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Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe V.1855 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe V.1855 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Wahnschaffe, Felix
Graebner, Paul
Dahl, Friedrich
Titel:
Der Grunewald bei Berlin : seine Geologie, Flora und Fauna
Erschienen:
Jena: Verlag von Gustav Fischer, 1907
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2023
Umfang:
56 Seiten
Berlin:
B 887 Ver- und Entsorgung. Rettungsdienste: Forstwirtschaft. Jagd
Dewey-Dezimalklassifikation:
914.3 Landeskunde Deutschlands
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15479915
Sammlung:
Wirtschaft, Verkehr, Stadtversorgung
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 887 Grun 3
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

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  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe V.1855 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • H. I/II
  • H. III-V
  • H. VI/VIII
  • H. IX/X
  • H. XI/XII

Volltext

315 
Hebz, Neissc-Viaduct zu Görlitz. 
316 
gönnen war, hatte man freie Hand, die neu zu bildenden 
Oefihungen gleich "weit zu machen und bestimmte sich 
dem entsprechend die Weite der Bögen für die erste 
Gruppe zu 71 Fufs. 
In den Profilen Fig. 2 Blatt 26 und 37 ist die ur 
sprünglich projectirte Pfeilerstellung und Bogenlage punk- 
tirt, die nach diesem neuen Plane zur Ausführung ge 
brachte ausgezogen gezeichnet. In gewisser Beziehung 
konnte nun die Zerstörung der angefangenen Gründung 
des Pfeilers No. 3 als ein günstiger Umstand betrachtet 
werden,, da das Vorhandensein derselben der Ausführung 
des neuen Planes erhebliche Hindernisse in den Weg ge 
legt haben würde. 
Sobald der Entschluß zur Reife gekommen und der 
Plan den Umständen gemäß umgeändert war, wurde, 
um den entstandenen Zeitverlust möglichst wieder aus- 
zuglcichen, mit der angestrengtesten Thätigkeit ans Werk 
gegangen und handelte es sich dabei vorzugsweise, die 
Pfahlrostgründung des Pfeilers No. 3 an der neuen Stelle 
zu beschleunigen und für den neuen Pfeiler No. 2 den 
festen Felsengrund aufzudecken und zur Aufnahme des 
Fundamentes vorzubereiten. Dazu mußte zunächst die 
äufsere landseitige Spundwand weggenomraen und der 
Raum zwischen den beiden schmalen Reihen, durch ein- 
gerammte Spundpfähle verschlossen werden. Diese äuße 
ren schmalen Seiten wurden dann als Flügel wände, so 
weit als thnnlich landwärts verlängert, um einen Ab 
schluss der Baugrube zu bilden, Fig. 2 a, Blatt 37. 
Die Verhältnisse gestalteten sich anfänglich hier sehr 
ungünstig, da der enge Raum zwischen der alten Spund 
wand und dem dahinter steil aufsteigenden Felsen, mit 
schwerem, festverbundenem Steingerölle ungefüllt war. 
Erst im Juli gelangte die neue Baugrube bis unter den 
Fufs der davor stehenden Spundwand, ohne dafs noch 
anstehendes Gestein gefunden war. Es fehlte nun der 
Grube jeder Schutz nach der Wasserseite zu, und mufste 
nunmehr die Spundwand selbst gegen den dagegenste- 
Lenden Wasserdruck ahgesteift, und da sie ihren Halt 
im Boden verloren hatte, auch das Zuaammendrücken 
der engen Grube verhindert werden, Der Andrang des 
Grundwassers wurde allmählich so stark, dafs unter größ 
ter Anstrengung mittelst 8 Pumpen dasselbe kaum so 
weit beigehalten werden konnte, um in der tiefen Grube, 
bei spärlicher Lampenbeleuchtung uiyi zwischen den, von 
allen Seiten vorspringenden Wasserstrahlen einige Fuß 
tief unter Wasser arbeiten zu können. 
Das Profil der Baugrube bei diesem Stande der 
Arbeit zeigt Fig. 2 b, Blatt 37. Beim Tiefergehen schob 
sich der Boden, auf welchem die Rostpfahle standen, in 
die Baugrube, der Raum unter denselben leerte sich und 
mußte nun, einen Durchbruch zu verhindern, eine kurze 
Stülpwand zwischen der alten Spundwand und dem Ab- 
ateifungsrahmen eingescblagen werden. Kaum war hier 
eine vorübergehende Sicherung erlangt, als Wasser und 
Schlamm unter den neuen Flügel-Spundwänden gewaltsam 
in die Baugrube drangen und die Arbeiter aus derselben 
vertrieben. Durch Nachrammen dieser Wände und Dich 
tung von aufsen, wurde uothdürflig dem völligen Durch 
bruche gewehrt, die verlorene Tiefe der Baugrube wieder 
hergestellt und zur Aufsuchung des festen Felsens weiter 
gebrochen. Nur durch unerschütterliche Beharrlichkeit 
in Ueberwindung der sich stündlich mehrenden Schwie 
rigkeiten, wobei oft mehrere Tage lang kein bemerkbarer 
Fortschritt gemacht wurde, gelang es endlich, Mitte Au 
gust 28 Fuß unter der Wasser-Oberfläche, den gewachse 
nen Felsen anzutreffen. Bei genauerer Untersuchung zeigte 
sich derselbe aber noch so zerklüftet, verwittert und mit 
Thon-Nestern durchschossen, daß Bedenken getragen wer 
den mußte, einen so wichtigen Pfeiler darauf zu grün 
den. Trotz der stündlich drohender werdenden Gefahr 
des Wasser-Einbruches oder der Zusammendrückung der 
Baugrube, wurde der tiefere Ausbruch beschlossen und 
ins Werk gesetzt. Die Arbeit ging aber bei dem aufs 
Aeufserste beschränkten Raume, welcher größtenteils 
von den Pumpen, Absteifungen und verticalen Förder 
leitungen eingenommen wurde, und da der auszubrechende 
Felsen nun immer fester wurde, theils mit Pulver ge 
sprengt, theils zur Ebnung mit dem Meißel abgearbeitet 
werden mußte, nur langsam von Statten. Mehrere ge 
fahrdrohende Durchbrüche mußten während dieser Zeit, 
bei ununterbrochener Tage- und Nachtarbeit mit der 
größten Anstrengung und Zuhülfenabme aller erdenkli 
chen Hülfsmittel abgewehrt werden. Endlich gelang es im 
ersten Drittel des September, in einer Tiefe von 32 Fufs 
unter Wasser, so gesunde und feste Granitlagen zu finden, 
daß dieselben zur Aufnahme der Fundamente für sicher 
erachtet und nun ahgeglichen werden konnten. Es ist 
dies bei der zunehmenden Festigkeit des Felsens nach 
dem Oberwasser in 2 und nach der Landseitß in 3 Ab 
sätzen geschehen. 
Um aber vor Allem die, bei dieser großen Tiefe der 
Baugrube und des hohen Wasserdruckes dagegen, sich 
immer mehr steigernde Gefahr des Einbruchs derselben, 
so schnell als irgend möglich zu vermindern, wurden zu 
nächst aus großen Werkstücken Stützpfeiler gegen die 
Spundwand aufgefuhrt, um das fernere Ueberweichen der 
selben zu verhindern. Dieser Zweck wurde auf dem Wege 
vollkommen erreicht und konnte nun mit der Fundamen- 
tirung selbst vorgeschritten werden, wobei, um schnell in 
die Höhe zu kommen und um bei den treppenförmigen 
Absätzen ein partielles Setzen zu vermeiden, ausschließ 
lich die größten und regelmäßigsten Werksteinblöcke und 
der beste Gement verwendet wurden. An vielen Stellen 
ragte aber noch die hintere Felsenwand über die Fun- 
damentlinie hervor und um das Mauerwerk in regelrechter 
Flucht auötihren zu können, ohne dasselbe in den rauhen 
Felsen einzubindeii, mufsten diese Vorsprünge weggenom 
men werden, was nur durch Sprengungs-Arbeiten ausführ 
bar war, während welcher Zeit die Maurerarbeiten un
	        

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