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Der Bär (Public Domain) Ausgabe 10.1884 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Der Bär (Public Domain) Ausgabe 10.1884 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin
Unterreihe:
Teil 2-8
Weitere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Arbeit und Gewerbe
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Hochbau, Tiefbau, Baupolizei, Feuerlöschwesen, Feuersozietät
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Siedlung, Wohnung, Verkehr
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Ernährung
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Allgemeine Wohlfahrt, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Schule, Kunst, Bildung
Erschienen:
Berlin 1940
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Erscheinungsverlauf:
1924-1940
Fußnote:
Darin enthalten: Teil 2: Arbeit und Gewerbe ; Teil 3: Anschaffung, Bekleidung, Forsten, Güter, Werke ; Teil 4: Hochbau, Tiefbau, Baupolizei, Feuerlöschwesen, Feuersozietät ; Teil 5: Siedlung, Wohnung, Verkehr ; Teil 6: Ernährung ; Teil 7: Allgemeine Wohlfahrt, Jugendwohlfahrt, Gesundheitswesen ; Teil 8: Schule, Kunst, Bildung
ZDB-ID:
3056014-7 ZDB
Frühere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin. Teil 2-6
Dienstblatt des Magistrats von Berlin. Teil 7, Allgemeine Wohlfahrt - Jugendwohlfahrt - Gesundheitswesen
Dienstblatt des Magistrats von Berlin. Teil 8, Schule - Kunst - Bildung
Spätere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin. Teil 2, Stadtkämmerei, Hauptliegenschaftsamt, Rechnungsprüfungsamt
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1931
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15427486
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
3. Oktober 1931
Erschienen:
, 1931-10-03

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Der Bär (Public Domain)
  • Ausgabe 10.1884 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. October 1883, Nr. 1
  • 6. October 1883, Nr. 2
  • 13. October 1883, Nr. 3
  • 20. October 1883, Nr. 4
  • 27. October 1883, Nr. 5
  • 3. November 1883, Nr. 6
  • 10. November 1883, Nr. 7
  • 17. November 1883, Nr. 8
  • 24. November 1883, Nr. 9
  • 1. December 1883, Nr. 10
  • 8. December 1883, Nr. 11
  • 15. December 1883, Nr. 12
  • 22. December 1883, Nr. 13
  • 1. Januar 1884, Nr. 14
  • 5. Januar 1884, Nr. 15
  • 12. Januar 1884, Nr. 16
  • 19. Januar 1884, Nr. 17
  • 26. Januar 1884, Nr. 18
  • 2. Februar 1884, Nr. 19
  • 9. Februar 1884, Nr. 20
  • 16. Februar 1884, Nr. 21
  • 23. Februar 1884, Nr. 22
  • 1. März 1884, Nr. 23
  • 8. März 1884, Nr. 24
  • 15. März 1884, Nr. 25
  • 22. März 1884, Nr. 26
  • 1. April 1884, Nr. 27
  • 6. April 1884, Nr. 28
  • 12. April 1884, Nr. 29
  • 19. April 1884, Nr. 30
  • 26. April 1884, Nr. 31
  • 3. Mai 1884, Nr. 32
  • 10. Mai 1884, Nr. 33
  • 17. Mai 1884, Nr. 34
  • 24. Mai 1884, Nr. 35
  • 31. Mai 1884, Nr. 36
  • 7. Juni 1884, Nr. 37
  • 14. Juni 1884, Nr. 38
  • 21. Juni 1884, Nr. 39
  • 1. Juli 1884, Nr. 40
  • 5. Juli 1884, Nr. 41
  • 12. Juli 1884, Nr. 42
  • 19. Juli 1884, Nr. 43
  • 26. Juli 1884, Nr. 44
  • 2. August 1884, Nr. 45
  • 9. August 1884, Nr. 46
  • 16. August 1884, Nr. 47
  • 23. August 1884, Nr. 48
  • 30. August 1884, Nr. 49
  • 6. September 1884, Nr. 50
  • 13. September 1884, Nr. 51
  • 20. September 1884, Nr. 52
  • 27. September 1884, Nr. 53

Volltext

453 
in der Peripherie flattern: dann bieten auch alle diese Straßen ein 
anderes Bild und ein anderes Publikum, als in den Stunden vor 
her oder nachher. Und wenn ich gesagt habe, daß jeder Berliner 
an jedem Punkt seiner Stadt sich gleichsam zu Hause fühle, so 
muß ich doch hinzufügen, daß es ein gar großes Haus ist, in 
welchem auf Jeden nur ein ganz kleines Kämmerchen oder Theil 
eines solchen kommt, und man kann von ihm billigerweise nicht 
mehr verlangen, als daß er darin Bescheid wisse. Jeder hat so 
viel mit sich selber zu thun, der Einzelne verschwindet, zählt nur 
mit als Nummer in dem Alles und Alle nivellirenden Rechen 
exempel, und ich erinnere mich hier an Berthold Auerbach, der zu 
der Zeit, als er sich in Berlin dauernd niederließ, lange nicht ver 
winden konnte, daß er mit Leuten unter einem Dache wohnte, zu 
denen er in keinem persönlichen Verhältnisse stand, daß die Nach 
barn ihn nicht grüßten und die Kinder ihm nicht entgegenliefen. 
Süddeutscher und Gemüthsmensch, der er war, an die Zutraulich 
keit des Dorfes und der kleinen Stadt gewöhnt, fand er später, 
obwohl er sich niemals ganz damit aussöhnte, daß das, was er 
Anfangs für die Gemüthslosigkeit des Nordens gehalten, in Wahr 
heit das unterscheidende Merkmal des großstädtischen Lebens sei, 
dem er ebensogut in Paris und London begegnet sein würde. Was 
mich betrifft, so erschien mir von jeher als der vorzüglichste Reiz 
dieser mächtigen Städte, daß man in ihnen wie ein Unbekannter 
leben kann, — daß ich mich nur in den nächsten Pferdebahnwagen 
oder Omnibus zu setzen brauche, um in eine neue Welt und unter 
neue Menschen zu kommen, die nichts von meiner Existenz wissen; 
daß ich das Schauspiel menschlicher Thätigkeit betrachten darf wie 
ein unbefangener Zuschauer und nicht wie Einer, der auf der Bühne 
selber etwas vorstellen will; daß der Schauplatz mit jedem Nach 
mittagsspaziergang wechselt und die Gegenstände meines Interesses 
unerschöpflich sind wie das Leben; daß ich mitten im dichtesten 
Haufen einsam und auf allen meinen Wegen ungestört bin, mag 
ich nun fröhlich mit dem Menschenstrome fortziehen, oder sinnend 
vor einem alten Hause stehen bleiben. 
Das ist es, was mir das Sommerleben Berlins so angenehm 
macht, wenn die langen Tage solche Wanderungen begünstigen und 
man in Berlin auch wirkliche Berliner sieht. Dann streife ich um 
her, bald hierhin, bald dorthin, nach meines Herzens Lust und 
Begehr, und diesmal, wie gesagt, liegt mein Wandergebiet süd 
wärts. Ich habe nicht einmal weit, um es zu erreichen; es be 
ginnt hinter der Potsdamer Brücke, da, wo einst das Schöneberger 
Feld war und jetzt die Schöneberger Vorstadt an die Tempelhofer 
grenzt. An diesem Ufer, als es noch still und grün hier war, hab' 
ich lange Jahre gelebt und Freunde mit mir, die nicht mehr sind. 
Von diesen Fenstern aus, die mich nicht mehr kennen, habe ich 
diese Häuser rings entstehen sehen, die stolzen Gebäude, die mit 
ihren Dächern und Giebelspitzen, Kuppeln und Thürmen den einst 
unbegrenzten Horizont einengen. Ich habe sie wachsen sehen, wo 
sonst nur der Kartoffelacker, das Kornfeld, der Holzplatz und die 
Bäume waren; zuerst den Bretterverschlag, dann die Backsteinwand, 
Stockwerk auf Stockwerk, Arbeiter an Leitern und Balken auf- und 
niederkletternd, bis eines Tages die Maurer hoch über den Bäu 
men waren und an einem andern Tage die Zimmerleute kamen, 
um das Dach zu schließen und den Kranz daraus zu setzen. Das 
Haus ist fertig, die Gerüste verschwinden, an den Fenstern erschei 
nen Gardinen, Kinder treten auf den Balkon heraus, über dem 
Schornstein steigt der erste Rauch auf und am Abend ist zum 
erstenmal Licht in den Zimmern — menschliches Leben beginnt nun 
auch hier, menschliches Glück, menschliches Elend, Gewinn und Ver 
lust, Herrschen und Dienen — das allgemeine Loos, der Kampf, 
den wir alle kämpfen. 
Die ländliche Umgebung — und Etwas davon haben wir 
doch auch in Berlin — weicht immer mehr zurück und der wohl 
thuende Blick auf weite grüne Flächen verschwindet unter den 
vordringenden Steinmassen der Stadt. Aber wie dem Großstädter 
insgemein, ist auch dem Berliner die Liebe zur Natur angeboren 
und sie zeigt sich nicht nur in dem wundervollen Gartenschmuck der 
öffentlichen Plätze: jede Blume spricht davon, welche die Arbeiterin, 
fünf Treppen hoch, vor ihrem Dachkämmerchen pflegt. Besonders 
groß aber ist bei uns die Pietät für die Bäume. Man schont sic, 
man hegt sie ein, man umgiebt sie mit Schutzwehren, daß sie bei 
Neubauten nicht verletzt werden. Als die Potsdamer Straße zeit 
gemäß verbreitert werden sollte, konnte das Herz des Kaisers — 
denn auch er ist ein Berliner — sich nicht entschließen, die alten 
Pappeln fällen zu sehen, die er schon aus der Knabenzeit gekannt, 
und sie stehen heute noch. Ueberall, bis tief hinein in Berlin findet 
man Bäume, manchmal einen einzelnen mitten in einer Straße, 
wie den in der Victoriastraße, der daran erinnert, daß noch vor 
dreißig Jahren an dieser Stelle der Thiergarten war. Auch hier, am 
Ende des Schöneberger Ufers, steht der alte Weidenbaum noch, 
von allen Weidenbäumen Berlins der älteste, der ehrwürdigste und 
der schönste. Er stand hier schon, als Berlin zu Ende war mit 
der Stralauer Straße und Cölln mit der Schloßfreiheit; als hier 
an den Sümpfen Schilf wuchs und sonst, so weit das Auge reichte, 
Haideland sich dehnte. Zweihundert, dreihundert Jahre mögen 
über seinem Haupte dahingerauscht sein, die Blitze des Himmels 
haben ihn getroffen, die Geschlechter der Menschen haben gewandelt, 
Häuser, Straßen sind um ihn her gebaut und unaufhörlich an ihm 
vorüber sausen die Züge der Potsdamer Bahn. Er aber steht 
immer noch, frisch in seinem grünen Alter, und möge er lange noch 
stehen. Allen lieb und werth als das Wahrzeichen dieser Gegend. 
Auf dem Waffer lagert noch der Aepfelkahn, der Ueberrest einer 
idyllischen Vorzeit und mühsam, melancholisch die geräuschlose Bahn 
dahin schleppt sich das Schiff, ein traurig Zurückgebliebener in 
diesem Jahrhundert des Dampfs und der Maschinen. Sonst aber 
ist alles verändert und verwandelt, rings um mich her. 
Das Ufer, einst ein anmuthiger Spaziergang vor den Thoren 
dröhnt von dem betäubenden Lärm der Frachtkarren, von Hufschlag 
und Peitschenknall, die Straße ist gefurcht von den tiefen Ein 
schnitten der Räder. Wo man über selten befahrene Schienen 
stränge bedächtig dahinschritt, donnert und rasselt jetzt auf eisernen 
Brücken Zug nach Zug über unserem Haupte; wo der Bretter 
schuppen war, den man den Anhalter Bahnhof nannte, lange der 
Schrecken aller Reisenden, ragt jetzt hoch über den höchsten Häusern 
ein Bau, dessen Glasdach Abends schimmert von dem Blau des 
elektrischen Lichtes, und die reich modulirten Fahnden neuer Ufer 
straßen schließen das Bild aus dem modernen Berlin. 
Aber in all' diesem Glanz und all' dieser Pracht hat ein 
Fleckchen Erde sich erhalten, wie es vor zwanzig Jahren war und 
vor fünfzig Jahren schon gewesen sein mag. Es ist ein kleiner 
Garten mit halb verwitterten Bäumen und ein kleines Haus, 
schräg hineingebaut: ein Haus, noch von der altmodischen Sorte, 
gelb angestrichen, die Fenster braun, die Läden grün und die 
Stuben niedrig. Wenn ich an diesem Hause vorübergehe, dann 
überkommt mich zuerst wieder ein Gefühl der Heimathlichkeit und 
ich trete hinein oder vielmehr hinunter in den Garten, denn er 
liegt tiefer als der Uferdamm. Es ist ein Weißbiergarten. Leute 
verkehren hier, auch noch vom alten Schlag, obwohl sie noch nicht 
einmal alle so gar alt sind — Frauen mit Strickstrümpfen, Kinder, 
die im Sande Herumspielen und immer dazwischen an den Tisch 
herangelaufen kommen, um aus dem großen Glase zu trinken, 
welches von Hand zu Hand und von Mund zu Mund cirkulirt. 
O die Weiße! Man fühlt sich doch eigentlich erst als Berliner, 
wenn man die Weiße vor sich stehen hat! Und die Eleganz zu 
bewundern, mit welcher der Kellner das breite Glas, einer kleinen 
j Tonne ähnlich, zwischen Daumen und Zeigefinger, auf der Hand 
balancirend daher trägt! Dieses Ding muß nach allen Regeln der 
! Kunst behandelt werden, wenn man nicht Auffehen erregen will
	        

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  • Varnhagen von Ense, Rahel
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