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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1915, XXIV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1915, XXIV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Monograph

Author:
Thrasolt, Ernst
Title:
Dr. Carl Sonnenschein : der Mensch und sein Werk / von Ernst Thrasolt
Other titles:
Doktor Carl Sonnenschein
Publication:
München: Verlag Jos. Kösel & Friedr. Pustet, 1930
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Scope:
1 Online-Ressource (404 Seiten)
Berlin:
B 252 Biographie: Einzelbiographien und Familienbiographien
DDC Group:
920 Biografie, Genealogie, Heraldik
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15461646
Collection:
Berlinerinnen,Berliner
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 252 Son 5 a
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Contents

Table of contents

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1915, XXIV. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 3. Januar 1915
  • Nr. 2, 10. Januar 1915
  • Nr. 3, 17. Januar 1915
  • Nr. 4, 24. Januar 1915
  • Nr. 5, 31. Januar 1915
  • Nr. 6, 7. Februar 1915
  • Nr. 7, 14. Februar 1915
  • Nr. 8, 21. Februar 1915
  • Nr. 9, 28. Februar 1915
  • Nr. 10, 7. März 1915
  • Nr. 11, 14. März 1915
  • Nr. 12, 21. März 1915
  • Nr. 13, 28. März 1915
  • Nr. 14, 4. April 1915
  • Nr. 15, 11. April 1915
  • Nr. 16, 18. April 1915
  • Nr. 17, 25. April 1915
  • Nr. 18, 2. Mai 1915
  • Nr. 19, 9. Mai 1915
  • Nr. 20, 16. Mai 1915
  • Nr. 21, 23. Mai 1915
  • Nr. 22, 30. Mai 1915
  • Nr. 23, 6. Juni 1915
  • Nr. 24, 13. Juni 1915
  • Nr. 25, 20. Juni 1915
  • Nr. 26, 27. Juni 1915
  • Nr. 27, 4. Juli 1915
  • Nr. 28, 11. Juli 1915
  • Nr. 29, 18. Juli 1915
  • Nr. 30, 25. Juli 1915
  • Nr. 31, 1. August 1915
  • Nr. 32, 8. August 1915
  • Nr. 33, 15. August 1915
  • Nr. 34, 22. August 1915
  • Nr. 35, 29. August 1915
  • Nr. 36, 5. September 1915
  • Nr. 37, 12. September 1915
  • Nr. 38, 19. September 1915
  • Nr. 39, 26. September 1915
  • Nr. 40, 3. Oktober 1915
  • Nr. 41, 10. Oktober 1915
  • Nr. 42, 17. Oktober 1915
  • Nr. 43, 24. Oktober 1915
  • Nr. 44, 31. Oktober 1915
  • Nr. 45, 7. November 1915
  • Nr. 46, 14. November 1915
  • Nr. 47, 21. November 1915
  • Nr. 48, 28. November 1915
  • Nr. 49, 5. Dezember 1915
  • Nr. 50, 12. Dezember 1915
  • Nr. 51, 19. Dezember 1915
  • Nr. 52, 26. Dezember 1915
  • ColorChart

Full text

!r. 
2 
berliner Justrirte Zeitung. 
01 
Das große Feuer 
Roman von Richard Skowronnek 
Fortsetzung. 
Nachdruck verboten. 
Allen neuhinzutretenden Abonnenten werden die bereits erschienenen Kuapitel 
ieses Romans in einem Sonderabdruck unentgeltlich auf Verlangen nachgeliefert. 
zäuten. Die Sterbeglocke der katholischen Kirche schickte ihren Ruf weit über 
Land und See, gar seltsam mischte er sich mit den schmeichelnden Walzerklängen, 
ꝛie aus den geöffneten Saalfenstern drangen. Die Musik brach jählings mit 
einem schrillen Mißton ab, aus den dunklen Gängen des Gartens hasteten die 
Pärchen zur Mitte zurück, die Massen der Dragoner und ihrer Gäfte strömten 
rus dem Saal. Um das Tanzpodium drängte sich die Menge, ein halblautes 
Fragen ging von Mund zu Mund. 
Irgend etwas war geschehen, aber niemand vermochte Auskunft zu geben. 
der Rittmeister von Foucar war mit blassem Gesicht im Tanzsaal erschienen, hatte 
eiser vor Erregung dem Kapellmeister zugerufen: „Musik aufhörenl“ Mehr 
vußte man nicht. Die Offiziere der Schwadron, der Regimentskommandeur und 
ner Landrat standen um Oberst Wegener, die Köpfe vorgeneigt. Der aber hielt 
ꝛeine Depesche in der Hand und sprach halblaut auf sie ein ... 
Durch die gestaute Menge draußen im Garten lief es wie eine Welle, aus 
»er Stadt wäre ein Radfahrer gekommen, der Herr Redakteur Thieme vom 
Irdensburger Anzeiger möge sich sofort wegen Herausgabe eines Extrablattes 
n die Druckerei begeben! Da trat der Regimentskommandeur an die Rampe 
ind hob zum Zeichen, daß er sprechen wollte, die Hand. Unter den Linden des 
Barks wurde es so still, daß man das leise Rauschen der vom Nachtwind bewegten 
Zlätter vernehmen konnte. Die flackernden Lampen rings um das Bretterpodium 
hienen auf bleiche Gesichter, und der sonst so klaren Stimme des Oberst— 
eutnants Harbrecht merkte man heftige Erregung an ... 
„Meine lieben Freunde,“ begann er, „wir wollten Euch zuerst verschweigen, 
vas sich heute fern von uns zugetragen hat, um das Fest, auf das Ihr Euch alle 
chon seit Wochen gefreut habt, nicht kurz vor dem Schluß zu stören. Aber der 
derr Rittmeister von Foucar hatte recht, als er der Musik Schweigen gebot. 
Auch unserem deutschen Vaterland ziemt keine Lustbarkeit an dem Tage, der 
insere treuen Bundesgenossen mit tiefstem Leid geschlagen hat. Ein furchtbares 
Berbrechen ist geschehen, OesterreichUngarns Thronfolger ist einem Attentat 
erbischer Mordbuben zum Opfer gefallen und mit ihm seine Gemahlin .. .“ 
Ein kurzer Aufschrei rang sich aus hundert Kehlen, der Oberstleutnant fuhr 
mit vor Bewegung schwankender Stimme fort: „Ein Freoel ist es, den man kaum 
zu fassen vermag, bei dem einem das Blut in den Adern gerinnt .. . Das 
Mitleid würgt einen am Halse, wenn 
man an die unmündigen Kinder des 
Paares denkt und an den greisen Herr— 
scher, dem ein grausames Schicksal auch 
diese letzte Bitternis nicht erspart hat. 
BVielleicht ist es ihm ein Trost, daß von 
der Adria bis zum Nordmeer Millionen 
und aber Millionen mit ihm fühlen und 
wehklagen ... 
„Wenn wir, meine lieben Freunde, 
nach dem ersten gerechten Schmerze nun 
den Blick in die Zukunft lenken, so 
dürfen wir wohl sagen, daß diese fluch— 
würdige Tat das die beiden Reiche eini— 
gende Band noch fester ziehen wird — 
gemeinsames Leid kittet besser als 
Freude! Unseren Waffengenossen starb 
eine Hoffnung, uns selbst ein treuer 
Freund. Die Welt, soweit sie von ge— 
itteten Menschen bewohnt wird, verhält 
den Atem an dem heutigen Tage, nie— 
mand weiß, was kommen wird ... 
Vielleicht war, was geschehen ist, ein 
weithin deutendes Zeichen für alles, was 
deutsch fühlt und was deutsch ist auf 
dieser Weolt, zu noch engerem Zusammen— 
schluß, zur Wachsamkeit gegen die Feinde 
ringsum ... Sie sollen uns bereit 
finden. Das sei unser Gelöbnis in 
dieser ernsten Stunde! Und nun, meine 
lieben Freunde, wollen wir still nach 
Hause gehen ..“ 
t gemachter Lustigkeit begann Karl von Gorski: „In einer 
kleinen preußischen Grenzgarnison fern im Osten lebte still- 
vergnügt ein Leutnant. Unansehnlich von Figur, innerlich 
aber riesig bedeutend. Da überfiel ihn eines Tages eine 
glühende Leidenschaft zu einem jungen Mädchen, einem tau— 
xischen, lieben kleinen Kerl ...“ 
„Aber, Herr von Gorski,“ protestierte Fräulein Ilse 
Harbrecht errötend, er jedoch fuhr unerschütterlich fort: 
„Wieso, aber? Ich gebe Ihnen die Versicherung, das junge Mädchen war 
virklich reizend! Nur einen Fehler hatte sie, sie war viel zu jung. Da kam 
her grimmige Vater her, hing mit wenig schmeichelhaften Worten dem Leutnant 
in Schloß vor den Mund — von diesem Vorgang existiert eine ziemlich natur— 
zetreue Abbildung — ja, und da mußte der Leutnant gehorchen. Der Vater 
der jungen Dame war nämlich sein Regimentskommandeur. Diese Angelegenheit 
zatte sich brieflich abgespielt. Als aber der mehrfach genannte Leutnant nach 
Ablauf seiner Festungshaft in die heimatliche Garnison zurückkehrte, wurde er 
wnuch mündlich belehrt. Das Donnerwetter prasselte nur so über sein unschuldiges 
Zaupt und zum Schluß hieß es: „Mit 'nem halben Kind, Herr Leutnant, poussiert 
nan nicht! Ich ersuche Sie ebenso dringend wie höflich, meiner Tochter, wenn 
ie demnächst heimkehrt, weiter keine Flausen in den Kopf zu setzen, verstanden!“ 
da verstand der Leutnant natürlich, was der Herr Regimentskommandeur 
meinte ... Sie, mein Fräulein, werden aus Ihrer genauen Kenntnis mili— 
ärischer Rangverhältnisse begreifen, was dem mehrfach erwähnten jungen 
dffizier passiert wäre, wenn er nicht verstanden hättel Und gehorcht! ... 
Also da sitzt er nun arg in der Klemme. Seine Gefühle für die junge Dame, 
die in der Zwischenzeit nicht nur erfreulich älter, sondern auch noch bedeutend 
chöner geworden ist, sind unverändert geblieben. Aber was nützt ihm das? 
Wenn er diesen Gefühlen keinen Ausdruck geben darf? Wissen Sie vielleicht 
Fräulein Harbrecht, wie diesem mehrfach erwähnten Leutnant zu helfen wäre?“ 
Sie standen jetzt im Schatten einer 
riesigen Linde, die mit ihren dichtbelaub— 
en Aesten mildtätig das Licht der näch— 
tten Laterne dämpfte. Da atmete Fräu— 
lein Ilse tief auf, gleich danach aber 
log um ihren Mund ein Lächeln. 
dDas ist freilich eine schlimme Ge— 
schichte! Aber wenn man es nun umge— 
kehrt machen würde, so daß der Leut— 
nant vor seinem bösen Regimentskom— 
mandeur kein schlechtes Gewissen zu 
haben brauchte?“ 
„Ach so,“ sagte er, „nicht dumm! Na 
denn vorwärts ...“ 
Da wurde sie doch ein bißchen ver— 
legen. „Ich krieg's nicht 'raus,“ sagte sie 
seise. Und zögernd fügte sie hinzu: 
„Aber auf eins kann sich der Offizier 
verlassen, das junge Mädchen ist ihm 
nach wie vor von Herzen gut!“ 
In seinem Gesicht zeigte sich ein 
seltsames Zwinkern, so um die Augen 
herum, sein Mund aber lachte schon 
wieder. 
„Wenn mich nicht alles täuscht, ist 
das ein ernster Heiratsantrag!“ Und 
als sie verschämt nickte, fuhr er über— 
mütig fort: „Na denn, mein gnädiges 
Fräulein, ich fühle mich hochgeehrt, bitte. 
prechen Sie morgen mit meiner Mama! 
Dder Herr Regimentskommandeur aber 
tann mir gewogen bleiben, ich habe sein 
Verbot nicht übertreten. Also komm 
her, Mädel ...“ Er breitete die Arme 
ie schmiegte sich hinein, und dann küßter 
ie sich herzhaft und lange, unbekümmert, 
was man auf dem Tanzplaß von ihrem 
Ausbleiben denken mochte. Margen war 
auch ein Tag ... 
Da kam plötzlich von weit her aus 
or Vorstadt ein eintönig bimmelndes 
147 
Die fünfte Schwadron marschierte 
in geschlossenem Zuge unter Führung 
des Wachtmeisters Kegler zur Kaserne 
zurück, auf den Bürgersteigen rechts 
und links der Straße bemühte sich die 
Schar der Gäste gleichen Schritt zu 
halten. Schweigend bewegte sich die 
Die Samariterin. 
Zeichnung von Vrofessor Ernst Liebermann-München
	        

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