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Die deutsche Revolution / Bernstein, Eduard (Public Domain) Ausgabe 1 Geschichte der Entstehung und ersten Arbeitsperiode der deutschen Republik (Public Domain)

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Bibliographic data

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Drucksache / Abgeordnetenhaus von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus, 1951-1990 - 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Dates of Publication:
Wahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)
Note:
Gesehen am 11.08.2023
Online-Ausgabe$bBerlin$cZentral- und Landesbibliothek Berlin$d2024$eOnline-Ressource$mWahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)$7d19511990
Supplement: Berlin: Umweltschutz-Bericht
Supplement: Berlin: Dokumentation der Materialien des Abgeordnetenhauses von Berlin
Vorher Drucksachen der Stadtverordnetenversammlung von Berlin / Berlin
Vorher Mitteilungen des Präsidenten / Berlin
Vorher Reden des Senators für Finanzen ... vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin anläßlich der Vorlage des Entwurfs des Haushaltsplans von Berlin für das Rechnungsjahr ... sowie der Finanzplanung von Berlin / Berlin
ZDB-ID:
3164558-6 ZDB
Succeeding Title:
Drucksache
Keywords:
Geschichte 1951-1990 ; 43186-2 Berlin (West). Stadtverordnetenversammlung ; Zeitschrift ; Amtliche Publikation ; Quelle
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1969
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibibliothek Berlin, 2024
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15502631
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 860, 3. Oktober 1969

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Revolution / Bernstein, Eduard (Public Domain)
  • Ausgabe 1 Geschichte der Entstehung und ersten Arbeitsperiode der deutschen Republik (Public Domain)
  • Cover
  • Title page
  • Contents
  • Preface
  • I. Einleitung
  • II. Die Reichsleitung vor der Revolution
  • III. Der Anbruch der Revolution
  • IV. Regierung und Sozialdemokratie von Anfang Oktober bis zum 9. November 1918
  • V. Der neunte November 1918 in Berlin
  • VI. Die erste Gestalt der deutschen Republik
  • VII. Die Revolution in den Einzelstaaten
  • VIII. Kämpfe von Sozialisten gegen Sozialisten
  • IX. Der erste Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands
  • X. Der Matrosenaufstand in Berlin Weihnachten 1918
  • XI. Der Austritt der unabhängigen Sozialdemokraten aus dem Rat der Volksbeauftragten
  • XII. Der Kommunistenaufstand in Berlin vom Januar 1919
  • XIII. Die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
  • XIV. Die allgemeinen Zustände in den ersten Monaten der Republik
  • XV. Die Wahlen zur Nationalversammlung, der Abschluß der ersten Periode der Revolution
  • Advertising
  • Cover back
  • ColorChart

Full text

noch nicht in Berlin eingetroffen war, die Parteileitung aber ohne ihn eine 
so wichtige Entscheidung nicht treffen wollte, mußte die Beantwortung dieses 
Schreibens auf den nächsten Tag zurückgestellt werden. Während all dieses 
in den Sitzungszimmern vor sich ging, flutete draußen und in den anderen 
Räumen des Reichstags noch das Leben einer im Zustand der ersten Lebens 
äußerung befindlichen Revolution. Wichtige öffentliche Gebäude, darunter 
das Postamt und das Telegraphenamt wurden von Sozialisten besetzt, andere 
unter Bewachung genommen. An verschiedenen Stellen der Hauptstadt kam 
es auch zu Schießereien, die ernstesten davon in der Umgebung kaiserlicher 
Schlösser. Aus dem oberen Stock des der Ostseite des Berliner Schlosses 
gegenübergelegenen Marstalls wurden gegen 6 Uhr abends plötzlich Schüsse 
auf die vorübergehende Menge abgefeuert und forderten ihre Opfer. Mit 
Maschinengewehren bewaffnete Soldaten und Zivilisten erzwangen nach kur 
zem, aber schweren Kampf, bei dem es mehrere Tote gab, den Eingang, 
fanden aber beim Vordringen keine Besatzung vor. Sie mußte sich aus 
irgendeinem unbekannten Ausgang geflüchtet haben. Noch mehr Tote gab 
es, als aus dem Gebäude der ehemaligen Königlichen Bibliothek und dem 
Gebäude der Universität, das eine neben, das andere gegenüber dem am 
Opernplatz gelegenen Palais, auf Passanten geschossen wurde und im An 
schluß daran sich ein erbittertes Gefecht zwischen Belagerern und Besatzung 
entwickelte. Wieviel politischer Fanatismus und wieviel nervöse Über 
reizung oder mißverstandene Aufträge mit diesen und anderen Zwischen 
fällen gleicher Art zu tun gehabt haben, ist unaufgeklärt geblieben. Von irgend 
welchem militärischerse.its organisierten Widerstand war keine Rede. Die in 
Berlin weilenden militärischen Befehlshaber folgten der vom abgetretenen 
Reichskanzler ergangenen Weisung und ließen es ruhig geschehen, daß auch 
das Kommandanturgebäude und das Gebäude des Polizeipräsidiums von So 
zialisten besetzt wurden. 
Es war das Beste, was sie tun konnten. Hatten doch die Truppen der 
Berliner Garnison sich vorbehaltlos auf die Seite der Revolution gestellt. 
Voran das Kaiser-Alexanderregiment und das vierte Jägerregiment, die in der 
selben Kaserne lagen, bei deren Einweihung Wühlern II. am 28. März 1901 
jene Rede gehalten hatte, in der er zu den Soldaten sagte: 
»Wie eine feste Burg ragt eure neue Kaserne in der nächsten Nähe 
»des Schlosses auf. Das Kaiser Alexander-Regiment ist berufen, gewisser- 
»maßen als Leibwache Tag und Nacht bereit zu sein, um für den König 
»und sein Haus, wenn es gilt, Leben und Blut in die Schanze zu schlagen. 
»Und wenn jemals wieder in dieser Stadt eine Zeit wie damals (Anspielung 
auf den 18. März 1848) kommen sollte, eine Zeit der frechen Auflehnung 
»gegen den König, dann, davon bin ich überzeugt, wird das Regiment 
»Alexander alle Unbotmäßigkeit und Ungehörigkeit wider seinen König- 
»lichen Herrn mit dem Bajonette zu Paaren treiben.« 
Die »Burg« war noch da, aber die Besatzung hielt es nicht für ihre 
Aufgabe, als Leibwache gegen das Volle sich zu betätigen. Ziemlich spät am 
Abend, gegen 1 /alO Uhr, kamen die gewählten Arbeiter- und Soldatenräte 
im großen Sitzungssaal des Reichstags zu einer ersten und großen Sitzung 
zusammen. Sie wird von Emil Barth, der zum Vorsitzenden gew'ählt wird, 
mit einer feurigen Ansprache eröffnet, die den siegreichen Aufstand des Ber 
liner Proletariats feiert und der Berliner Garnison Anerkennung und Dank dafür 
ausspricht, daß sie sich auf die Seite des Volkes gestellt und durch ihr Ver- 
36
	        

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