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Zirkus Reinhardt / Baumgarten, Franz Ferdinand (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Zirkus Reinhardt / Baumgarten, Franz Ferdinand (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Drucksache / Abgeordnetenhaus von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus, 1951-1990 - 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Dates of Publication:
Wahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)
Note:
Gesehen am 11.08.2023
Online-Ausgabe$bBerlin$cZentral- und Landesbibliothek Berlin$d2024$eOnline-Ressource$mWahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)$7d19511990
Supplement: Berlin: Umweltschutz-Bericht
Supplement: Berlin: Dokumentation der Materialien des Abgeordnetenhauses von Berlin
Vorher Drucksachen der Stadtverordnetenversammlung von Berlin / Berlin
Vorher Mitteilungen des Präsidenten / Berlin
Vorher Reden des Senators für Finanzen ... vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin anläßlich der Vorlage des Entwurfs des Haushaltsplans von Berlin für das Rechnungsjahr ... sowie der Finanzplanung von Berlin / Berlin
ZDB-ID:
3164558-6 ZDB
Succeeding Title:
Drucksache
Keywords:
Geschichte 1951-1990 ; 43186-2 Berlin (West). Stadtverordnetenversammlung ; Zeitschrift ; Amtliche Publikation ; Quelle
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1969
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibibliothek Berlin, 2024
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15502631
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 863, 3. Oktober 1969

Contents

Table of contents

  • Zirkus Reinhardt / Baumgarten, Franz Ferdinand (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil: Das Theater
  • I. Kapitel: Das Volkstheater
  • II. Kapitel: Das Drama
  • III. Kapitel: Das Theater
  • II. Teil: Der Zirkus
  • I. Kapitel: Das Haus
  • II. Kapitel: Das Orchestra-Spiel
  • III. Kapitel: Die Orestie
  • IV. Kapitel: Hamlet
  • V. Kapitel: Danton
  • VI. Kapitel: Die Kunstzertrümmerung
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Full text

Stützen in drei Teile auseinander gebrochen. Es ist ein kleinlich 
zerstückelter, ganz und garnicht durchkomponierter. Raum, ge- 
radezu eine Karikatur des ungebrochenen, aus Menschen sich auf- 
bauenden griechischen Theaters, das uns Reinhardts Märchen- 
erzähler versprochen hatten. 
Der häßliche Raum macht alle Menschen häßlich. Das einzig 
Gute ist die Kuppel. Ihre Form ist schön, die Raumfunktion 
und Tektonik aber unmöglich. Die Pantheonkuppel ruht, die 
Brunelleschis steigt, die in St. Peter schwebt. Diese hier hängt. 
Sie sitzt nirgends auf. Hängezapfen, die die Schale und den 
Absatz in Kurven besäumen, möchten sie der Schwere entlasten. 
Es gelingt aber nicht. Sie will uns auf den Kopf fallen. 
In der Kuppel glüht ein künstlicher Sternenhimmel. Künst- 
liche Stalaktiten wie hier gibt es schon in Hohenschwangau. 
Auch die Tingeltangel-Idee des Glühbirnen-Himmels könnte aus 
dem kranken Cabotin-Gehirn Ludwigs II. stammen. 
Den Wert eines Theaterraumes bestimmt der Blick nach der 
Bühne. Er ist von einer Häßlichkeit, die schmerzt. Die Stützen 
setzen hier aus. Die Kuppel hängt frei über und quält mit der 
Gefahr ihres Absturzes. Der Stalaktiten-Stab an ihrem Rand 
wirkt nur lächerlich in seiner Magerkeit, statt, wie beabsichtigt, 
den Sturz der Kuppel aufzulösen. 
Bei der Orestie-Aufführung trägt die Bühne eine antike 
Palastfassade. Die Kuppel, die vorn überhängt, und die Pilaster 
des Bühnengebäudes, die hinter ihr ins Ungewisse aufstreben, 
überschneiden sich. Wie‘ wenn man zusehen muß, bis sich 
jemand vor einem Stuhl auf die Erde setzt, so quält dieser An- 
blick, dem man stundenlang ausgeliefert ist. 
Das Große Schauspielhaus war ein Zirkus und noch früher 
eine Markthalle. Das entlastet den Baumeister, der an dem erb- 
lich belasteten Zirkus krankt, und belastet Reinhardt und die 
Seinen, die uns rühren wollen mit dem Gerede, in diesem Haus 
verleibe sich der Lebenstraum Max Reinhardts, um den er mit 
jahrelangem Planen und hundert Plänen gerungen hatte. Nichts 
ist schlimmer als falsche Prätentionen. Hier war der Appell auf 
Milderungsgründe geboten. Man bitte, nicht mit vollem Maß 
gemessen zu werden, da ja, wie bekannt, eine schlechtgeschnittene 
Ecke und ein heillos verbautes Objekt aus spekulativen Gründen 
zu einem Massentheater ausgebaut wurden. Statt dessen aber 
versucht man, den weggeschminkten Schnurrbart und die Tränen- 
säcke eines alten Travestiten als jungfräuliche Schönheit aufzu- 
schwätzen. 
Der Eigenwille des Bauherrn war dem Baumeister noch ein 
besonderes Hemmnis. Es wäre also durchaus ungerecht, Hans 
Poelzig an diesem Bau zu messen. Seine Art aber wird auch 
schon hier erkennbar. Witzige dekorative Einfälle, z. B. die 
nn
	        

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