Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain) Ausgabe 5.1872 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain) Ausgabe 5.1872 (Public Domain)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Monograph

Author:
Wegener, Wilhelm
Title:
Geschichte der St. Georgen-Kirche und Gemeinde zu Berlin : zur Feier des zweihundertjährigen Bestehens der St. Georgen-Gemeinde / im Auftrage der kirchlichen Organe dargestellt von W. Wegener
Publication:
Berlin: Gebrüder Grunert, 1889
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Scope:
79 Seiten
Keywords:
Berlin
Berlin:
B 642 Kirche. Religion: Einzelne evangelische Gemeinden
DDC Group:
230 Theologie, Christentum
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15449824
Collection:
Religion
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Shelfmark:
B 642 Georg 1 b
Copyright:
Rights reserved - Rights managed by VG Wort (§ 51 VGG)
Accessibility:
Free Access

Chapter

Title:
Kapitel III. Der Gräuel der Verwüstung. Berlin eine Festung. St. Georg in der Pflege von St. Nicolaus. Die Nothwendigkeit einer Vorstadtsparochie

Illustration

Title:
St. Georgen im Jahre 1688
Illustrator:
Rückwardt, Hermann

Contents

Table of contents

  • Berliner Wespen / Stettenheim, Julius (Public Domain)
  • Ausgabe 5.1872 (Public Domain)
  • Nr. 1, 05.01.1872
  • Nr. 2, 12.01.1872
  • Nr. 3, 19.01.1872
  • Nr. 4, 25.01.1872
  • Nr. 5, 02.02.1872
  • Nr. 6, 09.02.1872
  • Nr. 7, 16.02.1872
  • Nr. 8, 23.02.1872
  • Nr. 9, 01.03.1872
  • Nr. 10, 08.03.1872
  • Nr. 11, 15.03.1872
  • Nr. 12, 22.03.1872
  • Nr. 13, 30.03.1872
  • Nr. 12, 30.03.1872
  • Nr. 14, 05.04.1872
  • Nr. 15, 12.04.1872
  • Nr. 16, 19.04.1872
  • Nr. 17, 26.04.1872
  • Nr. 18, 03.05.1872
  • Nr. 19, 10.05.1872
  • Nr. 20, 17.05.1872
  • Nr. 21, 24.05.1872
  • Nr. 22, 31.05.1872
  • Nr. 23, 07.06.1872
  • Nr. 24, 14.06.1872
  • Nr. 25, 21.06.1872
  • Nr. 26, 28.06.1872
  • Nr. 27, 05.07.1872
  • Nr. 28, 12.07.1872
  • Nr. 29, 19.07.1872
  • Nr. 30, 26.07.1872
  • Nr. 31, 02.08.1872
  • Nr. 32, 09.08.1872
  • Nr. 33, 16.08.1872
  • Nr. 34, 23.08.1872
  • Nr. 35, 30.08.1872
  • Nr. 36, 06.09.1872
  • Nr. 37, 13.09.1872
  • Nr. 38, 20.09.1872
  • Nr. 39, 27.09.1872
  • Nr. 40, 04.10.1872
  • Nr. 41, 11.10.1872
  • Nr. 42, 18.10.1872
  • Nr. 43, 25.10.1872
  • Nr. 44, 01.11.1872
  • Nr. 45, 08.11.1872
  • Nr. 46, 15.11.1872
  • Nr. 47, 22.11.1872
  • Nr. 48, 29.11.1872
  • Nr. 49, 06.12.1872
  • Nr. 50, 13.12.1872
  • Nr. 51, 20.12.1872
  • Nr. 52, 27.12.1872

Full text

Berliner Wespen, 
Europäischer Poiizeibericht der Berliner Wespen. 
Vor einigen Tagen wurde der Bischof von Paderborn, der bis dahin 
ganz wohl gewesen, beim Hirtenbriefschreiben plötzlich tolerant. Er ge 
stattete nämlich für den Geburtstag des Landesherrn einen zweimaligen 
Genuß von Fleischspeisen. Nachdem er seinen Geist aufgegeben, befindet 
er sich jetzt wieder auf dem Wege nach Rom. — Am 30. traten vier neue 
Mitglieder in das Herrenhaus ein und wurden erst um 4 Uhr der an 
Apathie gren-enden Betäubung der übrigen Mitglieder wieder entrisien. 
Die sieben auf den Tribünen anwesenden Zuschauer schliefen während dieses 
bedauerlichen Vorfalls fo fest, daß derselbe fast unbemerkt vorübergehen 
konnte. — Vor mehreren Tagen brach im Berliner Opernhaus wahrend 
Figaro's Hochzeit ein Primadonnawetter los, durch welches viele alte Zu 
hörer entwurzelt und einige Unhöflichkeiten weit umhergcschleudert wurden. 
— Am 20. bemerkte der Papst, daß dem König von Italien der Regen 
schirm fehlte. Erst später stellte es sich heraus, daß ein solcher von einem 
Schirmherrn überhaupt nicht getragen zu werden brauche. Der Papst hatte 
die betreffende Bemerkung also in einem Anfall von Fehlbarkeit gemacht, 
welche er leider seit seiner bedauerlichen Jnfallibilität nicht mehr los zu 
werden im Stande ist. 
Co Die ist es ja! 
Die vier überfallenen Blätter. Hilfe! Hilfe! 
Vorübergehender Fremder. Um Götteswillen, ist denn keine 
Polizei da? 
Die Ueberfallenen. Die ist es ja eben! 
Parität. CO* 
(Sin Herrn von Mallinckrodt und Genoffen.) 
Die Ihr nach Parität so eifrig sucht, 
Wie wahrt Ihr selbst die Parität? 
Seht nach, in Euren Büchern steht: 
Wer anders glaubt, als wir, der sei verflucht! 
Die „Kölnische Zeitung" bringt im Jnseratentheil ihrer Nr. 25 fol 
genden: „Nachruf an Herrn I. Marder, berittener GenSd'arm in 
der 8. GenSd'armerie-Brigade bei seiner Versetzung nach Bensberg. 
Dich, Theurer, seh'n wir ungern von uns scheiden, 
Du warst es, der fein schweres Amt verstand, 
Der anspruchslos, friedliebend und bescheiden 
Ein gute? Herz mit edlem Sinn verband. 
So leb' denn wohl — wir werden treu und echt 
Oft Deines braven Wirkens uns entsinnen; 
Denn wer wie Du — so bieder und gerecht, 
Wird überall manch Freundesherz gewinnen. 
Viele Bewohner aus Bayenthal." 
Sollten die Unterzeichner so malitiös sein, den berittenen Gensd'arm 
nur vorzuschieben, statt seiner aber den unberittenen Cultusminister 
v. Wühler zu meinen? 
Bokizeitiche Bekanntmachung, 6^ 
betreffend die Confiscation von Zeitungen. 
Jede Zeitung wird bei ihrem Erscheinen mit sämmtlichen Beilagen 
confiscirt: 
§ i. a) wegen der Geburtsanzeigen, falls diese sich auf einen Knaben 
beziehen, da derselbe, älter geworden, die betteffende Zeitung 
lesen und darin ein Inserat der Meininger Hypothekenbank 
finden könnte, 
d) wegen der! Heirathsanzeigen , da der junge Gatte in Folge 
deffelben Inserats seine Mitgift in Prämien - Pfandbriefen der 
genannten Bank anlegen könnte, 
c) wegen der Todesanzeigen, da die Erben des Verstorbenen aus 
gleichen Ursachen das Gleiche thun könnten. 
§ 2. Die Constscatton der Zeitungen wird auch dann vorgenommen, 
wenn durchaus keine Anzeige darin veröffentlicht ist, weil dann 
die Leser merken würden, es fehle auch das Inserat der Prämien 
pfandbriefe der Meininger Hypothekenbank und dadurch speziell 
auf dieselben reflectiren könnten. 
Es ist kein Wunder, wenn die Börsen-Aeltesten dem Skandal an 
der Berliner Börse endlich ernst zu Leibe gehen. Die Aeltesten haben ja 
so etwas noch nicht erlebt! 
d Strike der Spandauer Iuchlhauster. 
Von den Socialdemokraten der Berliner Wespen. 
Es war endlich Zeit, daß auch die Opfer der unbarmherzigen Straf- 
gesetze zum Himmel griffen und ihre heiligen Rechte herunterzuholen ver 
suchten. 
Mit einer wahren Herzenslust lesen wir die Mittheilung aus dem 
Spandauer Zuchthause, daß die Bürger deffelben den Versuch machten, ihre 
elende Lage durch einen Strike z» verbeffern. Sie verlangten erfrischenden 
Aufenthalt im Freien, beffere Verpflegung, Beschränkung der geisttödtenden 
Arbeit und eine Abkürzung der Zeit ihrer sitzenden Thätigkeit. 
Natürlich hat sich der jede freie Regung bekämpfende Staat diesen heil 
samen Besttebungen sofort mit roher Waffengewalt entgegengeworfen und 
dieselben im Keime zu ersticken versucht. 
Wird diese Politik auf die Dauer Erfolg haben? Gewiß nicht I Der 
wackere Zuchthäusler, der biedere Sträfling, sie werden unablässig ihre Men 
schenrechte vertheidigen, und eines Tages wird die gute Sache siegen. 
Bettachten wir uns doch einmal die in Spandau Schmachtenden etwas 
genauer. Sind cs nicht recht eigentlich und mehr als wir die Opfer der 
verfaulten Gesellschaft? Da ist ein sogenannter Dieb, der im ermüdenden 
Kampfe gegen das nichts würdige Capital gefallen ist. Wir sehen ihn im 
Geiste, keuchend unter der Last der Brechstangen und Dietriche, nach Arbeit 
suchen. Ueberall, wo er solche finden könnte, wird er von der Bourgeoisie 
verscheucht, welche entweder noch nicht schlafen gegangen ist, um den Schweiß 
der Arbeiter zu verpraffen, oder plötzlich aufwacht, ihre Hunde losläßt und 
in gewohnter Feigheit Hülfe schreit. Der Dieb eilt hinweg. Endlich findet 
er Arbeit. Mit unsäglicher Mühe hat er die Scheiben eingedrückt und bohrt 
einen Geldschrank an. Von der Stirne rinnen ihm die Perlen, er läßt sich 
nicht stören, ohne Licht, ohne Aufmunterung, ohne freundliches Wort Seitens 
des Besitzenden schafft er bis zum ersten Hahnenschrei. Da packt ihn die 
Polizei, und anstatt den störrischen Arbeitgeber, den gemästeten Fabrikherrn 
zu verhaften, schleppt sie den mittellosen Dieb vor den Staatsanwalt, der 
— der Dieb nämlich — vier Wochen später in Spandau sitzt, während der 
Bourgeois aus dem Subscriptionsball das Tanzbeinchen schwingt. 
Ebenso der schlichte Bauernfänger, der einem zum entnervenden Ver 
gnügen nach Berlin gekommenen Besitzenden das den Armen abgezapfte 
Blut, welches ihn zu ersticken droht, abnimmt, der thätige Flatterfahrer, der, 
um seinen Hunger zu stillen, seine besten Jahre damit zubringt, die Wäsche 
von den Böden zu holen und zu verkaufen, also wahrlich nicht, um selbst 
diesen bestialischen LuxuS zur Schau zu tragen, der ehrliche Louis, der im 
Kampfe um die Eristenz daS Meffer brauchte, daS er sich mühsam verdient 
hat. Hört Jhr's, Ihr Geldprotzen, Ihr vierstöckigen Vampyre, Ihr Ober- 
faullenzer, Ihr Kehlabschneidermeister? Mühsam! 
Kein einziges Organ der von dem Mühlendamm entsprungenen Com 
mis geleiteten Bourgeoispreffe hat sich bis jetzt der armen Zuchthäusler 
angenommen. So wollen denn wir diese Schlachtopfer des Capitals zum 
Strike ermuntern. In allen Werkstätten der Zuchthäuser muß Geld gesam 
melt und uns zugeschickt werden, daß wir den Sttike organisiren und 
unterstützen können. Auf, Ihr Brüder, unsere Losung ist: Hasenclever 
sehen und sterben! 
Un den Abgeordneten Strosser. 
Das merk' für künft'ge Fälle: 
Eine Kammer ist keine Zelle, 
Ein Abgeordneter zur Stund' 
Kein eingesperrter Vagabund, 
Ein Landtag ferner ist durchaus 
Kein Zucht-, kein Spinn- und ähnlich Haus, 
Wenn es auch kein Vergnügen scheint, 
Bei Dir zu sitzen dort, mein Freund! 
<=^sQ. Me zu Ngarö's HchM S-s- 
Nach der am Sonnabend Abend im Berliner Opernhause stattgehabten 
Scene, durch welche das gestörte Gleichgewicht zwischen den Großmächten 
Pauliue Lucca und Mathilde Mallinger so lebhaft illustrirt wurde, 
sehe ich mich zu der Erklärung veranlaßt, daß die zweite Sttophe in meinem 
Gedicht „Gedächtnißfeier": 
„Doch vielleicht an solchem Tage, 
Wenn das Wetter schön und milde, 
Geht spazieren auf Montmartre 
Mit Paulinen Frau Mathilde" 
sich nicht auf jene beiden Sängerinnen bezieht, da diese nach meiner Mei 
nung überhaupt nicht zusammengehen werden. 
Heinrich Heine. 
Rebus und Wespenpoit In der Beilage
	        

Downloads

Downloads

Additional material for this work is available under the item further files.

Full record

METS Mirador

This page

Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Additional files

  • 0112.pdf

Formats and links

Formats and links

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.