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Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1970/71, V. Wahlperiode, Band IV, 66.-95. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1970/71, V. Wahlperiode, Band IV, 66.-95. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Amtsblatt der Reichshauptstadt Berlin / hrsg. vom Magistrat
Weitere Titel:
Amtsblatt der Stadt Berlin
Erschienen:
Berlin: W. & S. Loewenthal 1945
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Erscheinungsverlauf:
69.1928-86.1945 ; damit Erscheinen eingestellt
ZDB-ID:
2900198-5 ZDB
Frühere Titel:
Gemeindeblatt der Stadt Berlin
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1935
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020
Berlin:
B 750 Staat. Politik. Verwaltung: Zeitschriften. Bibliographien. Nachschlagewerke
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15394752
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 750/2:1935
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 5, 5. Februar 1935
Erschienen:
, 1935-02-05

Schnellzugriff

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  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1970/71, V. Wahlperiode, Band IV, 66.-95. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1 (66), 15. Januar 1970
  • Nr. 2 (67), 12. Februar 1970
  • Nr. 3 (68), 26. Februar 1970
  • Nr. 4 (69), 12. März 1970
  • Nr. 5 (70), 9. April 1970
  • Nr. 6 (71), 23. April 1970
  • Nr. 7 (72), 6. Mai 1970
  • Nr. 8 (73), 28. Mai 1970
  • Nr. 9 (74), 4. Juni 1970
  • Nr. 10 (75), 11. Juni 1970
  • Nr. 11 (76), 25. Juni 1970
  • Nr. 12 (77), 8. Juli 1970
  • Nr. 13 (78), 9. Juli 1970
  • Nr. 14 (79), 16. Juli 1970
  • Nr. 15 (80), 24. September 1970
  • Nr. 16 (81), 1. Oktober 1970
  • Nr. 17 (82), 8. Oktober 1970
  • Nr. 18 (83), 15. Oktober 1970
  • Nr. 19 (84), 22. Oktober 1970
  • Nr. 20 (85), 12. November 1970
  • Nr. 21 (86), 19. November 1970
  • Nr. 22 (87), 26. November 1970
  • Nr. 23 (88), 9. Dezember 1970
  • Nr. 24 (89), 10. Dezember 1970
  • Nr. 25 (90), 11. Dezember 1970
  • Nr. 26 (91), 12. Dezember 1970
  • Nr. 27 (92), 17. Dezember 1970
  • Nr. 28 (93), 21. Januar 1971
  • Nr. 29 (94), 22. Januar 1971
  • Nr. 30 (95), 25. Februar 1971

Volltext

84. Sitzung vom 22. Oktober 1970 
583 
Xromp 
läufiges Endprodukt jener Bewegung, die Sie jahrelang 
lediglich als unruhige Jugend apostrophiert haben. 
(Zuruf; Tupamaros!) 
— Die Tupamaros sind ein anderes vorläufiges End 
produkt. — Aber niemand kann doch daran zweifeln, 
daß letzten Endes die FDJ das endgültige Endprodukt 
sein wird. Auch darauf ist bisher nicht die richtige 
Einstellung erfolg. 
(Abg. Voelker; Das ist bestimmt nicht der Fall. 
Die Kette ist falsch. Da würde ich mal ein bißchen 
tiefer reingehen.) 
Na passen Sie mal auf. Im Vorlesungsverzeichnis des 
Germanistischen Seminars — und ich darf mit Erlaub 
nis des Präsidenten zitieren — sind drei Seminare an 
gekündigt: Die Literatur zum Aufbau des Sozialismus, 
Deutsche Literatur von 45 bis 49, und Die Literatur des 
CDU-Staates. Bis auf den Begriff CDU-Staat klingen 
also diese Ankündigungen recht harmlos. Jetzt hat die 
Rote Zelle Germanistik neue Titel für diese Seminare 
bestimmt. Da heißt jetzt das erste Seminar „Literatur 
der antifaschistischen Ordnung und des Beginns des 
sozialistischen Aufbaus in der DDR“, das zweite „Lite 
ratur zur Restauration des Kapitals in Westdeutschland“ 
— das ist also die deutsche Literatur von 45 bis 49 -— 
(Abg. Schmitz: Von Herrn Lefevre.) 
— Ja, von Herrn Lefevre gehalten. — Und drittens 
„Dokumente des Kampfes der KPD für die Entmachtung 
der Monopolherren und die Einigung der Arbeiterklasse 
in den Westzonen“. Erläuternd werden noch einige 
Unterpunkte hinzugefügt, damit jeder weiß, worum es 
geht: „Literatur der antifaschistischen Ordnung und 
des Beginns des sozialistischen Aufbaus in der DDR“, 
erstens; „Theorie und Praxis der antifaschistisch-demo 
kratischen Ordnung“, zweitens: „Enteignung der Groß 
grundbesitzer als praktische Entnazifizierung“, drittens; 
„Der volkseigene Sektor in der Industrie als Grundstein 
einer sozialistischen Wirtschaft“, viertens: „Die Einheits 
und Volksfrontpolitik der KPD, a) Vereinigung von SPD 
und KPD, b) die Massenorganisationen FDJ, FDGB 
und Kulturbund.“ Na, meine Damen und Herren, was 
sollen wir denn eigentlich noch hier erzählen, was 
das für Entwicklungen hier sind. Wo leben wir eigent 
lich ? In West-Berlin oder auf den Fidschi-Inseln ? 
Es ist doch völlig unverständlich, wie eine Partei, die 
nach 1945 in einer so hervorragenden Weise in dieser 
Stadt der kommunistischen Bedrohung Widerstand ge 
leistet hat, auf einmal, praktisch auf ein Jahr feststell 
bar, anfing, eine völlig gegensätzliche Politik zu betrei 
ben. 
(Zuruf von der SPD; Das ist Ihre Behauptung. — 
Abg. Dr. Behrendt: Das ist eine Realität.) 
Sie hat da geschwiegen, wo sie etwas hätte sagen sollen. 
Die Bereiche der politischen Bildung, sowohl in den 
Jugendverbänden als auch an den Schulen, sind ver 
nachlässigt worden. Man hat anstelle des Liberalismus 
eine Vorstellungswelt der absoluten Freiheit und der 
absoluten Antiautorität entwickelt. Das alles ist von 
Ihnen als Modeerscheinung mitgemacht worden, und Sie 
hätten wissen müssen, wohin das laufen muß. Das 
Problem ist, daß in erster Linie die Erziehungsbereiche 
erfaßt worden sind, und von daher gewinnt diese ganze 
Bewegung ihre ungeheuerliche langfristige Gefährlich 
keit. Ich möchte hier nicht zur Situation an der Pädago 
gischen Hochschule Stellung nehmen. Das wird meinem 
Kollegen Klein überlassen bleiben. Ich möchte Sie aber 
doch bitten zu sehen, wohin diese ganze Geschichte sich 
entwickeln muß, wenn nicht ganz eindeutige Klarstel 
lungen vorgenommen werden. Es geht doch nicht nur an, 
uaß Sie Reformen machen, von denen niemand weiß, 
wie sie sich ausmünzen. Es geht doch auch darum, daß 
Me in Wort und Schrift und durch die persönliche Hal- 
iung auch eines Senators in der Öffentlichkeit klar- 
m achen, wo Sie die Grenzen zu ziehen gewillt sind, und 
uaß Sie im kleinen, in der Schule, in den Bereichen, wo 
üe r Kampf zu Fuß und an der Basis geführt wird, 
Widerstand leisten, nicht nachgeben, nicht Kompro 
misse schließen, die sich später nicht auszahlen. Das ist 
die Problematik. 
(Beifall bei der CDU.) 
Die Entwicklung ist durch die Tatsache mitverschuldet 
worden, daß Sie ausgerechnet die Erziehungsbereiche 
Ihrem linken Flügel überlassen haben, der dort prak 
tisch machen konnte, was er wollte. Was dabei heraus 
gekommen ist, sehen wir, sehen wir am deutlichsten an 
der Pädagogischen Hochschule. Was machen Sie eigent 
lich, wenn Sie nächstes Jahr jeden, aber auch jeden 
Absolventen der Pädagogischen Hochschule einstellen 
müssen, weil der Lehrermangel Sie dazu zwingt ? 
(Beifall bei der CDU.) 
Stell, Präsident Dr. Keif: Das Wort hat der Abgeord 
nete Riebschläger! 
Dr. Riebschläger (SPD); Herr Präsident! Meine Damen 
und Herren! Was wir eben hier erlebt haben von seiten 
der CDU, ist der Versuch, die Mehrheitsfraktion dieses 
Hauses mit Kräften zu identifizieren, mit denen wir 
nicht einmal auf Grund ehemaliger Mitgliedschaft das 
Geringste gemein haben. Ich weiß nicht, ob das der 
Stil ist, den Sie hier einreißen lassen wollen, nachdem 
es ja vorher durchaus ernstzunehmende Angebote gab, 
die auch in der Debatte aufgegriffen worden sind, sich 
über die Streitpunkte hinweg darauf zu verständigen, 
welche die beste Strategie zur Bekämpfung radikaler 
Kräfte in dieser Stadt sei. Ich sehe im Bericht des 
Senats keine echten Ansatzpunkte dafür, ihm Schön 
färberei, Nicht-zur-Kenntnisnehmen gravierender Tat 
bestände, das Nicht-ernst-nehmen radikaler Gruppen 
und dergleichen vorwerfen zu können. Vielleicht liegt es 
daran, daß einige Herren der Opposition ihre Beiträge 
formuliert haben, ohne den Bericht zu lesen. Denn wer 
ihn gründlich — 
(Protest bei der CDU; Das ist eine böse Unter 
stellung! — Abg. Schmitz: Bei solch einer Vorlage, 
da muß man doch hingucken. — Doch nicht von 
sich auf andere schließen! ) 
— Ich hoffe, daß Ihr Temperamentspegel sich inzwi 
schen soweit gelegt hat, daß Sie meinen weiteren Wor 
ten folgen können. — Ich habe zwar bei Ihnen— ab 
gesehen von einigen Ausnahmen — sowieso nicht mehr 
die Hoffnung, meine Damen und Herren der CDU- 
Fraktion, daß Sie über die Ordnungsaspekte hinaus 
bereit sind, zur Kenntnis zu nehmen, daß das, was diese 
SPD-Praktion vor einem Jahr initiiert hat in Form des 
Universitätsgesetzes, dazu beigetragen hat, 
(Zuruf von der CDU: Das stimmt doch nicht. — 
Wenn Sie zugehört hätten!) 
bestimmte Entwicklungen von uns abzuwenden, mit 
denen man jetzt in anderen Bundesländern sehr zu tun 
hat. Selbstverständlich gibt es auch neue Erscheinun 
gen, über die wir uns heute hier anhand dieses Berichts 
des Senats unterhalten, 
(Abg. Boehm: Haben Sie unseren Entwurf zur 
Kenntnis genommen ?) 
aber was Sie versuchen, auf der Grundlage von Vor 
stellungen, wie sie in den fünfziger und sechziger Jahren 
ihre Gültigkeit und ihren Wert gehabt haben mögen, 
nunmehr so zu tun, als sei das, was wir vor einem Jahr 
initiiert haben, die Grundlage dafür, daß wir uns heute 
mit dem Problem der Roten Zellen herumzuschlagen 
haben — das alles wird sich sehr schnell, wie ich hoffe, 
bei den Vernünftigen in Ihrer Fraktion als Eindruck 
legen. Denn dies steht ja nun einmal fest: Wer seine 
Vorstellungswelt und die Debatte hier verengt auf die 
Ordnungsaspekte des Ganzen, verstellt sich den Blick 
für die Möglichkeiten, die gegeben sind und die auch
	        

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