.1882
  • Nr. 49, 02.09.1882
  • Nr. 50, 09.09.1882
  • Nr. 51, 16.09.1882
  • Nr. 52, 23.09.1882
  • Nr. 53, 30.09.1882

Full text

2 
sie dahin wie eine Königin, die es gewöhnt ist, daß ihr die 
Augen der Menge folgen, die Blicke der Mißgunst und des 
Neides schien sie gar nicht zu bemerken, aber über ihr heiter 
strahlendes Antlitz flog ein warmes sonniges Lächeln, wenn sie 
für einen ehrerbietigen oder freundlichen Gruß dankte: sie 
schien nur für angenehme Eindrücke empfänglich. 
Die Danie schritt über den Schloßplatz und trat in den 
Handschuhladen des Herren Paskel, wo man sie mit tiefen Re 
verenzen empfing und sich beeilte, ihr die neuesten und schönsten 
Waaren vorzulegen. 
Der Laden füllte sich rasch. Die Herren, welche der 
Dame gefolgt waren, traten nach und nach ein, um ebenfalls 
Handschuhe zu fordern, aber es war das nur ein Vorwand, 
sie benutzten die Gelegenheit, um in ungenittester Weise die 
schöne Dame zu mustern und den herrlich modcllirten Arm zu 
bewundern, den sie beim Anprobiren der Handschuhe zum 
Vorschein brachte. 
Dem jungen Fremden stieg das Blut vor Scham und 
Empörung in die Wange, er hatte es nicht gewagt den Laden 
zu betreten, weil er gefürchtet, die Dame könne errathen, daß 
er ihr nachzugehen gewagt und diese Herren benahmen sich 
mit einer Dreistigkeit, daß er nahe daran war, der Dame sich 
als Beschützer anzubieten. Er konnte von seinem Standpunkte 
vor dem Schaufenster Alles beobachten. Die Herren redeten 
die Dame indirekt an, machten dreist galante Bemerkungen, 
inusterten sie ungenirt durch die Lorgnette, und wenn die 
Dame das Alles auch scheinbar unbefangen aufnahm, so 
fühlte der junge Mann doch, daß diese nichtachtendc Weise 
sie peinlich berühren mußte- 
Herr Paskel hatte der Dame einen Seflel geboten. Sie 
wählte die geschmackvollsten, theuersten Waaren und es war 
eine Lust zu sehen, wie sich beim Anprobiren das weiche Leder 
um die zarten Knöchel schmiegte, wie ihr Antlitz sich höher 
färbte, wenn es ihr eine kleine Anstrengung kostete, die Knöpfe 
zu schließen und dann der runde prächtige Arm sich erhob, 
die Linien ihrer vollen edlen Büste anschwollen, die Reize 
dieser herrlichen Figur sich zu entfalten schienen. 
Es ließ sich nicht leugnen, die Dame kokettirte mit ihrer 
Schöne, in dem siegreichen Bewußtsein tadelloser Formen, war 
es ihr gleichgültig oder vielmehr eine Befriedigung heiteren 
Uebermuthes, daß die Neugier von dem Zauber ihrer Reize 
naschte. 
Da trat eine Danie in den Laden, sie war ebenfalls von 
schöner Figur, aber ihr Auftreten war wenig graciös, ihr 
Antlitz bleich, das Haar von jener Farbe, die man unver 
schämt blond nennt. Sie hatte eine nach Rosen duftende 
weiße Schminke aufgelegt, trug eine hohe steife Frisur mit ge 
puderten Locken, Schönpflästerchen und ein ungeheuer aufge- 
pauschtes Busentuch von Flor, während ihr Reiftock so weit 
war, daß sie kaum die Ladenthüre zu passiren vermochte. 
Herr Paskel ließ sofort die Waare fallen, die er eben 
der ersten Dame vorgelegt und beeilte sich, der Neueinge 
tretenen eine tiefe Reverenz zu machen. Die Herren im Laden, 
deren reiche Toilette den Cavalierstand verrieth, verneigten sich 
ehrerbietig, die Scherze verstummten. 
Fräulein Julie von Voß, so hieß die letzt gekommene 
Dame, hatte bei ihrem Eintritt sofort die gefeierte Schöne 
erkannt, aber sie stellte sich, als bemerke sie die Anwesenheit 
derselben nicht, sie nahm derart Platz, daß sie derselben halb 
den Rücken zukehrte und nur ein sehr scharfer Beobachter hätte 
es entdeckt, daß es einen Moment wie in tiefem Haß um ihre 
Lippen gezuckt. Mit der kalten Grandezza einer vornehmen 
Dame hatte sie die Grüße der Herren erwidert und bestellte 
sich jetzt ihre Bedürfniffe. 
Die erstgekommene Dame schien weder darüber erzürnt 
noch verwirrt, daß das allbekannte Fräulein — Julie von 
Voß war die Nichte des Oberhoftneisters der Königin — sie 
völlig ignorirte, sie besichtigte einige ihr vorgelegte Spitzeil, 
da rief Einer der Herren: es regnet! 
Die stechende Gluth der Sonne, welche deil Vormittag 
über geherrscht, machte den plötzlichen Wechsel des Wetters 
erklärlich. Ein Gewölk, das die Spaziergänger nicht beachtet, 
hatte sich rasch zusammen geballt und ein allsbrechcnder Wind 
peitschte den Regen nieder. 
Der junge Fremde sah, wie alle Leute auf dem Schloß 
plätze nach den Portechaisen eilten, ein glücklicher Gedanke 
durchblitzte ihn, er sprang über den Platz und es gelang ihm, 
die letzte noch disponible Portcchaise in Besitz zu nehinen und 
zu Paskels Laden zu führen, er ivollte sie der Dame offeriren, 
deren Zauber ihn gefesselt- 
Als er zurückkehrte, stand Fräulein von Voß in der Thüre 
des Ladens, bei ihr ein Offizier der Gensd'arines, der sie bemerkt 
und, wie es schien, in dem Glauben war, die Portechaise werde 
für sie geholt, denn er wollte dieselbe für das Fräulein in 
Beschlag nehmen und zeigte sich sehr ungehalten, als der junge 
Mann dagegen protestirte. 
Der junge Mann trug nur eine schmale Goldtresse am 
Rock, eine sehr einfache Weste und zwar sehr saubere aber 
nicht mit echten Spitzen besetzte Wäsche, auch war sein Ga 
lanterie-Degen ohne besonderen Schmuck. Er konnte daher 
dem Aeußern nach für keinen besonders vornehmen oder reichen 
Cavalier gelten, der Offizier des hochmüthigen Regiments der 
Gensdarmes glaubte ihn daher kurz abfertigen zu können. „Ich 
verlange die Portechaise für diese Dame," sagte er, „wenn Sie 
keine Galanterie besitzen, müsien Sie das noch lernen." 
Der Ton dieser Sprache war herausfordernd und ver 
letzend, der junge Mann gehörte aber keineswegs zu den ge 
duldigsten und sanftmüthigsten Naturen, wenn ihm auch der 
Stand des Offiziers einen gewiffen Respect einflößte. Der 
Letztere verschuldete es, wenn er nicht mit gleicher Heftigkeit 
antwortete. „Ich habe diese Portechaise für eine andere Dame 
geholt," versetzte er, „ich brauche nichts zu lernen." 
„Sie werden mir Rede stehen für diese Frechheit, Herr. 
Ich bin der Graf von Schweinitz." 
„Und ich heiße Hans Joachim von Solditz," versetzte der 
junge Mann trotzig. 
„Dort kommt eine leere Portechaise!" rief Julie von Boß, 
sich in den Streit mischend. „Ich bitte, Herr Graf, holen Sie 
nur dieselbe." 
Graf Schweinitz gehorchte, obwohl sichtlich ungern, aber 
er hatte jetzt keinen Vorwand, den Streit mit einem jungen 
Manne fortzusetzen, der, wie es schien, auch der Gewalt Trotz 
geboten hätte. 
Die Dame, für welche Solditz die Portechaise geholt, 
war hinter das Fräulein getreten um zu hören, was vorgehe. 
Solditz zog den Hut tief vor ihr und bat sie, die Portechaise 
zu benutzen. 
„Für mich?!" fragte die Dame überrascht und.befremdet,
	        

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