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Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1903, XII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Metadaten: Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain) Ausgabe 1903, XII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Mehrbändiges Werk

Verfasser:
Ostwald, Hans
Titel:
Das Berliner Dirnentum : Ausgabe in 2 Bänden
Erschienen:
Leipzig: Verlag von Walther Fiedler 1907
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Fußnote:
Band 1 wurde von der Staatsbibliothek zu Berlin digitalisiert und kann über den Link http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0002D0FA00010000 aufgerufen werden
Band 1 enthält Bd. 1-5, Band 2 enthält Bd. 6-10 der in 10 Einzelbänden erschienen mehrteiligen Monografie
Berlin:
B 704 Gesellschaft: Prostitution
Dewey-Dezimalklassifikation:
300 Sozialwissenschaften, Soziologie
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Titel:
II. Band
Erschienen:
[ca. 1907]
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2025
Umfang:
90, 93, 87, 81, 112 Seiten
Fußnote:
Die Provenienzmerkmale, die in einzelnen Objekten vorhanden sind, werden derzeit vom Referat Provenienzforschung der ZLB geprüft.
6. Abteilung: Prostitutionsmärkte; 7. Abteilung: Schlupfwinkel der Prostitution; 8. Abteilung: Gelegenheitsdirnen; 9. Abteilung: Dirnentypen; 10. Abteilung: Ausbeuter der Dirnen
Berlin:
B 704 Gesellschaft: Prostitution
Dewey-Dezimalklassifikation:
300 Sozialwissenschaften, Soziologie
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15499793
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 704/18 a: 6-10
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Gesellschaft, Bevölkerung, Soziales, Gesundheit

Kapitel

Titel:
Dirnentypen

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Berliner illustrierte Zeitung (Public Domain)
  • Ausgabe 1903, XII. Jahrgang, Nr. 1-52 (Public Domain)
  • Nr. 1, 4. Januar 1903
  • Nr. 2, 11. Januar 1903
  • Nr. 3, 18. Januar 1903
  • Nr. 4, 25. Januar 1903
  • Nr. 5, 1. Februar 1903
  • Nr. 6, 8. Februar 1903
  • Nr. 7, 15. Februar 1903
  • Nr. 8, 22. Februar 1903
  • Nr. 9, 1. März 1903
  • Nr. 10, 8. März 1903
  • Nr. 11, 15. März 1903
  • Nr. 12, 22. März 1903
  • Nr. 13, 29. März 1903
  • Nr. 14, April 1903
  • Nr. 15, 12. April 1903
  • Nr. 16, 19. April 1903
  • Nr. 17, 26. April 1903
  • Nr. 18, 3. Mai 1903
  • Nr. 19, 10. Mai 1903
  • Nr. 20, 17. Mai 1903
  • Nr. 21, 24. Mai 1903
  • Nr. 22, 31. Mai 1903
  • Nr. 23, 7. Juni 1903
  • Nr. 24, 14. Juni 1903
  • Nr. 25, 21. Juni 1903
  • Nr. 26, 28. Juni 1903
  • Nr. 27, 5. Juli 1903
  • Nr. 28, 12. Juli 1903
  • Nr. 29, 19. Juli 1903
  • Nr. 30, 26. Juli 1903
  • Nr. 31, 2. August 1903
  • Nr. 32, 9. August 1903
  • Nr. 33, 16. August 1903
  • Nr. 34, 23. August 1903
  • Nr. 35, 30. August 1903
  • Nr. 36, 6. September 1903
  • Nr. 37, 13. September 1903
  • Nr. 38, 20. September 1903
  • Nr. 39, 27. September 1903
  • Nr. 40, 4. Oktober 1903
  • Nr. 41, 11. Oktober 1903
  • Nr. 42, 18. Oktober 1903
  • Nr. 43, 25. Oktober 1903
  • Nr. 44, 1. November 1903
  • Nr. 45, 8. November 1903
  • Nr. 46, 15. November 1903
  • Nr. 47, 22. November 1903
  • Nr. 48, 29. November 1903
  • Nr. 49, 6. Dezember 1903
  • Nr. 50, 13. Dezember 1903
  • Nr. 51, 20. Dezember 1903
  • Nr. 52, 27. Dezember 1903
  • Farbkarte

Volltext

ar. 
Berliner Illustrirte Zeitung. 
* 
* 
* 
4J 
BEMEISE 
s. Fortsetzung. — Nachdruck verboten. 
V 
Montag. 
unkt drei Uhr war Rosamunde bei Zibell. In 
seinem großen, langen Zimmer ging sie un⸗ 
uhig und mit heftig klopfendem Herzen auf und ab. 
Zibell war nach Jarisch gegangen, um Doris selbst 
u holen. Er war sehr unglücklich über das gegebene 
ßersprechen und sagts sich, daß er bei Rosamundens 
zefligkeit eigentlich auf alles gefaßt sein konnte. 
Die Wendung, die die gange Angelegenheit nun 
enommen hatte, diente überhaupt nur daau, ihn un— 
zlücklich zu machen. 
Nie hätte er es für möglich gehalten, daß Rosa⸗ 
nunde sich so ernsthaft in Konrad verlieben würde. 
Wohl hatte er es übernommen, eine Heirat 
zwischen den beiden zu fördern, zustande zu bringen, 
wenn es irgend möglich war, wohl hatte er Konrad 
nach besten Kräften dazu zu überreden gesucht, wohl 
jatte er dem jungen Mädchen die guten Eigenschaften 
ind Vorzüge ihres Vetters in den begeistertsten Aus⸗ 
zrücken gepriesen und gerühmt, wohl hätte es auch 
hm Freude gemacht, die beiden vereint zu sehen. 
Aber daß die heißblütige Rosamunde sich derart 
in Konrad verlieben würde, das hätte er nicht ge⸗ 
Iaubt, und das gerade jetzt, gerade jetzt! 
Ach, er vermochte all den Jammer und das Elend 
gar nicht auszudenken, das nun bald da sein würde, 
sie alle wie in einem Netz einfangend, umhüllend, 
erstickkend in seinen mitleidslosen Maschen und Fäden. 
Es war schrecklich, schrecklich! Und zwei Dinge 
daran waren ihm am allerschrecklichsten. 
Erstens: daß er einer der Hauptmitschuldigen 
war. Zweitens: daß es durchaus nicht in seiner Macht 
lag, einen Rettungsversuch bei Rosamunde zu machen, 
indem er sie gana und vollständig über alles auf⸗ 
flärte. 
Das durfte er nicht; denn das Geheimnis 
war nicht das seine. 
Ratlos war er, völlig ratlos, während er 
so dahinfuhr nach Jarisch. Ratlos war er noch, 
als der kleine Wagen, den er sich aus der Kar⸗ 
towoer Remise geborgt hatte, vor der Tür von 
Schoskalstis Häuschen hielt. — 
Er ging hinein. 
In der Küche fand er Frau Manns be— 
schäftigt. Sie spülte in einer irdenen Schüssel 
mit Wasser ein paar Teller und Löffel ab. 
Sie mirte und grüßte, als sie den Leb— 
rer sah. 
„Das ist brav, Frau Manns,“ sagte er, 
„daß Sie sich der Wirtschaft hier wieder an— 
nehmen. Hier übrigens,“ er griff in die Tasche 
und holte Müngzen heraus, die er ihr gab, 
wie ich's Ihnen versprochen habe. Ihr Geld 
für den Monat August.“ 
Dankte schön, Herr Lehrer.“ 
Zibell deutete nach dem Zimmer links. 
„Ist der Kavitän zu Hause?“ 
Zoman von Hunie Heumann-fofer. 
Zeichnung von Franz Stassen. 
„Nein. Er ist heute schon ganz früh ausgegangen. 
sch glaube, er wollte nach der Stadt.“ 
„Gut. Und dort,“ er wies nun nach der Stube 
chts, „ist man zu Hause?? 
„Ja. Sie ist zu Hause. Gerad' hat sie zu Mittag 
egessen. Ich wasch' eben auf.“ 
„Schön. Schön!“: 
Zibell klopfte an und trat gleich darauf ein. 
Doris Schoskalski saß genau wie gestern, in dem— 
eAben Kleide, mit dem gleichen Tuch um die Stirn, 
a dem gleichen Polsterstuhl wie gestern da. Sie tat 
igentlich nichts. Sie war damit beschäftigt, einen 
spfel zu essen. Die Kerne spuckte sie sich in die freie 
inke Hand und zählte sie soeben genau durch. 
„Guten Tag, Doris,“ sagte der Lehrer, als er 
intrat. Sie sah ihn aufmerksfam an, als müßte sie 
rst in ihrem Gedächtnis nachsuchen, wer dieser Mann 
vohl sein könne. 
Dann nickt sie mit dem verbundenen Kopf. Sie 
atte ihn erkannt. 
Guten Tag, Don Carlos. Sehen Sie, ich esse 
inen Apfel, und die Kerne weissagen mir.“ 
Er legte die Hand auf Doris' Schulter. 
Das Wetter ist heute schön, Doris. Und ich habe 
inen Wagen draußen. Einen hübichen, bequemen 
Vagen. Wollen Sie mit mir spagieren fahren?“ 
Sie blickte ihn zuerst verwundert, fragend an. 
dann kam ein froher Blick in ihre stumpfen Augen. 
ss dämmerte alles sehr langsom in diesem armen. 
erwirrten Kopfe. 
„Spazieren fahren? Mit dir? Gewiß will ich 
das. Und gerne. Was hast du? Einen Wagen? 
Ja? Und ein Pferd davor? Ein wirkliches, leben— 
iges Pferd? Ja?“ 
Als Zibell alles dies bejahte, lachte sie fröhlich 
auf und klatschte in die Hände, wie ein Kind, das 
Janz unerwartete Geschenke bekommt 
„Ich will. Ich will.“ 
Sie wollte aufspringen. Doch er hielt sie noch 
zurück. 
„Lassen Sie mich erst die Kompresse von Ihrer 
zrirne abnehmen. Ich will sehen, wie die Sache 
jseute aussieht.“ 
„Nun gut.“ Gehorsam blieb sie sitzen. „Aber 
nach es schnell, ja? Denn wir haben keine Zeit. Wir 
vollen doch spagzieren fahren. Und nur rasch fort, 
evor er wieder kommt, sonst —“ 
„Sonst läßt er Sie am Ende nicht fort? So?“ 
„Ach! lassen, lassen! Was hat denn er viel zu 
assen? Man wird ihn ganz gewiß nicht um Er— 
aubnis fragen. Aber er braucht's ja gar nicht zu 
vissen, wo ich bin. Ich bin eben weg, und er mag 
nich lange suchen.“ 
Sie stieß ein langes, unheimliches Kichern aus. 
Zibell kehrte sich nicht weiter um ihr Lachen, auch 
rcht um ihre Reden. Er löste mit geschickten Fingern 
den Knoten des Verbandes und besah sich die verletzte 
ztirne. Sie war schon heute bedeutend besser. Die 
zpur des Schlages war natürlich noch ganz deutlich 
ichtbar, doch blasser schon, nicht mehr so blutigrot 
ie gestern, und auch nicht mehr so angeschwollen. 
Sie können ohne Verband bleiben, Doris,“ sagte 
r, das Tuch bei Seite legend. Und nun werde ich 
tnaus gehen und Ihnen Frau Manns hereinschicken, 
amit sie Ihnen rasch hilft. sich ein wenig schön zu 
nachen. 
„Aber das Kind? Ich nehm' es doch mit. Nicht 
»ahr?“ fragte sie plötzlich ängstlich. 
„O nein, nein. Ich denke, es bleibt hier.“ 
„Aber, wie, wenn er dann kommt und mich nicht 
indet, und es ist allein, er wird ärgerlich, der Stock 
rutscht ihm aus — —“ 
„Nun gut, gut, wir können es auch mitnehmen,“ 
aate Zibell sofort begütigend. Und bei sich dachte er: 
Der Wagen hat ja ein Verdeck. Kein Mensch 
wird die Puppe sehen. Wenn wir nachher bei 
mir aussteigen, so lassen wir sie im Wagen 
niegen. Sie wird dann nicht mebr daran 
denken.“ 
Zehn Minuten später saß sie neben Zibell 
in dem Halbverdeckwagen, den eine bedöchtige, 
alte, braune Mähre zog; und freute sich wie 
rein Kind über die paar blassen Sonnenstrahlen, 
die hier und da durch das einförmige Grau der 
Wolken hervorleuchteten, über die grünen Wie— 
sen, über die mit Garben zum Teil, zum Teil 
noch mit ungehauenem Korn voll stehenden 
Felder, über die Bäume und grünen Hecken, 
über die schnell dahin schwirrenden Vögel, über 
alles. 
Wie er sich's gedacht hatte, so war es. Ueber 
dem vielen anderen, das es für sie zu sehen gab, 
Jatte sie ihr vermeintliches Kind gar bald ver— 
gessen, unbemerkt von ihr nahm er die Puppe 
ind stopfte sie unter die Decke des Wagens; 
Ichher, wenn er sie wieder nach Hause brachte, 
— 
i 
Arpad Schmidhammer, München. 
Ibpaterute.
	        

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