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In the Shadow of War and Empire / Akgöz, Görkem (Rights reserved)

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Monograph

Creator:
Carl Stangen's Reise-Bureau
Title:
Entstehung und Entwickelung von Carl Stangen's Reise Bureau : mit kurzer Erwähnung der gleichartigen Reise-Unternehmungen / herausgegeben von Carl Stangen's Reise Bureau
Publication:
Berlin: Otto v. Holten (Berlin), [ca. 1900]
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
72 Seiten
Keywords:
Geschichte 1868-1899 ; Carl Stangen's Reise-Bureau
Berlin:
B 861 Wirtschaft. Finanzen: Dienstleistungsunternehmen
DDC Group:
380 Handel, Kommunikation, Verkehr
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15475051
Collection:
Economy,Transport,Infrastructure
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 861 Stang 1
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
VII. Die Erfolge in den letzten Jahren

Contents

Table of contents

  • Briefwechsel / Schiller, Friedrich (Public Domain)
  • Illustration: Wilhelm von Humboldt
  • Title page
  • Dedication
  • Preface
  • Contents
  • Vorerinnerung. Ueber Schiller und den Gang seiner Geistesentwicklung
  • Briefwechsel zwischen Schiller und Wilhelm von Humboldt
  • Anhang. Brief Humboldts an Körner vom 8. Juni 1805 ; [...] im Februar bis Mai 1830
  • Anmerkungen
  • Übersichtstafel über die gesamte Korrespondenz zwischen Schiller und Humboldt
  • Index
  • ColorChart

Full text

326 
8. Juni 1805. 
Haben Sie aber nicht auch bei diesem Tode, mein theurer Freund, 
das Gefühl gehabt, daß die bessere Welt vor uns hingeht, und wir 
der minder guten Preis gegeben bleiben. Mir hat dieser Verlust 
eines der stärksten Bande gelöst, die mich an Deutschland knüpften. 
Es ist, als bannte mich das Schicksal immer fester in dies Land, das 
nur Schatten beleben, und in dem alles Lebendige nur wie durch 
Zufall in eine Einöde gebannt scheint. Möchten Sie nur einmal 
diese trummerbedeckten Hügel, diese wüsten Fluren, und diese lang⸗ 
samen gelben Tiberwogen gesehn haben! um ein anschauliches Bild 
davon zu haben. Wenn Sie recht lebhaft zu fühlen vermögen, wie 10 
es in der Seele wird, wenn sie sich durch und durch in Vergänglich— 
keit und Trümmer versenkt, aber die Trümmer die Trümmer einer 
Welt sind, so haben Sie den Eindruck den Rom auf mich macht. 
Das erste Gefühl ist Wehmuth, aber die Unermeßlichkeit des Dahin⸗ 
geschwundenen giebt der Wehmuth eine Größe, die wieder heiter wird, 
und wieder in lichtem Aether über der Erde schwebt. Alles was 
einen großen Eindruck macht, oder alles was in rechter Stimmung 
empfunden wird, wirkt, dünkt mich, symbolisch. Das Unbekannte und 
Nie zu Erkennende strebt in einem sichtbaren Zeichen aus. Sich selbst 
so zu einem Symbole des Weltalls umzuschaffen, wäre die höchste 20 
Aufgabe der Menschheit. Gehen Sie von dieser Idee aus, die, wie 
ich gern gestehe, jetzt und seit längerer Zeit meine Lieblingsidee ist, 
und für mich den Schlüssel alles Daseyns, wie es ist und seyn soll, 
enthält, so ist Rom das Symbol zugleich der Vergänglichkeit und des 
Weltzusammenhangs wie er intellektuell und ästetisch für uns existirt. 
Hier gewann Griechische Kultur Festigkeit und von hier zerstreüte sie 
sich und gieng aus in die Ferne und in die Irre. Hier nahm das 
Thristenthum und mit ihm aller sentimental religiöse Mysticismus 
denselben Gang. Um daher durch die Phantasie in diesen Mittel— 
punkt der Wellansicht gestellt zu werden, muß man hierher gehen, 
und hier lang bleiben. In fruchtbarer Einsamkeit legen sich erst 
hier die Weltgestalten deutlich und ruhig aus einander, Gedanke und 
Empfindung schmilzt klar, Wehmuth und Frohsinn heiter in einander 
über, und auf der Gränze zwischen Leben und Tod, tritt man leichter 
in jenem auf und neigt sich sanfter zu diesem hinüber. 
Hier haben Sie, Lieber, mit wenig Worten, meine Ansicht meines 
Aufenthalts hier und den Schlüssel meiner Existenz. Ich fuüͤhle mich 
sehr glücklich, ich bin nie heitrer in einer doch sehr verwickelten Ge— 
schäftsthätigkeit, nie fruchtbarer in Ideen, nie poetischer gestimmt, nie 
zufriedner mit meiner häuslichen Lage, nie ungetheilter dem Andenken 
derer die ich verloren habe, gewidmet gewesen als hier. Es fehlt 
mir bloß Eins, nach dem ringe ich, aber ich weiß nicht, ob ich es je 
erreichen werde. Es ist mir oft, als hätte mir die Natur nur Auge 
das Hohe zu sehen, und Sinn das Tiefe zu fühlen gegeben, aber 
Flügel und Sprache versagt. Ich möchte etwas gemacht haben, in 
dem ich mich selbst eigentlich achten könnte, eine Reihe von Ideen 
entwickelt haben, durch welche die innere Ansicht der Menschheit 
weiterrückte. 
30
	        

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