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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1904, XIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

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Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1904, XIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Harnack, Adolf von
Title:
Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin : Ausgabe in einem Bande / im Auftrage der Akademie bearbeitet von Adolf Harnack
Publisher:
Preußische Akademie der Wissenschaften
Publication:
Berlin: Verlag von Georg Stilke, 1901
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
VIII, 790 Seiten
Keywords:
Geschichte Anfänge-1900 ; Berlin
Berlin:
B 536 Wissenschaft. Forschung: Akademien
DDC Group:
370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15474742
Collection:
Education,School,Science,Research
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 536 AdW 3b
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Erstes Buch. Geschichte der Brandenburgischen (k. preußischen) Societät der Wissenschaften unter Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I. (1700-1740)

Chapter

Title:
Erstes Capitel. Die Gründung der Societät im Jahre 1700

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1904, XIII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 3. Januar 1904
  • Nr. 2, 10. Januar 1904
  • Nr. 3, 17. Januar 1904
  • Nr. 4, 24. Januar 1904
  • Nr. 5, 31. Januar 1904
  • Nr. 6, 7. Februar 1904
  • Nr. 7, 14. Februar 1904
  • Nr. 8, 21. Februar 1904
  • Nr. 9, 28. Februar 1904
  • Nr. 10, 6. März 1904
  • Nr. 11, 13. März 1904
  • Nr. 12, 20. März 1904
  • Nr. 13, 27. März 1904
  • Nr. 14, Erste April-Nummer 1904
  • Nr. 15, 10. April 1904
  • Nr. 16, 17. April 1904
  • Nr. 17, 24. April 1904
  • Nr. 18, 1. Mai 1904
  • Nr. 19, 8. Mai 1904
  • Nr. 20, 15. Mai 1904
  • Nr. 21, 22. Mai 1904
  • Nr. 22, 29. Mai 1904
  • Nr. 23, 5. Juni 1904
  • Nr. 24, 12. Juni 1904
  • Nr. 25, 19. Juni 1904
  • Nr. 26, 26. Juni 1904
  • Nr. 27, 3. Juli 1904
  • Nr. 28, 10. Juli 1904
  • Nr. 29, 17. Juli 1904
  • Nr. 30, 24. Juli 1904
  • Nr. 31, 31. Juli 1904
  • Nr. 32, 7. August 1904
  • Nr. 33, 14. August 1904
  • Nr. 34, 21. August 1904
  • Nr. 35, 28. August 1904
  • Nr. 36, 4. September 1904
  • Nr. 37, 11. September 1904
  • Nr. 38, 18. September 1904
  • Nr. 39, 25. September 1904
  • Nr. 40, 2. Oktober 1904
  • Nr. 41, 9. Oktober 1904
  • Nr. 42, 16. Oktober 1904
  • Nr. 43, 23. Oktober 1904
  • Nr. 44, 30. Oktober 1904
  • Nr. 45, 6. November 1904
  • Nr. 46, 13. November 1904
  • Nr. 47, 20. November 1904
  • Nr. 48, 27. November 1904
  • Nr. 49, 4. Dezember 1904
  • Nr. 50, 11. Dezember 1904
  • Nr. 51, 18. Dezember 1904
  • Nr. 52, 25. Dezember 1904
  • ColorChart

Full text

dr. 
Berliner Mustrirte Zeitung. 
—98* 
537 
3. Fortsetzung. — Nachdruck verboten. 7 7 
rrarueprunellin 
Roman von Fedor von Zobeltitz. 
intor Fürbringer hatte in die Diskussion 
über die in Aussicht stehende Verhei— 
ratung des Fürsten Bolko nicht ein— 
gegriffen. Jetzt nickte er wohlgefällig, 
nahm eine Pfeife und sagte: „Es gefällt 
nir. Es ist hübsch, wenn sich die männliche Jugend 
m fraulicher Schönheit zu begeistern vermag. Ich 
sabe auch selber einmal versucht, meinen Göhren in 
er Erziehung zur Schönheit den Blick zu weiten. 
da bin ich freilich hineingefallen. Es war in meiner 
rsten Stelle, oben in Ostpreußen. Da hatten wir 
in Schulzimmer mit vier kahlen Wänden; es sah 
her als wie ein Gefängnis aus. Und nun schnitt 
ch denn aus illustrierten Zeitschriften, Probeheften 
ind Prospekten/ die mir der Buchhändler schenkte, 
nassenhaft. Bilder heraus: meist von Statuen und 
ergleichen und es waren freilich auch Venusse dabei 
ind sterbende Fechter und griechische Tänzerinnen in 
hrer zeit- und landesüblichen Tracht; das alles klebte 
ch an die Wände der Schulstube und freute mich 
arüber, weil es hübsch aussah und heiter, und es 
rgötzte das Auge. Aber da kam eines Tages der 
SZchulrat und schlug die Hände über den Kopf zusam— 
nen, und ein paar Wochen später hatte ich einen 
sehörigen Wischer weg; die Schulstube wurde tape— 
ziiert und mit der Erziehung zur Schönheit war es 
zuf diese Weise nichts. Vielleicht hatte der Schulrat 
echt; vielleicht auch ich. Ich lasse die Frage offen ...“ 
Der Kantor trank seinen Krug aus und wiäichte 
ich den Mund mit dem großen roten 
taschentuch.“ Er hatte vieler solcher Ge— 
chichten auf Lager aus der Zeit, da er noch 
ben in Ostpreußen die Jugend gelehrt 
satte. Aber das Interesse wandte sich am 
— Ankunft des 
zürsten Bolko und seiner Verlobung zu, als 
»ergangenen Zeiten. Es war nur natür— 
ich. Mit diesem Fürstenhause war man auf 
das innigste verwachsen. Die Alten hatten 
ich gekannt, und die Jungen waren gemein— 
am groß geworden. Man schimpfte auf— 
inander und hatte sich dennoch gern. 
bauernhochmut und Adelsstolz platzten zu— 
veilen hart zusammen, und Armut und 
seichtum erwiesen sich Reverenzs. Es war 
in seltsames Nebeneinanderleben; Fürst 
ind Müller schauten von oben herab sich 
in, prozessierten auch wohl einmal eines 
grenzstreites wegen, schrieben sich Briefe, in denen es 
in injuriösen Wendungen nicht mangelte, und doch 
ieß keiner etwas auf den andern kommen. 
Da war der verstorbene Fürit gewesen, ein eige 
ier Herr; von dem erzählte der Burgmüller, indeß 
r die Pfeife nachstopfte und den Tabak mit dem 
lachen Daumen festdrückte. 
„Ja“, sagte er, „er hatte seine Mucken. Aber er 
dar doch ein großer Herr und wußte zu leben. Da 
st denn auch nichts übrig geblieben; es ging unter 
hm schon auf die Neige, und er starb sozusagen zur 
echten Zeit. Er starb vor seinem Geburtstage: als 
r sechzig wurde. Sein Kammerdiener fand ihn am 
NRorgen tot im Bette; und an diesem Tage hatte er 
inen Wechsel über rund hunderttausend Mark zu be— 
ahlen. Das weiß ich von. dem kleinen Isaaksohn, 
er sozusagen zu seinen Agenten gehörte. Da hat 
nan denn allerlei gemunkelt von Gift und so etwas. 
ber es hat niemand beweisen können. Er lebte nicht 
üst; das kann man nicht sagen; ser lebte nicht in 
en Tag hinein. Aber er lebte vornehm —“. 
„Er lebte wie ein Grandseigneur, oder was die 
rranzosen so nennen“, fügte Fürbringer hinzu; „er 
atte immer eine offene Hand; er hat mir ein neues 
zchulhaus gebaut, er hat der Kirche die Glocken ge— 
chenkt, er war ein gütiger Herr“. 
„Ja, das war er“, bestätigte der Burgmüller. 
„Er hatte auch in seinem Wesen etwas Großes Doch 
der Untergrund hielt nicht. So etwas Großes muß 
Splitter. 
»Sei doch vernünftigl!« spricht man oft zu dir 
Und meint: »Sei doch ein bisschen dumm wie wir 
nder und Narren sprechen die Wahrheit, sagt man. 
Darum verbietet man ihnen auch so oft den Munc— 
9 55 
Wo lauter Blinde sich zusammensinden, 
Sei König, sagt man, wem nur ein Aug' fehlt 
Doch — würde er von ihnen auch gewählt? — 
Ich glaub', sie naähmen lieber einen Blinden 
ð 
Wer aus nichts Geld machen kann, 
macht sich meist nichts aus dem Gelde. 
153 
8 
Zeichnung von Franz Christophe, Berlin. 
este Fundamente haben. Die waren nicht da. Aber 
Bolko wird neue schaffen.“ 
Nun nahm Otto das Wort. „Das ist es eben“. 
agte er; „er wird es nicht können“. 
„Warum nicht, Junge? bei den Millionen der 
Braut?“ 
„Er wird es nicht können. Ich weiß, wie die 
Lerhältnisse liegen. Er kann nach dem Familienrecht 
richt Fürst bleiben und nicht Senior des Geschlechts. 
Ind darum geht jetzt der Streit. Sollen die neuen 
Nillionen den Gotterneggs den alten Glanz wie der⸗ 
zeken, so müßte Bolko auch Titel und Stellung be— 
halten dürfen. Das möchte er — und auch seine 
Braut — natürlich.“ 
„Natürlich“, wiederholte Frau Tilde. Sie strickte 
inen Strumpf an und zählte halblaut die Maschen 
ind sah sehr ernsthaft aus, mit einer Hornbrille 
ruf der Nase und gerunzelter Stirn. ———— 
„Und du meinst“, fragte der Burgmüller, „wenn 
ex nun wirklich den Fürstentitel ablegen müßte, da 
vürde von den Millionen für die anderen, für Jost 
uind die Annemarie, da würde nichts übrig bleiben?“ 
„Wie schade!“ warf Grete bekümmert ein, und 
Otto sagte: „Nein, Vater, nichts. Das ist doch ver— 
stäudlich. Ich weiß ja nicht, welchen Namen Bolko 
annehmen wird. Aber seis der oder der: mit diesem 
Augenblick hört für ihn, wenn auch nicht die Ver— 
wandtschaft, so doch die Zugebörigkeit zu dem Fürsten— 
hause auf.“ . 
*Es ist närrisch“, meinte Reschke und 
schüttelte den Kopf. „Es ist sehr närrisch.“ 
„Und dennoch“, setzte Fürbringer hinzu, 
„man mag sagen, was man will: es liegt 
etwas Feines darin und Apartes. Es ist 
nicht wie überall. In der heutigen Mode 
verlacht man die Tradition. Aber auch das 
Ehrwürdige hat seinen Zauber. Ich habe 
ein altes Turnierbuch, darin lese ich oft. 
Das Alte dünkt mich zuweilen frischer als 
das Neue. Es hat vielfach noch seine Farbe 
behalten; und in der Gegenwart tuscht man 
nur noch mit grau“ * 
„Reaktionär!“ schimpfte der Burg— 
müller und lachte. 
„Ja“, sagte der Kantor, „so nennen 
mich auch die Kollegen, die mehr für den 
sobenannten Freisinn sind, und werfen mich 
zu den Junkern und Pfaffen. Und ge— 
rade, die so sprechen, kennen weder Junker noch 
Pfaffen oder doch nur die Karitatur von beiden. 
Aber es ist mir schon agaleich: ich bin wie ich 
bin
	        

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