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Der Geschlechtstrieb / Bernstein, Eduard (Public Domain)

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Monograph

Author:
Bernstein, Eduard
Title:
Der Geschlechtstrieb
Publication:
Berlin: Buchhandlung Vorwärts, 1910
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Scope:
24 Seiten
Note:
Digitalisierung geplant; $c2024; $5DE-109; $2pdager
DDC Group:
610 Medizin
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15499752
Collection:
Society,Population,Social Affairs,Health
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
KucRb 793
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
3. Abnormitäten und Perversitäten des Geschlechtstriebs

Contents

Table of contents

  • Der Geschlechtstrieb / Bernstein, Eduard (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • 1. Der Geschlechtstrieb bei Mensch und Tier
  • 2. Das Geschlechtsleben im Laufe der Zeiten
  • 3. Abnormitäten und Perversitäten des Geschlechtstriebs
  • 4. Die Hygiene des Geschlechtstriebs
  • 5. Das Recht und die Ethik des Geschlechtstriebs
  • ColorChart

Full text

14 
3. Abnormitäten und Perversitäten des 
Geschlechtstriebs. 
Der normale Geschlechtsakt ist die geschlechtliche Vermischung 
bvon Mann un! r7au in der Form, wie sie durch den Körperbau 
beider und di Natur ihrer Geschlechtsorgane vorgeschrieben ist. 
Schon hierbei können Mißverhältnisse im Bau von Mann und 
Frau Abweichungen verursachen. Abweichungen, die sich bloß auf 
die Lage beim Geschlechtsakt beziehen, fallen noch nicht unter den 
Vegriff der Abnorm'täten des Geschlechtsverkehrs. Vielmehr faßt 
man unter diesen Vegriff diejenigen Befriedigungen des Ge— 
schlechtstriebes zusammen, die ohne Zusatnenführen der Ge— 
schlechtsorgane von Mann und Frau erfolgen. 
Den Uebergang zur Abnormität bildet die Selbstbefriedigung 
durch Reibungen der Geschlechtsorgane — Masturbation oder 
auch Onanie genannt — sowie ähnliche Befriedigungsarten 
zwischen Mann und Frau. Direkt gehören ihr an: die Geschlechts— 
befriedigung zwischen Personen des gleichen Geschlechts oder der 
Homosexualismus, die geschlechtliche Vereinigung von 
Mensch und Tier oder Sodomiterei, die Geschlechtsbefriedigung 
Erwachsener an geschlechtsunreifen Kindern oder Päderastie, 
die Geschlechtsbefriedigung durch Mißhant' anderer oder 
Sadismus und die Geschlechtsbefriedi. durch Sichmiß— 
handelnlassen oder Masochismus. Wegen ihrer Abwendung 
von der naturgemäßen Geschlechtsbefriedigung normal veranlagter 
Menschen werden diese Triebe und Befriedigungsarten auch als 
pervers (S verkehrt) oder Perversitäten bezeichnet. 
Fast alle diese Dinge kommen auf den verschiedensten Kultur— 
stusen vor: bei Wilden, Barbaren, Halbkulturvölkern und Kultur— 
völkern. Sie sind daher c nicht, wie das vielfach geschieht, 
summarisch als Entartungsc Heinungen einer bestimmten Zeit 
zu bezeichnen, so sehr einzelne Formen und Einzelfälle auf indivi— 
dueller Entartung beruhen mögen. Unter dem Gesichtspunkt der 
Kulturentwickelung ist in bezug auf sie folgendes zu bemerken. 
Der Geschlechtsakt ist im letzten Grund stets tierischer Akt, er be— 
ruht auf Trieben, die der Mensch mit dem Tier gemein hat, und 
bringt in allen Formen den Menschen momentan dem Tier nahe. 
Doch gibt es dabei ein Mehr oder Minder, genau wie beim Essen 
und Trinken. Auch dieses kann in Formen vor sich gehen, die den 
Menschen nur wenig vom Tier unterscheiden, daher es denn auch 
auf gewissen Kulturstufen und heute noch bei gewissen Völkern, 
wie den Hindus, für unanständig gilt, in Gesellschaft zu essen. 
Die Art, wie heute der Kulturmensch ißt, ist von der Art, wie das 
Tier oder der Urmensch essen, ungemein verschieden, und jeder Rück— 
fall in diese letztere Art widert den Kulturmenschen an, mag sie 
zehnmal die „natürliche“ sein. Kultur besteht in der Unterwerfung 
des Trieblebens unter regelnde Normen, die seine Beherrschung
	        

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