Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe IX.1859 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Metadaten: Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain) Ausgabe IX.1859 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Monografie

Verfasser:
Klaußmann, Anton Oskar
Titel:
Berliner Gauner : aus dem Tagebuche eines Berliner Kriminalbeamten / von A. Oskar Klaußmann
Ausgabe:
Zweite Auflage
Erschienen:
Leipzig: Paul List, [1910]
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Umfang:
220 Seiten
Berlin:
B 816 Recht. Justiz: Kriminalität. Kriminalfälle. Prozesse
Dewey-Dezimalklassifikation:
340 Recht
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15453265
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 816/23
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Kapitel

Titel:
Die Nacht der Elenden

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Zeitschrift für Bauwesen (Public Domain)
  • Ausgabe IX.1859 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • H. (1)
  • H. (2)
  • H. (3)
  • H. (4)
  • Inhaltsverzeichnis

Volltext

637 
Literatur. 
638 
vertrauter Kenntnifs des mittelalterlichen Baustyles in dem 
selben zu schaffen vermag; die vorliegenden Zeichnungen zu 
Mobilien geben einen neuen Beweis dieses seines Talents und 
seiner Kenntnifs. Es sind Zeichnungen zu Meubles im gothi- 
schen Style, und näher bezeichnet in dem Style des Id. Jahr 
hunderts, wie wir deren in seltenen Exemplaren noch hier und 
da erblicken, und wo sie sich finden, von ihren Besitzern hoch 
gehalten sehen nicht blos wegen ihres Alterthums, sondern 
auch wegen der an ihnen dargelegten Kunst des Schreiners 
und Bildschnitzers. Denn das ist eben das grofse Ergebnis 
bedeutender Kunstperioden, dafs in ihnen zugleich auch das 
Handwerk zur Höhe künstlerischer Vollendung sich empor- 
aehwingt, und der Werkmeister in seiner Sphäre zu freiem 
und selbstständigem Schaffen befähigt ist. Damals bedurfte 
Schwerlich der Handwerker zu seinen Arbeiten der zeichnen 
den Hand eines Architekten, wie er sie heutigen Tags bedarf, 
um Arbeiten zu liefern, die über das gewöhnliche Bedürfnis 
hinausgehen und durch besondere. SchÖngestaltung einen An 
spruch auf Kunst haben sollen. Die Publicirung und noch 
mehr die Nachbildung derartiger Entwürfe ist daher wohl ge 
eignet, dazu beizutragen, um den Handwerkerstand wieder auf 
die verlorene Stufe künstlerischer Bildung zu erheben. Dafs 
diese Möbel-Entwürfe in Kiel ausgeführt worden sind, giebt 
uns aber einen sehr vorteilhaften Begriff von der Tüchtigkeit 
holsteinischer Tischler, die schon vor Jahren, wie wir wissen, 
nach den edirten Schinkcl’schen Möbel-Entwürfen arbeiteten, 
während dieselben den Berliner Möbel-Tischlern noch so gut 
wie unbekannt geblieben waren. 
Um aber auf den Inhalt der uns vorliegenden beiden 
Hefte „ausgeführter Mobilien“ näher einzugehen, so finden wir 
darin einen Stuhl, Tisch, Schreibtisch, Leinenscbrank, Toiletten 
spiegel, einen Waschtisch, Nähtisch, Hängebort (hängendes j 
offenes Schränkchen), ein Clavier, einen Damenschreibtisch, i 
etwa in einem Sechstel der natürlichen Gröfse und mit den I 
dazu nöthigen Details in der halben Gröfse der Ausführung j 
geometrisch verzeichnet. Als Ornamente sehen wir häufig go- j 
tbische Maafswerke en relief verwendet, die mit dem Meifsel i 
aus der Fläche ausgestochen sind; als Galerieen oder Borde 
um Tische sind mit der Stichsäge ausgeschnittene Ranken- 
verzicrungen, als Krönungen Fialen und Blumenwerk, häufig 
auch Zinnenwerk verwendet; die Kanten der Bretter sind 
stets abgefaset, die Fasen der stärkeren Bretter an der Stirn 
seite mit Rundstäben oder auch wohl mit kleinen gothischen 
Säulchen mit gewundener Cannelur geschmückt; die eigentliche 
Dreharbeit scheint dabei absichtlich vermieden. Die aufge 
setzten metallenen verzierten Bänder und Beschläge sind überall 
nach mittelalterlicher Art entweder gravirt, gebuckelt, durch 
stochen, oder Alles zugleich; war doch der Schlosser des Mit 
telalters in seiner Sphäre zugleich auch Graveur und Metall 
treiber! Alle diese Meubles erscheinen stylvoll componirt und 
bilden durch gleichmäfsige Behandlung bei all ihrer Verschie 
denheit ein recht harmonisches Ganze, das ihre Besitzer höch 
lich erfreuen mag. Bei sauberer Arbeit sehen diese Meubles 
ausgeführt gewifs noch viel besser und graziöser als in der 
geometrischen Zeichnung aus, setzen aber bei reicher Verwen 
dung des Schnitzwerks sehr wohlhabende Besteller oder Er 
werber voraus. — Sollen wir unserm gerechten Lobe der vor 
liegenden Möbel - Entwürfe einen kleinen Tadel hinzufügen, 
so wäre es der, dafs ihr Erfinder zuweilen an ihnen Zierfor 
men angebracht hat, die allein im Steinbau ihre Berechtigung 
haben. Wir wollen kaum dahin jene kleine Zinnen rechnen, 
die wir so oft auch an den Schränken des 15. und 16. Jahr 
hunderts als Krönungen verwendet sehen, mehr jedoch jene 
Form gothischer Spitzbogenfenster und gothischer Fialen, die 
wir hier und da als Form für die Durchbrechung von Stützen 
und als Decoration der Stirnseite der Pfosten erblicken. Diese 
Uebertragung des architektonischen Schemas hei der Gestal 
tung und Verzierung von Mobilien und Geräthen war aber 
auch schon im 14. und 15. Jahrhundert sehr im Schwange, 
wenn sie auch in den Zeiten der Blüthe der Gothik mehr ver 
mieden wurde. Hr. G. Martens kann sich also gegen die 
sen Tadel, wollte man ihm denselben zum Vorwurf machen, 
sehr wohl damit vertlieidigen, dafs er bei diesem Spiel mit 
architektonischen Formen nicht aus dem Style gefallen sei. 
Was die Darstellung der Zeichnungen betrifft, so sind 
dieselben in schlichten derben Linien „authographirt“, wie auf 
dem Titel zu lesen. Dem Anscheine nach besteht diese „Au- 
thographie“ in einem Abklatsch einer mit chemischer Tusche 
auf Papier angefertigten Zeichnung auf eine Zink- oder Stein 
platte: ein Verfahren, das öfter angewendet zu werden ver 
diente, um wohlfeile Editionen zu ermöglichen, 
L. L.
	        

Downloads

Downloads

Für dieses Werk ist zusätzliches Material unter dem Punkt weitere Dateien verfügbar.

Ganzer Datensatz

TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße)
TOC
Mirador

Diese Seite

PDF Download der aktuellen Seite Vorschau Download der aktuellen Seite Klein Download der aktuellen Seite Mittel Download der aktuellen Seite Groß Download der aktuellen Seite Master TEI Volltext Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Weitere Dateien

  • B_368_Fried_II_10_b.pdf

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel Gramm hat ein Kilogramm?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.