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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1895, IV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1895, IV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Sling
Titel:
Das Sling-Buch
Erschienen:
Berlin: Verlag Ullstein, 1924
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Umfang:
236 Seiten
Berlin:
B 327 Literatur: Feuilletons, Reportagen über Berlin
Dewey-Dezimalklassifikation:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15462638
Sammlung:
Berliner Dialekt, Literatur, Literarisches Leben
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 327 Sling 2
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Die Beigabe

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1895, IV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nummer 1, 6. Januar 1895
  • Nummer 2, 13. Januar 1895
  • Nummer 3, 20. Januar 1895
  • Nummer 4, 27. Januar 1895
  • Nummer 5, 3. Februar 1895
  • Nummer 6, 10. Februar 1895
  • Nummer 7, 17. Februar 1895
  • Nummer 8, 24. Februar 1895
  • Nummer 9, 3. März 1895
  • Nummer 10, 10. März 1895
  • Nummer 11, 17. März 1895
  • Nummer 12, 24. März 1895
  • Nummer 13, 31. März 1895
  • Nummer 14, 7. April 1895
  • Nummer 15, 14. April 1895
  • Nummer 16, 21. April 1895
  • Nummer 17, 28. April 1895
  • Nummer 18, 5. Mai 1895
  • Nummer 19, 12. Mai 1895
  • Nummer 20, 19. Mai 1895
  • Nummer 21, 26. Mai 1895
  • Nummer 22, 2. Juni 1895
  • Nummer 23, 9. Juni 1895
  • Nummer 24, 16. Juni 1895
  • Nummer 25, 23. Juni 1895
  • Nummer 26, 30. Juni 1895
  • Nummer 27, 7. Juli 1895
  • Nummer 28, 14. Juli 1895
  • Nummer 29, 21. Juli 1895
  • Nummer 30, 28. Juli 1895
  • Nummer 31, 4. August 1895
  • Nummer 32, 11. August 1895
  • Nummer 33, 18. August 1895
  • Nummer 34, 25. August 1895
  • Nummer 35, 1. September 1895
  • Nummer 36, 8. September 1895
  • Nummer 37, 15. September 1895
  • Nummer 38, 22. September 1895
  • Nummer 39, 29. September 1895
  • Nummer 40, 6. Oktober 1895
  • Nummer 41, 13. Oktober 1895
  • Nummer 42, 20. Oktober 1895
  • Nummer 43, 27. Oktober 1895
  • Nummer 44, 3. November 1895
  • Nummer 45, 10. November 1895
  • Nummer 46, 17. November 1895
  • Nummer 47, 24. November 1895
  • Nummer 48, 1. Dezember 1895
  • Nummer 49, 8. Dezember 1895
  • Nummer 50, 15. Dezember 1895
  • Nummer 51, 22. Dezember 1895
  • Nummer 52, 29. Dezember 1895
  • Farbkarte

Volltext

Berliner Illustrirte Zeitung. 
Nr. 48. 
Vulla dies sine linea: kein Tag ohne Anklage und 
Illerlei vom Fage. Verurtheilung wegen Majestätsbeleidigung, ohne 
daussuchungen, ohne Beschlagnahmungen miß-⸗ 
iebiger Blätter. Der Weizen der Denunzianten 
lüht wie nur je in den glorreichen Tagen der 
Realtion. Wenn heute ein Geist herniederstiege, 
er eines Hutten, würde er auch heut noch ausrufen: 
Es ist eine Lust zu leben!? 
Wir nähern uns dem Jubiläumstage des neuen 
eutschen Reiches. Und wir dürfen uns am 
8. Januar kommenden Jahres begeistert an die 
zrust schlagen und freudig ausrufen: Wie herr— 
ich weit haben wir es doch in den verflossenen 
5 Jahren gebracht! Der Reden über dieses Thema 
verden wieder viele geschwungen werden und mancher 
flasche der Hals gebrochen, die Fahnen werden 
vieder flattern und die Lichter flammen. 
Am Königsplatz zu Berlin aber steht ein schim— 
jerndes, ragendes Haus, das steingewordene Symbol 
er deutschen Einheit. Da wird binnen heut und 
em 18. Januar wohl manch kräftig Wort gefallen 
»ein zur Illustrirung der Herrlichkeit des neuen 
eutschen Reiches. Vor der Pforte dieses Hauses 
nuß ja selbst der allmächtige Staatsanwalt Halt 
nachen. 
Und auch Herr Freiherr von Stumm, der Arbeit 
eber par excellence, wird dann Gelegenheit haben, 
eine Anschauungen als unverantwortlicher Rath— 
eber des Kaisers näher auszubreiten. Er dars 
ersichert sein, daß man ihm die Antwort nicht 
huldig bleiben wird. Man ist leider in diesem 
»ause so verblendet, daß man selbst vor seiner 
utorität nicht den gebührenden Respekt hat. 
wird fortgezählt. 
Im Juni die all⸗ 
zemeine Berufs⸗ 
und Gewerbe⸗ 
zählung und am 
2. Dezember die 
zroße Volkszäh⸗ 
ung. Da sind 
denn auch ein 
zaar Fragen mehr 
zu beantworten, 
wie bei der ersteren, 
und manchen „Zähler“ — die 
Herren, welche das Zubringen 
wie das Abholen der Zählkarten 
ehrenamtlich besorgen — packt schon jetzt ein gelindes 
Hrauen bei dem Gedanken daran, wie viele Karten er 
„eim Abholen erst richtig ausfüllen oder verbessern 
muß. Es ist freilich auch etwas viel, was der Staat 
alles wissen will; er prüft auf diesen Karten Herz, 
Nieren und Geldbeutel und es bedarf wirklich seiner 
Versicherung, daß er alle diese Fragen nicht im 
Interesse der Steuerschraube stellt, um sie gemüths— 
ruhig zu beantworten. 
Zu den vielen, von früheren Volkszählungen her 
bekannten Fragen sind zwei neue hinzugetreten, deren 
eine die Ermittelung der Arbeitslosen betrifft, wäh— 
end die andere sich an die Landsturmpflichtigen 
l. Aufgebots wendet: Haben Sie schon einmal ge— 
übt? Du lieber Himmel, ich kann es keinem, den 
es angeht, verdenken, wenn er bei dieser Frage 
ahnungsbanges Herzklopfen empfindet, trotz der auch 
hier vorhandenen beruhigenden Versicherung der Zähl— 
hehörde, daß auch diese Frage „weiter nichts“ zu be— 
deuten hat. Manch behäbiger Landstürmer fühlt bereits 
die „Knarre“ in der Hand und sieht sich unter „liebe— 
»oller“ Anleitung eines Unteroffiziers langsamen 
Schritt üben. Unter der Herrschaft des bewaffneten 
Friedens ist eben auch der Landsturm nicht mehr vor 
dem bunten Rock sicher. Wie gesagt, ich begreife die 
schlaflosen Nächte, die gerade diese Frage hervor— 
ufen wird. 
Aber auch diese Volkszählung wird vorübergehen 
und wir haben uns mit Geduld in ihre Folgen zu 
chicken. 
Die Architekten der Berliner Gewerbe⸗Ausstellung: 
Rarl Hoffacker. 
Bestreben jedes einsichtigen Bürgers sein. Wer schon 
die Achtung vor den kleinen Autoritäten (den Haus— 
virthen) nicht mehr besitzt, wie soll der sie vor den 
zroßen (Herr von Stumm) empfinden? 
Von diesen Gesichtspunkten hat sich gewiß auch 
ener „Ringlehrer“ leiten lassen, der den Berliner 
zrundbesitzer-Vereinen eine Einladung zur Be— 
heiligung an den von ihm veranstalteten Ring- und 
austkampf-⸗Kursen zugehen ließ und speziell den 
herren Hausbesitzern eine besondere Preisermäßigung 
n Aussicht stellte. Ich hoffe, daß sich die Haus— 
esitzer diese Gelegenheit, sich die Mittel zur Wieder— 
rlangung der verlorenen Autorität nicht werden 
ntgehen lassen. Das boxende Känguruh ist ja im 
rorigen Jahre bei uns in Berlin abgefallen, der 
oxende Hauswirth aber wird seine Miether abfallen 
assen und speziell den im nächsten Jahre zur Aus— 
tellung kommenden Fremden ungeheuer imponiren. 
Darum wünsche ich auch dem genialen Ringlehrer 
mit seiner Offerte den besten Erfolg. 
Ueberhaupt Autorität! Was gilt sie noch in 
nnserer Zeit? Und soll man nicht allen denen zu— 
immend die Hand drücken, welche die Erhaltung 
nnd Neubelebung jeglicher Autorität anstreben? 
Velche Autorität genoß z. B. früher ein Beöliner 
auswirth und wie steht er heute seinen Miethern 
egenüber! Die Wirthe, die früher Kinderlosigkeit ihrer 
Niether als unerläßlich forderten, wenn sie ihnen 
zre Wohnungen vermiethen sollten, sie dürfen die 
rrage: Haben Sie Kinder? schon garnicht mehr 
ufwerfen, wenn sie ihre Wohnungen nicht leer 
tehen haben wollen. Ja, sie müssen schon hier und 
a die nothwendigen Reparaturen an den Wohnungen 
zus ihrer Tasche bezahlen. Und wieviel Hof— 
nusikanten und Ausrufer kehren sich noch an das 
n den Hausfluren angeschlagene Verbot: „Betteln, 
Nusiciren und Hausiren ist hier streng verboten“? 
durzum, die Autorität der Hauswirthe ist im 
Schwinden begriffen, das ist traurig, aber wahr. 
kcie wieder zu beleben, das sollte das eifrige 
Gestern noch heiterer Herbsthimmel, laue Lüfte 
ind strahlender Sonnenschein, heute Rauhreif auf 
Dächern und Bäumen, frostfeuchte Nasen und — 
Eisbahn. Ohne vermittelnden Uebergang hat der 
Winter seine Herrschaft angetreten, ist das Baro— 
meter auf den Gefrierpunkt gesunken. Und alles, 
vas von der Kälte lebt — die Holz- und Kohlen— 
jändler, die Eisbahnpächter, die Kürschner ꝛc. — 
zimmelhoch jauchzend heute, wo sie gestern noch zu 
Tode betrübt waren. Der Winterüberzieher hat 
seinen Beruf nur bei denen verfehlt, die wegen 
Mangel an Kleingeld nicht mit ihm zusammen— 
kommen können, wie die beiden Königskinder im 
Liede. Und deren sind in der großen Stadt mehr, 
als sich ein sattes, loyales Staatsbürger-⸗Gemüth 
denken kann. 
Wir haben den Winter und können nur 
wünschen, daß er ein mildes Regiment führt, daß 
er eine frommere Denkungsart gegen uns an den 
Tag lege, als Herr von Stumm, der sich nachgerade 
in eine fürchterliche Wuth gegen alles, was sich 
„sozial“ nennt, hineingelebt hat. Ob nun dieses 
sozial das Wörtchen „christlich“ vors oder das andere 
demokratisch“ hintenan führt, gilt ihm gleich. 
Beides ist ihm gleich gefährlich; er schüttelt sich bei 
der Erwähnung des Namens Bebel und bekreuzt 
sich, wenn er vom Pfarrer Naumann hört, den er 
ind gewisse andere Leute fast noch für staatsgefähr— 
icher halten, als Bebel und Liebknecht. 
Es weht ja jetzt auch ein Wind, der den Stumm 
und Konsorten die Segel bläht. Man „ermannt“ 
sich und geht den „Sozialen“ rücksichtslos zu Leibe 
Die düstere Liebestragödie in der Brückenstraße 
im Todtensonntag bildet noch heut den Gesprächs— 
toff aller empfindsamen Gemüther. Daß zwei 
Ldiebende, die keine Hoffnung auf dauernde Ver— 
einigung in der Zukunft sehen, gemeinsam in den 
Tod gehen, ist ja leider nichts vereinzeltes; aber 
der Fall Vité liegt doch noch etwas anders. Hier 
war der weibliche Theil des Liebespaares eine ver— 
heirathete Frau, die nicht nur an sich, sondern auch 
an ihrem unschuldigen Kinde zur Mörderin wurde. 
Dieser Mord läßt kein Mitgefühl für den Mann 
und das Weib aufkommen, die rücksichtslos, in 
grauenhaftem Egoismus, dem zurückgebliebenen, be— 
trogenen Gatten auch das letzte nahmen, woran er 
sich in seiner Verzweiflung hätte aufrichten können. 
Mag ihnen die Moral, die in dem Worte: Alles 
verstehen heißt alles verzeihen, ihren Ausdruck 
findet, den Selbstmord nicht allzu hoch anrechnen, 
für den Mord auch des Kindes findet sich kein ent⸗ 
schuldbares Motiv. Es ist ein düsteres, soziales 
Lebensbild, das in dieser Katastrophe seinen er— 
schütternden Abschluß gefunden; aber mit ihrem 
selbstgewählten Tode haben die Liebenden nicht ge— 
ühnt, was sie gefehlt, sondern zur alten nur eine neue 
Schuld gehäuft. Dem unglücklichen Manne, den, 
fern von seiner Heimath, das härteste Geschick ge— 
troffen, das einem Menschen beschieden sein kann, 
gebührt unser herzlichstes Mitgefühl. Möchte er in 
ich die Kraft finden, jenen niederschmetternden 
Schlag zu überwinden. X. 
Die Architekten der Berliner Gewerbe⸗Ausstellung: 
Bruno Schmik.
	        

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