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Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Inhaltsverzeichnis: Plenarprotokoll (Public Domain) Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin (West). Senat
Titel:
Dienstblatt des Senats von Berlin
Unterreihe:
Teil 3, Wissenschaft und Kunst, Schulwesen
Weitere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Wissenschaft und Kunst, Schulwesen
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Volksbildung
Erschienen:
Berlin 1990
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Erscheinungsverlauf:
1953-1990,7
ZDB-ID:
3061744-3 ZDB
Frühere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Groß-Berlin. Teil 3, Volksbildung
Spätere Titel:
Dienstblatt des Senats von Berlin. Teil 3, Schulwesen, Wissenschaft, Kultur
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1958
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15431242
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
22. August 1958
Erschienen:
, 1958-08-22

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Plenarprotokoll (Public Domain)
  • Ausgabe 1981/82, 9. Wahlperiode, Band I, 1.-18. Sitzung (Public Domain)
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1, 11. Juni 1981
  • Nr. 2, 25. Juni 1981
  • Nr. 3, 2. Juli 1981
  • Nr. 4, 16. Juli 1981
  • Nr. 5, 10. September 1981
  • Nr. 6, 24. September 1981
  • Nr. 7, 28. September 1981
  • Nr. 8, 8. Oktober 1981
  • Nr. 9, 22. Oktober 1981
  • Nr. 10, 12. November 1981
  • Nr. 11, 26. November 1981
  • Nr. 12, 10. Dezember 1981
  • Nr. 13, 19. Dezember 1981
  • Nr. 14, 22. Januar 1982
  • Nr. 15, 28. Januar 1982
  • Nr. 16, 11. Februar 1982
  • Nr. 17, 25. Februar 1982
  • Nr. 18, 11. März 1982

Volltext

Abgeordnetenhaus von Berlin - 9. Wahlperiode 
17. Sitzung vom 25. Februar igj bge 
948 
(A) 
(B) 
Or. Lehmann-Brauns 
Ich erinnere mich an den Ausgang der Veranstaltung „Berlin am 
Tropf“. Viele Jugendliche kamen zu dieser SPD-Veranstaltung, um 
am Ende in Kampfabstimmungen deutlich zu machen, daß sie sich 
nicht einfangen lassen wollten. Ich erinnere an den gescheiterten 
Versuch Dr. Vogels, in die Friedensbewegung einzusteigen. Ich er 
innere an den untauglichen Vesuch der Zehlendorfer Genossen, aus 
der NATO auszusteigen. 
[Heiterkeit] 
Es ist vielleicht nicht logisch, aber die Wahrheit: Je beschwörender 
Ihre Appelle, je vorbehaltloser Ihre Bereitschaft, von den Systemkri 
tikern zu lernen und zu übernehmen, desto größer deren Abstand 
von Ihnen, desto größer die Verachtung dieser Systemkritiker 
unserem System gegenüber. 
Die CDU, meine Damen und Herren, hat sich oft schwerer getan 
mit der Bewältigung von Erscheinungen gesellschaftskritischer Art 
in diesem System. Wir hinken vielleicht häufiger dem Zeitgeist hin 
terher, aber das hat Vorteile. Es hat den Vorteil, daß wir länger und 
genauer beobachten und gründlicher prüfen können. Wir unter 
scheiden uns von der Dialogstrategie der Sozialdemokraten 
dadurch, daß wir Ja sagen zur Diskussion über alles, aber Nein 
sagen zu Verhandlungen über die Grundlagen dieses politischen 
Systems. 
[Beifall bei der CDU] 
Insoweit lassen wir keinen falschen Schein zu. Wir sind nicht bereit, 
auch bei noch so gut vorbereiteten politischen Verhandlungen einer 
Teildemontage des Rechts- oder Sozialstaates zuzustimmen, wir 
werden nie das imperative Mandat anerkennen, und wir werden im 
mer wissen, daß unsere Freiheit in der westlichen Welt am besten 
aufgehoben ist. 
Dieses Nein kommt weniger aus Verbohrtheit als aus Erfahrung 
und Erkenntnis. Wir sind der Meinung, daß unser politisches 
System nicht nur das Ergebnis eines jahrhundertelangen Kampfes 
aufgeklärter und fortschrittlicher Kräfte ist, sondern daß es auch in 
seiner jetzigen Form bisher humaner weder ausgedacht noch vor 
gelegt worden ist; wir halten es für einen Kulturfortschritt, es trennt 
uns in der Gewaltfrage übrigens auch von den Paten und Unterstüt 
zern, die die Gewaltfrage deshalb ablehnen, weil sie für das alterna 
tive Lager nicht „interessengemäß“ sei, denn das heißt nichts an 
deres, als die Gewaltfrage zu einer taktischen zu machen, statt ihr 
ein prinzipielles Nein entgegenzustellen. 
Nicht zu leugnen ist die geistige Verwandtschaft meiner Partei 
mit Werten, die die alternative Bewegung in den Mittelpunkt ihrer 
Lebensphilosophie stellt. Das Ahlener Programm von 1947 ent 
hält alternative Grundsätze wie Dezentralität, Selbstversorgung, 
Subsidiarität, erwähnt die Förderungswürdigkeit kleinerer Unter 
nehmen und Handwerksbetriebe. Es ist bekannt, daß in den Sozial 
ausschüssen der CDU der Begriff der Subsidiarität eine besondere 
Rolle spielt, und die Regierungserklärung des Senats vom vergan 
genen Sommer mit ihrer Betonung des Prinzips der Subsidiarität 
enthält einen weiteren Höhepunkt dieser traditionellen Linie. 
Lassen Sie mich am Schluß den Unterschied unserer Position zu 
der der radikalen Systemkritiker mit einem Wandspruch erklären, 
der in der Nachodstraße steht. Er lautet: Die Systemkritiker kämp 
fen nicht gegen die Mängel des Systems, sondern gegen seine 
Vollkommenheit. - Wir, die CDU, kämpfen gegen die Mängel dieses 
Systems für seine Vervollkommnung. - Ich danke Ihnen. 
[Beifall bei der CDU] 
Präsident Rebsch: Das Wort hat für die SPD der Kollege 
Ueberhorst. 
Ueberhorst (SPD): Herr Präsident! Meine Damen und Herren! 
Von einem meiner Kollegen wird mir zugerufen, ich sollte - ich darf 
den Ausdruck benutzen - „reinhauen“; aber ich denke, ich werde 
die Antwort auf diesen Diskussionsbeitrag besser als eine Gele 
genheit nutzen, auch dem Kollegen Lehmann-Brauns zu zeigen, 
daß man gleichzeitig links und sanft sein kann. 
In diesem Sinne diskutiere ich jetzt diesen Beitrag, der in einem 
Spruch zusammengefaßt worden ist. Der Spruch, muß ich sagen, 
72 
war noch relativ verständlich, die Rede war allerdings für mich 
Schlingelpfaden schwer verständlich: In der ersten Abteilung „fes e di 
druff“ auf alles, was alternativ denkt, und im zweiten Teil die ideol 
gische oder programmatische Nähe. 
[Landowsky (CDU); Sowas gibt's in Schleswig-Holstein 
noch nicht, was?] 
rks 
ehr 
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fen, 
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- Es gibt in Schleswig-Holstein eine CDU, die aber solche Blüh istri 
wie diesen Beitrag bisher noch nicht hervorgebracht hat! 
[Heiterkeit und Beifall bei der SPD und der AL] 
Meine Damen und Herren, wir haben die Möglichkeit, hier heul 
auf drei Ebenen zu diskutieren. Zuerst die drei Fragen, die hier 
Ich 
lelG 
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en 
gereicht worden sind. Ich denke, wir alle sollten den Sinn und d 
mn 
Berechtigung dieser drei Fragen der Großen Anfrage unterstre ^ 
chen. ln der Tat ist es nicht nur wegen des Auswanderns viele d 
Jugendlicher aus den Denkkategorien der großen Parteien sinnvo E® 
nach den Motiven zu fragen, die diese Jugendlichen haben, ur swt 
auch nach den Antworten zu fragen, die wir auf alternative Bedüi mg. 
nisse geben können. In die Begründung dieser drei Fragen, veref und 
te Kolleginnen und Kollegen von der CDU, kommt dann aber sch ^ 
diese polemische Schlagseite hinein, da wird schon deutlich, di , mc 
offensichtlich nicht über alternatives Leben gesprochen werd ^ ( 
soll, sondern es geht um Angriffe gegen die SPD, da ist die Re: n p 
von „Sozialismus“ in dem Sinne, wie wir das aus dem letzten Bu län 
deswahlkampf kennen, „Freiheit oder Sozialismus“. Und mit dies er 
polemischen Schlagseite geht es leider, und das ist das bedaui 
liehe, nun voll weiter in der Antwort, die der zuständige Senator hi 
vorgelegt hat. Herr Fink, das ist die eigentliche Enttäuschun 
Mancher hat ja geglaubt, Sie wären aus der Zentrale der CDU de 
halb weggegangen, weil Sie dort im Sinne des letzten Kanzlerkan: 
daten der CDU/CSU keinen guten Wahlkampf gemacht hätte e ° 
aber was Sie hier jetzt vorgelegt haben, ist genau das, was wir a ;r £ 
üble Verdächtigung und Polemik gegen Sozialdemokraten, gege j™' 
freiheitliche Sozialisten zur Genüge kennen, und ich muß für meii 
Fraktion, aber nicht nur für die, sondern für alle, die Sie hier am 
zitieren - ob das nun der Sozialist Huber ist oder der verstorber 
Sozialist Erich Fromm -, dagegen protestieren. Sie zitieren Persöi 
lichkeiten und hauen gleichzeitig auf sie ein. 
Die Verwaltung, das haben wir erkannt, hat fleißig zusammeng am 
tragen, was wir an vielen Modellen in der Stadt in den letzten Jahre >r / 
zum Teil auch in den 60iger Jahren, schon angelegt haben und wi ecl 
dann ja wohl auch immer die Zustimmung aller Fraktionen gefunde efo 
hat; jedenfalls ist aus dieser Darstellung nicht zu entnehmen, da inv 
etwa die CDU Selbsthilfeprojekte in der Vergangenheit kritisie itiv 
hätte. Ich nehme aber an, daß Kollegen, die schon länger hier sin: :hii 
dazu noch sprechen werden. Kolli 
Ich möchte Ihnen sagen, inhaltlich reibe ich mich an vielen Puni ) 
ten. Nehmen Sie als Beispiel die folgenden vier, die ich Ihnen sag: | 
Es heißt dort in Punkt 2 Ihrer Antwort, unsere gegenwärtige Wir ^ 
Schafts- und Gesellschaftsordnung hätte ein hohes Defizit an Mi 
menschlichkeit und Geborgenheit; zweifellos ist dies richtig undjf ^ 
dermann sollte das unterstreichen, aber wie ist es erklärbar, daßfri 
her, wie es dann heißt, diese Geborgenheit diese überschaubare ( 
Lebensverhältnisse dagewesen wären? Hier taucht eine verklärt dal 
Romantik auf in einem historischen Rückblick, Geborgenheit z ^ 
loben, wo wir doch wissen, wenn die Gewerkschaften und weis 
Sozialdemokraten und andere sozial orientierte Kräfte nicht versuch 
hätten, in die Entfaltung der Industriegesellschaft ein soziales Kor jw 
seit und soziale Gedanken hineinzubringen, was wäre dann an Ge | r [ 
su 
mg 
na 
e I 
cht 
icf 
ills 
olle 
3er 
ihre 
borgenheit überhaupt entstanden? 
[Beifall bei der SPD] 
Und hier muß dann darüber gesprochen werden, in Punkt 3 tun Si 
das sehr gut, das möchte man fast zitieren, daß Sie sagen, mit de 
Entfaltung dieser Gesellschaft, mit dem Wachstum wären zugleich 
Probleme, Defizite entstanden, Stabilität, Identifikationsmöglichte 
ten weggegangen. Und damit haben Sie das Grundproblem« 
Punkt 3 sehr gut angesprochen, aber es folgt nichts daraus, f 
hätte daraus folgen können, daß Sie nicht nur solche relativ esotef. | 0( , 
sehen Arbeiten wie von Huber - Herr Huber ist ja hier - oder vc 1 a g 
Erich Fromm zitieren, sondern daß Sie zum Beispiel zitieren zur L lnts 
bensqualität als einer Grundsatzfrage in dieser Industriegesel 
Schaft aus der Arbeit, die die Industriegewerkschaft Metall schoi
	        

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