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Dr. Heinrich von Stephan / Stephan, Heinrich von (Public Domain)

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Monograph

Author:
Duncker, Dora
Title:
Gross-Berlin : neue Novellen / von Dora Duncker
Publication:
Berlin: Rich. Eckstein Nachf., [1902]
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
96 Seiten
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
DDC Group:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15465946
Collection:
Berlin Dialect,Literature,Literary Life
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 328 Dun 5
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Wenn's nur nicht Frühling wär!

Contents

Table of contents

  • Dr. Heinrich von Stephan / Stephan, Heinrich von (Public Domain)
  • Illustration: Letztes Jagdbild Sr. Excellenz des Staatssekretärs Dr. H. v. Stephan aus dem Jahre 1896
  • Title page
  • Stempel: Bibliothek des Reichs-Postamts
  • Preface
  • Text
  • Illustration: Generalpostmeister Dr. von Stephan
  • Haarwild
  • Federwild
  • Illustration: Eine Wanddekoration aus dem von Stephan'schen Speisesaale
  • Stephan als Jagddichter
  • Stephan auf und nach der Jagd
  • Schlußwort
  • Imprint
  • ColorChart

Full text

mittleren, leichten Sorten, bei denen man ohne Beschwerden vergnügt kneipen kann. Zur Ver 
breitung des Verbrauchs an Moselwein im Osten und Norden unseres Vaterlandes hat er 
wesentlich beigetragen, da er bei seinen häufigen Reisen nach dieser Weinsorte immer Nachfrage 
hielt und die Wirte infolgedessen Auschaffungen vornahmen, die dann allgemein Anklang fanden 
Nach der Jagd bei Tisch war er ein ausgezeichneter Gesellschafter, der in die Versammlung 
Stimmung hineinzubringen wußte, vor allen Dingen durch seine stets mit jnbelndem Beifall 
aufgenommenen Tischreden. Er hatte wie selten einer die Gabe, die kleinen Episoden der Jagd 
in scherzhafter Beleuchtung zu erzählen, und verstand es dabei auch, wohlgemeinte Mahnungen 
an etwaige Sünder zu erteilen. Auf allen Gesichtern der Tischgäste war stets eine frohe Er— 
wartung zu lesen, wenn er ausstand und das Wort ergriff. Bei einem solchen Jagdmahl ereignete 
es sich, daß der Jagdherr ihn als Jagdkönig protlamierte, dabei aber vergaß, wie üblich 
unter besonderer Begründung die Gesellschaft zu einem Hoch auf den Jagdkönig aufzufordern. 
Sogleich erhob sich Herr von Stephan und dankte dem Jagdherrn für die beredten Worte, 
mit denen das Wohl des Jagdkönigs ausgebracht sei, und meinte, er fühle sich durch den 
Vorgang besonders geschmeichelt, denn wie die wahre Liebe, so sei wohl auch die wahre Be— 
wunderung stumm. Nach der Tafel liebte Herr von Stephan einen fröhlichen Gesang. Er selbst 
war ein feiner Musikkenner. Seine Lieblingskomponisten waren Mozart, Weber, Kreutzer, 
deren Opern er fast vollständig auswendig kannte, sowohl Metodie wie Text. Mit der Zu 
kunftsmusik konute er sich nicht befreunden, und von ihm rühr 
wohl auch das Scherzwort, das Hauptverdienst dieser neuen 
Richtung bestehe darin, daß sie die Musik auch den Schwerhörigen 
zugänglich gemacht habe. Bei sehr fröhlicher Stimmung setzte sich 
Herr von Stephan selbst an das Klavier und begleitete sofort in 
jeder beliebigen Tonart zu gemein— schaftlichem Gesauge, oder er trug 
selbst seine Lieblingslieder: „Jäger aus Kurpfalz“, „Frisch auf zum 
fröhlichen Jagen“ u. s. w. vor. Dann war er der Fröhlichste unter 
den Fröhlichen, und wer ihn in solchen Augenblicken zu' sehen das 
Glück gehabt hat, wird gewiß einen unvergeßlichen Eindruck 
seiner hinreißenden Versönlichkeit behalten haben.
	        

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