Digitale Landesbibliothek Berlin Logo
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1963, IV. Wahlperiode, Band I, 1.-23. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1963, IV. Wahlperiode, Band I, 1.-23. Sitzung (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin (West). Abgeordnetenhaus
Titel:
Drucksache / Abgeordnetenhaus von Berlin
Erschienen:
Berlin: Abgeordnetenhaus, 1951-1990 - 1990
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Erscheinungsverlauf:
Wahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)
Fußnote:
Gesehen am 11.08.2023
Online-Ausgabe$bBerlin$cZentral- und Landesbibliothek Berlin$d2024$eOnline-Ressource$mWahlper. 1.1951/54 - 11.1989/90,1224(2.Okt.)$7d19511990
Supplement: Berlin: Umweltschutz-Bericht
Supplement: Berlin: Dokumentation der Materialien des Abgeordnetenhauses von Berlin
Vorher Drucksachen der Stadtverordnetenversammlung von Berlin / Berlin
Vorher Mitteilungen des Präsidenten / Berlin
Vorher Reden des Senators für Finanzen ... vor dem Abgeordnetenhaus von Berlin anläßlich der Vorlage des Entwurfs des Haushaltsplans von Berlin für das Rechnungsjahr ... sowie der Finanzplanung von Berlin / Berlin
ZDB-ID:
3164558-6 ZDB
Spätere Titel:
Drucksache
Schlagworte:
Geschichte 1951-1990 ; 43186-2 Berlin (West). Stadtverordnetenversammlung ; Zeitschrift ; Amtliche Publikation ; Quelle
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1965
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2024
Fußnote:
Drucksache 1152 Seite 66 fehlt in Druckvorlage
Berlin:
B 758 Staat. Politik. Verwaltung: Stadtparlamente
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15502602
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Signatur:
B 758 AbgH 6
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
Nr. 786, 8. Januar 1965

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1963, IV. Wahlperiode, Band I, 1.-23. Sitzung (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1 (1), 8. März 1963
  • Nr. 2 (2), 8. März 1963
  • Nr. 3 (3), 11. März 1963
  • Nr. 4 (4), 18. März 1963
  • Nr. 5 (5), 25. März 1963
  • Nr. 6 (6), 4. April 1963
  • Nr. 7 (7), 18. April 1963
  • Nr. 8 (8), 2. Mai 1963
  • Nr. 9 (9), 16. Mai 1963
  • Nr. 10 (10), 6. Juni 1963
  • Nr. 11 (11), 20. Juni 1963
  • Nr. 12 (12), 12. Juli 1963
  • Nr. 13 (13), 3. September 1963
  • Nr. 14 (14), 5. September 1963
  • Nr. 15 (15), 19. September 1963
  • Nr. 16 (16), 3. Oktober 1963
  • Nr. 17 (17), 17. Oktober 1963
  • Nr. 18 (18), 7. November 1963
  • Nr. 19 (19), 21. November 1963
  • Nr. 20 (20), 5. Dezember 1963
  • Nr. 21 (21), 18. Dezember 1963
  • Nr. 22 (22), 20. Dezember 1963
  • Nr. 23 (23), 20. Dezember 1963

Volltext

10. Sitzung vom 6. Juni 1963 
147 
Biesebrodt 
germeister hat in der Öffentlichkeit, d. h. also genauer 
gesagt, auf dem Parteitag der Sozialdemokratischen 
Partei als seine politische Zielsetzung die Absicht be 
zeichnet, Bonn für Berlin zu gewinnen. 
(Sehr gut! bei der SPD.) 
Wir gestehen freimütig, daß es uns nicht gelungen ist, 
den tieferen politischen Sinn 
(große Heiterkeit und Beifall bei der SPD — 
Zuruf: Wir schaffen es!) 
— wir schaffen es —, den tieferen politischen Sinn die 
ser Bemerkung zu ergründen. 
(Zuruf von der SPD: Mal Herrn Lemmer fragen!) 
— Der hat es ja nicht gesagt. Wir fragen doch immer 
den, der es sagt und der wahrscheinlich auch weiß, was 
er sagt. Das unterstellen wir bei Ihnen allen, und das 
wissen wir bei Ihrem Regierenden Bürgermeister. 
Meine Damen und Herren! Wenn wir uns darauf be 
schränkten, hier etwa mit Mutmaßungen zu operieren, 
dann würden wir in die Versuchung kommen anzu 
nehmen, es befänden sich in dieser Zielsetzung einige 
Unfreundlichkeiten. Das können wir aber nicht sagen. 
Das können wir vielleicht sagen, wenn wir die Erklä 
rung bekommen haben, und deswegen, wie gesagt, fra 
gen wir. Unter Bonn versteht man ja zunächst einmal 
eine Stadt. 
(Zurufe.) 
Aber Bonn ist das Symbol ja nicht nur für die Stadt, 
sondern ist Symbol für Westdeutschland schlechthin, 
wird gelegentlich verwendet als Symbol für den Bun 
destag, und es wird auch verwendet als Symbol für die 
Bundesregierung, 
(Zuruf: Nur provisorisch!) 
manchmal vielleicht sogar für die Partei, die seit dem 
Jahre 1949 in dieser Stadt eine erfolgreiche Politik für 
Deutschland geführt hat. 
(Zurufe von der SPD.) 
Es wäre also ein Anliegen der CDU-Praktion zu er 
fahren, was in dieser Aussage des Herrn Regierenden 
Bürgermeisters das Wort Bonn bedeuten soll. 
Zum zweiten würden wir gern erfahren, was es heißt, 
daß Bonn für Berlin gewonnen werden solle. Es mag 
den einen oder den anderen geben, der sagt, das sei 
völlig klar, was gewinnen heißt. Das ist aber gar nicht 
so klar. Das ergibt sich insbesondere dann, wenn man 
sich einmal mit dem Problem beschäftigt, wie man die 
sen Satz „Bonn für Berlin gewinnen“ in eine andere 
Sprache übersetzen soll. 
(Zuruf: Warum?) 
— Ja, wir begnügen uns heute mit einer sehr klaren 
deutschen Sprache. Aber ich wollte nur einmel exem 
plifizieren, Herr Büsch, daß die Unklarheit, die vor 
handen ist, nicht von uns erfunden oder erzeugt wor 
den ist, sondern daß sie in der Tat besteht. Wenn man 
dann beispielsweise, mit mangelnden Sprachkenntnis- 
sen ausgestattet, die uns gelegentlich attestiert worden 
sind, in einem französischen Lexikon nachsieht, dann 
findet man erst, daß also „gewinnen“ u. a. dargestellt 
wird als erobern, conquerir. Das beabsichtigt der Herr 
Regierende Bürgermeister sicherlich nicht 
(Zuruf.) 
Er will Bonn nicht erobern. 
Es gibt eine zweite Möglichkeit, über die uns der 
Sachs-Villatte informiert. — Ich nenne die Quelle. Das 
ist nicht allgemein üblich. Sie wissen, es gibt andere 
Fälle. — Da ist die Rede davon, man könne prendre 
une ■ ville par ruse, d. h. eine Stadt durch List erobern. 
(Große Heiterkeit.) 
Auch das ist sicherlich nicht die Absicht des Herrn Re 
gierenden Bürgermeisters. 
Es gibt weiter die Möglichkeit zu sagen se faire un 
ami, also sich jemanden zum Freunde machen. Da sind 
wir nicht ganz sicher, ob der Herr Regierende Bürger 
meister seine Ambitionen nicht in dieser Richtung er 
heblich vorantreibt. Das wäre also beispielsweise einer 
der Punkte, wo wir auf eine Aufklärung sehr erpicht 
sind. 
Dann gibt es als Steigerung ganz zum Schluß noch die 
Möglichkeit — einschlägig versteht sich; was meinen 
Sie, was da sonst noch alles drin steht —; prendre 
quelqu’un en affection: jemanden liebgewinnen. Wir 
würden es begrüßen, wenn sich hinter den Ausfüh 
rungen des Herrn Regierenden Bürgermeisters die Ab 
sicht verbergen würde, Bonn liebzugewinnen. 
(Heiterkeit.) 
Aber, meine Damen und Herren, das sind alles nur 
Mutmaßungen, mit denen wir zwar zur Auflockerung 
des Terrains, auf dem wir uns bewegen werden, beitra 
gen können. Das ist keine authentische Interpretation. 
Insbesondere ist es nicht der vom Herrn Regierenden 
Bürgermeister erst kürzlich zurückgewiesene Versuch 
der Opposition, ln -ihrer eigenen Formulierung der 
Mehrheit dieses Hauses vorzuschreiben, was sie zu wol 
len hat. Das ist es mitnichten. 
Es könnte freilich auch noch, wenn wir einmal die 
Sitzungsprotokolle der zurückliegenden Zeit betrach 
ten, folgendes bedeuten. Da hat der Herr Regierende 
Bürgermeister in der Sitzung vom 15. Januar 1959 aus 
geführt: 
Den neuen Finanzsenator erwartet keine leichtere 
Aufgabe, als seinen Vorgängern gestellt war. Wir 
werden in Bonn, nur dann Erfolg haben, wenn wir 
selbst gewillt sind, strenge Maßstäbe anzulegen, 
also sparsam zu sein. 
Und der Herr Regierende Bürgermeister hat dann am 
18. März 1963 erklärt: 
Der Senat wird die Grundlinien der bisherigen Poli 
tik 
— also offenbar,die hier zuvor genannten — 
unverändert fortsetzen, die wiederholt die aus 
drückliche Zustimmung der Bundesregierung und 
des Bundestages gefunden haben. 
Zuvor hatte er ausgeführt, das jetzige Maß der Bun 
deshilfe sollte uns jedenfalls verstärkt an unsere Ver 
antwortung mahnen, die öffentlichen Aufgaben mit 
Sparsamkeit zu erfüllen. 
Das alles, meine Damen und Herren, mögen Ansatz 
punkte sein, die den Herrn Regierenden Bürgermeister 
veranlaßt haben, seine Aussage zu tun. Wir werden 
von ihm hören, was mit der Aussage gemeint war. Wir 
werden sicherlich auch dann erfahren, mit welchen Mit 
teln der Herr Regierende Bürgermeister diesem Ziel 
beharrlich zustreben wird, und wir dürfen zum Schluß 
erneut bitten, unsere Frage dahin zu verstehen, daß 
wir bei dem Herrn Regierenden Bürgermeister keine 
Assoziationen auslösen wollten, sondern daß wir gebe 
ten haben um eine präzisierende Erläuterung der Ziel 
setzung, Bonn für Berlin zu gewinnen. 
(Beifall bei der CDU.) 
Präsident Bach: Das Wort hat der Herr Regierende 
Bürgermeister. 
Brandt, Regierender Bürgermeister: Herr Präsident! 
Meine Damen und Herren! Es trifft zu, daß ich in 
einer Rede auf dem Landesparteitag der Berliner So 
zialdemokraten am 17. Mai in einem Halbsatz von der 
meiner Meinung nach bestehenden Notwendigkeit ge 
sprochen habe, „Bonn für Berlin zu gewinnen“.Kein Volltext zu diesem Bild verfügbar.
	        
Kein Volltext zu diesem Bild verfügbar.

Downloads

Formate und Verlinkungen

Zitieren

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welche Farbe hat der blaue Himmel?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.