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Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 2.1934 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 2.1934 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Kaempf, Johannes
Titel:
Reden und Aufsätze von Johannes Kaempf / von Johannes Kaempf ; herausgegeben von den Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin
Herausgeber:
Kaufmannschaft (Berlin)
Erschienen:
Berlin: Verlag von Georg Reimer, 1912
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2023
Umfang:
XX, 639 Seiten
Berlin:
B 832 Wirtschaft. Finanzen: Gesamtdarstellungen
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15482586
Sammlung:
Wirtschaft, Verkehr, Stadtversorgung
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 832/59
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Fotografie

Titel:
Kaempf

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  • Stenographische Berichte über die Sitzungen des Stadtgemeindeausschusses und der ständigen, endgültig beschließenden Ausschüsse der Stadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 2.1934 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste
  • Sitzung 1, 25. Januar 1934
  • Sitzung 2, 26. Januar 1934
  • Sitzung 3, 29. Januar 1934
  • Sitzung 4, 2. Februar 1934
  • Sitzung 5, 7. Februar 1934
  • Sitzung 6, 21. Februar 1934
  • Sitzung 7, 22. Februar 1934
  • Sitzung 8, 23. Februar 1934
  • Sitzung 9, 8. März 1934
  • Sitzung 10, 8. März 1934
  • Sitzung 11, 22. März 1934
  • Sitzung 12, 23. März 1934
  • Sitzung 13, 12. April 1934
  • Sitzung 14, 13. April 1934
  • Sitzung 15, 3. Mai 1934
  • Sitzung 16, 7. Mai 1934
  • Sitzung 17, 8. Mai 1934
  • Sitzung 18, 24. Mai 1934
  • Sitzung 19, 28. Mai 1934
  • Sitzung 20, 29. Mai 1933
  • Sitzung 21, 14. Juni 1934
  • Sitzung 22, 14. Juni 1934
  • Sitzung 23, 18. Juni 1934
  • Sitzung 24, 19. Juni 1934
  • Sitzung 25, 28. Juni 1934
  • Sitzung 26, 29. Juni 1934

Volltext

24 
Sitzung am 7. Februar 1934. 
Das sind die Positionen, die Herr Bürgermeister 
Hafemann in seiner Denkschrift aufgeführt hat. 
Nun haben Sie das Wort, Herr Dr. Dorsch. 
Stadtv. Dr. Dorsch: Herr Bürgermeister Hafe 
mann hatte bereits die Gehaltsfrage angeschnitten und 
einige Erläuterungen dazu gegeben. Wenn die Ge 
fahr bestehen sollte, daß der Besuch der städtischen 
Krankenhäuser dadurch sich verringern könnte, daß 
den Ärzten gestattet ist, bis zum vierfachen oder bis 
zum zweifachen Satze der Gebührenordnung zu liqui 
dieren, so wäre vielleicht die Frage angebracht, ob es 
nicht so zu machen wäre, daß man den Ärzten von 
seiten der Stadt eine höhere Besoldung zuteil werden 
läßt und die Kosten für die Krankenhausbetten um 
etwas in die Höhe setzt gegenüber dem, was an 
gegeben ist. Man könnte vielleicht nicht nur eine 2-, 
sondern auch noch eine 1. Klasse einrichten. 
Vorsitzender: (Den Redner unterbrechend:) Das 
geht nicht wegen der Ortskrankenkasse, die schon der 
Meinung ist, daß wir die Sätze heruntersetzen müßten. 
Das macht Schwierigkeiten. 
Ich bin durchaus einverstanden bezüglich der 
besseren Besoldung der Ärzte. Es ist aber wiederum 
nicht möglich, weil wir durch das Ministerium des 
Innern gezwungen find, diese Besoldung einzuhalten. 
Infolgedessen ist es im Interesse dieser Herren, die 
keine Praxis haben, eine sehr erwünschte Gelegenheit, 
ihre Einnahme etwas zu verbessern. 
Stadtv. Dr. Dorsch: (Fortfahrend:) An und für 
sich sehe ich ja in dem, was Herr Dr. Klein vorhin 
angeführt hat, keinen Verstoß gegen national 
sozialistisches Gedankengut. Aber es ist natürlich sehr 
die Frage, wie es in der Praxis dann gehandhabt 
wird, ob die Einrichtung derartiger Betten nicht tat 
sächlich in diesem oder jenem Krankenhaus dazu führt, 
daß eine Benachteiligung in der Behandlung 
derjenigen Kranken eintritt, die eben darauf an 
gewiesen sind, in die 3. Klasse zu gehen und in 
großen Sälen untergebracht zu werden. Ist aus 
diesem Grunde geplant, in allen Krankenhäusern 
diese L-Betten einzurichten oder nur in diesem oder 
jenem Bezirk, wo man nach der bisherigen Praxis 
einen gewissen Bedarf vermutet? 
Vorsitzender: Entweder oder! Drei haben wir 
schon, die andern dürfen wir nicht schlechter behandeln 
gegenüber den drei Chefärzten, die liquidieren dürfen. 
Es wäre eine Härte, wenn diese das dürften und die 
andern nicht. 
Die Ärzte sind dazu ja auch gar nicht verpflichtet. 
Wenn sie wollen, können sie es auch umsonst machen, 
das ist doch ihre Sache. Wir haben ja meistens jetzt 
Nationalsozialisten. Die werden auch bezüglich der 
Honorarfrage anders handeln, als es bisher bei den 
Juden der Fall war. 
Stadtv. Dr. Dorsch: Welche statistischen Tatsachen 
haben Sie aus den Kreisen, die bisher diese Betten 
gehabt haben, aus Weihensee und Reinickendorf? 
Vorsitzender: Ausgezeichnete. Bedarf ist vor 
handen, weil die Leute es wollen. 
Herr Dr. Walbaum hat das Wort. Ich weiß 
nicht, ob der Herr Stadtverordnetenvorsteher das 
Vorrecht hat. 
(Stadtverordnetenvorsteher Spiewok: Nein, das 
habe ich nicht!) 
Stadtv. Dr. Walbaum: Meine Herren, Sie 
erinnern sich doch alle an die Zeit, als eine Vereinheit 
lichung der Betten eingeführt wurde. Schon damals 
haben die Leute, die etwas davon verstanden, gesagt, 
es ist ein Unfug, daß das eine sozialistische Maßnahme 
sein soll. Was hat das mit Sozialismus zu tun, daß 
man die Leute auf einmal alle auf ein und denselben 
Nenner setzt? Es muß jeder zugeben, daß das 
wirklich nicht so ist, und wir Nationalsozialisten be 
kämpfen die öde Gleichmacherei. Die Sache hat eine 
sehr üble Auswirkung gehabt. Jeder muß zugeben, 
daß sich diese Maßnahme, alles gleichzusetzen, hier für 
Berlin wirklich nicht gut ausgewirkt hat, für die 
Volksgesundheit schon gar nicht. Die Maßnahmen 
haben nichts anderes bewirkt, als daß man die Leute, 
die tatsächlich etwas für sich haben wallten, was ja 
gar nicht gegen den sozialistischen Grundsatz verstößt, 
aus den städtischen Krankenhäusern herausgejagt 
hat in andere Krankenhäuser, wo diese Möglichkeit 
besteht. So etwas ist erst möglich gewesen durch den 
Konkurrenzkampf zwischen den städtischen Kranken 
häusern und den andern. Er ist durch diese Maß 
nahmen entstanden. Diese Maßnahmen zurückzu 
drehen, muß nationalsozialistische Pflicht sein. Das 
hätte schon längst gemacht werden müssen. 
Ich wundere mich über Herrn Bürgermeister 
Hafemann mit seinen Bedenken, die jeglicher Be 
gründung entbehren. Ich meine, wenn wir mit 
solchen Bedenken, die wirklich unbegründet sind, an 
eine neue Maßnahme herantreten, werden wir 
niemals mit der Aufgabe fertig werden. 
(Bürgermeister Hafemann: Sie haben mich 
vollkommen mißverstanden!) 
Sie haben doch rechtliche Bedenken erhoben. 
(Bürgermeister Hafemann: Gegen die Ein 
richtung in keiner Weise!) 
Diese Bedenken sind zum Teil juristischer Natur. Wir 
wollen ja ruhig und sachlich diese Frage behandeln. 
Das juristische Denken unterscheidet sich, das wissen 
wir alle, von unserm Denken. Ich meine dies nicht 
im üblen, sondern im guten Sinne. Also über solche 
Kleinigkeiten dürfen wir natürlich nicht stolpern. 
Ich möchte nur dringend darauf hinweisen, daß 
es ja jedem, der es möchte, freisteht, sich zu den 
heutigen Bedingungen im Krankenhause einzeln be 
handeln zu lassen. Das ist freiwillig für den, der es 
möchte. 
Sie haben vorhin vom Herrn Stadtmedizinalrat 
gehört, daß die Behandlung der übrigen Kranken, wie 
sie jetzt ist, absolut nicht leidet. Sie geht so weiter, wie 
sie heute ist. Auch in der Beköstigung besteht kein 
Unterschied. Aber wenn Sie selbst krank werden, dann 
haben Sie das Gefühl: Ich gebe gerne ein paar Mark 
mehr, dann komme ich nicht mit andern zusammen. 
Das Geld kann ich aufwenden, und der Arzt hat ein 
paar Minuten mehr Zeit für mich persönlich. Die 
Ärzte erwerben ja auch dabei keine großen Reichtümer. 
Aber eine Schwierigkeit besteht, wenn der bisherige 
Zustand nicht geändert wird. Es besteht tatsächlich die 
Schwierigkeit, gute Ärzte zu bekommen, und nur der 
Geschicklichkeit des Stadtmedizinalrats ist es gelungen, 
so viele gute Ärzte nach Berlin zu bekommen. Das 
muß man anerkennen. Es besteht aber tatsächlich eine 
Schwierigkeit für die Posten, die ja manchmal auch 
ausgewechselt werden, Ersatz zu finden. Jetzt steht 
wieder eine Sache in Aussicht. Es ist schwer, wirklich 
gute Ärzte zu bekommen, denn sie sagen: wir denken ja 
gar nicht daran, nach Berlin zu kommen, 
(Vorsitzender: Ist schon geschehen!) 
uns werden ja ganz andere Posten angeboten. Wer 
hat den Nachteil? Die Kranken! Es ist nicht nicht 
sozialistisch, wenn der Mann es aus diesem Grunde ab
	        

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