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Städtebau (Public Domain) Ausgabe 20.1925 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Trojan, Johannes
Title:
Erinnerungen / von Johannes Trojan
Publication:
Berlin: Verlag des Vereins der Bücherfreunde, 1912
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Scope:
332 Seiten
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15491487
Collection:
Berlinerinnen,Berliner
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 252 Tro 1
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Die Burengenerale in Berlin

Contents

Table of contents

  • Städtebau (Public Domain)
  • Ausgabe 20.1925 (Public Domain)
  • Title page
  • Index
  • H. 1/2
  • H. 3/4
  • H. 5/6
  • H. 5/8
  • H. 9/10
  • H. 11/12

Full text

V'Den romantisch ungebundenen 
Geistern, die dem Gesetzmäßigen 
in der Baukunst widerstreben, ist der 
Gedanke planmäßiger Ordnung in 
den Schauseiten einer Straße zuwider, 
und sie bekämpfen ihn etwa mit den 
selben Waffen der romantischen De- 
magogie, mit denen sie gegen Sym 
metrie und Achsialität streiten. Sie 
erklären, derartige Ordnung habe es 
„einzig im Barock und seinen Aus 
läufern gegeben. Sie sei an ein ganz 
bestimmtes zeitlich begrenztes Stil 
gefühl gebunden, zu tiefst verwandt 
der politischen Form des Absolutis 
mus. Sie drücke im Architektoni 
schen den Anspruch eines Zentrums 
auf unbedingte Herrschaft, auf eine 
Umgebung livrierter Lakaien aus, die 
in starrer Achtungsstellung zu seinen 
Seiten verharren oder nach ihm hin 
zuschauen haben.“ Scherzhafterweise 
stammt die hier wörtlich wieder 
gegebene demagogische Fassung 
einer oft aufgestellten falschen Be 
hauptung von einem demokratischen 
Romantiker der Schweiz, der viel 
leicht nie bemerkte, das Goethe nicht 
nur das gleich gebaute Mannheim 
rühmte, sondern auch Bern „die 
schönste Stadt“ nannte und gerade 
von der heutigen Hauptstadt der 
Schweiz schrieb: „Die Häuser sind 
in bürgerlicher Gleichheit eins wie 
das andere gebaut, .. . Die Egalität 
und Reinheit drinnen tut einem sehr 
wohl, besonders da man sich freut, 
daß nichts leere Dekoration und 
Durchschnitt des Despotismus ist-“ 
Womöglich noch weiter als Goethe 
geht der englische Gewährsmann der 
Romantik in der Architektur, John 
Ruskin, welcher die hier (S. 94) ab 
gebildete Skizze einer gleichmäßigen 
bürgerlichen Straße der deutschen 
Stadt Münster gezeichnet hat und 
der schrieb: „Es gibt in der Tat in 
der Straßenarchitektur einen Reiz 
und etwas Heiliges, was selbst in 
der Kirchenbaukunst fehlen muß. 
Es bedeutet nicht allzu viel, daß die 
Menschen siel» in den Formen ihres 
Gottesdienstes vereinigen, aber es 
BOLOGNA IG™ CENTURY 
Abb. 10 / Wertheimbau Leipziger Straße. Im Vordergrund der Anbau in den Formen Messels. 
ist etwas Großes, wenn sie sich wie treue Brüder in der Kunst und in den Aufgaben des 
täglichen Lebens zusammenschließen.“ 
In diesem Zusammenhang verdienen auch die ausgezeichneten Schauseitenentwicklungen im 
Hamburg des 19. Jahrhunderts angeführt zu werden (vgl. Abb. S. 94), auf die Lichtwark so nach 
drücklich hinwies und von denen kein Verständiger behaupten wird, sie seien „zu tiefst ver 
wandt der politischen Form des Absolutismus“. Allerdings ist man bei Architekturkritikern, 
die Fragen künstlerischer Form mit den Waffen einer politischen Welt- oder Parteianschauung 
entscheiden möchten, nicht sicher, ob sie ihre mißverstandenen Brocken aus Schillers „Teil“ 
(Fortsetzung auf S, 1020 
Abb. 11 und 12 / Schnitte und Grundrisse von Bologneser Arkaden des 16. Jahrhundert* (nach Cornelius Gurlitt). 
99 
8 
dtebau 1925, 5/8
	        

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