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Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1915 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Kalender: Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain) Ausgabe 1915 (Public Domain)

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Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Kerr, Alfred
Titel:
Caprichos : Strophen des Nebenstroms / von Alfred Kerr
Erschienen:
Berlin: I. M. Spaeth Verlag, 1926
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Umfang:
219 Seiten
Dewey-Dezimalklassifikation:
830 Deutsche Literatur
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15461830
Sammlung:
Berliner Dialekt, Literatur, Literarisches Leben
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 326 Kerr 1
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

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  • Zentralblatt der Bauverwaltung (Public Domain)
  • Ausgabe 1915 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhalts-Verzeichnis des 35. Jahrgangs, 1915.
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  • Nr. 101
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  • Nr. 103

Volltext

457 
Jür. 70. Zentralblatt der Bauverwaltung. 
IRHALT: Di® Baukunst der Renaissance in Italien. — Die Wasserversorgung von Neuyork. (Schluß.) — Versuch zur Beseitigung der Wasserdurchlässigkeit von 
Beton bei einer Brückenlahrbahn. — V ermischte s:* Wettbewerb für Entwürfe zum Bau einer Schwimm- und Badeanstalt am Garde-du-Corpsplatz in 
Cassel. — Eiscnbetonplatten als Bohlenbelag für Eisenhahubriicken. — Bücherschau. 
[Alle Rechte Vorbehalten.^ 
Die Baukunst der Renaissance in Italien. 
Unter (Jen Kinzelbänden des vom Gebhardtschen Verlag heraus 
gegebenen Sammelwerkes „Handbuch der Architektur“ eifreuen sich 
die zum Teil II gehörigen Bände, „die Baustile“, welche die Baukunst 
des klassischen Altertums, des Mittelalters und der Renaissance be 
handeln, einer weit Uber den Kreis der Fachwelt hinausgehenden 
Beachtung. Sicher gehören sie zu den am meisten gelesenen des 
großen Verlagsunternehmens. An ihrer Spitze stehen die beiden Bände 
über die Baukunst der Griechen und Römer aus der Feder Joseph 
Durms. Über die in. dieser Zeitschrift wiederholt berichtet wurde 
(vgl. Jahrg. 1881 d. BL, S. 56; 1886, S. 230 u. 1910, S. 361). Die 
griechische Baukunst ist schon in dritter, die römische in zweiter 
Auflage erschienen. Ein weiterer Band des hochverdienten Verfassers, 
„die Baukunst der Renaissance in Italien“ liegt ebenfalls in einer 
zweiten Auflage vor,*) ihm sollen diese Zeilen das Geleit geben. 
Zwischen den drei Durmschen Büchern besteht ein enger innerer Zu 
sammenhang und wenii der Verfasser im Vorwort zu seinem 
Renaissancewerke sagt, daß der Band den natürlichen Abschluß der 
zwei vorgenannten bilde, „die wohl als ein zusammenhängendes 
Ganzes angesehen werden dürfen, denn aus dem ersten Buche bauen 
sieh die anderen in historischer Reihenfolge auf“, so hat er damit sein 
künstlerisches Glaubensbekenntnis gegeben. 
Aus beiden. Quellen, der Antike wie der italienischen Renaissance, 
bat Joseph Durm den wesentlichen Gehalt seines an Erfolgen und 
Ehren reichen Schaffens, seine Lebensanschauung als Architekt ge 
schöpft. Eine außerordentliche Fülle von selbst Geschautem und Er 
lebtem ist in der Baukunst der Renaissance in Italien verarbeitet; 
was Durm gibt, hat er gesehen und auf vielen Reisen im klassischen 
Süden nachzuprüfen, zu ergänzen und zu berichtigen immer wieder 
Gelegenheit gehabt, daher die Frische, der lebendige Pulsschlag der 
Darstellung. Gern wird man ihm auf seinen Wegen folgen und 
auch da, wo ihn Abwehr fremder Lehren und Auffassung zu beißendem 
Spott, ja selbst zur Unduldsamkeit verleiten, der ehrlichen Überzeugung 
die Achtung nicht versagen. 
Durms Bücher sind keine Gulehrtenarbeit; er hat sie als Architekt 
für Architekten geschrieben; von diesem Standpunkte wollen sie 
gewertet, werden. Wo er jenen Standpunkt verläßt, verliert er 
oft den festen Boden. Unter den baugeschichtlichen Daten S. 41 und 
anderwärts, in - der Darstellung der baukünstlerischen Entwicklung, 
finden sich Lücken und Flüchtigkeiten neben Längen und Wieder 
holungen. Es bedeutet sicher keinen Vorzug gegenüber der knappen 
Fassung der ersten Auflage, wenn der Verfasser gleich im Abschnitt II: 
„Entstehung und Ausbreitung der Renaissance, ihre Meister und Bau 
werke“, sich in längere Ausführungen über Luciano Laurana, den 
Meister des Schlosses von Urbino, und die Erstlingsarbeiten Bramantes 
in Mailand verliert oder sich mit der neueren Kunstforschung über 
die Zeiteinteilung und das Wesen des Barockstils auseinandersetzt. 
Hier gelangt man über den verschiedenen Vermutungen und Urteilen 
weder zur Klarheit über die Ergebnisse noch über den eigenen Stand 
punkt des Verfassers. Und Mangel an Stoffgliederung verrät es, 
wenn die schon auf S. 31 bis 38 dargelegte Laurana- und Bramante- 
frage kurz darauf zum zweiten Male, S. 48 ff. und S. 69 ff., in aller 
Breite weiter behandelt wird, um schließlich in einer Nachlese auf 
S. 89 noch einmal wiederzukehren. Das ist zuviel Ballast für ein 
Handbuch der Architektur. Wir hören in dieser Sache lieber Durra 
*) Handbuch der Architektur. Begründet von $r.»3ng. Dr. 
Eduard Schmitt. Leipzig. J. M. Gebhardts Verlag, ln gr, 8°. — 
II. Teil: Die Baustile. Historische und technische Entwicklung. 5. Bd.: 
Die Baukunst der Renaissance in Italien. Von Dr. pbil. b. o. und 
h.c. Joseph Durm, Geheimrat und Professor an derTechnischen 
Hochschule in Karlsruhe. 2. Aufl. Leipzig 1914. X u. 1014 S. mit 
963 Abb. u. 8 farbigen Taf. 45 Mark, in Halbfranz geh. 48 Mark. 
selbst, als viele fremde Meinungen und folgen gern seinem ge 
sunden Urteil und Protest gegen diejenigen, die in den Werken des 
genannten Laurana am Hofe zu Urbino die Anfänge der Hoch 
renaissance suchen. Mit Recht wird auf Alberti und seine römischen 
Studien hingewiesen; es hätte noch deutlicher gesagt werden dürfen, 
daß die Formensprache der Hochrenaissance nur in Rom selbst ihren 
Ausgangspunkt gefunden hat. 
Gereichen die baugeschichtlichen Abschweifungen dem Durmschen 
Buche nicht zum Vorteil, so bringt es in den bauktlnstleriscbeii und 
-technischen Teilen bedeutende und wertvolle Erweiterungen gegen 
über der ersten Auflage. Dazu zählen, wenn man sie auch eigent 
lich an anderer Stelle suchte, gleich die im Abschnitte II gemachten 
Angaben über die Konstruktion und Festigkeitsverhältnisse des 
Bramanteschen Entwurfs zum Dom von S. Peter in ltom und der 
Vergleich desselben mit der nach Michel Angelos Modell ausgeführten 
Kuppel. — Mancherlei Neues bringt ferner das Kapitel über Stein 
decken. Ganz umgearbeitet und stark vermehrt erscheint der Ab 
schnitt Über den Villenbau. Durm weiß, wie vor ihm bereits Heinrich 
von Geymüller, den besonderen Stimmungsgehalt des italienischen 
Landhauses im Gegensatz zum nordischen treffend zur Anschauung 
zu bringen. Ausführlich behandelt sind namentlich die Frührenaissance- 
viUen in der Umgegend von Florenz. — Eine wertvolle, die bisherigen 
Darstellungen vielfach berichtigende Studie über die berühmte Palast 
villa Monte Imperiale zu Pesaro wird auf S, 409 ff, gegeben. Gebührend 
berücksichtigt sind ferner die Villengrundrisse bei Serlio und nament 
lich Palladios Landhausbauten. Zu einer Darstellung nach Zeitfolge 
und Entwicklung kommt es freilich nicht, wenn der historische Faden 
verlassen und beispielsweise Villa Falconieri in Frascati und Villa Albani 
in Rom an die viel ältere Villa d’Este in Tivoli angeschlossen und erst 
hinter Palladio die römischen Barockvillen wieder aufgenommen werden. 
Zu den Schloßbauten treten in der neuen Auflage die Kastelle und 
Landburgen. — Unerläßlich erschien vom heutigen Standpunkte ein Ein 
gehen auf den Städtebau der Renaissance; hier beschränkt sich indessen 
der Verfasser zumeist auf eine versteckte Kritik neuerer Arbeiten auf 
diesem Gebiete, ohne dem eigenen Wissen breiteren Raum zu gewähren. 
Am Schlüsse stehen die „Sakralbauten“. Mit warmem, das Wort 
belebenden Empfinden hat der Verfasser in diesem Kapitel zunächst 
die religiösen und künstlerischen Stimmungen gekennzeichnet, welche 
vom Säulentempel der Griechen zur Kuppel des Pantheon, von Raum- 
gcbilden wie die frühchristliche Basilika zu den Zentralbauten der 
Renaissance geführt haben. Daran reiht sich eine treffliche Zusammen 
stellung der Turmbauten der Renaissance. Willkommen erscheint 
ferner der Hinweis auf die durch Lage und Bauart so reizvollen 
Kolonien von Wallfahrtskirchen und -Kapellen an den oberitalienischen 
Seen, Baugruppen, die man erst in jüngster Zeit zu sammeln und zu 
bearbeiten begonnen hat. 
Den Boden eigenster Zuständigkeit betritt Durm endlich in dem 
Abschnitt über die Zentralbauten, wohin streng genommen auch das 
in Abschnitt II, zu Beginn des Buches, gegebene hingehört. Nur sehr 
■wenige unter uns besitzen auf dem schwierigen Gebiete des historischen 
Gewölbe- und Kuppelbaues eine so umfassende Sachkenntnis und 
Anschauung wie Durm, und was er im vorliegenden Bande, wie in 
dem über die antik-römische Architektur, hierüber ausgeführt hat, darf 
als grundlegend und klärend für die Bautechnik und die Baugeschichte 
angesehen werden. Und wenn der Verfasser den Rahmen der engeren 
Aufgabe überschreitend auch die späteren Kuppelbauten eines 
Borromini und Guarini in Italien, sowie die großen Kuppelkirchen von 
Paris (Invalidendom und Pantheon) und die Londoner Paulskirche 
in den großen Zusammenhang der Entwicklung einfügt, so können 
wir ihm für diese Bereicherung des Stoffes nur Dank wissen. 
Berlin. R. Borrmann. 
Die Wasserversorgung von Neuyork 
(Schluß aus Nr. 69.) 
Die ganze Leitung, auch die von Hillview ab unter Neuyork 
sich hinziehende Strecke derselben, ist nach Vollendung durch Preß- 
zement nachgedichtet. Derselbe wurde in Mischung 1 Zement 1 Sand 
durch gleich oder nachträglich eingesetzte Rohre von 5 cm Durchm. 
mit Druckluft bis zu 25 Atm. namentlich an undichten Stellen hinter 
die äußere Leibung der Stollen und Rohre eingepreßt, um alle Hohl- 
räume zu füllen. 
Um die rund 1,9 Milk cbm/Tag auf die fünf Stadtteile zu ver 
teilen, wären 30 Rohre von 1,22 m Durchm. erforderlich gewesen. 
Man war daher, auch zur Versorgung des städtischen Leitungs 
netzes, gezwungen, einen Drucktunnel von Hillview aus unter Jerome 
Park-Behälter. Hnrlemriver und längs durch die Halbinsel Altstadt 
Manhattan zwischen Hudson und Eastriver zu treiben, letzteren 
und die Narrows zu kreuzen, um im Silver-Park-Reservoir auf 
Staten Island zu endigen. Die Länge ist einschließlich eines Abzweigs 
nach Brooklyn 28,5 km in Tiefen zwischen 60 bis 200 m (mindestens 
30 m unter Felsoberfläche) mit lichten Durchmessern von 4,57 bis 
3,35 m. Die Linie ist sorgfältig abgebohrt und bewegt sich unter 
öffentlichen Garten, Plätzen und Straßenzügen. Sie wurde von 24 meist 
endgültigen Schächten, gleichmäßig auf die Länge verteilt, in Angriff
	        

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