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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1983/84, 9. Wahlperiode, Band IV, 54.-70. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1983/84, 9. Wahlperiode, Band IV, 54.-70. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Titel:
Renews Kompakt
Erschienen:
Berlin: Agentur für Erneuerbare Energien
Erscheinungsverlauf:
2012-
ZDB-ID:
2844614-8 ZDB
Schlagworte:
Deutschland ; Erneuerbare Energien ; Energiepolitik ; Online-Publikation
Kommunalwissenschaften:
Kws 271,8 Energie: Energiepolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
Sammlung:
Umwelt
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
2020
Sprache:
Deutsch
Kommunalwissenschaften:
Kws 271,8 Energie: Energiepolitik
Dewey-Dezimalklassifikation:
330 Wirtschaft
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15405059
Copyright:
Rechte vorbehalten
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Umwelt

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  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1983/84, 9. Wahlperiode, Band IV, 54.-70. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 54, 7. Dezember 1983
  • Nr. 55, 8. Dezember 1983
  • Nr. 56, 9. Dezember 1983
  • Nr. 57, 22. Dezember 1983
  • Nr. 58, 19. Januar 1984
  • Nr. 59, 2. Februar 1984
  • Nr. 60, 9. Februar 1984
  • Nr. 61, 16. Februar 1984
  • Nr. 62, 23. Februar 1984
  • Nr. 63, 8. März 1984
  • Nr. 64, 22. März 1984
  • Nr. 65, 5. April 1984
  • Nr. 66, 7. April 1984
  • Nr. 67, 17. Mai 1984
  • Nr. 68, 24. Mai 1984
  • Nr. 69, 14. Juni 1984
  • Nr. 70, 17. Juni 1984

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
68. Sitzung vom 24. Mai 1984 
Dr. Kunze 
schirmtextstaatsvertrag, die wir hier auch beschlossen 
haben, zu beachten. Nicht einmal diese harmlosen Daten 
schutzvorschriften dieses Systems werden hier von der 
Deutschen Bundespost beachtet. Was kann man von der 
Deutschen Bundespost erwarten, wenn sie einen solchen 
zentralen Kontrollapparat nun tatsächlich hinstellt? Miß 
brauch ist dabei nicht nur wahrscheinlich, sondern mit Miß 
brauch muß nach den Erfahrungen beim Bildschirmtext 
gerechnet werden! 
Ich finde, aus diesen Überlegungen folgen einige Fra 
gen. Wieso behandeln wir eigentlich die Verkabelung — 
jedenfalls nach der Darstellung des Senators — als eine 
Art Naturereignis, das vom Himmel fällt, gegen das nie 
mand etwas haben kann? Wieso wird das hier nicht dis 
kutiert, ob das vernünftig oder sinnvoll ist? Schließlich 
sind wir doch auch die Betroffenen. Wer bringt eigentlich 
die Deutsche Bundespost dazu, Berlin immer massiver 
zu verkabeln? Wer hat die Deutsche Bundespost darum 
gebeten? Die Frage hat mir noch niemand beantworten 
können: Wer hat die Deutsche Bundespost darum ge 
beten, daß Berlin verkabelt wird? 
[Dr. Legien (CDU): Anträge Berliner Bürger!] 
— Die Berliner? Anträge Berliner Bürger? Herr Dr. Le 
gien, wir machen ein Geschäft. Alle selbständig denken 
den Berliner Bürger, die von der Werbung der Post noch 
nicht erreicht sind, werden gefragt, ob sie einen Verkabe 
lungsantrag haben wollen. Die sich melden, die sollen 
ihn bekommen, und dann machen wir zu. Dann werden wir 
sehen, wie hoch der Verkabelungsprozentsatz sein wird. 
Es geht darum, wer die Post dazu gebracht hat, aggres 
sive Vollverkabelungsstrategien in Berlin umzusetzen? 
[Beifall bei der AL] 
Wer bringt sie eigentlich dazu? Hat der Deutsche Bundes 
tag die Deutsche Bundespost dazu beauftragt? Über 
haupt nicht! 
Stellv. Präsident Longolius: Gestatten Sie eine Zwi 
schenfrage? 
Dr. Kunze (AL): Nein, das geht überhaupt nicht, es tut 
mir leid. 
[Wohlrabe (CDU): Das kann er nicht!] 
— Was ich kann, das ist vergleichsweise allgemein be 
kannt, Herr Wohlrabe. Deswegen brauchen wir das nicht 
zu vertiefen. Wer fragt eigentlich nach dem Nutzen der 
Verkabelung? Sie, Herr Senator? Sie müßten es doch, 
sagen Sie doch einmal etwas dazu! Wer fragt nach den 
Alternativen der Verkabelung? Es fehlt doch die Diskus 
sion darüber. Sie wollen eine neue Technologie einführen 
und verweigern, zur Kenntnis zu nehmen, was schon vor 
Jahren allgemein herrschende Auffassung war. Nach den 
schlechten Erfahrungen mit neuen Technologien, mit einer 
bedenkenlosen, ungeprüften Einführung neuer Techno 
logien, hat man sich dazu durchgerungen, vor der Einfüh 
rung eine Technikfolgeneinschätzung für notwendig zu 
halten. Für diejenigen, die es lieber amerikanisch haben 
wollen: technology-assessment. Das ist als Notwendig 
keit bei der Einführung neuer Techniken seit langem von 
aufgeklärten Geistern begriffen worden. Technology 
assessment, Technikfolgeneinschätzung, wo haben Sie die 
denn hier? Sie fangen erst einmal an und warten, ob die 
Scheune, die Sie anstecken, auch wirklich abbrennt. Dann 
sagen Sie, Sie waren aber dagegen, daß die Scheune 
abbrennt. Das ist ein Verfahren, das ich nur für unver- (C) 
nünftig halten kann. Aber dieses Verfahren hat Methode, 
weil darin ein in Berlin immer mehr um sich greifender 
Umgang mit Technik und technologischen Fragen zum 
Ausdruck kommt. Man traut sich kaum noch, irgendeine 
technologische Neuerung in dieser Stadt oder diesem 
Lande zu kritisieren. Ein unkritischer Hurra-Patriotismus 
ist zunehmend erste Bürgerpflicht im Umgang mit neuen 
Technologien. 
[Freudenthal (AL): Sehr wahr!] 
Wenn man den Kultursenator hört, meint man, nicht mehr 
den Kultursenator zu hören, man hört den Wirtschafts 
senator. Diese Pflicht zu einem Hurrapatriotismus im 
Umgang mit neuen Techniken ist nicht akzeptabel. Ich 
sage ihnen trotz der amerikanischen und japanischen 
Beispiele, eine Gesellschaft, die auf Technikkritik ver 
zichtet, sie gar als fortschrittfeindlich diskriminiert, was 
hier ständige Übung ist, eine solche Gesellschaft ist auf 
dem sozial und kulturell absteigenden Ast, Frau Kolle 
gin Senatorin! 
[Beifall bei der AL] 
Ich könnte Ihnen Stellen aus Ihren Vorträgen bringen, 
wo Sie das auch schon gesagt haben. Es ist kein Kotau 
vor den Kabeln nötig. 
[Zuruf von Sen Dr. Hassemer] 
— Es freut mich, daß Sie auf Argumente noch so reagie 
ren. Das ist doch nicht mein Problem, wir machen eine 
öffentliche Diskussion. Und ich sage Ihnen, die Politik 
des Senats ist nicht so, daß sie der Kritik an technischen (D) 
Innovationen etwa besonderes Gehör schenkt. Das wer 
den Sie doch nicht behaupten können. Sie werden sich 
doch nicht hinstellen und sagen wollen, der Senat findet 
Kritik und gründliches Überlegen, bevor man eine neue 
Technik einführt, sehr vernünftig. Das Gegenteil ist die 
Politik des Senats. Sobald irgendwo eine technologische 
Wunderwaffe auftaucht, Gen-Technik oder Chip-Technik, 
dann ist der Senat immer kräftig dabei und behauptet, 
Berlin ist Weltmeister in technologischen Innovationen. 
Vielmehr ist Technikkritik etwas sehr Unerwünschtes. 
[Tietz (AL): Aber es wird gleich in die 
USA gefahren!] 
Vielmehr ist etwas anderes nötig, nämlich keinen Kotau 
vor den Kabeln zu machen, sondern es ist nötig, wieder 
den selbstbewußten, aufrechten Gang im Umgang mit 
neuen Techniken bei den Entscheidungen über diese 
Kabeltechnologie zurückzugewinnen. Die Haltung des 
Senats ist bedauerlicherweise von Beflissenheit und 
Euphorie geprägt, die nur irrational zu erklären ist. 
Ich habe jetzt ausschließlich über die technologischen 
Aspekte geredet und damit sicherlich einige verblüfft. 
[Sen Dr. Hassemer: Mich nicht!] 
— Sie kann ich natürlich nicht verblüffen, das ist völlig 
richtig. Wir werden im Ausschuß alle Einzelheiten mit der 
ganzen Härte, zu der ein Gesetzgeber hoffentlich fähig 
ist, inhaltlich prüfen. Wir werden darauf bestehen, daß 
nicht im Schnellverfahren schwierigste und gewichtigste 
Eingriffe in die Interessen der Bevölkerung vorgenom 
men werden, und wir werden das Verbreiten von Mär 
chen nicht zulassen. So wie etwa das Märchen, die Be 
teiligung an der Kabeltechnologie sei freiwillig wie heute 
die Beteiligung an einem Girokonto bei einer Bank frei- 
4106
	        

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