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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1903, XII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1903, XII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

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Monografie

Verfasser:
Meyer, Alfred Gotthold
Titel:
Gesammelte Reden und Aufsätze / Alfred Gotthold Meyer
Erschienen:
Berlin: Druck von H. S. Hermann, 1905
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2022
Umfang:
207 Seiten
Berlin:
B 352 Bildende Kunst: Allgemeine Kunstgeschichte
Dewey-Dezimalklassifikation:
700 Künste, Bildende Kunst allgemein
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15473994
Sammlung:
Bühne, Film, Musik, Bildende Kunst
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 352/44
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Das Deutsche Haus in St. Louis und das Charlottenburger Schloss

Schnellzugriff

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  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1903, XII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 4. Januar 1903
  • Nr. 2, 11. Januar 1903
  • Nr. 3, 18. Januar 1903
  • Nr. 4, 25. Januar 1903
  • Nr. 5, 1. Februar 1903
  • Nr. 6, 8. Februar 1903
  • Nr. 7, 15. Februar 1903
  • Nr. 8, 22. Februar 1903
  • Nr. 9, 1. März 1903
  • Nr. 10, 8. März 1903
  • Nr. 11, 15. März 1903
  • Nr. 12, 22. März 1903
  • Nr. 13, 29. März 1903
  • Nr. 14, April 1903
  • Nr. 15, 12. April 1903
  • Nr. 16, 19. April 1903
  • Nr. 17, 26. April 1903
  • Nr. 18, 3. Mai 1903
  • Nr. 19, 10. Mai 1903
  • Nr. 20, 17. Mai 1903
  • Nr. 21, 24. Mai 1903
  • Nr. 22, 31. Mai 1903
  • Nr. 23, 7. Juni 1903
  • Nr. 24, 14. Juni 1903
  • Nr. 25, 21. Juni 1903
  • Nr. 26, 28. Juni 1903
  • Nr. 27, 5. Juli 1903
  • Nr. 28, 12. Juli 1903
  • Nr. 29, 19. Juli 1903
  • Nr. 30, 26. Juli 1903
  • Nr. 31, 2. August 1903
  • Nr. 32, 9. August 1903
  • Nr. 33, 16. August 1903
  • Nr. 34, 23. August 1903
  • Nr. 35, 30. August 1903
  • Nr. 36, 6. September 1903
  • Nr. 37, 13. September 1903
  • Nr. 38, 20. September 1903
  • Nr. 39, 27. September 1903
  • Nr. 40, 4. Oktober 1903
  • Nr. 41, 11. Oktober 1903
  • Nr. 42, 18. Oktober 1903
  • Nr. 43, 25. Oktober 1903
  • Nr. 44, 1. November 1903
  • Nr. 45, 8. November 1903
  • Nr. 46, 15. November 1903
  • Nr. 47, 22. November 1903
  • Nr. 48, 29. November 1903
  • Nr. 49, 6. Dezember 1903
  • Nr. 50, 13. Dezember 1903
  • Nr. 51, 20. Dezember 1903
  • Nr. 52, 27. Dezember 1903
  • Farbkarte

Volltext

ir 
— 
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7 
E BEIDEM 8SOLTAG. 
homan von Hans Olden. 
—— Machdruck verboten.) 
ber in diesen Jahren begann Frau Soltau zu 
kränkeln. Sie mußte jetzt viel liegen, brachte 
ganze Tage auf dem grünseidenen Chaiselogne 
mihrem Stübchen hin ... 
„Wird schon wieder werden,“ vertröstete sie die 
shren. „Wenn nur das Hauswesen nicht so drunter 
eiden müßte.“ 
Da war es Hermann, der ihr diese Sorge all— 
aählich abnahm. Und er eignete sich zum Haus⸗ 
altungsvorstand. Küche, Keller, Vorratsräume und 
zpindenzimmer waren ihm bald eine vertraute Do— 
näne. Er entwarf die täglichen Speisezettel und 
berwachte die gesamte Wäsche: Mit der Köchin und 
em Diener rechnete er die Ausgabenbücher nach, die 
dohn⸗ und Schlafzimmer und Salons unterwarf er 
iner täglichen strengen Kontrolle in Bezug auf Ord⸗ 
ung und Staubfreiheit. Das dienende Personal 
zandte fich in allen häuslichen Fragen bald nur noch 
n Herrn Hermann. Der große junge Mann mit dem 
landen Vollbart und den ernsten dunkelblauen Augen 
ertrat ihnen völlig die regierende Hausfrau. 
Im Hochsommer des Jahres 1878 schloß die kleine 
Nutter für immer die gütigen Augen. Zwei Tage 
päter fand unter dem üblichen Gepränge das Leichen⸗ 
egängnis statt. In schwarzen Kleidern, mit umflor— 
en Hüten und blassen Gesichtern schritten die drei 
ahen Hinterbliebenen hinter dem mächtigen Sarge. 
der aufrechte Alte zwischen den Söhnen, dem ganz 
ebrochenen Hermann und dem elfjährigen Walther, 
der mit großen, angstvoll scheuen Kinderaugen das 
UInfaßbare übersann und die Zähne aufeinander biß, 
im seine Haltung zu bewahren. 
Als die drei vom Kirchhof zurückkehrten, in die 
roch von Karbol und Lorbeer duftende Wohnung der 
Bellevuestraße, herrschte zunächst scheue Stille und 
Ratlosigkeit. Wie sollte sich das Leben nun gestalten? 
Aber dank Hermanns ordnendem Sinn kam in 
venigen Wochen das Ganze wieder in regelmäßige 
heleise. Es wurde eine Repräsentationsdame en— 
agiert, die aber in jeder Beziehung Hermanns 
eitung unterstand. Der Vater war den Tag über 
m Geschäft, fand, wenn er am späten Abend heim— 
ehrte, die gewohnte Ordnung, Walther besuchte die 
-chule, erledigte unter Hermanns Aufsicht die häus— 
ichen Arbeiten und unternahm wie früher Streif— 
üge. Selbst eine kleine Abendgesellschaft wurde noch 
jelegentlich im Soltauschen Hause zusammenge— 
racht . . . Die Lücke war geschlossen. Nur der schön— 
seitsfreudige Geist fehlte, der auch noch in den Tagen 
des Siechtums dem Alltaasleben poetischen Abalan— 
zeliehen Latte 
ßerliner JIllustrirte Zeitung. 
Ich bhin der blaue himmei, 
bin die Wolke. 
Ich bin der blaue Himmel, bin die Wolke, 
Die Frühlingswolke, drin die Donner hallen, 
Daraus in Nacht die bunten Blumen fallen, 
Die Stirn zu weih'n dem Mädchen aus dem Volke. 
Ich bin der blaue Himmel, bin die Wolke. 
Ich bin der Südwind, der die Tannen streichelt, 
Die gestern noch als Schneesturm ich gegeißelt. 
Ich bin der Bach, der sich die Stufen meißelt 
Hinab ins Tal, das plaudernd er umschmeichelt. 
Ich bin der Südwind, der die Tannen streichelt 
Ich bin das Meer, das graue, uferlose, 
Aus dem die Sterne schwankend widerstrahlen. 
Ich bin die Sturmnacht mit des Mondes fahlen, 
Im Wellenschaum emporgeworf'nen Rose. 
Ich bin das Meer, das graue, uferlose. 
Ich bin der blaue Himmel, bin die Wolke, 
Die Frühlingswolke, dunkelschön von Wettern. 
Ich bin der Blitz und streich' durch eure Lettern, 
Zeig' ich mich flammend dem entzückten Volke. 
Ich bin der blaue Himmel, bin die Wolke 
Maurice von Stern. 
Wichnung von F. Stafsen 
281 
— 
— 
*— 
— 
— 
( 
—— 
—— 
—— 
— — 
— 
— ⸗ 
— 
—— 
—— 
Fünf Jahre lebten die beiden Söhne so in Ge⸗ 
meinschaft mit dem Vater — stille, kalte Jahre. 
Walther hatte keine fröhliche Jugend. Wenn er ge— 
legentlich in die behaglichere Häuslichkeit eines Schul⸗ 
freundes guckte, dann dachte er nachher mit traurigem 
Herzen der lieben, lichten Gestalt seiner gestorbenen 
Mama. 
So gar nicht hübsch und lustig war's zu Hause 
jetzt — gar nie, nie, nie! 
Hermann empfand das nicht so. Wenn nur 
alles in Ordnung verlief, keiner zu klagen hatte ... 
Und dann in den Erholungsstunden gute Bücher lesen, 
gelegentlich ein Theater oder Kongert besuchen ... 
Aber der stille, gleichmäßige Ernst des Hauses 
sollte noch tragische Erschütterungen erfahren. 
Der alte selbstherrliche Erich Soltau war in den 
Jahren auch geschäftlich immer mehr ein isolierter 
Mann geworden. So wie er dachte und wollte, das 
war von Anbeginn das Rechte gewesen, das wurde 
mit starrem Willen durchgesetzt — ohne rechts und 
sinks auf das nichtig-gefügige Treiben der anderen 
zu achten ... Nun war eine neue Zeit gekommen 
und der große Kaufmann einer vergangenen Epoche 
ragte als ein Fremder in diese umgeschaffene Welt, 
in dieses Gewühl emporkommender Existengzen, die jetzt 
geschäftliche Mächte darstellten, die Märkte beherrsch⸗ 
en. . . . Soltau verstand seine Zeit nicht mehr. Er 
hatte das Gehudel früher mißachtet, er wollte heute 
nicht mit ihm paktieren. Und so geriet die alte, 
hochangesehene Firma Soltau, die einzig auf dem 
gewaltigen Chef beruhte, in Stillstand. Noch war 
sie gefestigt in ihrem Boden, altvornehm, ehrfurcht⸗ 
gebietend — aber die unmittelbare Bedeutung für 
die realen Kämpfe des Tages verlor sie mehr und 
mehr. Soltau konnte sich endlich der Wirklichkeit 
nicht mehr verschließen, und ein ohnmächtiger In— 
grimm begann sein Inneres zu durchtoben. Mit 
starren Augen mußte er ansehen, wie der stolze Bau 
seiner Lebensarbeit mählich und unaufhaltbar zer 
bröckelte. 
Er wurde finsterer und despotischer. Die Ange— 
stellten des Hauses wichen scheu vor ihm zurück und 
vollführten ohne Anteilnahme seine wortkargen Be— 
fehle. 
Den Söhnen Hermann und Walther war er 
längst ganz unnahbar geworden. Im Hause der 
Bellevuestraße herrschte scheue Ruhe. Stumm schritt 
der Hausherr durch die schönen, vornehmen Räume 
Was ihn schließlich völlig brach, war ein Versuch. 
einzulenken — eine Untreue gegen seine bisherigen 
Grundsätze. In einer hitzigen Aufwallung unter— 
nahm er es, die sein Haus bedrängenden Handels— 
gesellschaften mit ihren eigenen Waffen zu bekämpfen. 
kin waghalsiges Unternehmen großen Stils sollte 
ie alte Soltausche Weltmacht in neuem Glange er 
tehen lassen ... 
Der Feldzug endete mit völliger Niederlage.
	        

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