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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 8.1882 (Public Domain)

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Bibliographic data

Full text: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 8.1882 (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin (West). Senat
Title:
Dienstblatt des Senats von Berlin
Subseries:
Teil 2, Finanzen
Other titles:
Dienstblatt des Senats von Berlin / Finanzen
Publication:
Berlin 1964
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Dates of Publication:
1951-1964
ZDB-ID:
3061618-9 ZDB
Previous Title:
Dienstblatt des Magistrats von Groß-Berlin. Teil 2, Finanzen
Succeeding Title:
Dienstblatt des Senats von Berlin. Teil 1, Inneres, Finanzen, Justiz
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1962
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15430601
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
11. Dezember 1962
Publication:
, 1962-12-11

Contents

Table of contents

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 8.1882 (Public Domain)
  • Nr. 1, 01.10.1881
  • Nr. 2, 08.10.1881
  • Nr. 3, 15.10.1881
  • Nr. 4, 22.10.1881
  • Nr. 5, 29.10.1881
  • Nr. 6, 05.11.1881
  • Nr. 7, 12.11.1881
  • Nr. 8, 19.11.1881
  • Nr. 9, 26.11.1881
  • Nr. 10, 03.12.1881
  • Nr. 11, 10.12.1881
  • Nr. 12, 17.12.1881
  • Nr. 13, 22.12.1881
  • Nr. 14, 01.01.1882
  • Nr. 15, 07.01.1882
  • Nr. 16, 14.01.1882
  • Nr. 17, 21.01.1882
  • Nr. 18, 28.01.1882
  • Nr. 19, 04.02.1882
  • Nr. 20, 11.02.1882
  • Nr. 21, 18.02.1882
  • Nr. 22, 25.02.1882
  • Nr. 23, 04.03.1882
  • Nr. 24, 11.03.1882
  • Nr. 25, 18.03.1882
  • Nr. 26, 25.03.1882
  • Nr. 27, 01.04.1882
  • Nr. 28, 08.04.1882
  • Nr. 29, 15.04.1882
  • Nr. 30, 22.04.1882
  • Nr. 31, 29.04.1882
  • Nr. 32, 06.05.1882
  • Nr. 33, 13.05.1882
  • Nr. 34, 20.05.1882
  • Nr. 35, 27.05.1882
  • Nr. 36, 03.06.1882
  • Nr. 37, 10.06.1882
  • Nr. 38, 17.06.1882
  • Nr. 39, 24.06.1882
  • Nr. 40, 01.07.1882
  • Nr. 41, 08.07.1882
  • Nr. 42, 15.07.1882
  • Nr. 43, 22.07.1882
  • Nr. 44, 29.07.1882
  • Nr. 45, 05.08.1882
  • Nr. 46, 12.08.1882
  • Nr. 47, 19.08.1882
  • Nr. 48, 26.08.1882
  • Nr. 49, 02.09.1882
  • Nr. 50, 09.09.1882
  • Nr. 51, 16.09.1882
  • Nr. 52, 23.09.1882
  • Nr. 53, 30.09.1882

Full text

503 
zu beschwichtigen, führte die zahllosen Prozesse der Prinzessin und 
wurde auch in solcher Angelegenheit von ihr auf längere Zeit nach 
Merseburg gesandt. Er hatte inzwischen zwei Güter bei Kalau, 
Göritz und Duberan (V) angekauft, besaß aber Schulden darauf 
und beschloß, diese durch eine Heirath los zu werden. 
Er bändelte eine zweite Liebschaft mit einem verblühten aber 
reichen Hoffräulein der Herzogin Henriette von Merseburg an, erhielt 
auch das Jawort, sprang aber plötzlich ab, da ihm auf der Fahrt 
zu seiner Braut von einer geschwätzigen Predigerftau Grashof in 
Ostmünde im Saalkreise eine noch reichere Partie nachgewiesen 
Wurde. 
Es war dies eine der Töchter des Kanzlers Johann Peter 
von Lud ewig. Welche, wußte Nüßler selbst nicht. Und als er 
bei dem Hallenser Uuiversitätskanzler um die Tochter anhielt, 
oktroyirte ihm dieser die ältere Sophie. Nüßler fand sich darin, 
obgleich er bald darauf seine Braut „sittsam und angenehm," die 
Schwester Christiane dagegen „flüchtig, feurig und hübsch" fand. 
Mit der reichen Heirath hatte er sich aber verspekulirt, denn 
sein geiziger Schwiegervater zahlte nur die Zinsen des seiner 
Tochter bewilligten Geldes, nicht einmal die Aussteuer, verschaffte 
aber dem Schwiegersohn in Berlin die Stelle eines Hof- und 
Kammergerichtsraths — ohne Gehalt. 
Seine Ehe war trotz alledem eine glückliche und liebevolle, 
aus der mehrere Kinder hervorgingen, von denen indeß nur eine 
Tochter ihn überlebt hat. 
Seine Pekuniäre Lage besserte sich etwas nach dem Tode seiner 
Mutter und Brüder, als ihm die Familiengüter zufielen. Bald 
erhielt er die Stellung eines „Tribunals- und ravensbergischen 
Apcllationsgerichts- und Geheimen Justizraths", fteilich immer 
doch ohne Einkommen. Zu jener Zeit waren am Preußischen Hofe 
lange Titel das Einzige, womit Verschwendung getrieben wurde. 
Nüßler hatte also von seinem Preußischen Dienste keine Einnahmen 
und wurde noch überdies angehalten, ein Berliner Haus zu 
bauen. 
Der Oberst von Derschau, dieser aus der Geschichte bekannte 
Häuseragent Friedrich Wilhelms I. hatte ihn angewiesen, in der 
Friedrichstadt an der Stelle, wo sich bis dahin ein Karpfen 
teich befunden hatte, ein Haus zu bauen. Umsonst waren alle 
Vorstellungen, er mußte bauen und erhielt einen Befehl des Königs, 
„sonder Raisonnement auf der ihm angewiesenen Stelle ein Haus 
zu erbauen, oder aber die Allerhöchste Ungnade zu gewärtigen". 
Die Bebauung des Karpfenteichs kostete ihm 12 000 Thaler, 
und der Werth des Grundstücks nach der Bebauung belief sich 
auf 2000 Thaler. 
Herr von Nüßler lernte voll und ganz das „travailler pour 
le roi de Prusse“ kennen; blieb dessen ungeachtet in Preußischen 
Diensten. Als das Hagelwetter, die Regierungszeit Friedrich 
Wilhelms I., vorüber, wurde er bei Friedrich dem Großen 
Criminaldirektor mit 200 Thaler Gehalt und empfing ebensoviel 
als Geheimer Tribunalsrath. 
Der König sandte ihn 1743 allein nach Schlesien, um die 
Verhandlungen wegen der Grenzregulirungen zwischen Preußen 
und Oestreich zu führen und belobte ihn wegen der guten Durch 
führung dieser Aufgabe. Zwei Jahre darauf starb sein Schwieger 
vater und ihm fielen 40 000 Thaler zu, welche er zum Theil 
zum Erwerb Weißcnsee's verwendete. 
Seine dienstliche Stellung, die ihm nun endlich etwas Gehalt 
einbrachte, mußte er jedoch quittircn. Er gehörte zu den Anhängern 
des Ministers von Arnim, Präsidenten des Tribunals, und 
damit selbstredend zu den Gegnern Cocceji's. Als nun der 
Eroßkanzler Cocceji 1748 eine Justizreform gegen Arnim durchge 
setzt hatte, bewirkte er, daß dieser wie alle seine Anhänger ihren 
Abschied nehmen mußten. 
Nüßler zog sich nach Weißensee zurück. In den fünf 
ziger Jahren wurde er zum Landrath des Niederbarnim- 
schen Kreises ernannt und verheirathete sich zum zweiten Male 
mit einem Fräulein von Hoffmann, die aber im nächsten Jahre 
wieder starb. 
Im siebenjährigen Kriege erlitt Nüßler große Verluste. 
Weißensee wurde von den Ruffen geplündert; ebenso ergings seinem 
Berliner Hause, in welchem seine Drehnaer Freundin, die Gräfin 
von Hohberg wohnte. Man hatte einst am Hofe zu Drchna ge 
flüstert, daß der flotte Hoskavalier von Nüßler in den Mitternachs- 
stunden sehr eifrig literarische Studien mit dem Hoffräulein, 
Comtesse von Hohberg getrieben habe, welche nicht ohne Folgen 
geblieben waren. Etwas muß an dem Gerücht Wahres gewesen 
sein. Die Hofdame und der Hoskavalier blieben sich bis in den 
Tod getreu; auch die Leiche der einst so schönen Comteffe ist im 
Erbbegräbniß Nüßler's zu Weißcnsee beigesetzt. 
In seinen letzten Lebensjahren erfuhr er eine neue Preußische 
Regierungsmaxime. Man verlangte von ihm die unentgeltliche 
Herausgabe der Briefe re. seines Schwiegervaters „bei 
Strafe des Zwanges". Der Gekränkte lieferte das Verlangte aus, 
schrieb aber auf das Rescript: daß, weil diese Manuscripte gegen 
das Vermögen, welches er seit einem halb en Jahrhundert 
in des Königs Diensten zugesetzt habe, eine Kleinigkeit 
wären, er sich derselben daher unentgeltlich entschlage." 
Damit schlossen Nüßlers Erfahrungen über den Preußischen 
Staatsdienst. Er starb nach längerem Gichtleiden auf seinem Gute 
Weißensee am 31. März 1776. In der Vossischen Zeitung vom 
2. April 1776 befand sich ein warm empfundener Nachruf, den 
ich hier noch abdrucken möchte, es heißt daselbst: 
„Den 31. März des Abends verstarb aus dem benachbarten 
Rittersitz Weißensee Herr Karl Gottlob von Nüßler, König!. 
Geheimer Justizrath und Landrath des Niederbarnimschen 
Kreises, Erb- und Reichsherr der Rittergüter Weißensee, 
Weichsdorf, Neu-Gersdors und Maxdorf. Er trat 
1726 als Hof- und Kammergerichtsrath in Königliche Dienste. 
Während der seitdem verflossenen 50 Jahre hat er dem 
Königlichen Hause und der Mark Brandenburg sehr viele 
nützliche und wichtige Dienste geleistet. Er war ein Mann 
von großen Gaben und Einsichten, zu Geschäften ungemein 
geschickt und geneigt, ein Kenner und Liebhaber der Wissen 
schaft und ein Menschenfreund, der durch seine Gastfreiheit 
und Umgänglichkeit sich Unzähliger Personen Dank und 
Hochachtung erworben hat und dessen Andenken nicht unter 
gehen wird." 
Auch die Karschin widmete ihm eine ins Kirchenbuch 
von Weißensee eingetragene Nachrufsepistcl, ein wohl auf Be 
stellung verfertigtes schwächliches Gedicht. 
Ich erwähnte vorhin des armen Hofftäulein, der Jugendge 
liebten Nüßlers, der Gräfin Hohberg, welche in Weißensee 
begraben liegt. Der arme Hoskavalier konnte die Geliebte nicht 
heirathen. Nach dem Tode der Frau von Nüßler aber vereinigten 
sich die beiden Altgewordenen und schufen gemeinsam Gutes. 
Auch ein Legat von 600 Thalern hinterließen sie gemeinsam 
für die Kirche zu Weißensee, worin angeordnet wurde, daß über 
dem Kircheingange eine Tafel eingemauert werde mit der In 
schrift: „Ich bin zu gering aller Treue und Barmherzigkeit, die 
Du an mir gethan hast". Diese Tafel befindet sich seit 1851 
über der Kirchthür. Von den Zinsen des Legats sollte noch sein 
Erbgewölbe in der Kirche und der Kirchthurm in bau 
lichem Zustande erhalten werden. 
Die einzige Tochter Nüßler's war mit Karl Asmus von 
Schenkendorf vermählt. In dessen Familie blieb Weißensee 
bis zum Jahre 1820, dann gelangte es in den Besitz des 
Kaufmanns Pistorius.
	        

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