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Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1908 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1908 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Reicke, Georg
Title:
Das grüne Huhn : Roman
Edition:
Fünfte Auflage
Publication:
Berlin ; Leipzig: Schuster & Loeffler, 1908
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2023
Scope:
473 Seiten
Note:
In der Digitalisierungsvorlage fehlen die Seiten 423-426 und 465-466
Die Provenienzmerkmale, die in einzelnen Objekten vorhanden sind, werden derzeit vom Referat Provenienzforschung der ZLB geprüft.
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15479546
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Reic 2
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Drittes Buch

Chapter

Title:
15.

Contents

Table of contents

  • Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1908 (Public Domain)
  • No. 1 (1-24), 1907/12/28
  • No. 2 (29-34), 1908/01/04
  • No. 3 (35-50), 1908/01/11
  • No. 4 (55-68), 1908/01/18
  • No. 5 (75), 1908/01/25
  • Anlage: Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung, 23. Januar 1908
  • No. 6 (76-96), 1908/01/25
  • No. 7 (100), 1908/01/27
  • No. 8 (101-122), 1908/02/01
  • No. 9 (125-143), 1908/02/08
  • Anlage: Nachtrag zur Tagesordnung für die Sitzung, 13. Februar 1908
  • No. 10 (146), 1908/02/15
  • No. 11 (148-170), 1908/02/15
  • No. 12 (177), 1908/02/18
  • No. 13 (178-195), 1908/02/22
  • No. 14 (199), 1908/02/29
  • No. 15 (200-210), 1908/02/29
  • No. 16 (213), 1908/03/02
  • No. 17 (214), 1908/03/07
  • No. 18 (215-245), 1908/03/07
  • No. 19 (336), 1908/03/09
  • No. 20 (337), 1908/03/14
  • No. 21 (338-364), 1908/03/14
  • No. 22 (376-397), 1908/03/21
  • No. 23 (401-419), 1908/03/28
  • No. 24 (423-437), 1908/04/04
  • No. 25 (439), 1908/04/07
  • No. 26 (440-462), 1908/04/18
  • No. 27 (469-476), 1908/04/25
  • No. 28 (481), 1908/04/28
  • No. 29 (482-509), 1908/05/09
  • No. 30 (561-574), 1908/05/16
  • No. 31 (575-603), 1908/05/30
  • No. 32 (608), 1908/05/30
  • No. 33 (609-658), 1908/06/13
  • No. 34 (704), 1908/06/20
  • No. 35 705-724), 1908/06/20
  • No. 36 (735-737), 1908/06/22
  • No. 37 (740-791), 1908/08/29
  • ad No. 37 (792-804), 1908/08/29
  • No. 38 (805-807), 1908/09/02
  • No. 39 (808-817), 1908/09/05
  • ad No. 39 (818-821), 1908/09/05
  • No. 40 (822), 1908/09/09
  • No. 41 (823-855), 1908/09/19
  • No. 42 (942-956), 1908/09/26
  • No. 43 (961-983), 1908/10/10
  • No. 44 (991-1008), 1908/10/17
  • No. 45 (1011-1034), 1908/10/31
  • No. 46 (1041-1045), 1908/11/07
  • No. 47 (1050-1078), 1908/11/20
  • Anlage: ad No. 47 (1079-1131), Vorlagen, welche den Zeitungen nicht mitgeteilt sind, 20. November 1908
  • No. 48 (1132), 1908/11/23
  • No. 49 (1133-1151), 1908/11/28
  • No. 50 (1154-1187), 1908/12/12
  • No. 51 (1225-1232), 1908/12/24
  • Anlage: ad No. 51 (1233-1238), Vorlagen, welche den Zeitungen nicht mitgeteilt sind, 24. Dezember 1908

Full text

99 
1* 
Dieser Ausschuß trat heute zusammen und der Vorsitzende er 
öffnete mit ein paar einleitenden Worten die Beratung. 
In der nun folgenden Debatte wurde darauf hingewiesen, daß 
überall an die Gemeinden sozialpolitische Aufgaben in steigendem 
Matze heranträten. Nun wäre es selbstverständlich unmöglich, die 
sozialpolitischen Fragen auf einmal lösen zu wollen, aber es müßte 
die Möglichkeit gegeben werden, solche Anregungen in vorkommenden 
Fällen zunächst einmal an einen besonders dafür eingesetzten ständigen 
sozialpolitischen Ausschuß zu überweisen: während auf der anderen 
Seite dieser Ausschuß berechtigt sein müßte, seinerseits mit Anträgen 
hervortreten zu können. Viele große Gemeinden, wie Frankfurt a. M., 
Fürth, Darmstadt u'. a. hätten bereits gleiche oder ähnliche Ein 
richtungen getroffen. Und so wie in den genannten Städten die 
Notwendigkeit einer solchen Deputation durch die vielen sozialen 
Fragen bedingt wurde, so forderten auch in Berlin gleiche oder 
ähnliche soziale Angelegenheiten die gleiche Institution. 
I. Von den vielen wichtigen Fragen, die in einem solchen Aus 
schuß verhandelt werden könnten, wären die des Wohnungswesens 
wohl zunächst der Besprechung wert. Hierbei würde man zu 
denken haben an die Möglichkeit der Errichtung eines Wohnungs 
amtes, eines Wohnungsnachweises und vielleicht auch einer 
Wohnungsinspektion. Dahin würde auch die Förderung des 
Kleinwohnungsbaues und die Pflege kommunaler Boden- und 
Berkehrspolitik gehören. Man müßte doch zugeben, daß in 
Berlin keineswegs glänzende Wohnungsverhältniffe beständen, und 
es wäre daher eine dankbare Aufgabe des Ausschuffes, die Mög 
lichkeit der Förderung des Kleinwohnungsbaues zu erwägen, 
entweder durch die Uebernahme dieses durch die Stadt in 
eigene Regie und Verwaltung oder durch Unterstützung von Ge 
nossenschaften unter den notwendigen Vorsichtsmaßregeln. 
II. Ein zweiter großer Gegenstand der Beratung in einer solchen 
sozialen Kommission wären alle Fragen der Arbeiterpolitik. 
1. Es würde z. B. dahin die Besprechung der Arbeitsordnung 
für die städtischen Arbeiter gehören. 
2. Ferner würde weiter zu erörtern sein die Frage des Arbeits 
nachweises. Eine ganze Reihe von Städten hätte bereits kom 
munale Arbeitsnachweise eingeführt. 
3. Auch mit dem großen Arbeitslosenproblem, daß von Zeit zu 
Zeit mit erschreckender Deutlichkeit zu Lage trete, müßte sich 
die neue Kommission beschäftigen. 
a) Sie hätte zunächst die Statistik, die ihr von seiten des sta 
tistischen Amts zu liefern wäre. zu bearbeiten und nutzbar 
zu machen: dann wären die Erfolge der Versuche einer 
b) Versicherung gegen Arbeitslosigkeit zu prüfen, die man iu 
verschiedenen Gemeinden in der Schweiz, England und 
Belgien gemacht hätte und endlich wäre 
c) die Frage der Beschaffung von Arbeit ini Winter und von 
Notstandsarbeilen zu erwägen. 
III. Ein weiteres großes Gebier sei die Säuglingsfürsorge und in 
Verbindung hiermit die Schwangeren- und Wöchnerinnenfürsorge, 
die Kinderhorte, die Krippen und die Kindergärten. 
Dann würde eine Aufgabe des sozialpolitischen Ausschusses 
die Begutachtung und Anregung bezüglich der Unterstützung von 
Vereinen durch die Stadt sein. Alljährig werden durch die Stadl 
eine ganze Reihe von Vereinen unterstützt, alljährlich treten immer 
neue Gesuche in dieser Beziehung an die Stadt heran und es 
wäre daher sehr zweckmäßig, wenn ein Ausschuß von sachverständigen 
Männern da wäre, der dieses Gebiet beherrscht und zweckmäßige 
Vorschläge machen könnte. Als letzter Punkt endlich käme noch 
die Einrichtung von Rechtsauskunftsstellen in Frage. Mit dieser Ein 
richtung würde sehr weiten Kreisen unserer Bevölkerung, namentlich 
der bedürftigen, eine Wohltat erwiesen werden. Man hätte zwar 
verschiedene derartige Rechtsauskunftsstellen hier in Berlin, bei 
spielsweise in dem Arbeitersekretariat, das von den Berliner Ge 
werkschaften eingerichtet ist, aber immerhin wäre eine städtische 
Rechtsauskunftsstelle neben solchen Institutionen von großer 
Bedeutung. 
Aus der Auszählung der obigen Fragen müffe sich aber ergeben, 
auf welch umfangreichem Arbeitsfeld dieser neue Ausschuß zu wirken 
hätte, und wie außerordentlich notwendig die Einsetzung eines solchen 
wäre. 
Diesen Ausführungen wurde von seilen eines Ausschußmitgliedes 
entgegen gehalten, daß die Einsetzung einer besonderen sozialpolitischen 
Deputation unvereinbar mit § 59 der Städteordnung wäre, wonach 
zur dauernden Verwaltung oder Beaufsichtigung einzelner Geschäfts 
zweige, sowie zur Erledigung vorübergehender Aufträge besondere 
Deputationen gewählt werden können. Immer müßte es sich also 
um konkrete Anträge bei solchen Deputationen handeln. Im vorliegenden 
Falle lägen aber solche nicht vor. Die Städte, in denen solche sozial 
politischen Deputationen beständen, hätten etwa mit Ausnahme von 
Frankfurt a. M., nicht unsere Städteordnung zur Grundlage. 
Demgegenüber wurde von einem Ausschußmitgliede ausgeführt, daß 
juristisch eigentlich keine Bedenken der neuen Einrichtung entgegenständen, 
denn es handle sich ja im vorliegenden Falle nicht um eine gemischte De 
putation nach § 59 der Städleordnung, sondern um einen ständigen Aus- 
schuß, wie man bereits 5 Ausschüsse dieser Art in der hiesigen Verwaltung 
eingerichtet hätte, z. B. den Ausschuß für Petitionen, für Rechnungs- 
tachen usw. Materiell dagegen läge die Einsetzung dieses ständigen 
Ausschuffes durchaus nicht im Sinne der Städteordnung. Denn 
durch Verwirklichung der Einsetzung eines solchen Ausschuffes würde 
der Magistrat vollständig ausgeschaltet. Es würde eben nur eine 
Kommission eingesetzt werden, die die Verwaisung der Stadt ungefähr 
so führen würde, wie es irgend ein sogenannter Wohlfahrtsausschuß 
seinerzeit in der Geschichte getan hat. Das Schwergewicht der Ent 
scheidung würde einfach an ihm hängen und alle anderen Verwaltungs 
zweige würden so ziemlich außer Tätigkeit gesetzt. Man könnte sich 
übrigens in dieser Beziehung leicht dadurch helfen, daß für alle an 
die Versammlung gelangenden Vorlagen und Anträge, die geeignet 
wären, vom sozialpolitischen Gesichtspunkte aus erwogen zu werden, 
jedesmal zur Vorberatung ein besonderer Ausschuß gewählt wird. 
Hierdurch würde schon vermieden werden, daß, — wie dies bei einem 
ständigen Ausschuß für soziale Angelegenheiten der Fall wäre, sich 
immer dieselben Mitglieder mit den gleichen oder ähnlichen Fragen 
zu befassen hätten. 
Was nun das Sammeln und Sichten von Material in dieser 
Beziehung anbeträfe, so könnte dies ja bei den einzelnen Verwaltungs 
deputationen geschehen. Wäre man aber dann der Meinung, daß 
irgend eine dieser Deputationen weniger sorgfältig zu Werke ginge, 
so könnte man ja immer noch eine Kommission einsetzen ähnlich „der 
gemischten Deputation zur Auffindung von Mitteln und Wegen zur 
planmäßigen und rechtzeitigen Beschaffung von Schulgrundstücken und 
Schulbauten". Im übrigen wäre hierbei gleichzeitig festzustellen, daß 
alles, was in sozialpolitischer Beziehung bereits geschehen ist, nicht 
einseitig, sondern von allen Seiten der Versammlung, ja fast immer 
mil den größten Mehrheiten aller Teile der Versammlung ver 
wirklicht wurde. Ein ständiger Ausschuß für sozialpolitische Angelegen- 
heiten würde sich, da er garnicht berufen ist, Verwaltungsgeschäfte aus- 
zuführen, doch nur zu einer Sachverständigenkommission entwickeln, 
in der theoretische Erörterungen gepflegt werden. 
Von verschiedenen Seiten des Ausschusses wurde diesen Er 
örterungen zugestimmt und bemerkt, daß man sich überall, im Reiche, 
im Staate, in allen Gemeinden mit sozialpolitischen Fragen be 
schäftige und daß es daher durchaus keiner besonderen Kommission 
dafür bedürfe. Bei allen Angelegenheiten, über die die Stadt 
verordnetenversammlung zu beraren und zu beschließen hätte, kämen 
soziale Fragen zur Sprache, und wollle man dann alle jene Dachen 
losreißen und an den gewünschten Ausschuß zur näheren Erwägung 
überweisen, so würde man dem Streben nach Generalität entgegen- 
arbeiien und die Bearbeitung im Zusammenhang verhindern. Hier 
bei würde man auch Gefahr laufen, daß oft die nützlichsten Anregungen 
und Projekte dadurch, daß jener Ausschuß mit anderen Deputationen 
erst in Verhandlung treten müßte, unverhälmismäßig lange verzögert 
würden: auch der sozialdemokransche Schriftsteller Lindemann er- 
kenne an, daß die sozialen Kommissionen bisher wenig geleistet haben 
und auch nicht viel leisten können, weil ihnen ja ein Entscheidungs 
recht nicht zustehe. 
Auch einer der Herren Magistralsvertrerer sprach sich in einer 
kurzen Bemerkung gegen die Einsetzung eines solchen Ausschuffes aus, 
indem er ausführte, daß selbst Flesch. ein auf diesem Gebiete wohl 
bekannter Vorkämpfer, auf Grund seiner Erfahrungen in Frank- 
fürt a. M. nur wenig Günstiges auf einem Parteitag in Magdeburg 
über eine solche Kommission berichten konnte. Bei dem hiesigen Ma 
gistrate selbst wäre nie ein solcher ständiger Ausschuß eingesetzt ge 
wesen. Zum Zwecke der Beratung der Lohnerhöhung von Arbeitern 
und des Ruhegehaltsftatuts wäre allerdings mehrere Mal hinterein 
ander dieselbe Kommission tätig gewesen, aber immer nur hätte diese 
über jenes engbegrenzte Gebiet zu verhandeln gehabt. 
Nachdem noch darauf hingewiesen wurde, daß man doch immer- 
hin einen Versuch mit einem derartigen Ausschuß machen sollte, wurde 
bei der nunmehr erfolgten Abstimmung der Antrag mit 8 gegen 7 
Stimmen abgelehnt. 
Demgemäß schlägt der Ausschuß der Versammlung folgende Be 
schlußfassung vor: 
Die Versammlung lehnt den Anttag des Stadtverordneten 
Dr. Arons und Genoffen betreffend die Einsetzung eines ständigen 
Ausschuffes für soziale Angelegenheiten ab. 
Der Truck des Protokolls wurde beschlossen. Zum Berichterstatter 
der Stadtverordnete Sonnen seid gewählt. 
G. w. o. 
Cassel. Sonnenfeld. 
lOA. Antrag. 
Die Versammlung beschließt, den Magistrat zu ersuchen, ob ihm 
bekannt ist, daß seit längerer Zeit in den verschiedenen Stadtteilen 
die Gaszuführung eine unzureichende ist und welche Maßnahmen 
er zu ergreifen gedenkt, um diesem Uebelstande unverzüglich abzu- 
helfen. 
Berlin, den 29. Januar 1908. 
Barth. 
Haberland, Cassel, Alt, ■ Berger. Bitterhof, Brunzlow,
	        

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