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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 23.1897 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 23.1897 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Mehrbändiges Werk

Verfasser:
Friedländer, Hugo
Titel:
Interessante Kriminal-Prozesse von kulturhistorischer Bedeutung : Darstellung merkwürdiger Strafrechtsfälle aus Gegenwart und Jüngstvergangenheit / nach eigenen Erlebnissen von Hugo Friedlaender ; eingeleitet von Dr. Sello
Beitragende:
Sello, Erich
Erschienen:
Berlin: Hermann Barsdorf Verlag 1920
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Berlin:
B 816 Recht. Justiz: Kriminalität. Kriminalfälle. Prozesse
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Titel:
Band 2
Erschienen:
1911
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Umfang:
V, 319 Seiten
Berlin:
B 816 Recht. Justiz: Kriminalität. Kriminalfälle. Prozesse
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15462347
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 816/19:2
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 23.1897 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • 2. Januar 1897, No. 1
  • 9. Januar 1897, No. 2
  • 16. Januar 1897, No. 3
  • 23. Januar 1897, No. 4
  • 30. Januar 1897, No. 5
  • 6. Februar 1897, No. 6
  • 13. Februar 1897, No. 7
  • 20. Februar 1897, No. 8
  • 27. Februar 1897, No. 9
  • 6. März 1897, No. 10
  • 13. März 1897, No. 11
  • 20. März 1897, No. 12
  • 27. März 1897, No. 13
  • 3. April 1897, No. 14
  • 10. April 1897, No. 15
  • 17. April 1897, No. 16
  • 24. April 1897, No. 17
  • 1. Mai 1897, No. 18
  • 8. Mai 1897, No. 19
  • 15. Mai 1897, No. 20
  • 22. Mai 1897, No. 21
  • 29. Mai 1897, No. 22
  • 5. Juni 1897, No. 23
  • 12. Juni 1897, No. 24
  • 19. Juni 1897, No. 25
  • 26. Juni 1897, No. 26
  • 3. Juli 1897, No. 27
  • 10. Juli 1897, No. 28
  • 17. Juli 1897, No. 29
  • 24. Juli 1897, No. 30
  • 31. Juli 1897, No. 31
  • 7. August 1897, No. 32
  • 14. August 1897, No. 33
  • 21. August 1897, No. 34
  • 28. August 1897, No. 35
  • 4. September 1897, No. 36
  • 11. September 1897, No. 37
  • 18. September 1897, No. 38
  • 25. September 1897, No. 39
  • 2. Oktober 1897, No. 40
  • 9. Oktober 1897, No. 41
  • 16. Oktober 1897, No. 42
  • 23. Oktober 1897, No. 43
  • 30. Oktober 1897, No. 44
  • 6. November 1897, No. 45
  • 13. November 1897, No. 46
  • 20. November 1897, No. 47
  • 27. November 1897, No. 48
  • 4. Dezember 1897, No. 49
  • 11. Dezember 1897, No. 50
  • 18. Dezember 1897, No. 51
  • 25. Dezember 1897, No. 52

Volltext

Es ist daher zweifellos ^sehr zu bedauern — obwohl 
hier die erwähnten Uebelstände nicht in gleichem Maße her 
vortreten —. daß zu den vorgeführten fremden Völkern auch 
christliche Sessuthos von der Misfionsstation Medingen im 
nördlichen Transvaal gehören. Freilich hat die Mission sie 
nicht hergeschickt, sie find vom Direktor der Ausstellung, Dr. 
Ohnefalsch-Richter, angeworben worden. Ihr treuer Seelsorger, 
der Missionar Reuter, hat sie auf der Reise begleitet, um 
nach 18jähriger Missionsarbeit die Heimat wiederzusehen. 
Die Verträge wurden mit Bewilligung des Superintendenten 
in Afrika, des unmittelbaren Vorgesetzten der Misfionsstation, 
abgeschlossen, welcher natürlich ebensowenig wie der Missionar 
Reuter eine Vorstellung von den sittlichen Gefahren halte, die 
ihren Schützlingen in Berlin drohen. 
Hat so die Ausstellung der christlichen Sessuthos ihre 
bedenklichen Seiten — auch in Transvaal entfaltet sich, 
namentlich abends, das übliche Tingel-Tangelwesen. das in 
Berlin mit derartigen Veranstaltungen leider untrennbar 
verknüpft ist —, so hat dieselbe doch das Gegengewicht, daß 
sie Kreisen, die sonst den Misfionsbestrebungen völlig fern 
stehen, greifbar vor Augen führt, in wie hohem Maße die 
Missionare Träger der Kultur find, von welch segensreichen 
Folgen ihre Thätigkeit in den Missionsgebieten begleitet ist. 
An den christlichen Koffern muß jeder, der sie in der Transvaal- 
Ausstellung sieht, aufrichtige Freude haben. Die kräftigen, 
wohlgebauten, elastischen Gestalten machen in jeder Beziehung 
den Eindruck wohl erzogener, gesitteter Menschen. Die Männer 
tragen braune Drillich-Anzüge mit blanken Knöpfen und Filz 
hüte mit breiten Krempen. Die Frauen haben einfache 
europäische Tracht; sie machen einen überaus sympathischen 
Eindruck. Ihr bescheidenes, zurückhaltendes und freundliches 
Wesen könnte sich manche Europäerin zum Vorbild nehmen. 
Allerliebst find auch die beiden Kaffernkmder. Die Frauen 
sehen wir bei Ausübung wirtschaftlicher Verrichtung, die 
Männer zeigen bei ihrer Thätigkeit als Schmiede, Tischler 
und Korbflechter eine erstaunliche Geschicklichkeit; namentlich 
die Schmiede, unter welchen sich auch drei Heiden befinden, 
sind von besonderer Kunstfertigkeit, trotz der primitiven Werk 
zeuge, mit denen sie ihr Handwerk ausüben. 
Nachdem diese christlichen Kaffern ihre Arbeit eingestellt 
haben, die freilich mehr den Eindruck eines Beschäftigungs 
spieles für Kinder macht, fingen sie häufig mehrstimmige 
religiöse Lieder iu der Landessprache. Der Gesang ist 
überaus harmonisch und rein, zwei Männer begleiten thu 
auf der Geige. Während des Vorirags liegt tiefer Enrst 
auf den Gesichtszügen aller; sonst sind die Sessuthos ein 
fröhliches Völkchen, sie lachen gern über das ganze Gesicht 
wie vergnügte Kinder und zeigen dabei ihne weißen, schönen 
Zähne. Wenn sie eine Zigarre geschenkt bekommen, lüften 
sie den Hut mit drolliger Höflichkeit, die dargebotene Hand 
schütteln sie mit kräftigem Drucke. In ihrem ganzen Wesen 
und Gebühren zeigen sie den wohlthätigen Einfluß, welchen 
christliche Kultur und Sittlichkeit auf sie ausgeübt haben. 
Hoffentlich verlassen sie Berlin, ohne Schaden an Leib und 
Seele genommen zu haben! Zum Glück erfreuen sich die 
christlichen Sessuthos innerhalb der Ausstellung einer gewissen 
Abgeschlossenheit; sie nehmen auch an den Umzügen nicht teil, 
welche die übrigen fremden Völkerstämme veranstalten. 
Den Arbeitsstätten der Sessuthos gegenüber steht das 
Haus des Buren Botha aus Zidan (Nord-Transvaal), ein 
im Äußeren und Inneren überaus einfacher Holzbau. Je ein 
Fenster giebt dem Schlaf- und dem Wohnzimmer Licht, zwischen 
beiden Fenstern befindet sich die Thür, das Binsendach überragt 
die Vorderwand und bildet eine bedeckte, nach vorn offene 
Halle. Die einfachen Tische und Bänke, die den einzigen 
Schmuck im Innern ausmachen, sind von den christlichen 
Kaffern gezimmert. Dieses Häuschen wird von dem Buren 
Bolha, einem hochgewachsenen, sehnigen Mann von 44 Jahren, 
seiner erst 26 jährigen Frau und seinen sieben Kindern bewohnt, 
welche 2—13 Jahre alt find. Die Kleidung besteht bei den 
weiblichen Gliedern der Familie aus einfachen blauen Kaltun 
gewändern und Kapotten aus demselben Stoff. Der Mann 
und die Jungen tragen Anzüge aus grobem Drillich und Hüte 
mit breiten Krempen. Alles ist auf das Dauerhafte und 
Praktische berechnet und entspricht der zähen, spezifisch holländischen 
Art, die sich bei den Buren in aller Schärfe entwickelt hat. 
Das zurückhaltende Wesen der Buren zeigen schon die Kinder. 
Der 13 jährige Junge fährt sein Schwesterchen vor dem Häuschen 
in einem primitiven Karren, der aus einer alten Kiste durch 
Anfügung zweier hölzerner Scheiben als Räder gebildet ist. 
Er nimmt nicht die geringste Notiz von den zahlreichen 
europäischen Gaffern, welche das Burenhäuschen umstehen. 
Ein anderer Bur, der durch seine imposante Erscheinung 
die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich lenkt, ist Mynherr 
John Pretorius. Dieser ist, beiläufig bemerkt, deutscher 
Abkunft und zählt zu den bedeutendsten Männern der jungen 
Republik; sein Name ist einer der volkstümlichsten, denn ein 
Vetter dieses Pretorius. Martinus Pretorius, auf dessen Kopf 
die Engländer anno 1847 einen Preis von 5000 Pfund setzten, 
war derjenige, welcher Engländer und Zulus erfolgreich 
bekämpfte, die Republik gründen half, und nach dem die 
Hauptstadt Pretoria benannt wurde. Unser Pretorius in der 
Ausstellung hat ebenfalls eine ruhmreiche Vergangenheit. Der 
jetzige, im Südosten von Transvaal gelegene Distrikt „Vrijheit" 
bildete noch vor wenigen Jahren eine eigene Republik, die 
ursprünglich Zululand gewesen. Eine tapfere Burenschaar 
entriß sie den Zulus, uud E. Meyer, ein Mann von deutscher 
Abkunft, wurde der erste Präsident dieser kleinen Republik, die 
„Nijwe-Republik" genannt. Die rechte Hand dieses Präsidenten 
war unser John Pretorius, denn er bekleidete unter ihm die 
Würde eines Kommandant-General. 
Die Buren sind die herrschende Bevölkerungsklasse in 
Transvaal. In wiederholten, blutigen Kämpfen haben sie 
ihre Unabhängigkeit von den ländergierigen Engländern 
erringen müssen. Ihre Zahl beträgt in der südafrikanischen 
Republik (Transvaal) bei einer Gesamtbevölkerung von 610 000 
Einwohnern etwa 100 000. Der Bur ist vorzugsweise Hirt 
und Viehzüchter; sein Besitztum besteht in Schafen und Rind 
vieh. Die echten Nomaden find die Treck-Buren, die während 
des ganzen Sommers im Lande umherziehen und nur so lange 
an einer Stätte weilen, als die Weideplätze für das Vieh 
ausreichen. Diese Wanderfahrten unternehmen die Trcck-Buren 
auf dem Ochsenwagen, der in der Transvaal-Ausstellung von 
Herrn Bolha in einem mit sechs Ochsen bespannten Exemplar 
vorgeführt wird. Der rotbraun angestrichene Wagen ist 
äußerst fest gebaut und entspricht mit seinen riesigen Rädern 
und seiner schwerfälligen Maffigkeit dem Charakter des nieder 
deutschen Buren. Der hintere Teil ist mit einem Zeltdach
	        

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