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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1926 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Viebig, Clara
Title:
Es lebe die Kunst : Roman / von C. Viebig
Date of Archiving:
2023
Edition:
Fünfte Auflage
Publication:
Berlin: Egon Fleischel & co., 1911
Language:
German
Scope:
475 Seiten
Keywords:
Fiktionale Darstellung
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15484837
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Vieb 5 a
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Zweites Buch

Chapter

Title:
VI.

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1926 (Public Domain)
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1926
  • Sitzung 1, 7. Januar 1926
  • Sitzung 2, 14. Januar 1926
  • Sitzung 3, 21. Januar 1926
  • Sitzung 4, 28. Januar 1926
  • Sitzung 5, 2. Februar 1926
  • Sitzung 6, 4. Februar 1926
  • Sitzung 7, 11. Februar 1926
  • Sitzung 8, 16. Februar 1926
  • Sitzung 9, 18. Februar 1926
  • Sitzung 10, 25. Februar 1926
  • Sitzung 11, 4. März 1926
  • Sitzung 12, 11. März 1926
  • Sitzung 13, 18. März 1926
  • Sitzung 14, 25. März 1926
  • Sitzung 15, 30. März 1926
  • Sitzung 16, 13. April 1926
  • Sitzung 17, 15. April 1926
  • Sitzung 18, 22. April 1926
  • Sitzung 19, 29. April 1926
  • Sitzung 20, 6. Mai 1926
  • Sitzung 21, 18. Mai 1926
  • Sitzung 22, 1. Juni 1926
  • Sitzung 23, 4. Juni 1926
  • Sitzung 24, 8. Juni 1926
  • Sitzung 25, 10. Juni 1926
  • Sitzung 26, 15. Juni 1926
  • Sitzung 27, 24. Juni 1926
  • Sitzung 28, 1. Juli 1926
  • Sitzung 29, 29. Juli 1926
  • Sitzung 30, 7. September 1926
  • Sitzung 31, 23. September 1926
  • Sitzung 32, 7. Oktober 1926
  • Sitzung 33, 12. Oktober 1926
  • Sitzung 34, 14. Oktober 1926
  • Sitzung 35, 21. Oktober 1926
  • Sitzung 36, 28. Oktober 1926
  • Sitzung 37, 4. November 1926
  • Sitzung 38, 18. November 1926
  • Sitzung 39, 25. November 1926
  • Sitzung 40, 2. Dezember 1926
  • Sitzung 41, 7. Dezember 1926
  • Sitzung 42, 14. Dezember 1926
  • Sitzung 43, 16. Dezember 1926

Full text

Sitzung am 18. November 1926. 985 
billiger. Sie ist also auch heute noch nicht so teuer luie 
die „Berek". 
Nun sagt der Herr Stadtbaurat: Ja, wir bekommen 
aus dem Anschlagwesen aber — ich weist nicht — 
3 Millionen heraus, weint diese verfluchten Privatfirmen 
uns nicht immer dazwischen kommen würden. Wie be 
kommen Sie denn diesen Betrag heraus? Sie bekommen 
ihn heraus auf Kosten der gewerbetreibenden Bürger 
schaft. 
(Rechts: Sehr gut!) 
Sie kriegen ihn heraus insbesondere auf Kosten der Kreise, 
die heute ganz besonders notleidend sind, nämlich unserer 
Kuustveraustaltungen, unserer Theater, Konzerte, die 
darauf angewiesen sind, an den Plakatsäulen zu inserieren. 
Auf deren Kosten erhält die Stadt furchtbar viel Geld. 
Auf der andern Seite ist sie aber gezwungen, diesen Ver- 
gnügungsveraustaltungen die Steuer zu erlassen, unsere 
Orchester zu unterstützen usw., so dast das, was dabei mehr 
herauskommt, auf der andern Seite, wenn man nicht die 
Kunst in Berlin zugrunde gehen lassen will, ausgegeben 
wird. Ich kann Ihnen verraten, das; gerade der Inten 
dant unserer Städtischen Oper, der hoch Sachverstän 
diger ist, sich bitter darüber beklagt, wie ungeheuer die 
Reklamekosten in letzter Zeit gestiegen sind. Davon be 
kommt 'einen großen Teil die „Berek", die die großen 
Plakate der Städtischen Oper bringt. 
Nun wird gesagt: Ja, große Plakate müssen wir so 
teuer vermieten, weil wir sonst keinen Platz haben. Aber, 
Herr Stadtbaurat, bei früherer Gelegenheit ist von der 
„Berek" gesagt worden: Wir sind nicht mehr in der 
Lage, alle Säulen zu verpachten, heute gehen bei uns 
die Plakate nicht mehr. Deshalb sind wir genötigt, die 
Ganzsäulen einzuführen, diese Ganzsäulen, gegen die wir 
uns ja immer gewehrt haben, weil sie zur Verschandelung 
der Stadt beitragen. Diese gänzlich überflüssige Reklame, 
von der Sie, Herr Stadtbanrat, gesprochen haben, von 
der Sie behaupteten, das Bezirksamt würde sie ein 
führen, ist in gar keinem Bezirk eingeführt, ist vielmehr 
von der Zentrale, der „Berek" und dem Tiefbauamt der 
Stadt Berlin mit ihren schönen Reklameschildern, Re 
klamefahnen usw. in Berlin eingeführt worden. 
Die Dinge liegen doch ganz wesentlich anders, als 
sie bisher hier vorgetragen worden sind. Und da möchte 
ich noch ans eins hinweisen. Als im vorigen Jahre der 
Kampf zwischen Wilmersdorf und der Tiefbaudeputation 
schwebte, hat es die Tiefbaudeputativn für richtig ge 
halten, mit Hilfe des Berliner Nachrichtenamts Angriffe 
gegen das Bezirksamt Wilmersdorf in die Berliner- 
Presse zu lancieren. 
(Rechts: Hört, hört!) 
Soviel ich gesehen habe, haben nur zwei Zeiti.iugen, „Vor 
wärts" und „Volkszcitnug" diese Angriffe gebracht. Aber, 
meine Damen und Herren, wo sollen wir hinkommen, 
wie soll eine Berliner Verwaltung geführt werden, wenn 
eine Verwaltungsstelle durch eine zweite Verwaltungsstelle 
eine dritte Verwaltungsstelle in der Presse angreift? 
Wohin hätte es geführt, wenn das Bezirksamt Wilmers 
dorf nicht verständig genug gewesen wäre, auf diesen 
Pressekampf nicht zu reagieren und keine Entgegnung 
in die Zeitungen zu bringen? 
(Stadtv. Bublitz: Es hat wohl gewußt, weshalb 
es nicht reagiert hat!) 
9,'ein, Herr Bublitz, wenn Sie meinen Ausführungen 
aufmerksam gefolgt sind — ich glaube, das haben sie 
getan —, daun werden Sie gemerkt haben, daß das Be 
zirksamt diesen Kampf gar nicht zu scheuen brauchte, 
denn das, was in diesem Artikel im „Vorwärts" und in 
der „Volkszeitung" stand, was ja die Zeitungen nicht 
unter ihrer Verantwortung gebracht haben, war ganz ein 
seitig gefärbt. Die Vorgänge, die sich damals abgespielt 
hatten, hat das Bezirksamt in einer Eingabe in den 
Magistrat dargelegt. Es hat eine Eingabe an den Ma 
gistrat gerichtet, die Sie in den Akten des Magistrats 
und in den Akten des Bezirksamts finden können. Das 
Bezirksamt ist aber, ich wiederhole es noch einmal, ver 
ständig genug gewesen, nicht in eine Zeitungspolemik 
gegen andere Berliner Verwaltungsstellen eingetreten. 
Meine Damen und Herren! Nun aber abgesehen pon 
Wilmersdorf: Warum wollen wir keine Monopolisierung 
der Reklame in Berlin? Weil uns mit dem Augenblick 
jede Vergleichsmöglichkeit genommen ist, jede Möglich 
keit genommen ist, zu kontrollieren, was denn ein Re 
klameinstitut in Berlin leistet, was denn ein Reklame 
institut in Berlin billig an Zahlungen verlangen kann, 
weil wir durch ein solches Monopol für ganz Berlin 
die Berliner Gewerbetreibenden, die auf diese Reklame 
angewiesen sind, dem Monopolunternehmen der Stadt 
restlos ausliefern würden. 
(Rechts: Sehr richtig!) 
Das wollen wir nicht, wir wollen — und das ist 
etwas, was noch gerade gut im Gesetz Grvß-Berlin ist — 
-da, wo es möglich ist, innerhalb Berlins Vergleichs 
möglichkeiten schaffen, denn wie ein Reklameinstitut in 
Magdeburg oder Frankfurt a. O. arbeitet, bietet uns 
natürlich keine Vergleichsmöglichkeit. Die Gefahren, die 
die ganze Organisation Groß-Berlin in dieser Hinsicht 
mit sich bringt, sind gerade in diesem Falle zu vermeiden. 
Dann, meine Damen und Herren, ein weiteres. 
Schöneberg hat jetzt seine Säulen an die „Berek" ver 
pachtet. Ich bitte, mal den unbesoldeten Stadtrat, der 
aus dem Bezirk Schöneberg gekommen ist, zu fragen, 
wie man in Schöneberg über die „Berek" denkt und 
wie man sich in Schöneberg seit Jahren bemüht, von dem 
Vertrage mit der „Berek" los zu kommen, weil man sich 
durch die Monopolstellung der „Berek" außerordentlich 
geschädigt fühlt, weil man gesehen hat, daß die Leute 
in Schöneberg durch die „Berek" nicht gut bedient wer 
den, daß sie lange Zeit warten müssen, bis ihre Plakate 
geklebt werden, weil keine Annahmestelle der „Berek" im 
Bezirk ist, sondern die Leute mit ihren Sachen hier nach 
dem Innern Berlins fahren müssen, wo sie auf die Büro- 
stunden angewiesen sind, während der Privatunterneh 
mer, der Geld verdienen will, natürlich sein Geschäft den 
ganzen Tag offen hält. Deshalb, meine Damen und 
Herren, wehrt sich die Bürgerschaft da, wo das Plakat 
wesen noch in privater Hand ist, gegen die Kommunali 
sierung. 
Schließlich ein drittes, und nicht das unwichtigste. 
Der Herr Oberbürgermeister hat vorhin bei einer Ein 
führungsrede ein Wort gesagt, das wir ihm wohl noch 
oft vorhalten werden: auf das Geld darf es nicht an 
kommen. Wenn es auf das Geld nicht ankommen darf, 
meine Damen und Herren, dann darf man doch die nicht 
totschlagen, die das Geld aufbringen sollen, die Berliner- 
Bürger, die die Steuern zahlen sollen. 
(Rechts: Sehr gut!) 
Wenn Sie mit Hilfe der Monopolbetriebe einen Berliner- 
Gewerbebetrieb nach dem andern totlegen, dann töten 
Sie damit die Leute, die Ihnen bisher die Berliner- 
Steuern bezahlt haben. Sie vermindern die Zahl der 
Steuerzahler und verlangen, daß der übrigbleibende Rest 
höhere Steuern zahlt als früher. die größere Zahl. Das 
ist auf die Dauer nicht möglich, das ruiniert systematisch 
die Berliner -Bürgerschaft. 
Stadtv. Müller-Franken (W.): Meine Damen und 
Herren! Ich brauche es nicht ausdrücklich zu versichern 
und zn erkläre», warum wir gegen die „Berek" gewesen 
und auch heute noch sind. Wir. haben bisher wohl am 
konsequentesten den Standpunkt vertreten, daß es nicht-im 
Ermessen der Stadt liegen darf, derartige Betriebe ein 
zurichten und der erwerbstätigen Bevölkerung damit eine 
Konkurrenz zu machen, die besonders in den heutigen 
schweren Zeiten untragbar ist. 
Meine sehr verehrten Herren von der Linken, Sie 
legen immer darauf Wert, wenigstens vor den Wahlen, 
zu beweise», daß Sie absolut nicht mittelstaudsfeindlich 
seien. Gerade die Anfrage, die wir heute hier sehen und
	        

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