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Neuestes Gemälde von Berlin (Public Domain)

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Full text: Neuestes Gemälde von Berlin (Public Domain)

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Monograph

Title:
Statut / Jüdische Lesehalle und Bibliothek
Publisher:
Jüdische Lesehalle und Bibliothek (Berlin)
Publication:
Berlin: Jüdische Lesehalle und Bibliothek, 11. April 1904
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
7 Seiten
Keywords:
Berlin ; Satzung
Berlin:
B 589 Erziehung. Bildung: Bibliotheken, Artotheken, Graphotheken
DDC Group:
020 Bibliotheks- und Informationswissenschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15471434
Collection:
Education,School,Science,Research
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 589 BJG 1
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
§ 1-19

Contents

Table of contents

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe XLIII.1893 (Public Domain)
  • Title page
  • Contents
  • H. I-III
  • H. IV-VI
  • H. VII-IX
  • H. X-XII

Full text

423 
Der Bau der Wannseebahn und die Umgestaltung des Potsdamer Bahnhofes io Berlin. 
424 
nahezu verdoppelt. Erwägt man, dafs für diesen Zuwachs von 
800000 Menschen Unterkunft geschaffen werden mufste, so kann 
es nicht auffallend erscheinen, dafs da, wo vor kurzer Zeit 
noch Gärten, Wiesen oder Wald zu sehen waren, jetzt umfang 
reiche Stadtviertel sich auagebreitet haben, und dafs die Ent 
fernung der Wohnstätten von dem Mittelpunkt der Stadt immer 
gröfser wurde, je stärker das Bediirfnifs hervortrat, nach mühe 
voller, nervenabspanneuder Arbeit den Rest des Tages in 
gröfserer Zurückgezogenheit, mehr losgelöst vom Getriebe der 
Grofsstadt zubringen zu können. Zunächst entschlossen sich nur 
wenige Berliner Familien, in den Vororten ihr Heim aufzu 
schlagen. In kurzer Zeit entfalteten sich aber diese kleinen 
dorfartigen Niederlassungen zu stattlichen Wohnorten mit theils 
villenartigem, theils städtischem Gepräge. Dieser mächtigen 
Entwicklung entsprechend xnufste sich auch der Verkehr in den 
letzten zwanzig Jahren in ganz ungewöhnlicher Weise beben. 
Im Westen von Berlin kamen besonders die an der Potsdamer 
Bahn liegenden Vororte in Aufnahme. Von dem Aufschwung 
derselben erhält man ein Bild, wenn man die Entwicklung der 
Potsdamer Bahn verfolgt. Auf den vorhandenen zwei Gleisen, 
der sog. Starambahn, liefsen sich die drei Verkehrsarten, der 
Fernverkehr, Güter- und Vorortverkehr, nicht mehr in voller 
Regelmäßigkeit bewältigen und es mufste zur gründlichen 
Abhiilfe der auftretenden Schwierigkeiten die Strecke Berlin- 
Potsdam viergleisig ausgebaut werden. Die dadurch entstandene 
neue Vorortbahn, welche am 1. October 1891 eröffnet wurde, 
hat zum Unterschiede von der alten Potsdamer Bahn die Be 
zeichnung „Wannseebahn“ erhalten. 
I. Entwicklung der Potsdamer Balm bis zum Bau der Wanu- 
seebahn. 
Als im Jahre 1838, am 22. September, die Strecke Zeh 
lendorf-Potsdam und am 29. October desselben Jahres die Strecke 
Berlin-Zehlendorf eröffnet wurde, fuhren zwischen Berlin und 
Potsdam in jeder Fahrtrichtung vier Züge mit rund 85 km 
Stundengeschwindigkeit. In Potsdam, dem Sitz der Diroctiou, 
gingen die Züge um 7 Uhr und 10 Uhr vormittags und um 
1 Uhr und 4 Uhr nachmittags ab. Die Gegenzüge verliefsen 
Berlin um 8 l / 2 Uhr und 11 y 2 Uhr vormittags und um 2y 2 Uhr 
und 5V 2 Uhr nachmittags. In Berlin mußten die Fahrkarten 
bereits am Tage vor der beabsichtigten Beise im Gropiusschen 
Laden in der Bauakademie gelöst werden und berechtigten nur 
für eine ganz bestimmte, auf dem Fahrschein zu vermerkende 
Fahrt. Die Züge wurden auf Anordnung des Ministeriums des 
Innern und der Polizei durch Polizeibeamte (Supernumerarien) 
zur Aufrechterhaltung der Ordnung begleitet. Bei der Betrieba- 
eröffnung waren drei Loeomotiven von jo 400 Ctr. Gewicht vor 
handen. Der Wagenpark war im Verhältnis zu dieser geringen 
Zahl von Loeomotiven grofs, da die Zöge regelmäfsig aus elf 
Wagen zusammengesetzt wurden. In jedem Zuge liefen: 
2 geschlossene Wagen I. Kl. 
zu 
18 Plätzen 
= 36 Plätzen, 
2 desgl. 
II. „ 
24 „ 
~ 48 „ 
2 offene 
* n. „ 
A 
29 „ 
- 58 „ 
2 geschlossene 
„ m „ 
n 
29 „ 
^58 „ 
3 offene 
» ni. „ 
fl 
30 „ 
“ 90 „ 
1X Wagen mit 
zusammen . 
290 Plätzen, 
Da die Bahn durch die acht Züge nur wenig in Anspruch 
genommen war, wurden versuchsweise in den nach damaliger 
Meinung „zum Transport mit Dampf nicht geeigneten Stunden, 
d. h. vornehmlich bei Dunkelheit“, die Personenwagen auf den 
Schienen mit Postpferden befördert. Die Fahrt mit dem Dampf 
wagen während der Dunkelheit hielt man für so gefährlich, dafs 
der in Berlin um 5 1 /, Uhr nachmittags abgehende Zug erst nach 
langen Verhandlungen in den Fahrplan aufgenommen werden 
durfte. 
Von den heute vorhandenen Vorortstationen war in den 
ersten Jahren nach der Betriebseröffnung auf der Strecke Ber 
lin-Potsdam nur Zehlendorf vorhanden. Die Station Steglitz 
hatte man nach dreijährigem Bestehen im Jahre 1846 wieder 
eingehen lassen, weil der damalige Verkehr zwischen Berlin 
und Steglitz zu schwach war. In den Jah 
ren 1843, 1844 und 1846 wurden hier 
nur bezw. 5379, 4709 und 2465 Per 
sonen befördert bei einer Geldeinnahme 
von 576 Thlr. 27 Sgr., 492 Thlr. 19 Sgr. 
und 253 Thlr. 5 Sgr. Die Wiedereröff 
nung der Station erfolgte am 1, Mai 1864. 
In welcher Weise dann aber die Ent 
wicklung des heute mächtig aufblühen- 
den Vorortes Steglitz stattgefunden, geht 
aus der Zusammenstellung seiner Ein 
wohnerzahlen hervor und ist hier- 
noben in Abb. 1 zeichnerisch zur An- 
Stoglitz hatte ira Jahre 1850 rd. 500 Einwohner, 
„ 1860 „ 800 
* 1870 „ 1800 
„ „ 1880 „ 6500 „ 
„ , 1890 „ 12 500 „ 
im Jahre 1892 „ 14 000 Einwohner. 
Auch die übrigen Vororte an der Potsdamer Bahn, von denen 
in Friedenau im Jahre 1875, in Liohterfolde 1872, in Schlachten 
see, Wannsee und Neubabelsberg im Jahre 1874 Bahnhöfe 
errichtet wurden, haben sich seitdem ähnlich wie Steglitz ganz 
bedeutend entwickelt Reichen doch z. B. die Häuser von Frie 
denau westwärts bereits bis an die Grenze von Steglitz und auf 
der Ostseite bis an Schöaeberg 4. h. Berlin heran. Berlin ist 
hierbei allerdings ein gutes Stück Weges entgegengekommen, 
denfi zur Zeit der Eröffnung der Potedamer Bahn bestand der 
heute dicht bebaute westliche Stadttheil Berlins vor dem Potsdamer 
Thore fast aussohliefslich aus Wiesen und Gärten. Eine Vor 
stellung davon, wie sich in dieser Gegend die Stadt ausgebreitet 
hat, bekommt man bei dem Vergleich der Qruudsfcückspreiae von 
ehedem und heute. Nicht allzu verwunderlich werden die nach 
stehend aufgeführten Zahlen erscheinen, wenn man berücksich 
tigt, dafs die Einwohnerzahl Berlins im Jahre 1838 wenig 
mehr als 300000 betrug, und dafs Schöneberg, welches damals 
nur aus einigen Bauergehöften bestand, heute eine mit Berlin 
unmittelbar zusammenhängende gröfsere Stadt bildet. 
Für die Herstellung der Berlin - Potsdamer Bahn hat 
innerhalb des städtischen Weichbildes von Berlin vornehm 
lich in drei Zeitabschnitten Grunderwerb stattgefundeu, wie 
in Abb. 2 dargesteilt ist Der Werth des Geländes, das bis 
zum Jahre 1873 für rund 4 Millionen Mark erworben wurde, 
beträgt, wenn man bei Bemessung desselben die Preisangaben 
der im Jahre 1890 herausgegebenen Müllerschen Grund- und 
Bodenwerth-Taxe benutzt, wonach la Gelände in der Gegend 
des Potsdamer Innenbahnhofes z. Z. etwa 27 700 und in der 
schauung gebracht.
	        

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