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Blätter vom Lebensbaum / Wildenbruch, Ernst von (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Blätter vom Lebensbaum / Wildenbruch, Ernst von (Public Domain)

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Monograph

Author:
Baumgarten, Franz Ferdinand
Title:
Zirkus Reinhardt / Franz Ferdinand Baumgarten
Publication:
Potsdam: Hans Heinrich Tillgner Verlag, 1920
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
88 Seiten
Keywords:
Großes Schauspielhaus
Berlin:
B 483 Theater. Tanz. Film: Einzelne Schauspielbühnen
DDC Group:
792 Theater, Tanz
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15462594
Collection:
General Regional Studies
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 483 GSchau 2
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
I. Teil: Das Theater

Chapter

Title:
I. Kapitel: Das Volkstheater

Contents

Table of contents

  • Blätter vom Lebensbaum / Wildenbruch, Ernst von (Public Domain)
  • Cover
  • Photograph: Ernst von Wildenbruch
  • Title page
  • Preface
  • Contents
  • Corrigenda
  • Vier Dramen
  • Faust in Weimar. Eine Beleuchtung mit Streiflichtern
  • Simson und Delila
  • Marie von Olfers. Eine biographische Skizze
  • Hedwig von Olfers
  • Das "alte Haus"
  • Vom Schriftstellertage in Wien
  • Das Heine-Denkmal. Eine Antwort
  • Besinnt Euch!
  • Echo
  • Der Erdbeerbaum
  • Karl von Weber
  • Das deutsche Drama. Seine Entwicklung und sein gegenwärtiger Stand
  • Am Matthäikirchplatz. Eine Phantasie zum 6. Januar 1900
  • Max Jähns. Ein Nachruf
  • Theater und Zensur. Ein Mahnwort
  • Großherzog Karl Alexander
  • Die neue Verordnung über den Schifferpreis. Ein sachliches und persönliches Wort
  • Das tote Haus am Bodensee. Eine Reiseerinnerung
  • Auf den Trümmern von Akragas. Eine Mär
  • Ein Wort über Weimar
  • Zum 10. März
  • Furor Teutonicus. Eine Studie mit Nutzanwendung
  • Vandalen. Ein Wort in letzter Stunde
  • Brauchen wir ein Bayreuth des Schauspiels?
  • Deutschland und Frankreich. Historisch-politische Meditation
  • Ein Wort an die Deutschen
  • Persönliche Ehre und deren Schutz
  • Björnstjerne Björnson. Der Dramatiker. Einige Gedanken
  • Karl Frenzel. Zu seinem achtzigsten Geburtstag. 6. Dezember 1907
  • Alt-Berlin
  • Zeitgenossen über Zeitgenossen
  • Von Meiningen nach Weimar
  • "Landgraf, werde hart!"
  • Cover back
  • ColorChart

Full text

398 Persönliche Ehre und deren Schutz 
Innern ist es, dieses ungeschriebene Gesetz, uns angeerbt mit 
unserem germanischen Blut; der Richter, der aus ihm heraus 
das Arteil findet, ist unser eigenes Ich; wir selbst sind Richter 
über uns selbst. 
Ein in der sinnlich-körperlichen Welt absolut nicht wahr— 
nehmbares, nur in unserer Vorstellung vorhandenes Etwas, das 
ist Ehre. Falstaff lacht bei dem Gedanken, daß er sich von einer 
Vorstellung den Weg soll vorschreiben lassen; aber auch wer kein 
Falstaff ist, fühlt die ungeheure Schwierigkeit, die darin liegt, den 
Geboten einer solchen zu folgen. Denn furchtbar schwer ist es 
für den Menschen, ohne einen Buchstaben, der ihm Richtung, 
ohne eine Autorität, die ihm Halt gibt, sich selbst zu befehligen, 
gewissermaßen sein eigener Gott zu sein. 
Es hat Zeiten in der Geschichte gegeben, wo dem Men— 
schen diese Aufgabe erleichtert wurde. Das waren die, wo un— 
geheure Bewegungen über die Welt hereinbrachen, die dem 
einzelnen nicht Macht noch Zeit ließen, sein Seelenleben nach 
eigenem Ermessen zu gestalten und zu führen, sondern ihn 
zwangen, mit all seinem Denken und Empfinden an der Be— 
wegung teilzunehmen, indem er dafür eintrat oder dagegen. 
Solche Zeiten waren die der großen Glaubensumwandlungen, 
der Umwälzungen, die sich Revolutionen nennen, der großen 
Kriege, in denen Völker für ihre Nationalität aufstanden. Diese 
Zeiten waren vom Gedanken beherrscht, vom Gedanken, der so 
mächtig in die Erscheinung trat, daß sogar in den Massen das 
Gefühl für die Gewalt einer Vorstellung, einer Idee, für das 
Ideale erwachte. Solche Zeiten waren die Fest- und Feiertage 
in der Entwicklung der Menschheit. 
Fest⸗ und Feiertage aber vergehen rasch. Auf einen Feier— 
tag in der Woche kommen sechs Wochentage. Ein breiteres 
und zäheres Dasein als der Feiertag hat der Alltag. Alltags— 
gesinnung aber blickt nicht hinauf, sondern hinunter, fliegt nicht 
zum Himmel, sondern kriecht an der Erde. Alltagsgesinnung
	        

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