Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Show double pages
  • enterFullscreen
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 9.1907 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Berliner Architekturwelt (Public Domain) Ausgabe 9.1907 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Monograph

Author:
Lindau, Paul
Title:
Die blaue Laterne : Berliner Roman
Publication:
Stuttgart ; Berlin: J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger, 1907
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2023
Scope:
257, 322 Seiten
Note:
Die Seiten 13 und 14 sind durch einen Zählungsfehler in der Digitalisierungsvorlage im ersten Buch des ersten Bandes in "Kapitel I" doppelt vergeben worden.
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15479359
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Lind 2:1.2
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Zweiter Band

Chapter

Title:
Viertes Buch

Chapter

Title:
V

Contents

Table of contents

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1987, 10. Wahlperiode, Band IV, 50.-67. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 50, 29. April 1987
  • Nr. 51, 7. Mai 1987
  • Nr. 52, 14. Mai 1987
  • Nr. 53, 21. Mai 1987
  • Nr. 54, 18. Juni 1987
  • Nr. 55, 22. Juni 1987
  • Nr. 56, 2. Juli 1987
  • Nr. 57, 11. Juli 1987
  • Nr. 58, 10. September 1987
  • Nr. 59, 24. September 1987
  • Nr. 60, 22. Oktober 1987
  • Nr. 61, 29. Oktober 1987
  • Nr. 62, 12. November 1987
  • Nr. 63, 26. November 1987
  • Nr. 64, 3. Dezember 1987
  • Nr. 65, 10. Dezember 1987
  • Nr. 66, 11. Dezember 1987
  • Nr. 67, 19. Dezember 1987

Full text

Abgeordnetenhaus von Berlin - 10. Wahlperiode 
59. Sitzung vom 24. September 1987 
Frau Reichel-Koß 
Ich muß zum Schluß kommen. Ich kann deshalb nicht mehr die 
Konfrontation der Familienberatung mit dem Thema Aids 
ansprechen. Die Familienfürsorge ist längst damit konfrontiert 
und hat große Schwierigkeiten praktischer aber auch rechtlicher 
Art, damit umzugehen. 
Frau Senatorin, Sie haben uns einmal unterstellt, wir würden 
den Rand der Gesellschaft kultivieren wollen. Ich habe diese 
Absicht nicht, sondern ich will das Randgruppendasein der 
Minderverdienenden aufheben. Sie sprachen von der Freiheit, 
sich ohne Not für Kinder entscheiden zu können. Das ist eben 
nicht nur eine Entscheidungsfreiheit, sondern auch die Situation, 
in denen die Familien leben. Ich halte es da mehr neben der Frei 
heit mit Gerechtigkeit und Solidarität! 
[Beifall bei der SPD] 
Präsident Rebsch: Das Wort hat jetzt die Frau Abgeordnete 
Hentschel für die Alternative Liste. 
Frau Hentschel (AL): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! Für mich ist es bis jetzt kein Wunder, daß in dieser 
Debatte über den Bericht einige Probleme angesprochen 
werden mußten, deren Benennung ich in diesem Bericht doch 
sehr, sehr schmerzhaft vermißt habe. Das hat sowohl die Frau 
Senatorin gemacht, das hat auch die Kollegin Reichel-Koß 
gemacht. Man muß doch sagen, wenn man den Bericht selbst 
ließt, wenn man absieht von dieser Debatte, in der jetzt einige 
Probleme nachgeholt worden sind, aber keineswegs die Lösun 
gen dazu, daß dieser Bericht genau das ist, was zu erwarten war, 
als die Fragestellungen bekannt waren, nach denen dieser 
Bericht angefertigt werden sollte. Es ist eine sehr lange und sehr 
gründlich gefälschte Erfolgsbilanz dieser Senatspolitik! 
[Zurufe von der F.D.P.; Quatsch! Quatsch!] 
Ich will überhaupt nicht in Abrede stellen, daß natürlich auch 
dieser Senat - das ist nachzulesen, das ist bekannt, das wird 
auch immer wieder gesagt - zum Beispiel ausgesprochen viele 
Kita-Plätze geschaffen hat, daß er dieses Programm fortgesetzt 
hat, das er vorgefunden hat. Das ist sehr löblich. Aber davor ist 
doch auch die Entwicklung, daß wir in Berlin so viele Frauen 
haben, die erwerbstätig sind, verheiratete und erwerbstätige 
Frauen mit Kindern unter 18 Jahren, die auch auf diese Kita- 
Plätze angewiesen sind. In einer bestimmten Weise reagiert 
diese Politik natürlich auch auf die Notsituation dieser Familien, 
und wir wissen auch, daß die Wartelisten damit nicht abgebaut 
sind. Diese Erfolge wollen wir gar nicht schmälern, da sagen wir: 
gut gemacht! - Aber dahinter stecken noch eine ganze Menge 
von Problemen, die in diesem Bericht überhaupt nicht genannt 
werden. Im Gegenteil, in diesem Bericht wird krampfhaft ver 
sucht, ein Bild von Normalität und Harmonie von Familien zu ent 
werfen, das so einfach nicht stimmt. Es ist daher wohl auch kein 
Wunder, daß für diesen Bericht statt eines halben Jahres, das 
dafür zugestanden war, eineinhalb Jahre benötigt wurden. Nicht 
weil er so gut geworden ist, hat das so lange gedauert, sondern 
weil es so schwierig war, eine ganze Menge von Problemen aus 
diesem Bericht herauszuhalten. 
[Preuss (CDU): O Gott! O Gott! - 
Weitere Zurufe von der CDU] 
Betrachtet man die Entwicklung der Familienverhältnisse ohne 
diese rosarote Brille, so ist doch ein Problem ganz deutlich, und 
das wird auch von allen Leuten, die sich damit beschäftigen, 
immer wieder in den Vordergrund gestellt: Gerade in Berlin ist 
mittlerweile die Zahl der Alleinerziehenden unendlich gewach 
sen, und dieser Trend hält an, Das ist eine Gruppe von Familien, 
die mittlerweile mehr als ein Viertel ausmacht; fast ein Drittel. Wir 
haben die Zahlen von 1987 nicht; die letzten Zahlen, die in dem 
Bericht genannt sind, sind die von 1982; da hatten wir ein Vier 
tel. Betrachtet man diese Tendenz noch nicht einmal in der linea 
ren Fortschreibung, so dürften es doch mittlerweile weit über 
50 000 Familien mit Alleinerziehenden sein. Das ist ein struktu 
reller Wandel, der eine völlig andere Familienpolitik voraussetzt, 
als sie hier gemacht wird. Dieses Problem, daß das fast ein 
Drittel der Familien ist, wird einfach so behandelt, als sei das eine 
pluralistische Familienstruktur. 
In diesem Bericht wird mit keinem Wort darauf eingegangen, 
daß die Familienpolifik der CDU immer noch in ihrer Grundlinie 
darauf abgestellt ist, nicht erwerbstätige Ehefrauen von erwerbs 
tätigen Männern zu fördern. Hier werden Steuergeschenke in der 
Höhe von jährlich bis zu 35 Milliarden DM gemacht. Dagegen 
sind die aufgewendeten Beiträge, die wir zur Förderung von 
Kindern haben, lächerlich. Die sind unendlich gering! Da reden 
Sie hier von „Kindeswohl“, das wird in diesem Bericht in den 
Vordergrund gestellt. Dieses Kindeswohl hängt doch aber ganz 
deutlich von dem Einkommen der Eltern ab. In dieser Steuer 
reform haben Sie es ja gezeigt, daß das Kindeswohl ihnen um so 
teurer ist, je mehr die Eltern verdienen. Es wird um so billiger, je 
weniger diese Eltern verdienen. Das ist Ihre Politik zum Kindes 
wohl! 
[Wieland (AL): Die können dann eben vor das 
Frühstücksfernsehen gesetzt werden! - 
Preuss (CDU): Lesen Sie doch erst mal den Bericht!] 
- Offensichtlich haben Sie den Bericht nicht gelesen, sonst 
wüßten Sie doch, was alles gar nicht drinsteht! 
Die Probleme dieser alleinerziehenden Familien, die darin 
bestehen, eben meistens das Einkommen nicht ausreicht, finden 
wir ganz lapidar - ganz weit hinten, auf Seite 87 - in einer Spalte. 
Da ist zu finden, wie viele von diesen alleinerziehenden Familien 
Sozialhilfe beziehen. Und das ist alles! Über deren Situation 
schweigt sich dieser Bericht aus. Ebenso schweigt sich dieser 
Bericht aus über die wirtschaftlichen Verhältnisse. Keine Ein 
kommenstruktur, nichts finden wir darüber, wie die wirtschaft 
lichen Verhältnisse dieser Familien sind. Es ist nur eine ganz 
knappe Seite, mit denen sich dieser Bericht diesen ökono 
mischen Verhältnissen der Familien widmet. Offensichtlich des 
halb, weil diese Zahlen, wie wir sie aus anderen Situationen ja 
kennen, wirklich nicht so sind, daß sie die Erfolgsbilanz dieses 
Senats unterstreichen könnten. 
Statt auszunutzen, daß Berlin diese Veränderungen der 
Familienstruktur sehr viel früher und sehr viel deutlicher zeigt, als 
es in anderen Ländern der Fall ist, statt hier darauf zu drängen, 
daß auch Alleinerziehende mit Kindern menschenwürdig leben 
können, statt sich für eine Umstrukturierung der Förderungs 
modelle weg von der Familie und hin zu den Menschen, die tat 
sächlich Kinder erziehen, einzusetzen, läßt dieser Senat diese 
Chance unbeachtet. Er verpaßt sie! Der Bericht versucht, die 
Augen vor einem sehr wichtigen Punkt zu verschließen, nämlich 
vor dieser Veränderung in den Lebensverhältnissen. 
Aber an anderer Stelle sorgt der Senat dafür, daß Menschen, 
die in Familien leben wollen, nicht in Familien leben können. Ein 
großer Teil der Berliner Bevölkerung kann nicht frei bestimmen, 
daß er mit seiner Familie Zusammenleben kann. In den auslän 
dischen Familien entlarvt sich das Familienideal des Senats. Es 
gilt nämlich als gute Familie bei Ihnen wirklich nur die deutsche 
Familie. Die ausländischen Familien haben das Recht zusam 
menzuleben in vielen Fällen nicht. So ist der Nachzug von Ehe 
gatten und Kindern so erschwert, daß sehr häufig die emotiona 
len Beziehungen gestört sind, daß schon Fremdheit eingetreten 
ist, wenn endlich die Ehegatten zusammenziehen können und 
daß Eltern wieder mit ihren Kindern zusammengebracht werden. 
In ähnlicher Weise gilt auch, daß die Einreise von Familienange 
hörigen so erschwert ist, daß auch das fast nicht möglich ist oder 
nur noch mit großen finanziellen Mitteln zu erreichen ist. Auch die 
Privilegien der deutschen Familien im Steuerrecht werden Aus 
ländern mit Angehörigen im Ausland seit der letzten Steuer 
reform nicht mehr gewährt. 
Ich will nun noch einen dritten Punkt benennen, den dieser 
Bericht eigentlich ausklammert. Er klammert ihn aus, obwohl er 
ihn benennt, wie ja alles kurz da drinsfeht, mit einem halben Satz. 
Das Problem der Gewalt in Familien I Ich weiß, dazu gibt es einen 
besonderen Bericht, aber hier wird Gewalt verstanden als ein 
Krisenphänomen. Das ist es aber nicht! Krisenphänomen heißt, 
Gewalt tritt auf, wenn sich Krisen zuspitzen; dann wird geschla 
gen. Alle Untersuchungen, die sich mit diesem Phänomen
	        

Downloads

Downloads

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Cite

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.