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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XV.1865 (Public Domain)

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Bibliographic data

fullscreen: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe XV.1865 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Title:
Drucksache / Abgeordnetenhaus von Berlin
Publication:
Berlin: Abgeordnetenhaus, 1951-1990 - 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Dates of Publication:
Wahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)
Note:
Gesehen am 11.08.2023
Online-Ausgabe$bBerlin$cZentral- und Landesbibliothek Berlin$d2024$eOnline-Ressource$mWahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)$7d19511990
Supplement: Berlin: Umweltschutz-Bericht
Supplement: Berlin: Dokumentation der Materialien des Abgeordnetenhauses von Berlin
Vorher Drucksachen der Stadtverordnetenversammlung von Berlin / Berlin
Vorher Mitteilungen des Präsidenten / Berlin
Vorher Reden des Senators für Finanzen ... vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin anläßlich der Vorlage des Entwurfs des Haushaltsplans von Berlin für das Rechnungsjahr ... sowie der Finanzplanung von Berlin / Berlin
ZDB-ID:
3164558-6 ZDB
Succeeding Title:
Drucksache
Keywords:
Geschichte 1951-1990 ; 43186-2 Berlin (West). Stadtverordnetenversammlung ; Zeitschrift ; Amtliche Publikation ; Quelle
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1965
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Note:
Drucksache 1152 Seite 66 fehlt in Druckvorlage
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15502602
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 758 AbgH 6
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
Nr. 1175, 15. Oktober 1965

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XV.1865 (Public Domain)
  • Title page
  • H. I-II
  • H. III-VI
  • H. VII-X
  • H. XI/XII
  • Contents

Full text

71 
G. Erb kam, lieber den Möris-See in der ägyptischen Provinz Fayum. 
72 
niedrigen Erdmäuerchen hinweg, zwischen denen er von Dorf 
zu Dorf reitet, ruht sein Äuge bald auf dem stachligen Ge 
wirr riesenhaft aufgeschossener indischer Feigen, deren teller- 
artige fleischige Blätter mit Perlenschnuren röthlicber Fruchte 
besetzt sind, bald folgt es den Windungen des zackigen Wein- 
laubes, das sich in liebenswürdiger Unordnung dazwischen 
hindurchdrängt und von der Last der Trauben herabsinkt. 
Mit dem fahleren Grün der Palmen und Oelbäume wechselt 
das lebendigere der Orangen, Limomen, Aprikosen und Pfir 
sichen. Jetzt durchwatest du zum zehnten Male eins jener 
kühlenden Wässerchen, die die Ebene durchschneiden; ihre 
Schroffen, fast senkrechten Erdwände bieten wenigstens Mor 
gens und Abends dem Reisenden eine Spanne erquicklichen 
Schattens. Oben von ihrer Höhe schauen zerfallene Häuser 
herab, den Bienenzellen vergleichbar, denn Tausende von 
Töpfen sind darin eiogeklebt zu Nestern für die Tauben. 
Ortschaft reiht sich an Ortschaft» immer ein Convolut hoher 
und niedriger Hütten, aus denen bisweilen in seltsamem Con- 
traste die üeberbleibsel geschmackvoller arabischer Architektur 
an vergangene bessere Zeiten erinnern. Terrassenartig steigen 
die flachen Gebäude an den alten Schutthügeln empor, und 
nur hie und da giebt der schlanke Thurm einer Moschee dem 
wandernden Auge einen Ruhepunkt. Das Innere dieser Ort 
schaften freilich ist schrecklich; Schmutz, Elend und Ver 
kommenheit hat ihnen ihr trauriges Siegel aufgedrückt. Ihre 
Bewohner, aufgewachsen im eigentlichen Sinne des Wortes 
im Schlamme der Erde, vermögen sich nicht aus demselben 
zu erheben, und es ist, als sei die Civilisation von Jahrtau 
senden spurlos an ihren Häuptern vorubergangen. — Und 
doch erfreute sich gerade dieser mittlere Landstrich schon in 
den altägyptischen Zeiten der höchsten ßlüthe. In ihm lag 
unweit des jetzigen Medinet cl Fayum, dicht an der Grenze 
der oben geschilderten ersten Zone das berühmte Arsinoe oder 
Crocodilopolis, die alte Hauptstadt dieser Provinz. Ihre weit 
läufigen Ruinenbügel zeigen noch heute interessante Reste 
der früheren Herrlichkeit; so bei dem Dorfe Begig einen um 
gestürzten mit Schriftzügen bedeckten Obelisken, bei dem 
Dorfe Biacbmo die Fundamente zu zwei pyramidenförmig 
gestalteten Bauwerken. Vielfache andere Trüramerstätten fin 
den sich durch diese Mittelzone zerstreut, deren Längenaus 
dehnung etwa 5 Meilen bei einer Breite von 3 bis 3j Meilen 
beträgt. Nur zu schnell haben wir dieselbe durchschritten und 
nähern uns nunmehr der dritten Zone. 
Es beginnt allmälig die Fruchtbarkeit des Bodens nach 
zulassen, die Palmen verschwinden und mit ihnen bald auch 
die letzten Spuren kärglicher Bebauung. Anstatt der bisheri 
gen, dichtgedrängten Ortschaften zeigen sich auf der weiten 
Ebene unserem Auge nur noch die leinenen Wanderdörfer 
der Araberbeduinen, von ihren weidenden. Heerden umge 
ben. Vor uns aber — ein wunderbarer Anblick, •— glänzt 
der tiefblaue Spiegel eines gewaltigen lang hingestreckten 
See’s. Felseninseln ragen hier und dort aus seiner stillen 
Fläche und zeichnen ihre zackigen Linien auf dem bleichen 
Hintergründe der anstrebenden Wüste. Was die Natur an 
Mannigfaltigkeit verloren, das gewinnt sie nun an Großar 
tigkeit. Langsam uns abwärts bewegend, nähern wir uns 
jetzt der Ueberscfawemmangsgrenze des See’s und befinden 
uns bald auf dem flachen nach rechts und links weithin 
sich aasbreitenden Vorlande desselben. Niedriges, tamaris 
kenartiges Strauchwerk deckt einförmig die zerklüftete Nil 
erde, spärliches Schüfgras dazwischen überzieht sie mit leisem 
Schimmer von Grün, während die aus dem Boden schwitzen 
den Salztheile einen helleren weißlichen Puder darüber 
ausstreuen. Vollkommene Einsamkeit uragiebt uns. Meilen 
weit bietet kein Gegenstand dem Wanderer nur die leiseste 
Spur von Schatten. Das alljährliche, durch das Ueberschwem- 
mungswasser des fernen Nils hervorgebrachte Wachsen des 
See’s schiebt jede bewohnbare Hütte weit davon hinaus. 
Kaum zwei kümmerliche Nachen Anden sich auf der 7 Meilen 
langen und •§- bis i Meile breiten Wasserfläche, die dann und 
wann zum Fischfänge benutzt werden. Die halb salzige Floth 
hindert jeden Anbau der unwirklichen Ufer, und umherschwei 
fende Beduinen machen die Gegend unsicher. — So kommt 
es denn, dafs der Anblick dieses See’s, des sogenannten 
Birket el Keirun, heutzutage nur wenigen Reisenden, ja, weni 
gen Bewohnern Aegyptens selt^r gestattet ist. Grade darum 
aber habe ich versucht, Ihnen denselben lebendiger vorzuführen. 
Mit ihm schliefst sich die dritte und letzte Zone dieses oasen 
artigen Tieflandes ab. 
Aber das Bild, was sie davon gewonnen haben mögen, 
würde unvollständig sein, wenn ich nicht noch zweier wichti 
gen Wasserläufe Erwähnung tbäte, welche, ausgehend von der 
Einmündung des Bachr Jussuf in das Fayum, sich von diesem 
Flufsarme nach rechts und links abzweigen, das Terrain der 
hoch gelegenen ersten Zone durchbrechen und sodann in wei 
tem Bogen die Mittelzone umklammernd, nah an den Wüsten 
rändern entlang das Hochwasser des Nils in den Keirun-See 
hinabführen. Es sind dies der Bachr el Wadi und der Bachr 
bela mä. Die tief eingeschnittenen senkrechten Ufer dieser 
Wasserläufe machen auf den Beschauer den Eindruck, als 
habe dereinst eine ungeheure Fluth gewaltsam durch diesel 
ben sieh Bahn gemacht. Nicht nur alle, seit der primären 
Bildung des Fayum durch viele Jahrtausende wohl an 20 Fufe 
hoch aufgelagerten Schlamroschichten sind durchbrochen, son 
dern auch der darunter liegende Felsboden ist zerrissen und 
mächtige Blöcke ragen malerisch aus den, bei niedrigem Nil 
stande meist trockenen Thalbetten auf. — Es gehören diese 
Wadi’s unstreitig mit zu den eigenthumlichsten und lehrreich 
sten Punkten dieser ganzen Landschaft. 
Wenn ich in dem Bisherigen versucht habe, den allge 
meinen Eindruck, welchen das Fayum dem heutigen Reisen, 
den darbietet, wiederzugeben, so ist es geschehen, damit Ihnen 
dasjenige, was ich über die Lage des MÖris-See’s jetzt zu 
entwickeln gedenke, klarer und verständlicher wird. 
Sämmtliche alte Schriftsteller stimmen darin überein, dafs 
der Möris-See nicht ein natürliches, sondern ein erst von 
Menschenhänden gegrabenes Seebecken gewesen sei, dessen 
Zweck es war, das Hochwasser der Nilüberschwemmung auf 
zunehmen, es zuröckzubalten, um später, in den Zeiten des 
niedrigen Wasserstandes, die Ländereien des etwa 10 Meilen 
stromabwärts im Nilthale gelegenen Memphis damit zu be 
fruchten. Seine Lage war bei der Stadt Arsinoe, also in dem 
Bezirk des Fayum. An seiner Einfahrt, welche durch einen 
mit dem Nilstrome in Verbindung stehenden Wasserlauf ver 
mittelt wurde, errichtete man das Labyrinth und die Pyramide 
des Königs Möns. Der Umfang des See’s wird zu 3600 Sta 
dien angegeben, seine Tiefe zu 50 Klaftern oder 300 Fufs. 
In seiner Mitte befanden sich nach Herodot zwei pyramidale 
Unterbauten, auf deren Spitze Köaigs-Colosse thronten. Sechs 
Monate hindurch, sagt derselbe Schriftsteller, leitete man das 
Wasser hinein, die anderen sechs Monate des Jahres wieder 
hinaus und täglich gewinne man dabei an Fischen den Werth 
eines Silbertaleats. 
Alle diese Angaben mußten die Gelehrten der neueren 
Zeit, denen es vergönnt war, diese abgelegene und Jahrhun 
derte hindurch vergessene Provinz zu betreten, auf das leb 
hafteste anreizen, die Lage des alten Moris-See’s wieder auf 
zufinden. Schien es in der That doch unglaublich, daß ein 
Werk, welches in seiner riesenhaften Ausdehnung mit den
	        

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