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Bauhandwerker (Public Domain) Ausgabe 11.1895 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

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Zeitschrift

Titel:
Bauhandwerker : Organ d. lokalorganisierten Maurer Deutschlands u. Organ der Steinmetzen Deutschlands
Erschienen:
Berlin: F. Posekel 1897
Erscheinungsverlauf:
1886,4.Juli -13. Jahrg., Nr. 39 (25. September 1897)
Fußnote:
Nachher Vereinsblatt für die Krankenkassen, Fachvereine und andere Organisationen der Bauhandwerker
Vorher Bauhandwerker
ZDB-ID:
3185169-1 ZDB
Schlagworte:
Zeitschrift
Berlin:
B 852 Wirtschaft. Finanzen: Einzelne Handwerks- und Gewerbezweige. Innungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
690 Hausbau, Bauhandwerk
Sammlung:
Wirtschaft, Verkehr, Stadtversorgung
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1895
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek, 2024
Fußnote:
Bestandslücke: Jahrgang nicht vollständig in der Digitalisierungsvorlage vorhanden
Berlin:
B 852 Wirtschaft. Finanzen: Einzelne Handwerks- und Gewerbezweige. Innungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
690 Hausbau, Bauhandwerk
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15493107
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 852/150:1895-97
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Wirtschaft, Verkehr, Stadtversorgung

Ausgabe

Titel:
12. Oktober 1895, Nr. 41

Schnellzugriff

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  • Bauhandwerker (Public Domain)
  • Ausgabe 11.1895 (Public Domain)
  • 5. Januar 1895, Nr. 1
  • 12. Januar 1895, Nr. 2
  • 19. Januar 1895, Nr. 3
  • 26. Januar 1895, Nr. 4
  • 2. Februar 1895, Nr. 5
  • 9. Februar 1895, Nr. 6
  • 16. Februar 1895, Nr. 7
  • 23. Februar 1895, Nr. 8
  • 2. März 1895, Nr. 9
  • 9. März 1895, Nr. 10
  • 16. März 1895, Nr. 11
  • 23. März 1895, Nr. 12
  • 30. März 1895, Nr. 13
  • 6. April 1895, Nr. 14
  • 13. April 1895, Nr. 15
  • 20. April 1895, Nr. 16
  • 27. April 1895, Nr. 17
  • 4. Mai 1895, Nr. 18
  • 11. Mai 1895, Nr. 19
  • 18. Mai 1895, Nr. 20
  • 25. Mai 1895, Nr. 21
  • 1. Juni 1895, Nr. 22
  • 8. Juni 1895, Nr. 23
  • 15. Juni 1895, Nr. 24
  • 22. Juni 1895, Nr. 25
  • 29. Juni 1895, Nr. 26
  • 6. Juli 1895, Nr. 27
  • 13. Juli 1895, Nr. 28
  • 20. Juli 1895, Nr. 29
  • 27. Juli 1895, Nr. 30
  • 3. August 1895, Nr. 31
  • 10. August 1895, Nr. 32
  • 17. August 1895, Nr. 33
  • 24. August 1895, Nr. 34
  • 31. August 1895, Nr. 35
  • 7. September 1895, Nr. 36
  • 14. September 1895, Nr. 37
  • 21. September 1895, Nr. 38
  • 28. September 1895, Nr. 39
  • 5. Oktober 1895, Nr. 40
  • 12. Oktober 1895, Nr. 41
  • 19. Oktober 1895, Nr. 42
  • 26. Oktober 1895, Nr. 43
  • 2. November 1895, Nr. 44
  • 9. November 1895, Nr. 45
  • 16. November 1895, Nr. 46
  • 23. November 1895, Nr. 47
  • 30. November 1895, Nr. 48
  • 7. Dezember 1895, Nr. 49
  • 21. Dezember 1895, Nr. 51
  • 28. Dezember 1895, Nr. 52
  • Farbkarte

Volltext

—J— — —228 — ⏑—— 
Zeitschrift zur Aufklärung und Sörderung der geistigen und materiellen Interessen 
der Baubandwerker Deutschlands. 
— — — — — — r — — 
Der Banhandwerker e ne wöchentlich am Sonnabend. Expedition: 
Oh. Thomas, RixdorfBerlin, Berg⸗Straße 162. U Riürdorf—Berlin, 
Verantwortlicher Redakteur: 
Guftav Kehler in Bersin Wmösckernstraße 791J. Berg⸗Straße 162. 
Ur.“ 
Abonnementspreis durch die Post, durch unsere Verbreiter u. Spediteure 
vierteljährlich 1,00 M., durch die Expedition unter Krenzband 1,20 Met. 
Anzeigen finden Aufnahme: Von Dereinen und Krankenkasseun 15 Pf. 
von Privaten für 20 Pf. die gespaltene Petitzeile. 
Der Banbandwerker“ ist unter Nr. 775 der Zeitunas-Dreisliste eingetragen. 
—Ve 
Sonnabend, den 12. Oltober 1895. 11. Jalrg. 
Kohlensyndikats könnte im sozialdemokratischen Staate 
bestehen bleiben; es regelt heute die Herstellung nach der 
Nachfrage in trefflicher Art. Es würde die Herstellung 
ebenso gut regeln, wenn es nicht mehr seine Aufgabe 
sein würde, sie so niedrig zu halten, daß immer 
möglichst hohe Kohlenpreise gezahlt werden, sondern 
io, daß der Bedarf möuglichst vollständig befriedigt 
vird. 
Der sozialdemokratische Staat wird die Leistungs— 
ähigkeit aller seiner Bürger in Anspruch nehmen nach 
hren Kenntnissen. nach ihrem Können, nach ihren 
zeistigen und körperlichen Kräften. In der Ueber— 
gangszeit wird er das vorhandene Menschenmaterial 
zjebrauchen und verwenden, wie es eben gerade vor— 
handen ist. ohne Rücksicht darauf, daß die für die 
Leitung der Betriebe vorgebildeten Personen den dann 
verschwundenen „besitzenden Klassen“ entstammen. Für 
die Zukunft wird die Ausbildung für solche Stellen 
jedem Befähigten frei stehen, weil es eben keine Klassen 
mehr geben wird. 
Die bei den kleinen Handreichungen und Thätig— 
keiten der Konsumgenossenschaften erzogenen Gehilfen 
möchten dabei recht wenig in die Waage fallen. Wenn 
»s in England Großhandelsgesellschaften auf genossen— 
chaftlicher Grundlage giebt, so werden die Leiter kaum 
Dilettanten, sondern ordnungsmäßia vorgebisdete Fach— 
nänner sein. 
Im heutigen Betriebe spielt im Handel und Wandel, 
wenn die Geschäfte mit Erfolg betrieben werden, eine 
zroße Portion Geriebenheit, Gewissenlosigkeit und 
offene oder versteckte Gaunerei oft freilich eine größere 
Kolle als Kenntnisse und Geschicklichkeit. Diese Be— 
Ringungen des Erfolges schaltet die sozialdemokratische 
Ordnung aus, die „selbstgemachten Männer“, die durch 
zroße Rücksichtslosigkeit gegen die Gebote der Sittlich— 
eit reich geworden sind, die über das Glück und den 
Besitz ihrer Mitmenschen ohne Bedenken fortgeschritten 
sind, diese Erfolge, die Zeitgenossen blenden und ver⸗— 
wvirren, sie sind im sozialdemokratischen Staate freilich 
unmöglich, dafür wird er aber auch um so weniger 
die Dilettantenwirthschaft begünstigen. Er wird für 
alle Fächer die geeigneten Personen in solcher Güte 
und Anzahl haben, daß er auf minderwerthige Kräfte, 
die in anderer Art ihre Verwendung finden mögen, 
nicht wird zurückzugreifen brauchen. 
Das ist freilich ein anderes Bild vom sozial— 
demokratischen Zukunftsbetriebe, als wie die gute 
Dame Adele Gerhard es sich nach dem Vorbilde des 
Herrn L. Bertrand macht. Kommt die Zeit, daß die 
ozialdemokratische Ordnung zur Durchführung gelangt, 
o werden ihr die Kräfte nicht fehlen, die sie zur 
deitung der Betriebe braucht, sie braucht sich dazu 
eine Dilettanten in Konsumvereinen heranzubilden. 
Wer also glaubt. durch Konsumvereine sich selbst 
ind seinen ihm nahestehenden Freunden einen Vor—⸗ 
theil bereiten zu können, der möge immerhin es ver— 
uchen. Er verstößt damit gegen keinen Grundsatz 
inseres sozialdemokratischen Programms oder unserer 
Taktik, er leistet uns Sozialdemokraten aber auch 
durchaus keinen Dienst, der uns unseren Zielen näher 
»ringt, oder ihr Erreichen vorbereitet oder erleichtert. 
Er macht einen Versuch zur Verbesserung seiner Lage 
auf dem Boden der heutigen Ordnung, wozu er ein 
Recht hat, von dessen Erfolg wir aber aus der Er⸗ 
jahrung keine sehr große Meinung haben. Wir stehen 
dem kühl beobachtend gegenüber und wenn es Genossen 
gelingen sollte, einmal etwas für sich dadurch zu er 
reichen, würden wir uns über die Erfolge frenen, uns 
durch sie aber nicht blenden lassen. 
Die Erfahrung hat bis heut nicht gezeigt, daß 
dort, wo solche Konsumgenossenschaften einigen Ersolg 
gehabt haben, sie dazu gedient hauen, den Zielen, die 
die deutsche Sozialdemokratie verfolgt, irgedwie be— 
merklich bahnbrechend zu sein. Wir können den Unter⸗ 
iehmungen der Arbeiter auf dem Felde der Konsum— 
renossenschaften in Holland Belaien und Cnaland 
Konsumgenossenschaften und Sozial- 
demokratie. 
Fortsetzung, aus Nr. 37 und 40. 
Während wir den Abschnitt in Nr. 40 in Druck 
gegeben hatten, kam die Nachricht, daß auch die Pro— 
duktivgenossenschaft der Zigarrenarbeiter in Hamburg 
sich in der Lohnzahlung der Konkurrenz hat unter— 
verfen müssen. Sie mußte die Fabrikation der billigeren 
Zigarrensorten nach Gegenden mit billigeren 
Löhnen verlegen, weil sie sonst der Konkurrenz nicht 
gewachsen blieb. Das Verbessern der Lage der 
Arbeiter durch die Produltivgenossenschaften hat also 
in den Konkurrenzbedingungen ihre Grenze. „Die 
Ausbeutungsfreiheit, welche die Kapitalisten sfür sich 
ils angeborenes Recht beanspruchen“, wie die Reso— 
ution des Berliner Parteitages sagt, müssen die Ge— 
nossenschaften ebenso ausüben, um konkurrenzfähig zu 
bleiben, oder sie gehen ein. Was sie den Arbeitern 
als Verbesserung bieten können, entspricht den An— 
Pprüchen und Erwartungen in der Regel durchaus 
nicht, sie können die Anforderungen der Arbeiter nicht 
befriedigen und legen dadurch den Grund zu Zwie— 
tracht, Enttäuschung, Mißmuth und tiefgehenden Zwie— 
palt, die schon oft die gewerkschaftlichen Organisationen 
iehr schwer geschädigt haben. 
Von einem sonderbaren Mißverständniß oder 
vielmehr Unverständniß der Ziele der sozialdemokrati— 
ichen Bewegung zeugt die Schrift der Adele Gerhard, 
wenn sie zur Vertheidigung der Konsumgenossenschaften 
aus einer Schrift eines L. Bertrand sich folgende 
Aeußerung aneignet: 
„Die arbeitende Klasse ist dazu berufen, eines Tages in 
der Regierung und auf dem Gebiete des Gewerbes den Platz 
der besitzenden Klasse einzunehmen. Eine Klasse kann eine 
andere doch aber nur ersetzen, wenn sie dessen fähig ist. — — 
In ihr (der Genossenschaft) liegt eine gute Handhabe zur 
wirthschaftlichen Erziehung der Arbetter. Sie ermöglicht es 
denselben, hinsichtlich des Handels und der Gewerbe auf dem 
Laufenden zu bleiben, den Schwankungen des Marktes zu 
olgen, die Schwierigkeit. Entichliekungen zu treffen. kennen 
ul lernen u. s. w.“ 
So. das ist also das Ziel des sozialistischen 
Zukunfisstaates, daß die Arbeiter die Plätze der be⸗ 
sitzenden Klasse einnehmen? Wo bleiben denn die 
besitzenden Klassen? Die nehmen also die Plätze der 
Arbeiter ein, wo sollen sie sonst bleiben. Die Bau—⸗ 
meister werden Steinträger und der Steinträger wird 
Baumeister. Wir glauben, da würde der Baͤu einen 
cecht schlechten Baumeister, aber jedenfalls einen ganz 
anbrauchbaren Steinträger erhalten. Der Polier, der 
a wohl auf seinem Platze bleiben würde, würde sich 
wohl vergebens um Auskunft an den neuen Bau— 
meister wenden und die Maurer vergebens nach „Kalch 
und Steine!“ rufen. Wir haben so etwas davon 
gehört, daß die Sozialdemokratie die Klassen beseitigen 
und nicht die eine nur in die Plätze der anderen 
setzen wolle. 
Heut hängen freilich die „Berufe“ mit den 
slassen so zusammen, daß die Wege zu den so— 
jenannten „höheren oder gelehrten Bernufen“ 
nn der Regel nur den besitzenden Klossen offen stehen. 
Dem will die Sozialdemoltatie durch die Forderung 
der Unentgeltlichkeit der höheren Schulen und dadurch 
»ntgegen treten, daß den befähigten Schülern schon 
jeut auch freier Unterhalt und freie Lehrmittel auf 
den Schulen gewährt werden. Es soll dadurch den 
indern der arbeitenden Klassen schon heut der Erwerb 
der Kenntnisse ermöglicht werden, die zur Ausfüllung 
yon leitenden Stellungen im Gebiete des Gewerbes 
gun einmal unbedingt nothwendig sind. Der Erwerb 
Reser Kenntnisse ersordert aber ein volles Menschen⸗ 
leben von früher Jugend auf bis ins späte Mannes— 
alter hinein. Es ist eine kindliche Anschauung. daß 
die technische Bildung. die zur Ausfüllung der Stellung 
als Leiter eines über den Handwerkshetrieb hinauẽ 
ich erstreckenden Geschäftes üͤgend welchen Gewerbs— 
zweiges durch gelegentliches Rerwalfen eines Konsum— 
vereins erworben werden kann. Das Dilettanten— 
Unwesen, daß man Personen an Siellen setzt, die die 
stenntnisse eines Fachmannes nicht besitzen, wo solche 
erforderlich sind, die Diuge machen müssen, die sie 
nicht können, lastet schon heut wie ein schwerer Alp 
auf vielen unserer Einrichtungen. Unsere Presse, unsere 
Zuchhandlungen und anderen Unternehmungen leiden 
dielfach unter dem Dilettantismus sehr schwer, unsere 
zewerkschaftliche Bewegung verzappelt sehr häufig ihre 
deste Kraft und verschleudert ihre Mittel in den Be— 
nühungen solcher kurioser Leute, die durchaus machen 
vollen, was sie nicht können. Und dieser sehr schäd— 
iche und sehr betrübende Zustand, der unsere Presse 
hrer Bedeutung beraubt, der unsere gewerkschaftliche 
Bewegung zur Machtlosigkeit gebracht hat, soll als 
deales Streben für die Sozialdemokratie hingestellt 
verden? Wenn so viele Genossenschaften bei uns 
nißglückt sind, so ist jedenfalls mit die Schuld dew 
Umstande zuzuschreiben, daß man an ihre Spitze nich! 
efähigte Männer stellte, sondern solche, die in Ver— 
ammlungen das große Wort führten, die bei dem 
zeuen Unternehmen erst lernen sollten, wie die Sache 
iigentlich angefaßt werden muß. Die Unwissenheit 
st sehr geneigt, die Nothwendigkeit gründlichen Wissens 
zu unterschätzen. Man sagt sich: der Mann ist ein 
zuter Genosse, er ist vielleicht gar gemaßregelt, ihm 
ist ein ausktömmlicher Posten zu gönnen, weil er uns 
auf anderen Stellen Dienste geleistet hat, Kliquen-— 
wesen spielt vielleicht mit, und so kommt eine Person 
in eine Stellung, für die sie überhaupt nicht vor— 
bereitet ist, für die sie keine Kenntnisse und Erfahrungen 
nitbringt. Wo die Sache sehr einfach ist, wird der 
Zchaden vielleicht nicht sehr groß und nicht sehr merk 
ich, in anderen Fällen aber ist der Schaden ein 
ichwerer und sehr fühlbarer. Gewiß sollen in 
oozialistisch geleiteten Betrieben die Arbeiter mit einen 
kinfluß auf die geschäftliche Leitung und auf die 
Anstellung der Beamten haben, aber es sollen befähigte 
Personen angestellt werden, nicht solche, die es erst 
ernen wollen. Solche Personen sind in großer Menge 
»orhanden. Die heutige „Ordnung“ erzieht sich an 
Arbeitern mit hoher und sehr hoher Befähigung. an 
Beschäftsleitern, Direktoren, Technikern aller Grade 
uind Verwaltungsbeamten ebenso eine Reserve-Armee 
vie an Gesellen, Gehilfen und mechanischen Arbeitern 
Diese Direktoren, die heut im Solde der Großindustrie 
und der Großlandwirthschaft stehen und durchaus 
aicht immer sehr glänzend bezahlt werden, die es dem 
zanz unwissenden Geldsacke oder dem reichen und vor 
iehmen Faulenzer durch ihre Kenntnisse, ihr Können 
hre Energie, ihre Berufstreue ermöglichen, sehr große 
ehr lohnende und sehr schwierige Betriebe zu unter— 
nehmen, die die sehr erheblichen Geldsummen, die sie 
durch ihre Thätigkeit mit verdienen, an den nichts— 
autzigen, faulen und geilen Kapitalisten abliefern, und 
was er nicht verschwendet, auch noch für ihn sicher— 
tellen und fein verwalten, werden selbswerständlich 
m sozialistischen Staat dieselbe Thätigkeit unter 
Zeitung und Kontrolle des Volkes auch für die All— 
zjemeinheit ganz ebenso gut und gewissenhaft mit dem⸗ 
elben Eifer und mit demselhen Erfolg au leisten 
ereit sein. 
Warum nicht? Was ist dem Administrator 
veiter Gutsbezirke sein Fürst oder Graf? Doch nur 
ein „Brodherr“, der ihn nach Angebot und Nach— 
frage gedungen hat. Ein Fabrildirektor, der seine 
Kenntnisse und Arbeitskraft an Krupp oder Stumm 
derkauft und ihnen treu dient, hat ganz gewiß nichts 
dagegen, seinen Herrn zu wechseln und anderen ebenso 
treu und gewissenhaft zu dienen. Hören die faulen 
und unthätigen Besitzer auf, tritt an ihre Stelle nicht 
der Arbeiter, sondern das Volk, so bleiben sie, was 
sie sind, nur die Behörde, der sie Rechnung legen 
und der Grundsatz, nach dem sie wirthschaften, 
verden andere. 
Die qanze Einrichtung des rheinisch⸗westfälischen
	        

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