Digitale Landesbibliothek Berlin Logo

Das Dirigentenkarussel (Rights reserved)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Inhaltsverzeichnis : Paul Gerhardts Geistliche Andachten in hundert und zwanzig Liedern / Gerhardt, Paul (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Buchholtz, Arend
Titel:
Ernst von Bergmann : mit Bergmanns Kriegsbriefen von 1866, 1870/71 und 1877 / von Arend Buchholtz
Datum der Archivierung:
2023
Erschienen:
Leipzig: Verlag von F. C. W. Vogel, 1911
Sprache:
Deutsch
Umfang:
V, 646 Seiten
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15484046
Sammlung:
Berlinerinnen, Berliner
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 252 Berg 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Verfasser:
Buchholtz, Arend
Titel:
Ernst von Bergmann : mit Bergmanns Kriegsbriefen von 1866, 1870/71 und 1877 / von Arend Buchholtz
Datum der Archivierung:
2023
Erschienen:
Leipzig: Verlag von F. C. W. Vogel, 1911
Sprache:
Deutsch
Umfang:
V, 646 Seiten
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
Dewey-Dezimalklassifikation:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15484046
Sammlung:
Berlinerinnen, Berliner
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 252 Berg 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Im Kriege von 1866
Titel:
Im Kriege von 1866

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Paul Gerhardts Geistliche Andachten in hundert und zwanzig Liedern / Gerhardt, Paul (Public Domain)
  • Einband
  • Abbildung: Tafel: Paulus Gerhardt
  • Titelblatt
  • Einleitung
  • Paul Gerhardts Geistlicher Andachten. Erstes Dutzend
  • Paul Gerhardts Geistlicher Andacht-Lieder. Zweites Dutzend
  • [...] Drittes Dutzend
  • [...] Viertes Dutzend
  • [...] Fünftes Dutzend
  • [...] Sechstes Dutzend
  • [...] Siebentes Dutzend
  • [...] Achtes Dutzend
  • [...] Neuntes Dutzend
  • Paul Gerhardts Geistlicher Lob- und Danklieder. Zehntes und letztes Dutzend
  • Annotation
  • Urkunden
  • Nachträge
  • Druckfehler
  • Verzeichniß der Lieder
  • Impressum
  • Rückdeckel

Volltext

—XR

Berliner Illustrirte Zeitung

Sein letzter Ritt. ⸗ Novelle von Paul Günther. —*8*8

»Weerr v. Franzius feierte seinen fünfzigsten
Geburtstag. Zu dieser für einen aktiven
H Herrenreiter immerhin seltenen Feier hatte
der Rittmeister a. D. und einst so erfolg—
.αY reiche Sportsmann höchst eigenhändig eine
ßowle angerichtet, die sich sehen lassen konnte. Die
zpezialmischung des Altmeisters war wirklich so
üffig, daß das riesige silberne Bowlengefäß — einer
der wertvollsten Ehrenpreise aus der reichhaltigen
Franziusschen Sammlung — bald bis zur Neige ge—
leert war. Eine überaus animierte Stimmung hatte
—V—
Karlchen v. Rieth, der hübsche Husar, der so schau—
derhaft wenig vertragen konnte, war bereits beim
seulenden Elend angelangt. Erich Röder, der fast zwei
Meter hohe Ulan, tanzte Cakewalk, wobei er seine
angen Gliedmaßen so grotesk zu verrenken verstand,
zaß niemand ernst bleiben konnte. Selbst der große
Zchweiger Graf Born, der seit seiner Einberufung
zur Kriegsakademie stets die denkbar größte Würde
an den Tag legte, vermochte die dröhnende Lachsalve,
die sich tief aus seinem Innern löste, nicht mehr rechtzeitig
 zu unterdrücken.
Um Mitternacht hatte die allgemeine Ausgelassen—
heit ihren Kulminationspunkt erreicht. Kaum aber
war der letzte Glockenschlag verklungen, so erhob sich
deutnant v. Röllinghof, der Champion-Herrenreiter
der letzten Saison, um in launigen Worten das Ge—
hurtstagskind, Herrn v. Franzius, den Altmeister
der deutschen Herrenreiterei, zu feiern. n
Er, der nun schon ein volles halbes Jahrhundert
nmuf dem immer noch kerzengeraden Rücken trage, er,
der schon mehr als dreißig Saisons im sportklichen
Leben stehe, habe seine ersten großen Siege bereits
zu einer Zeit errungen, wo sie alle noch die Schul—
»ank gedrückt hätten, soweit sie überhaupt schon auf
der Welt gewesen seien. Jahrzehnte hindurch sei der
verehrte Jubilar dann der jüngeren Generation ein
tändiger Ansporn, ein leuchtendes Vorbild gewesen,
und noch heute gehe der Fünfzigjährige ihnen allen
mit dem schönsten Beispiele voran. Mit einem brau—
enden Hoch auf ihn, der sich mit goldenen Buchstaben
in die sportlichen Annalen eingetragen, schloß die
Ansprache, die wie die meisten Fest- und Jubelreden
iur den einen Fehler hatte, daß sie wohlweislich
orgfältig alles verschwieg, was weniger rühmend
ür den Gefeierten hätte ausfallen können.
So hatte Herr v. Röllinghof natürlich nicht er—
vähnt, daß Franzius in den letzten fünf Jahren, trotz
aller Versuche, kein einziges Rennen mehr hatte ge—
vinnen können, daß ferner der alte Herr, dessen
Augen schwach zu werden begannen, kein sehr an—
zenehmer Rivale für seine Konkurrenten war, die
ich an jedem Hindernis höllisch in acht nehmen

r

—A

—

Jeder HoSsenträger
tragt den
Jes. gesch.Namen
ENDMELL
lieden Sockenhalter

⸗
9
50

Jen qes. gesch. Namen
cuESTROP
—V
—
iebr. IIuge
CREFELD.

nußten, um von Franzius nicht glatt über den
zaufen geritten zu werden.
Der „olle Franzius“, wie er nicht nur bei seinen
dameraden, sondern überhaupt allgemein auf dem
zurf genannt wurde, war in den letzten Jahren eine
egelrechte Gefahr für seine Mitbewerber geworden.
elbstverständlich war da keinerlei böse Absicht vor—
anden, der alte Rittmeister war ganz im Gegenteil
er fairste Sportsmann von der Welt. Sein immer
ärker nachlassendes Sehvermögen, das ihn die Hin—
ernisse oft erst erkennen ließ, wenn sein Pferd be—
eits zum Sprung angesetzt hatte, war allein schuld
aran, daß er nicht nur sich selbst häufig am Boden
and, sondern auch seinen Rivalen hier und da einen
ösen Streich spielte. Was die also Betroffenen dann
woch am meisten ärgerte, waren die Vorwürfe, die
ie überdies von Franzius zu hören bekamen, der,
zeit entfernt davon, sich die Schuld beizumessen,
egelmäßig den anderen beschuldigte, durch sein Un—
reschick die Karambolage herbeigeführt zu haben.
Im Anschluß an Affären dieser Art kam der
Altmeister“ gewöhnlich auf sein Lieblingsthema zu
prechen, das er stundenlang ausspinnen konnte, wenn
r Zuhörer gefunden hatte, die Geduld genug be—
aßen, seine Ausführungen von der „Herrenreiterei
inst und jetzt“ über sich ergehen zu lassen. Der
Leisheit letzter Schluß war dann stets die Be—
auptung, daß die junge Generation nicht mehr zu
eiten verstünde, während zu seiner Zeit Meister wie
lepper⸗Laski, Kramsta, Suermondt, Heyden-Linden
zeritten hätten, deren exzeptionelles Können von
hren Epigonen nie mehr auch nur annähernd er—
eicht worden sei.
Auch heute konnte es sich der „olle Franzius“
icht versagen, in Reminiszenzen an die gute alte
'eit zu schwelgen, und freudig benutzte er die glän—
nde Anknüpfung, die sich ihm durch Röllinghofs
oast bot. Er dankte also den Herren Kameraden
ir die freundschaftlichen Gefühle, die sie ihm auch
ei dieser Gelegenheit bewiesen hätten. Das ihm
hmeichelhafterweise gespendete Lob müsse er zwar
ür seine Person zurückweisen, wolle es aber dank—
ar für jene unübertroffenen Koryphäen der edlen
teitkunst akzeptieren, die er mit Stolz als seine Zeit—
‚enossen bezeichne. Er wolle ja gerne zugeben, daß
s auch heute noch reiterliche Talente gäbe, aber die
jzeit der großen, sieghaften Reitergenies sei nun
inmal für immer unwiederbringlich dahin ...
Er selbst sei mit seinen fünfzig Jahren ja auch
ur noch ein Schatten des guten Reiters von einst,
ind daß er nun schon länger als fünf Jahre kein
inziges Mal mehr als Sieger den Pfosten passiert
abe, sei der beste Beweis, daß für ihn der Zeit—
unkt gekommen sei, vom Schauplatz abzutreten, end⸗
rültig den Jungen Platz zu machen. Er habe auch

ängst den festen Entschluß gefaßt, sich ungeachtet
einer großen Passion vom Turf zurückzuziehen.
Jedenfalls aktiv wolle er nicht mehr mittun. Er
jabe nur den ja wohl verzeihlichen Ehrgeiz, nicht
angse und klanglos, sondern mit einem Siege von
»er Rennbahn scheiden zu wollen. Dies sei einzig
ind allein der Grund, daß er immer noch dann und
vann in den Sattel steige.
„Hoffentlich läßt dieser Sieg, der gleichzeitig
ruuch mein letzter Ritt gewesen sein wird, keine wei—
eren fünf Jahre mehr auf sich warten,“ schloß der
rotz seines weißen kleinen Schnurrbarts immer noch
ugendlich aussehende Rittmeister mit resigniertem
rächeln seinen Speech.
Eine Viertelstunde später verabschiedete sich der
Jubilar ungeachtet des Protestes seiner Freunde, die
»ergeblich in ihn drangen, doch noch zu bleiben und
»ie Gemütlichkeit nicht zu stören.
„Nein, meine Lieben,“ wehrte er mit Bestimmt—
seit ab, „Ihr seid jung und Euch macht es nichts
wus, auch mal eine Nacht totzuschlagen. Aber ich
in jetzt fünfzig, und morgen habe ich meinen „Erb⸗
»rinz“ im Pasewalker Jagdrennen zu reiten. Da
ilt es frisch zu sein.“ Sprach's, drückte freundschaftich
 alle die Hände, die sich ihm zum Abschied ent—
egenstreckten, und verschwand, die kleine immer noch
traffe Gestalt kerzengerade in die Höhe gereckt.
Natürlich bildete der Rittmeister auch nach seinem
Fortgange den Gesprächsstoff für die mittlerweile
»eim Mokka und Chartreuse angelangten Herren—
reiter. „Eine zu ulkige Kruke, der olle Franzius,“
neinte stark despektierlich Karlchen Rieth, der unter—
»es fast wieder nüchtern geworden war. „Er sollte
virklich lieber ständig Bowlen brauen, als Rennen
eiten. Gewinnen wird er doch keins mehr auf
dieser Welt.“
„Eigentlich ist die Chose ernst genug,“ meinte
»etrübt Leutnant Wendorf, der zwar „nur“ Artillerist,
iber doch ein guter Reiter und nebenbei ein bißchen
ls Angstmeier bei seinen Kameraden verschrien war.
Wenn Franzius nicht durch irgend einen besonderen
dusel doch noch mal zu seinem letzten Sieg kommt,
eitet er sicherlich so lange, bis er gar nichts mehr
ieht und bis er uns alle in Grund und Boden ge—
itten hat.“
Die anderen waren bei den Worten des
Artilleristen immerhin nachdenklich geworden, und
»er gescheite Röllinghof gab wohl den Gedanken der
neisten Ausdruck, als er jetzt sagte: „Ja, eine be—
tändige Gefahr bedeutet er nun einmal für uns,
in so lieber, guter Kerl er sonst auch ist. Das beste
väre es schon, wenn er mit dem Rennreiten wirklich
„chluß machte. Die große Frage ist nur: Wie ver—
ilft man ihm zu dem ersehnten Sieg, von dem er

ohrplattenkotfer,
—
edortas chen mit
nd ohne cinricktung,
— ⏑ 2t

—

¶ Ausscehneiden

4

—X
α
nanen⸗Kakas
st höchst wohlfchmeckend, äußerst nahrhaft und stopft nicht. Beste Kraftnahrung
hei Magen⸗ u. Darmkatarrh, bei Schwächezuständen, bei Unterernährung, Blut—
armut ü. Nervosität. Angenehmstes Frühstücksgetränk für Gesunde u. Kranke.
Palet Pfund 1M. 5 Pakete 4.75 M I0 Pakeie d M. 16 Pakete SJ Postpatket
i5 M. franko. — (In Berlin und nächsten Vororten jedes Quantum frei
Haus.) — Probepaket gegen Einsendung von 60 Pf. portofrei.
—IIIILLLILLI
Ausführliche. erklärende Preisliste — Über bewährte, vorzügliche
Kährmittel, Kräftigungsmittel und Geiränke für Kranke und Gesunde,
Kinder und Erwachsene — bitte zu verlangen.
ds Man nehte darauf. ĩm Handel den eehten Dr. Rud.
UVSeãats IAhFEAMAIFRABAFIENBAICALKAGO ZTB EAItenn.

Ion bar oder
Jo o — — —— —
ferieren wir zu Außerst wonlfeilen
ꝰreisen gediegene Qualitatswaren in
gober geschmackvoller Auswanl.
bie Abbilidungen in unser. Katalogen
sind naturgetreue Original-Photographien;
 die Auswahi ist deshatb
nicht schwerer als im Ladengeschàtt.
Fordern Sie bitte unsern
sReĩseartikel·Katalog kostenirel.
XIG O Brestau V
— 2 c * Paostf. 52/36

V — α. 11
nünehen, Girtner pPIatæ2.
pazialversandhaus fur gut orhalt. Herron·
Jarderobo, v. bestem —3 gtammend.
verlangen Sio iustrier ten
tatalos Nr. 14 gratis u. franko.

Wiederverkaufer überali gesuent!
            

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

METS
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel Gramm hat ein Kilogramm?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.