Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe VI.1856 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe VI.1856 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Monograph

Author:
Viebig, Clara
Title:
Es lebe die Kunst : Roman / von C. Viebig
Date of Archiving:
2023
Edition:
Fünfte Auflage
Publication:
Berlin: Egon Fleischel & co., 1911
Language:
German
Scope:
475 Seiten
Keywords:
Fiktionale Darstellung
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15484837
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Vieb 5 a
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Zweites Buch

Chapter

Title:
IX.

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe VI.1856 (Public Domain)
  • Title page
  • H. I/II
  • H. III-VI
  • H. VII/IX
  • H. X/XII
  • Contents

Full text

65 
Malhcrg, Notizen über die Themse-Brücken in und oberhalb London. 
66 
5 
und wenn man die Rechnung mit Rücksicht auf die Bogen 
form anstellt, das Gufseisen in den Rippenbögen mit 4650 Pfd.- 
pro Quadratzoll oder der rückwirkenden Festigkeit in 
Anspruch genommen. Zur Brücke sind im Ganzen 5780 Tons 
Gufseisen und 50 Tons Schmiedeeisen verwendet. Der Gufs 
ist zu Eotherham in Yorkshire gefertigt. 
Der Bau wurde am 23. September 1814 begonnen, der 
Grundstein am 28. Mai 1815 gelegt, und die Brücke dem 
Verkehr im April 1819, also 4^ Jahre nach dem Beginn des 
Baues, übergeben. 
Gewöhnlich werden die Kosten dieser Brücke, incl. der 
jenigen für Herstellung der Zugänge, zu 800000 Pfd, Sterling 
oder 5y Mül. Thaler angegeben. Bei 708 Fufs Länge zwi 
schen den Landpfeilern und 42 Fufs Breite kostet demnach 
der laufende Fufs ——1130 Pfd. Sterl., und der Qua- 
dratfufs 26,9 Pfd. Sterl,, oder in preufs. Maafs und Geld resp. 
7758 Tblr, und 190 Thlr. 
Für einen Fufsgänger wird ein Brückenzoll von Id. erho 
ben, für Fuhrwerk mehr. Der Verkehr ist im Ganzen jetzt 
nur unbedeutend, da die StraTsen des rechten und linken Themse- 
Ufers, welche durch die Brücke mit einander verbunden wer 
den, nicht von Bedeutung sind. Die Brücke gehört einer Ac- 
tien-Gesellschaft, welche ein Actien - Capital von 666000 Pfd. 
Sterl. zusammen geschossen hat. Hiervon sind 150000 Pfd. Sterl. 
Prioritäts-Actien, in 1700 Stück ä 50 Pfd. Sterl, und 5000 
Stück ä 13 Pfd. Sterl. Die Brücke hatte vor der Eröffnung 
der neuen London-Brücke (1831) eine Einnahme von jährlich 
7000 Pfd. Sterling, Nach Eröffnung der letztem nahmen die 
Einnahmen bedeutend ab. Im Jahre 1853 betrugen dieselben 
nur 2900 Pfd. Sterl., die Ausgaben dagegen 1200 Pfd. Sterl. 
Die Stamm-Actien haben bis jetzt keine Zinsen erhalten. Die 
Prioritäts-Acticn erhielten im Jahre 1853 bis 1854 ein pOt. Di 
vidende, während im Jahre 1831 pCt. darauf gezahlt wur 
den. — Zur Zeit des Projects der Nortb-Kent-Eisenbahn hatte 
man die Absicht, diese Brücke für 300000 Pfd. Sterl. zu kau 
fen. In neuester Zeit ist es vorgeschlagen worden, um den 
enormen Verkehr von der London-Brücke in etwas abzuleiten, 
die Southwark-Brücke vom Zoll zu befreien, dabei jedoch die 
starke, ^ betragende Steigung der Auffahrt an der Middlesex- 
Seite wegzuschaffen. Unstreitig würde dadurch der Verkehr 
der Southwark-Brücke bedeutend vermehrt werden. 
Etwa 180 Ruthen oberhalb der Southwark-Brücke liegt 
4) Die Black-Friars-Brücke. 
Diese Brücke wurde am 1. Mai 1760 zu bauen begonnen, 
an welchem Tage der erste Pfahl mitten in der Themse oin- 
gerammt wurde. Robert Mylne, ein schottischer Ingenieur, 
war der Baumeister. Die Pfeiler wurden in Caissons gegrün 
det, und am 2. Juni 1760 der erste Caisson versenkt. Der 
Grundstein wurde vom Lord-Mayor am 31.0otober desselben 
Jahres gelegt. Die Brücke wurde 1766 für Fufsgänger, 1768 
für Pferde und am 19. November 1769 vollständig eröffnet. 
Die Herstellung der Ufermauern und Zugänge erforderte noch 
einige Jahre mehr. — Sie besteht aus 9 elliptischen oder viel 
mehr Korbbögen, wovon der mittlere Bogen 100 Fufs, und 
die auf jeder Seite desselben liegenden Bögen 98, 93, 83 und 
70 Fufs Spannung haben. Die ganze Weite der Durehfiufs- 
Oeffnungen beträgt somit 788 Fufs. Die Pfeiler der Mittel- 
Oeffnung haben eine Stärke von 20 Fufs, die übrigen Pfeiler 
sind entsprechend schwächer, so dafs die ganze Länge zwi 
schen den Landpfeilern 926 Fufs beträgt. Die Widerlager 
sind etwa 40 Fufs stark. Die Anfahrten zur Brücke haben 
^7 Steigung, Das Bau-Material ist Portland-Stein. DieMittel- 
Oeffnung von 100 Fufs Spannweite hat eine Bogenhöhe von 
41yPufs, also von der Spannweite, einen Krümmungs 
halbmesser im Scheitel von 56 Fufs, und eine Höhe des Schlufs- 
steins von 6,58 Fufs. Die Breite der Brücke zwischen den 
Brustwehren beträgt 42 Fufs. Die Enden der Brücke laufen 
in Form von Quadranten aus, und Treppen führen hier zum 
Themse-Ufer hinab. 
Der Geldbedarf für die Ausführung der Brücke wurde 
durch eine Anleihe der City, rückzahlbar durch die Zoll-Ein 
nahmen, aufgebracht. Die Speculation hatte einen guten Er 
folg. Die Einnahmen von Mariä-Verkündigung 1782 bis zum 
selben Tage 1783 betrugen mehr als 8000 Pfd. Sterl. Scbliefa- 
lich kaufte das Gouvernement die Zollberechtigung und gab 
die Brücke am 22. Juni 1785 frei. 
Die reinen Ausgaben für den Brückenbau betrugen nur 
152840 Pfd. Sterl.*) oder rot. 1019000 Thlr. Hiernach ko 
stet der laufende Fufs Brückenbahn (die Länge zwischen den 
Landpfeilern gerechnet) — 165 Pfd. Sterl,, und der 
1 
Quadratfufs — 3,93 Pfd. Sterl., was in preufs. Maafs und 
Geld ausmacht resp. 1133 Thlr. und 27^ Thlr. 
Die Brücke hat im Laufe der Zeit bedeutende und kost 
bare Reparaturen veranlafst. In Folge des Abbruchs der al 
ten London-Brücke nahm die Strömung der Themse bedeu 
tend zu, so dafs die Pfeiler unterwaschen wurden und ein 
starkes Senken derselben stattfand. Im Jahre 1833 bis 1834 
betrugen die Roparaturkosten 90000 Pfd. Sterl. Im Jahre 1850 
sank ein Pfeiler so bedeutend, dafs einer der Bögen brach. 
Man machte deshalb eine Concret-Schüttung um den Pfeiler 
und stützte den Bogen durch einen eisernen Bogen. Im Jahre 
1851 wurde eine zweite Haupt-Reparatur unternommen, weil 
der mittlere Bogen so stark gesunken war, dafs sich diese 
Senkung selbst in der Brückenbahn bemerklkh machte. Seit 
dem hat das Senken immer mehr zugenoramen, und es sind 
schon mehrere Bögen mit Holzwerk unterrüstet. Da die Re 
paraturen so enorme Kosten verursachen, so hat man darauf 
Bedacht genommen, die Brücke abzubrechen. Bei den im 
Jahre 1833 vorgenommenen Reparaturen wurde die durchbro 
chene Brustwehr durch eine massive ersetzt; die Pfeilerköpfc 
wurden höher aufgeführt und die ionischen Säulen, welche die 
Ruheplätze auf der Brückenbahn tragen, abgekürzt. Im All 
gemeinen scheint der Portlandstein, welcher sich für Hoch 
bauten vorzüglich eignet, für den Wasserbau nicht die erfor 
derliche Haltbarkeit zu besitzen. 
Etwa 200 Ruthen oberhalb der Black-Friars-Brücke liegt 
5) die Watcrloo-Brückc. « 
Sie verbindet Wellington-Street, welche in Strand einmün 
det, mit der auf dem rechten Themse-Ufer liegenden Waterloo- 
Road. Ursprünglich sollte hier eine hölzerne Brücke nach 
einem von George Dodd im Jahre 1805 gemachten Vorschläge 
erbauet werden. Doch erhielt im Jahre 1809 eine Gesell 
schaft die Erlaubnifs, eine steinerne Brücke von Sommerset- 
Place auf der Middlesex-Seite nach einem Punkte nahe bei 
Cupar’s Bridge an der Surrey-Seite zu bauen. Die Gesell 
schaft wurde incorporirt unter dem Namen „ Strand - Brücken- 
Gesellachaft“ mit der Berechtigung, für 500000 Pfd- Sterling 
Actien aufzunehmen. Diese Summe reichte nicht aus. Es 
wurden deshalb für 300000 Pfd. Sterl. Renten-Actien, jede zu 
*) Diese Angabe ist so niedrig, dafs man gegen deren Richtigkeit 
Zweifel zu erheben berechtigt ist.
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF
TOC
Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Large Image Master ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.