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mirador

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Bibliographic data

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Monograph

Author:
Riemann, Otto
Title:
Erinnerungsblätter und -bilder aus dem Leben der Luisengemeinde in Charlottenburg : eine Auswahl von Predigten und Reden / von D. Dr. Riemann, Oberpfarrer
Publication:
Berlin: Schriftenvertriebsanstalt, 1916
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
119 Seiten
Berlin:
B 642 Kirche. Religion: Einzelne evangelische Gemeinden
DDC Group:
200 Religion, Religionsphilosophie
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15461534
Collection:
Religion
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
Oe 351:SEBI
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
20. Predigt, gehalten bei der Zweihunder[t]jahrfeier der Luisenkirche am 12. Juli 1916

Contents

Table of contents

  • Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins (Rights reserved)
  • Ausgabe 33.1916 (Rights reserved)
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Ausgabe 1916,1 Nr. 1
  • Ausgabe 1916,2 Nr. 2
  • Ausgabe 1916,3 Nr. 3
  • Ausgabe 1916,3 Nr. 5
  • Ausgabe 1916,6 Nr. 6
  • Ausgabe 1916,7 Nr. 7
  • Tagesordnung der nächsten Sitzungen (Public Domain)
  • Casanova in Berlin (Public Domain)
  • Außerordentliche Hauptversammlung / Brendicke, Hans (Public Domain)
  • Besichtigung der Parochialkirche (Public Domain)
  • Verzeichnis der Kriegsteilnehmer aus der Reihe unserer Mitglieder (Public Domain)
  • Veränderungen im Mitgliederbestande (Public Domain)
  • Kleine Mitteilungen (Public Domain)
  • Ausgabe 1916,8 Nr. 8
  • Ausgabe 1916,9 Nr. 9
  • Ausgabe 1916,10 Nr. 10
  • Ausgabe 1916,11 Nr. 11
  • Ausgabe 1916,12 Nr. 12
  • Ausgabe 1916,13 Nr. 13

Full text

wärtigen Häfen mit dem Befehl zugestellt, durch er mich bemerkte, ging er auf mich zu, nahm seinen 
Zeitungen und 'auf alle sonstige Weise zum Spiel an- alten Hut ab, nannte meinen Namen und fragte mich 
zuregein, in barschem Ton, was ich von ihm wollte, Überrascht 
Was Friedrich der Große nun nach dem Sieben- von diesem Empfang, konnte ich kein Wort hervor- 
jährigen Kriege von Staats wegen, d,. h. für seine eigene bringen; ich sah ihn nur groß an, ohne ihm zu antworten. 
Rechnung einrichtete, war keine eigentliche Lotterie, „Run, so sprechen Sie doh! Haben Sie mir denn 
sondern das sogen. Genueser Lotto, das noch heute in nicht geschrieben?" „Ja, Sire; aber ich erinnere mich 
Italien und Österreich blüht. Der Ttaliener Casalbigi, an nichts mehr. Jh konnte wohl glauben, daß die 
mit dessen Bruder zusammen Casanova 1757 Lotterien Majestät eines Königs mich nicht blenden würde! 
in Paris eingerichtet und der in Brüssel selber die Do in Zukunft soll mir dies nicht wieder begegnen.“ 
Lotterie geleitet hatte, infolge zu luxuriösen Lebens „Wir wollen ein wenig gehen. Worüber wollten 
aber bankrott machte und fliehen mußte, war dem Sie mit mir sprechen? Was sagen Sie zu meinem 
Könige als fähiger Finanzier empfohlen worden. Parke“ 
Dieser hatte den Plan entworfen und stand als Ge- Während er mich fragt, worüber ich mit ihm 
heimer Finanzrat mit einem Gehalt von 3300 Talern sprechen wolle, befiehlt er mir zugleich, mein Urteil 
und“ einem Anteil am Reingewinn dem Unternehmen über seinen Park zu sagen! Jedem anderen hätte ich 
vor, dessen erste Ziehung am 31. Uugust 1763 in geantwortet, daß ich nichts davon verstände. Auf die 
aller Feierlichkeit auf dem Wilhelmsplate stattfand Gefahr hin, einen schlechten Geschma> zu zeigen, ant- 
und dann weiter alle drei Wochen. wortete ich, ich fände den Garten prachtvoll. 
Die Einkünfte aus der Staatslotterie sollten dazu „Aber der Park von Versailles ist doch viel schöner.“ 
dienen, die Wunden des Siebenjährigen Krieges heilen „Allerdings Sire, aber hauptsächlich wegen der 
zu helfen. Friedrich hatte es nicht unterlassen, in den Wasserkünste.“ 
Zeitungen auf seine Bemühungen hinzuweisen, die „Ganz recht; aber das ist nicht meine Schuld: hier 
Kosten des Rrieges nicht auf seine Untertanen zu wälzen. gibt es kein Wajser. JZ< habe mehr als dreihundert- 
Die Lotterie sollte für ihn eine Quelle sein, die dem tausend Taler ausgegeben, um Wasser zu bekommen; 
Staate geleisteten guten Dienste zu belohnen, nüßliche aber ohne Erfolg.“ 
Derschönerungen hervorzubringen, Künste und Fleiß „Dreihunderttausend Taler, Sire! Wenn Eure 
aufzumuntern und den Fortgang der Handlungen und Majestät die ganze Summe auf einmal ausgegeben 
Manufakturen zu fördern. hätten, müßte Wasser da sein." 
Obwohl die Lotterie sich großen Zulaufs erfreute, „Ab, ich sehe, Sie sind Jngenieur, der sich mit 
lebte Friedrich der Große doch in- beständiger Angst, Hydraulik befaßt." 
er könne einmal verlieren. Casalbigi sollte sie daher Hätte ich ihm sagen sollen, daß er sich täuscht? 
auf eigene Rechnung gegen eine.jährliche Abgabe von Ih fürchtete ihm zu mißfallen und senkte nur den 
100 000 Talern übernehmen. Casanovas Ankunft fällt Kopf; das hieß weder ja noch nein. 
gerade in die Zeit, als der König Casalbigi seinen Während wir gingen, drehte er fortwährend den 
Entschluß mitgeteilt hatte. Kopf nach rechts und nach links; er fragte mich, welche 
Als Casanova im Juni 1764 nach Berlin kam, Streitkräfte Venedig im Kriegsfalle zu Wasser und zu 
stand er im vierzigsten Lebensjahre. Er suchte damals Lande habe. Hier befand ich mich, Gott sei Dank, 
bereits nach einem Ruheplatz und hoffte solchen in dem auf sicherem Boden! 
jungen Preußen zu finden. Seine Erwartung wurde „Swanzig Schlachtschiffe, Sire, und eine große 
nicht getäuscht, wenn auch die ihm dargebotene Stellung Menge Galeeren.“ 
seinem Ehrgeize keineswegs entsprach und deshalb von „Und wie viele Landtruppen?“ 
ihm ausgeschlagen wurde. Seine Persönlichkeit muß „Siebzigtausend Mann, Sire; lauter Untertanen 
schon zu jener Zeit bekannt gewesen sein, denn Friedrich der Republik, auf jedes Dorf nur einen einzigen Mann 
der Große gewährte ihm auf ein einfaches Gesuch hin gerechnet.“ 
eine Audienz, die am 28. Juni 1764 in Potsdam „Das ist nicht wahr. Sie wollen mich wohl zum 
stattfand. Casanova berichtet hierüber in seinen Me- Lachen bringen, indem Sie mir derartige Fabeln er- 
moiren wie folgt: zählen? Aber Sie sind sicherlich Finanzmann. Sagen 
Ih befand mich seit einigen Augenblicken im Sie mir, was Sie von der Steuer halten 2“ 
Park, als ich den König mit seinem Vorleser und Es war die erste Unterredung, die ich mit einem 
einer hübschen Windhündin erscheinen sah. Sobald König hatte, Es kam mir vor, wie wenn ich eine Szene 
1
	        

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