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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 25.1898 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Senat
Title:
Dienstblatt des Senats von Berlin
Subseries:
Teil 6, Bau- und Wohnungswesen
Other titles:
Dienstblatt des Senats von Berlin / Bau- und Wohnungswesen
Publication:
Berlin 1990
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Dates of Publication:
1953-1990,8
ZDB-ID:
3061742-X ZDB
Previous Title:
Dienstblatt des Magistrats von Groß-Berlin. Teil 6, Bau- und Wohnungswesen
Succeeding Title:
Dienstblatt des Senats von Berlin. Teil 6, Bau- und Wohnungswesen, Stadtentwicklung und Umweltschutz
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1959
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15430117
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
19. November 1959
Publication:
, 1959-11-19

Contents

Table of contents

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 25.1898 (Public Domain)
  • Title page
  • Alphabetisches Inhalts-Verzeichniß
  • No 1, 6. Januar 1898
  • No 2, 13. Januar 1898
  • No 3, 20. Januar 1898
  • No 4, 3. Februar 1898
  • No 5, 10. Februar 1898
  • No 6, 24. Februar 1898
  • No 7, 3. März 1898
  • No 8, 10. März 1898
  • No 9, 17. März 1898
  • No 10, 24. März 1898
  • No 11, 29. März 1898
  • No 12, 6. April 1898
  • No 13, 28. April 1898
  • No 14, 5. Mai 1898
  • No 15, 12. Mai 1898
  • No 16, 26. Mai 1898
  • No 17, 9. Juni 1898
  • No 18, 17. Juni 1898
  • No 19, 23. Juni 1898
  • No 20, 30. Juni 1898
  • No 21, 8. September 1898
  • No 22, 15. September 1898
  • No 23, 22. September 1898
  • No 24, 29. September 1898
  • No 25, 6. Oktober 1898
  • No 26, 13. Oktober 1898
  • No 27, 20. Oktober 1898
  • No 28, 26. Oktober 1898
  • No 29, 1. November 1898
  • No 30, 8. November 1898
  • No 31, 10. November 1898
  • No 32, 17. November 1898
  • No 33, 24. November 1898
  • No 34, 1. Dezember 1898
  • No 35, 8. Dezember 1898
  • No 36, 15. Dezember 1898
  • No 37, 29. Dezember 1898
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordneten-Versammlung für das Jahr 1898

Full text

heute halten wir sie für richtig. Das heißt: er will einen Versuch 
machen. Nein, meine Herren, das ist auch dasjenige, was uns von 
dem Antrag Preuß trennen muß. Ich halte es für durchaus verkehrt 
und sehr fehlerhaft, daß die Herren ihren ursprünglichen Standpunkt 
aufgegeben haben; ich halte es für eine Nachgiebigkeit gegenüber der 
Magistratsvorlage, gegenüber dieser kleinlichen, konimunalfiskalischen 
Kleinkrümerei, daß die Herren von ihrem Standpunkt abgegangen 
sind. Zunächst kann jeder junge Mann die Ansprüche des Gesetzes 
dadurch erfüllen, daß er sich eine eigene Wohnung nimmt, die paar 
Zimmer dann selbst niöblirt und eine Person zur Bedienung engagirt. 
Dann hat er seinen Hausstand begründet und hat das Recht ans 
die höhere Miethsentschädigung. Die Lehrer müssen das ja thun und 
werden es auch, weil sie dadurch den Vortheil der höheren Mieths 
entschädigung bekommen. 
(Zuruf.) 
— Das kostet sie garnicht viel mehr; die Herren bekommen 2 leere 
Zimmer ungefähr für denselben Preis, den sie für ein möblirtes 
Zimmer zahlen müssen, und da es in Berlin Abzahlungsgeschäfte 
für Möbel giebt, so können sie ihre Möbel billig bekommen. Sie 
werden sehen, daß ein sehr großer Theil dieser jungen Herren von 
diesem Auswege Gebrauch machen wird, weil es schon, abgesehen von 
allem anderen, bei ihrer amtlichen Stellung als eine Degradation 
angesehen werden würde, wenn man sie den verheiratheten Kollegen 
gegenüber schlechter stellte. 
(Widerspruch.) 
Aber es ist doch eigenthümlich, daß die liberalen Herren jetzt mehr, 
wenn es sich darum handelt, ihre prinzipiellen Ansichten ins Praktische 
umzusetzen, versagen, und so ist es auch in diesem Fall. Keiner ver 
tritt das Ideal der Ehe lebhafter als Sie; keiner vertritt die Forderung 
stärker, daß unsern Beamten die Möglichkeit einer Begründung eines 
Hausstandes gegeben werden muß. Hier »vollen Sie einer großen 
Anzahl städtischer Lehrer, bei denen es durchaus erwünscht ist, daß 
sie einen eigenen Hausstand gründen, das erschweren, indem Sie sie 
schlechter materiell stellen als die andern! 
(Widerspruch und Zustimmung!) 
Glauben Sie mir, durch diese Witze der Verlegenheit, die Sie machen, 
helfen Sie sich darüber nicht hinweg. Sie können sich schon darauf 
verlassen: es handelt sich hier um ein Prinzip der Gleichberechtigung, 
und es ist nach meiner Meinung geradezu unhaltbar, daß eine Ge 
meinde wie die der Stadt Berlin um einer verhältnißmäßig geringen 
Summe wegen in Bezug auf das Einkommen solche sozialen Unter 
schiede macht, wie Sie sie jetzt machen »vollen. Meine Herren, die Rettung, 
die wir aus diesem Dilemma ersehen, zu sagen: wir wollen unverheiratete 
und ohne Hausstand befindliche Lehrer mit einer geringen Mieths 
entschädigung bedenken, — hat, wie ich Ihnen nachgewiesen habe, praktisch 
für. Sie gar keinen Werth. Denn die Lehrer haben es in der Hand, 
es sofort abzuändern. Aber es hat ethisch und pädagogisch außer 
ordentliche Nachtheile. Ethisch deswegen, weil für die Erziehung der 
Jugend es durchaus wünschenswerth ist, daß die Männer, denen diese 
Erziehung in die Hand gelegt wird, in ihrem eigenen Hause ein Bei 
spiel geben können, in ihrem eigenen Hause mehr Gelegenheit haben, 
Erfahrungen zu sammeln, als »venn sie bei anderen Leuten »vohnen. 
Pädagogisch ist es auch deswegen wichtig, »veil die Lehrer mit eigenem 
Hausstand, die verheirathet sind, ganz naturgemäß in einer großen 
Stadt viel stärkeren Anhalt haben, in ihrer Familie zu sein, als die 
unverheiratheten Lehrer. Es ist also von hohem pädagogischen Werthe, 
daß die Lehrer in die Lage kommen, sich eine eigene Familie oder 
wenigstens ein eigenes Heim gründen zu können. Meine Herren, Sie 
werden die Zeit erleben, in der Sie diese, wenn Sie sie heute be 
schließen, verschiedene Miethsentschädigungssätze beseitigen, weil die 
Klagen darüber nicht ausbleiben werden. 
Dann ist ein dritter Punkt, in dem die damalige Minorität gegen 
über der Majorität Recht behalten hat: die Miethsentschädigung für 
die Lehrerinnen. Ei, warum haben denn die Herren von» Magistrat 
nicht die beredten Ausführungen, die sie im Ausschuß und hier ge 
macht haben, daß eine solche junge Dame für 300 M ihre Wohnung 
finden kann, auch der Regierung vorgetragen? Uns konnten Sie 
erzählen, daß ein junges Mädchen, eine Lehrerin für 300 M das 
Wohnungsbedürfniß vollstängig befriedigen kann. Ich »reiß nicht, ob 
die Herren vom Magistrat von vornherein geglaubt haben, daß diese 
Auffassung bei der Regierung nur mit einem Achselzucken beantwortet 
tverben wird. Jedenfalls hat man in diesem Falle im Ministerinn» 
die thatsächlichen Verhältnisse besser zu beurtheilen verstanden als hier 
im Rothen Hause. Denn durchaus Recht hat die Regierung, wenn 
sie sagt: das Minimum, welches man einer Lehrerin an Wohnungs- 
geld, an Miethe zuwenden kann, beträgt 400 M. Das war das, was 
wir damals beantragt haben. Ich sage auch heute noch, daß den 
Lehrerinnen, nm ihnen die Freudigkeit an ihrem Beruf zu erhalten, 
nothwendigerweise die Möglichlichkeit gegeben werden muß, eine eigene 
Wohnung zu nehmen, — ganz abgesehen davon, daß außerordentlich 
viele dieser Damen Schwestern oder Müttern, die bei ihnen sind, 
Wohnung mit anschaffen müssen. 
Das sind die Punkte, die in Frage kommen. Es handelt sich 
nun darum: soll die Versammlung ebenso, »vie der Magistrat es leider 
62 
zu thun scheint unter dem Eindruck des Rechtbehaltenwollens, jetzt die 
Vorlage des Magistrats annehmen? oder soll sie sich vielmehr bemühen, 
doch noch einmal in einem Ausschuß auch den Magistrat davon zu 
überzeugen, daß es in der That nicht nothtvendig ist, um die Er 
fordernisse, die wir in Bezug ans unsere Lehrerschaft haben, zu erfüllen, 
dieses Sparsystem anzuwenden? 
Herr Kollege Preuß hat mit vollem Recht auf die rosige Schilderung 
unserer Finanzlage hingewiesen. Aber man braucht die Finanzlage 
Berlins gar nicht für rosig zu halten, um die Ueberzeugung aussprechen 
zu können, daß »vegen der Differenz, um die es sich hier handelt, 
Berlin keine neuen Schulden zu machen braucht. Ich bin überzeugt, 
daß gegenüber dem Bilde, das unser Etat darbietet, »vir ohne weitere 
Sorgen diese Mehrkosten in unsern Etat übernehmen können. Und 
»venn die Herren die neue Gehaltsvorlagen, die bereits eingegangen und 
in Aussicht gestellt sind, ins Feld führen, dann ist es eine falsche 
Politik, weitn man an einer Stelle, >vo gegeben »verden soll, destvegen 
spart, »veil an einer anderen Stelle auch noch etivas gegeben »verden 
soll. Die Kosten, die das in Berlin beschäftigte Personal verursacht, 
»vird die Stadt Berlin ohne übermäßige Belastung der Bürger immer 
aufzubringen in der Lage sein. Wenn es aber nöthig ist, an irgend 
einer Stelle eine auskömmliche Besoldung zu schaffen, dann ist es an 
der Stelle, über die »vir augenblicklich sprechen, dann ist es in der 
Volksschule, welcher doch — ich habe das schon wiederholt gesagt — 
schließlich das kostbarste Gut, das Berlin hat, überwiesen ist. 
Meine Herren, deswegen glaube ich. daß »vir alle Ursache haben, 
der Magistratsvorlage gegenüber Nein zu sagen. Ich glaube, daß 
der Magistrat in die Lage kommen »vird, vielleicht »nieder durch einen 
sanften Rippenstoß von oben seine Auffassung zu ändern. Wünschens 
werter wäre es natürlich, »venn er in gemeinsamer Verständigung 
mit der Stadtverordnetenversammlung der Regierung eine Vorlage 
überreichen könnte, die das Gute, »velches »vir an den Lehrergehältern 
haben, die Altersskala nämlich, behält und das Mangelhafte, »velches 
bisher gegeben werden sollte, auf das Auskömmliche festsetzt. Das 
wird die Aufgabe sein. Deswegen empfehle ich Ihnen, dem Antrage 
auf Ausschußberathung zuzustimmen. Denn ich will immer noch 
nicht die Hoffnung aufgeben, daß auch im Magistrat die Auffassung 
zum Durchbruch kommt, daß die schlechteste Politik, die es geben kann, 
die Politik des Zornes, die Politik des Eigensinnes ist. 
Meine Herren, darin muß ich dem Kollegen, der zuerst gesprochen 
hat, auch Recht geben: bei der Lektüre dieser Vorlage wird man die 
Empfindung nicht los, daß der Magistrat in einem gewissen Aerger 
darüber, daß die Lehrerschaft sich an die Stellen, die doch nun ein 
mal gesetzlich da sind, und zu deren Anrufung die Lehrerschaft durch 
aus befugt ist, gewandt hat, um gegenüber dem Magistrat Recht zu 
bekommen. Meine Herren, wir können uns doch nicht auf den Stand 
punkt stellen, daß wir jemand um deswillen, »veil er eine andere An 
sicht hat als wir, und »veil er sein Recht gebraucht, diese Ansicht an 
der betrefienden entscheidenden Stelle zum Vortrag zu bringen, — 
deswegen können wir doch die Leute nicht darunter leiden lassen! Das 
wäre doch »virklich eine Handlungsweise, die dem Magistrat von 
Berlin nicht angemessen wäre. So, glaube ich, wie für den Aerger 
die Zeit das beste Heilmittel ist, so wird auch, wenn wir noch ein 
paar Wochen über diese Angelegenheit arbeiten, sich eine Form für 
die Vorlage finden, die den Ansprüchen genügt, die der damalige 
Ausschuß gestellt hat. 
Ich glaube, meine Herren, das, »vas jetzt dem Magistrat gegen 
über geschehen muß, ist, daß die Versammlung diejenigen Anträge, 
die der damalige Ausschuß gestellt hatte, zum Beschluß erhebt und 
die Verantlvortnng dafür, daß das Volksschullehrerbesoldungsgesetz 
schon über ein Jahr existirt, ohne daß Berlin mit seiner Besoldungs 
ordnung fertig geworden ist, dem Magistrat überläßt. Ich meine, 
daß der Magistrat diese Verantwortung nicht auf sich nehmen wird, 
wenn die Lehrerbesoldung in eine Form gebracht ist, die den An 
sprüchen der Großstadt, den Ansprüchen der Gerechtigkeit vollständig 
entspricht. 
Meine Herren, ich muß. bevor ich schließe, noch mein Bedauern 
darüber aussprechen, daß der Magistrat in dieser Frage so außer 
ordentlich wenig den Puls der Bürgerschaft zu fühlen verstand. 
Meine Herren, in diesem Saale und auch im Magistrat ist über die 
Versammlungen, die in der Bürgerschaft stattgefunden haben, und die 
allesammt Protest gegen die Lehrerbesoldungsvorlage erhoben haben, 
abfällig gesprochen worden. Das ist durchaus nicht richtig. Glauben 
Sie nur: gerade in der Bürgerschaft, wo die Leute »viffen, »vas es 
heißt, die Kinder vernünftig, ordentlich, ausreichend zu erziehen, wird 
die Thätigkeit der Lehrerschaft außerordentlich geschätzt. In der 
Bürgerschaft ist keine Meinung dafür, daß »vir, um in einem Etat, 
wie wir ihn haben, ein paar mal hunderttausend Mark zu sparen, 
die Ansprüche der Lehrerschaft zurückstellen sollen. 
Meine Herren, ich meine auch, daß der Vergleich mit anderen 
Städten das Unzweckmäßigste ist, was Berlin thun kann. Die 
Stellung Berlins zu dieser Frage müßte so sein, daß sich andere 
Städte mit uns vergleichen, nicht aber wir uns mit ihnen, in Bezug 
auf die Bezahlung der Lehrer. Wenn es irgendivie eine Frage giebt, 
in der Berlin an der Spitze marschieren soll, dann ist es die Frage
	        

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