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Bürgermeister Bernhard Ryke von Berlin / Schwebel, Oskar (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Bürgermeister Bernhard Ryke von Berlin / Schwebel, Oskar (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Schwebel, Oskar
Titel:
Bürgermeister Bernhard Ryke von Berlin : historische Novelle / von Oskar Schwebel
Erschienen:
Berlin: Verlag der Buchhandlung der Deutschen Lehrer-Zeitung, 1889
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Umfang:
217 Seiten
Berlin:
B 328 Literatur: Romane, Erzählungen über Berlin
Dewey-Dezimalklassifikation:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15418059
Sammlung:
Berliner Dialekt, Literatur, Literarisches Leben
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 328 Schweb 2
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
XVIII.

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  • Bürgermeister Bernhard Ryke von Berlin / Schwebel, Oskar (Public Domain)
  • Einband
  • Titelblatt
  • Abbildung: Wappenschild
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.
  • VI.
  • VII.
  • VIII.
  • IX.
  • X.
  • XI.
  • XII.
  • XIII.
  • XIV.
  • XIV.
  • XV.
  • Abbildung: Mittelpfeiler aus dem oberen Stockwerke der Gerichslaube zu Berlin mit dem Rykeschen Wappen
  • XVI.
  • XVII.
  • XVIII.
  • XIX.
  • Abbildung: Totenschild der Ryke in St. Nikolai zu Berlin
  • Impressum
  • Rückdeckel

Volltext

n 2 ) <= 
lande gilt! Den Frieden bring' ich; =- also sagt ich Euch! J< 
troße nicht mehr auf das starre Recht; ich ward ein andrer, =- 
darin hast Du Recht, George Bartenwerffer, =- in diesen letzten 
Tagen! Laßt uns fest zu einander stehen, =- Fürst und Volk; = 
laßt uns dem Cisenzahn vertrauen, so wird noch alles gut. Treu, 
friedlich, fest und fromm sei fortan unser Sinn; = dann wird's 
an Glück nicht mangeln in Berlin und Kölln! =- Doch nun 
laßt mich nach meinem Hause gehen; = Jhr wißt, = ich habe 
eine heil'ge Pflicht no< zu erfüllen. =- „Gut Brandenburg 
hie alleweg“ und jezt vor allem, in der Stunde der Gefahr!“ 
Der ECindru> seiner Worte war ein mächtiger. „Ja, 
schaffe uns Frieden!“ rief jezt selbst der Knochenhauer Betke 
Blo>. „Weiß Gott, = die Zünfte und Gewerke brauchen 
Friedenszeit!“ 
„I< reite nach dem Sachsenlande und ziehe froh und wohl- 
gemut dem Feind entgegen, um ihn von unserm Vaterlande 
fernzuhalten! Bittet den Gott des Friedens und der Stärke für 
mich, daß er mit seinem Segen sich zu meinem Thun bekenne!“ 
Da jauchzten sie ihm wieder zu, wie einst in den alten 
Tagen; =- nie hat ja der Berliner einer reinen Persönlichkeit und 
hoheitsvollem Sinne gegenüber der Huldigung sich entzogen! Man 
führte ihm sein Roß nach; man geleitete ihn ehrerbietig wie ehe- 
dem zu dem Hause seiner Ahnen. Und jeßt hellten seine Züge 
sich auf: dort vor der kleinen, mit frommer Kunst geschmückten 
Pforte standen sie alle, die ihm durch des Blutes Bande ver- 
bunden waren, -- sein Weib, seine Schwester und seine blühenden 
Kinder! Es war ihnen also doch gelungen, die beschwerliche 
Fahrt von Wittenberg aus in der kurzen Zeit zurückzulegen! =- 
Ein Empfang unter Thränen! Der Geist der Wehmut ließ 
sich aus dem Hause freilich nicht verbannen. Frau Katharina war 
tieftraurig; allein das Bild ihres ehrenfesten Vaters, des allgemein 
geehrten Alt-Bürgermeisters, war doch ein allzu lichtes und klares, 
als daß sie laut zu klagen gehabt hätte. 
„Er ist zu seinem Frieden eingegangen!“ sprach sie gefaßt. 
„Wohl uns, daß wir versöhnt von ihm geschieden sind! Wir 
haben alle viel an ihm verloren; allein, wenn Gott Dein friedlich 
Thun jeßt segnet, Bernd, liegt unsere Zukunft hell und klar vor 
9
	            		
uns, und die von uns Gegangenen sind unserm Herzen ja nicht fern! Behüte Dich nur Gott, =- mein heißgeliebter Mann! J< sah Dich oft in meinen Träumen bleich und blutig vor mir liegen; -- 9, meistre doch Dein Blut; wandle die Pfade nur des Friedens! Schuldlos warst Du, als wir von hinnen gingen; =- seitdem Du, wie man mir zu meinem Schrecke sagte, den Balzer binden ließest und den Hake fast zu Tode trafest, bebe ich für Dein Leben; denn dieser Stolz und dieser Zorn, =- sie waren Sünde!“ Ryke zog die Gattin an seine Brust. „Klar,“ sprach er dann, „erkenne auch ich meine Schuld und freudig bin ich bereit, für sie zu büßen. Wenn mir nur ein Werk noch gelingt, =- Frieden mit Sachsen zu schließen! =- J< weiß, daß ich von Gefahren umringt bin; =- der Haß eines Boytin pflegt unversöhnlich zu sein, und die Nachstellungen der beiden, aus unseren Mauern gewichenen Mewes Schaum werden tückisch genug sein. Mein teures, teures Weib; -- es war mir gestern im Kloster Chorin, als hörte ich eine Stimme, die mir zurief: „Bald ist dein Lauf vollendet!“ Wenn es so sein sollte: sei und verbleibe auch dann mutig, fest und stark! Du weißt, wo jede Kraft sich finden läßt! Auch Kurfürst Friedrich wird Dir ein Schüßer sein; =- er ist viel güt'ger, als ich dachte! Doc<h nun laß' mich ein wenig mit Johanna reden !“ = „Hans Hake kehrt zu Dir zurück!“ sprach der Patrizier, als seine Schwester vor ihm stand. „J< selbst spreche für ihn, Johanna, und thue das mit ungeteiltem Herzen. Er hatte zwischen Amt und Neigung zu entscheiden; =- verzeih' es ihm, wenn der Befehl des Fürsten, =- wenn Glanz und Aussichten auf Glück und Ehre ihn einst von Dir geschieden haben. Er sendet Dir Deinen Ning zurück; =- er bittet um Verzeihung.“ Johanna Ryke war sehr bleich geworden. „Du selbst, mein Bruder, bist sein Anwalt?“ sprach sie endlich mit zitternder Stimme. „Du sprichst für einen Mann, dem Glück und Glanz einst alles und die Pflicht nichts galt? =- Nein,“ fügte sie zurück tretend hinzu, =- „ich vermag jenen Ring nicht mehr anzunehmen; =- und doch, =- gieb ihn mir: der erste Arme, der an unsere Thür pocht, soll ihn erhalten.“ 197

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