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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 26.1899 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Riemann, Otto
Title:
Erinnerungsblätter und -bilder aus dem Leben der Luisengemeinde in Charlottenburg : eine Auswahl von Predigten und Reden / von D. Dr. Riemann, Oberpfarrer
Publication:
Berlin: Schriftenvertriebsanstalt, 1916
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
119 Seiten
Berlin:
B 642 Kirche. Religion: Einzelne evangelische Gemeinden
DDC Group:
200 Religion, Religionsphilosophie
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15461534
Collection:
Religion
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Oe 351:SEBI
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
12. Rede, gehalten bei der Grundsteinlegung zur neuen Lützower Kirche am 25. Mai 1910

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 26.1899 (Public Domain)
  • Title page
  • Alphabetisches Inhalts-Verzeichniß
  • No. 1, 5. Januar 1899
  • No. 2, 12. Januar 1899
  • No. 3, 19. Januar 1899
  • No. 4, 26. Januar 1899
  • No. 5, 9. Februar 1899
  • No. 6, 16. Februar 1899
  • No. 7, 23. Februar 1899
  • No. 8, 2. März 1899
  • No. 9, 9. März 1899
  • No. 10, 16. März 1899
  • No. 11, 23. März 1899
  • No. 12, 6. April 1899
  • No. 13, 20. April 1899
  • No. 14, 27. April 1899
  • No. 15, 4. Mai 1899
  • No. 16, 10. Mai 1899
  • No. 17, 18. Mai 1899
  • No. 18, 1. Juni 1899
  • No. 19, 8. Juni 1899
  • No. 20, 15. Juni 1899
  • No. 21, 22. Juni 1899
  • No. 22, 29. Juni 1899
  • No. 23, 10. August 1899
  • No. 24, 7. September 1899
  • No. 25, 14. September 1899
  • No. 26, 21. September 1899
  • No. 27, 28. September 1899
  • No. 28, 5. Oktober 1899
  • No. 29, 12. Oktober 1899
  • No. 30, 19. Oktober 1899
  • No. 31 [unvollständig, Datum unbekannt]
  • No. 32, 9. November 1899
  • No. 33, 16. November 1899
  • No. 34, 23. November 1899
  • No. 35, 30. November 1899
  • No. 36, 7. Dezember 1899
  • No. 37, 14. Dezember 1899
  • No. 38, 21. Dezember 1899
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung für das Jahr 1899

Full text

auszuüben hat, so ist geradezu für ihn die Unabhängigkeit nothwendig. 
Also der Grund, daß ein Konnex zwischen dem Magistrat und diesen 
Herren bestehen soll, scheint mir absolut nicht zutreffend; im Gegen 
theil, es ist eine Selbstständigmachung und Loslösung dieser beiden 
Herren vom Magistrat erforderlich. 
Ich bitte Sie deshalb, die von uns gestellten Anträge anzunehmen. 
Bürgermeister Kirschner: Meine Herren, zunächst die Anträge 
des Herrn Kollegen Sachs. Was den ersten Antrag anbetrifft, daß 
die letzte Stufe des Gehalts wiederum hinzugefügt wird der Skala 
der Magistratsassesforen, so kann ich dem Antrage nicht nur nicht 
widersprechen, sondern muß Ihnen denselben empfehlen. Es ist ja der 
Antrag des Magistrats. Was den zweiten Antrag anbetrifft, die Ver 
leihung des Titels „Magistratsrath", so muß ich Ihnen ehrlich ge 
stehen, daß ich dafür sehr wenig Empfindung habe. Mir geht der 
Sinn für Titel — das mag ein Defekt sein — in hohem Maße ab. 
(Heiterkeit.) 
Ich glaube, wenn Sie dem Antrage zustimmen — ich kenne ja 
noch nicht die Intentionen des Magistrats —, so wird dieser Punkt 
nicht zu einem Konflikt zwischen dem Magistrat und der Stadt 
verordnetenversammlung führen. 
(Heiterkeit.) 
Anders ist die Stellung, die ich einnehmen muß gegenüber den 
Anträgen des Herrn Kollegen Dr. Friedemann. Meine Herren, ich 
habe gegen die beiden in Frage kommenden Herren nicht das Geringste 
einzuwenden. Ich freue mich, daß sie überall und bei allen Parteien 
die vollste Anerkennung für ihre Thätigkeit finden, und ich kann 
meinerseits — und ich glaube, das ist die übereinstimmende Meinung 
des Magistrats — nur bestätigen, daß der Magistrat diesem günstigen 
Urtheil über die beiden Herren zustimmt. Ich kann auch vielen Aus 
führungen, die Herr Kollege Dr. Friedemann gemacht hat, an und 
für sich zustimmen. Ich halte es aber prinzipiell nicht für richtig, 
daß die Gelegenheit einer Gehaltsaufbesserung benutzt wird, um solche 
Organisatiousfragen zu lösen. Meine Herren, wir haben, als die 
Alters- und Jnvaliditätsversicherungsanftalt ins Leben getreten war, 
1893, eingehend die Stellung des Vorstandes erörtert. Es ist eine 
Vorlage des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung gelangt; 
die Stadtverordnetenversammlung hat sich mit dieser Vorlage beschäftigt; 
sie hat bestimmte Grundsätze festgelegt, und nach diesen Grundsätzen 
ist im Wesentlichen unter Aufbesserung der Gehaltsbezüge der Herren 
bisher verfahren worden. Sie haben damals eine Organisation für 
den Vorstand der Alters und Jnvaliditätsversicherungsgesellschaft gut 
geheißen, wonach die Gesellschaft nicht, ivie es jetzt den Anschein hat, 
auch nach den Ausführungen des Herrn Kollegen Dr. Friedemann, 
von einem Direktor, sondern von zwei Vorstandsbeamten geleitet wird, 
(sehr richtig!) 
die nach den damaligen Beschlüssen nicht nur in ihren Gehaltsbezügen, 
sondern auch in ihrer rechtlichen Stellung vollständig koordinirt waren. 
Meine Herren, der eine von den Vorstandsbeamten mußte, weil das 
Statut einen Vorsitzenden vorsieht, zum Vorsitzenden bestellt werden, 
und das ist der ältere von den beiden Herren gewesen. Der nächst 
ältere war der Stellvertreter. Jetzt soll diese Organisation iit einer 
vollständig anderen Weise gestaltet werden. Unsere Befugniß, die wir 
uns vorbehalten haben, Aenderungen eintreten zu lassen und die 
Herren zurückzurufen, soll bezüglich des einen der Herren geändert 
werden. Es soll das eine dauernde Stelle werden mit ganz bestimmt 
hervorgehobenen Funktionen und mit einer ganz besonderen Gehalts 
skala. Das soll geschehen in einem Augenblick, wo eine Novelle zum 
Jnvaliditäts- und Altersversicherungsgesetz vorliegt, bezüglich deren 
man nicht weiß, wie weit sie eine Umgestaltung dieses Institutes nach 
sich ziehen wird. 
(Sehr richtig!) 
Ich halte es nicht für richtig, daß in diesem Augenblick und so 
nebenbei in diesem wohlüberlegten Plan plötzlich eine Aenderung ein 
tritt, und ich muß bitten, wenn ich auch dem Gedanken an sich nicht 
abgeneigt bin und meinerseits sogar in Aussicht stellen kann, daß ich 
auf diesen Gedanken in einem späteren Stadium wieder zurückkommen 
werde, die Anträge, die in dieser Beziehung gestellt sind, abzulehnen. 
Aehnlich sieht es aus mit dem Gewerbegericht. Wir haben uns 
das auch seiner Zeit eingehend überlegt. Die Sache steht jetzt so, daß 
die Herren Magistratsassessoreu sind, daß einer von den Herren die 
Dienstaufsicht über die Büreaus erhalten hat, aber sonst nur den 
anderen koordinirt ist. Ich sehe keine Veranlassung, warum Sie in 
diesem Augenblick der Verwaltung die Hände binden wollen für alle 
Zukunft, daß der Herr, dem ich sonst volles Lob zu ertheilen in der 
Lage bin, plötzlich in eine andere, ganz anders organisirte Stellung 
berufen werde. Wenn Sie durch eine Funktionszulage ausdrücken, 
daß die Verdienste dieser Herren in der Verwaltung voll gewürdigt 
werden, so können die Herren vorläufig damit zufrieden sein und 
können abwarten, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Ich bitte Sie 
also, die beiden Anträge bezüglich dieser beiden Herren im gegen 
wärtigen Augenblick abzulehnen. 
Ich möchte mir dann noch gestatten, auf eines, was mehr kalku 
latorisch ist, aufmerksam zu machen, weil ich glaube, daß, wenn Sie 
in dieser Beziehung nicht noch eine Korrektur eintreten lassen, der 
Magistrat doch wohl genöthigt sein wird, und wie ich vermuthe in 
Ihrer Aller Sinne, die Korrektur seinerseits eintreten zu lassen. Es 
ist bei der Abmessung der Funktionszulage für den Vorsitzenden des 
Gewerbegerichts wohl im Augenblick nicht bedacht worden, daß der 
Herr bereits durch die neue Skala eine Zulage zum 1. April von 
600 Jt erhalten würde. Wenn Sie jetzt noch eine Funktionszulage 
von 1000 Jt hinzufügen, so würde der Herr am 1. April dieses 
Jahres eine Gehaltserhöhung von 1600 Jt erfahren; bei einem gegen 
wärtigen Gehalt von 4 500 Jt würde also eine Erhöhung um mehr 
als ein Drittel eintreten. Dazu kommt, daß er bereits im nächsten 
Jahre wiederum eine Zulage von 500 Jt nach der neuen Gehalts 
skala erhalten würde, und ich meine, das geht wohl auch über die 
Intentionen hinaus, die Sie gehabt haben. Ich möchte anheimstellen, 
in dieser Beziehung doch eine Aenderung eintreten zu lassen. 
Stadtverordneter Friedrich Goldschmidt (II): Meine 
Herren, als Vorsitzender des Ausschusses der Alters- und Invaliditäts- 
Versicherungsanstalt von Berlin nehme ich das Wort zur Befürwortung 
des Antrages. 
(Zuruf.) 
— Meine Herren, indem ich sage: ich bin Vorsitzender dieses Aus 
schusses, will ich nur ausdrücken, daß mir die Verhältnisse auf das 
Gründlichste bekannt sein müssen, und weil sie mir bekannt sind, 
befürworte ich den Antrag des Herrn Kollegen Dr. Friedemann. So 
sehr ich mich gefreut habe über die anerkennenden Worte, die der 
Herr Bürgermeister dem Leiter der Anstalt gezollt hat, muß ich doch 
sagen, daß mir scheint, er unterschätze die Bedeutung der Stellung 
dieses Leiters. Als vor Jahren die Gehaltsfrage geregelt wurde, 
konnte niemand ahnen, welch ungeheures Wachsthum die Anstalt zu 
verzeichnen haben würde. Ich glaube, daß die Anstalt zu den 
größten Verwaltungszweigen der Stadt gehört. Es ist heute dort 
ein Vermögen zu verwalten von zirka 41 Millionen. Der Etat 
balanzirt in Einnahme und Ausgabe schon heute — und wir sind 
meiner Ansicht nach noch lange nicht auf dem Beharruugszustand 
angelangt — mit 8 bis 9 Millionen Mark. Da kann man doch 
nicht auf die Anfangsverhältnisse zurückkommen und die Stellung des 
ersten Vorsitzenden als Durchgangsposten betrachten wollen, wie das 
im Ausschuß gesagt worden ist. Ich will noch weiter anführen, daß 
von den 31 Anstalten im deutschen Reich die Berliner Anstalt dem 
Vermögen nach die drittgrößte ist; nur die Anstalt im Königreich 
Sachsen und diejenige in der Rheinprovinz besitzen ein etwas größeres 
Vermögen. Die Versicherungsanstalt der Reichshauptstadt soll doch 
auch anderen Anstalten mit guten: Beispiel vorangehen, und da kann 
ich zu meiner Freude konstatiren, daß sie es auch thut. Sic beschäftigt 
sich eingehend mit dem Heilverfahren, und wir haben im vergangenen 
Jahre 153 000 Jt für das Heilverfahren ausgegeben. Augenblicklich 
wird eine Lungenheilanstalt gebaut im Werthe von 5 bis 6 Millionen 
Mark, — eine Anstalt von der ich getrost sagen kann, daß sie in der 
ganzen Welt noch nicht existirt. 
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich einmal nach der 
Anstalt in der Klosterstraße begeben, um einen Einblick in die dort 
geübte Thätigkeit zu gewinnen, und die Pläne für den Bau der großen 
Anstalt, die dort ausliegen, in Augenschein nehmen würden. 
Sie könnten dann auch wahrnehmen, welche große Thätigkeit täglich 
zu vollbringen ist. und welche große, nicht immer erfreuliche 
Korrespondenz der Vorsitzende mit dem Reichsamt des Innern und 
dem Reichsversicherungsamt zu führen hat. In allen Versicherungs 
anstalten. soweit sie mir bekannt sind, stehen bedeutende Männer an 
der Spitze. Zwei unserer gegenwärtigen Minister, Graf von Posadowsky 
und von Hammerstein-Loxten, bevor sie in ihr hohes Amt eintraten, 
waren, der eine in Hannover, der andere in Posen, Vorsitzende der 
dortigen Versicherungsanstalten. In Württemberg steht ein Regierungs 
präsident an der Spitze und in anderen Anstalten ein Geheimer 
Regierungsrath. Diese hohen Beamten haben neben ihrer hohen 
Stellung auch ein viel höheres Gehalt. In der Provinz Brandenburg, 
wo die Anstalt doch auch von Berlin aus geleitet wird, und dieselbe 
an zweiter Stelle im Auftrage des Freiherrn von Mantenffel durch 
den Landrath von Meyer geführt wird, erhält dieser ein festes 
Gehalt von 8 000 Jt. In der hanseatischen Anstalt bekommt der 
Senator Gebhardt zu Lübeck ein festes Gehalt von 10000 Jt. Da 
sage ich mir doch, eine solche Stellung, die ein solches Ansehen nach 
innen und nach außen erfordert, sollte doch etwas anders aufgefaßt 
und auch finanziell anders ausgestattet werden. Ich schließe mich 
deshalb, was den Punkt 1 betrifft, vollständig den Ausführungen 
des Herrn Kollegen Dr. Friedemann an und befürworte seinen Antrag. 
Ich thue dasselbe für den Punkt 2. 
Stadtverordneter Singer: Meine Herren, ich kann den 
Herren Kollegen, die die Wiederherstellung der Magistratsvorlage be 
züglich der Gehaltsskala der Magistratsassessoren beantragt haben, 
nur meine volle Zustimmung aussprechen. Ich freue mich, daß die 
Auffassung, die im Ausschuß geltend gemacht worden ist, jetzt durch
	        

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