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Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

Zugriffsbeschränkung

Freier Zugang: Das Werk ist uneingeschränkt verfügbar.

Nutzungslizenz

Public Domain - gemeinfrei: Dieses Werk wurde als frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen identifiziert, einschließlich aller verwandten Schutzrechte. Sie dürfen das Werk kopieren, verändern, verbreiten und aufführen, sogar zu kommerziellen Zwecken, ohne um Erlaubnis bitten zu müssen. Weitere Informationen finden Sie in den Nutzungshinweisen.

Bibliografische Daten

Volltext: Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain) Ausgabe 1930 (Public Domain)

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Zeitschrift

Urheber (Körperschaft):
Berlin
Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin
Unterreihe:
Teil 1, Hauptverwaltungsamt, Hauptpersonalamt
Weitere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Allgemeine Verwaltung
Erschienen:
Berlin 1944
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Erscheinungsverlauf:
1922-1944
Umfang:
Online-Ressource
ZDB-ID:
3055094-4 ZDB
Spätere Titel:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin. Teil 1-2
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang

Band

Erschienen:
1937
Sprache:
Deutsch
Digitalisierung:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
Dewey-Dezimalklassifikation:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15434072
Standort der Druckausgabe:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain / Gemeinfrei
Zugriffsberechtigung:
Freier Zugang
Sammlung:
Staat, Politik, Verwaltung, Recht

Ausgabe

Titel:
30. Juni 1937
Erschienen:
, 1937-06-30

Schnellzugriff

Schnellzugriff

  • Stenographische Berichte über die öffentlichen Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung der Haupt- und Residenzstadt Berlin (Public Domain)
  • Ausgabe 1930 (Public Domain)
  • Titelblatt
  • Inhaltsverzeichnis
  • Rednerliste zu den stenographischen Berichten der Stadtverordnetenversammlung im Jahre 1930
  • Sitzung 1, 7. Januar 1930
  • Sitzung 2, 9. Januar 1930
  • Sitzung 3, 16. Januar 1930
  • Sitzung 4, 23. Januar 1930
  • Sitzung 5, 28. Januar 1930
  • Sitzung 6, 30. Januar 1930
  • Sitzung 7, 6. Februar 1930
  • Sitzung 8, 13. Februar 1930
  • Sitzung 9, 20. Februar 1930
  • Sitzung 10, 27. Februar 1930
  • Sitzung 11, 4. März 1930
  • Sitzung 12, 6. März 1930
  • Sitzung 13, 11. März 1930
  • Sitzung 14, 18. März 1930
  • Sitzung 15, 27. März 1930
  • Sitzung 16, 3. April 1930
  • Sitzung 17, 10. April 1930
  • Sitzung 18, 29. April 1930
  • Sitzung 19, 8. Mai 1930
  • Sitzung 20, 15. Mai 1930
  • Sitzung 21, 22. Mai 1930
  • Sitzung 22, 3. Juni 1930
  • Sitzung 23, 23. Juni 1930
  • Sitzung 24, 24. Juni 1930
  • Sitzung 25, 25. Juni 1930
  • Sitzung 26, 26. Juni 1930
  • Sitzung 27, 27. Juni 1930
  • Sitzung 28, 1. Juli 1930
  • Sitzung 29, 5. August 1930
  • Sitzung 30, 16. September 1930
  • Sitzung 31, 18. September 1930
  • Sitzung 32, 23. September 1930
  • Sitzung 33, 2. Oktober 1930
  • Sitzung 34, 7. Oktober 1930
  • Sitzung 35, 9. Oktober 1930
  • Sitzung 36, 16. Oktober 1930
  • Sitzung 37, 23. Oktober 1930
  • Sitzung 38, 30. Oktober 1930
  • Sitzung 39, 6. November 1930
  • Sitzung 40, 13. November 1930
  • Sitzung 41, 20. November 1930
  • Sitzung 42, 27. November 1930
  • Sitzung 43, 4. Dezember 1930
  • Sitzung 44, 11. Dezember 1930
  • Sitzung 45, 18. Dezember 1930

Volltext

506 
Außerordentliche Sitzung am 29. April 1930. 
wollen, und hat in Thüringen angeordnet, daß 
Lehrer, die dem Freidenkerverband angehören, 1 , 
und zwar dem sozialdemokratisch organisierten 
Freidenkerverband, die aus der Kirche ausgetreten 
sind, wenn sie den 1. Mai feiern wollen, zu be 
urlauben sind. Aber der gleiche Herr Frick hat 
angeordnet, daß andere Lehrer, die nicht diesem 
Verband angehören, sondern Mitglieder des in 
Thüringen vorherrschenden revolutionären Frei 
denkerverbandes sind, zu maßregeln sind. 
(Bei den Kommunisten: Hört, hört!) 
Es besteht also eine Art Konkordat zwischen der 
SPD. und den Nationalsozialisten. 
(Großes Gelächter.) 
Sie brauchen gar nicht zu lachen. Die Leute 
nennen sich „Sozialisten“, und Sie nennen sich 
auch „Sozialisten“. In der Stunde der Gefahr ist 
die SPD. wieder genau so national, wie es die 
Nationalsozialisten heute sind. (Zur SPD.:) Sie 
sind auch „Nationalsozialisten“, nichts anderes. 
(Bei den Kommunisten: Sehr wahr!) 
(Zuruf: Ich denke, Sozialfaschisten waren das!) 
„Sozialisten“ mit der nationalen Phrase und 
Faschisten mit der nationalen Phrase. Aber es 
kommt ja nicht auf die Phrasen an, die sind nur 
zur Täuschung. Es kommt auf die Taten an, und 
darin unterscheiden sie sich in nichts. Aber was 
natürlich ein richtiger Nationalsozialist ist, der 
kämpft gegen Rom, denn in Rom sitzen doch 
bekanntlich die Fremdstämmigen, in Rom sitzen 
bekanntlich die andern Internationalen, sagen wir 
mal, die gefährlichen Internationalen gerade 
gegen das dritte Reich. Wir wissen, wie Hitler 
eine Zeitlang gegen die römisch-katholische Kirche 
getobt hat. Nichtsdestoweniger hat aber Frick 
eine Art „Konkordat“ nicht nur mit dem Frei 
denkerverband, sondern auch mit der römisch- 
katholischen Kirche geschlossen. Ich empfehle 
Ihnen nur, den ungeheuren Quatsch einmal durch 
zulesen, 
(Bei den Nationalsozialisten: -- — den die 
„Rote Fahne“ schreibt!) 
den der Herr Frick gedruckt herausgegeben hat 
als Zwangsschulgebete für die Thüringer Jugend. 
Wenn er Gebete herausgegeben hätte für seinen 
Wotanskult, dann hätte man es noch verstehen 
können, Gebete für die evangelische Kirche. Das 
wäre eine Konzession, die immerhin in Deutsch 
land noch zu vertreten wäre vom nationalsozia 
listischen Standpunkt aus. Daß er aber dazu noch 
katholische Gebete empfiehlt, das ist einfach der 
Gipfelpunkt der ultramontanen Verbogenheit eines 
echten Nationalsozialisten. Sie haben es nötig, 
in der Öffentlichkeit Phrasen zu dreschen, Sie 
haben es nötig, unterdrückte Minorität zu spielen. 
Sie spielen hier ein Doppelspiel, ein Spiel mit ver 
teilten Rollen. Die Deutschnationalen sind zu 
schwach dazu, die können nicht mehr. Sie sind 
die neuen jungen Mäfiner des Kapitals, ganz gleich, 
welcher Art, und Sie werden auch in den Schulen 
Ihren Frieden schließen und die Jugend national 
sozialistisch und sozialdemokratisch, auf jeden 
Fall aber kapitalistisch verblöden. In dieser Be 
ziehung werden Sie bei uns auf den schärfsten 
Widerstand stoßen. 
(Bravorufe bei den Kommunisten. — Lachen 
bei den Nationalsozialisten.) 
Stadtv. Dr. Lippert (NS): Ich bin entschieden 
dafür, daß es sich endlich einmal herbeiführen 
läßt, daß bei einer Polemik gegen die National 
sozialisten nicht immer die Themen Frick und 
Thüringen so in dieser Art und Weise an den 
Haaren herbeigezogen werden. 
(Zurufe links.) 
Sie bringen es tatsächlich fertig, auf diesen 
armen Frick um sieben Ecken herum zu hacken. 
(Zuruf des Stadtv. Kasper.) 
Wenn Sie wirklich diesen hohen Geistesflug haben 
sollten, meine Herren von der KPD., wie er Ihrem 
Mundwerk einigermaßen gemäß ist, dann bemühen 
Sie sich doch wenigstens einmal, auf eine neue 
Walze zu kommen. Es wäre doch nach diesen 
vielen Monaten bald an der Zeit. Immer wieder 
Frick und immer wieder Thüringen zieht nicht 
mehr. Ich kann nur der Hoffnung Ausdruck 
geben, daß wir demnächst auch bald in Sachsen 
einen Minister haben werden, wenn es dort Neu 
wahlen geben sollte. 
(Zuruf: Armes Sachsen!) 
Dann haben Sie. ja glücklich und endlich Ihre 
Walze verdoppelt, dann können Sie auf diesem 
präsumtiven Ministerium auch herumreiten, dann 
haben Sie ein bißchen weitere Bewegungsmöglich 
keit. Ich glaube, daß diese ewige Fricktirade, die 
Sie hier immer wieder bringen, selbst Ihren be 
geistertsten Anhängern nach und nach, mit Ver 
laub gesagt, zum Halse heraushängt. 
Sie haben sich hier in einer Art und Weise 
über das Schulgebet ausgesprochen, die einen 
tiefen Einblick in Ihre Psyche tun läßt. Sie haben 
das obendrein noch nicht einmal sehr geschickt 
getan. Es sollte Ihnen mindestens bekannt sein, 
daß ein tiefer Unterschied besteht zwischen der 
katholischen Kirche und dem Begriff des Ultra 
montanismus. Man kann sehr wohl katholisch 
sein, man kann ein glühender und warmer An 
hänger der katholischen Kirche sein, und auf der 
anderen Seite kann man sehr wohl der Meinung 
sein, daß gerade die katholische Religion nicht 
dazu da ist, um zu irgendwelchen politischen 
Zwecken mißbraucht zu werden. Der Mißbrauch 
irgendeiner Religion, und der katholischen Re 
ligion insbesondere, zu politischen Zwecken lehnen 
wir Nationalsozialisten und mit uns auch andere 
Parteien und weite Kreise des deutschen Volkes 
ab aus dem einfachen Grunde, weil uns der Begriff 
der Religion zu hoch steht, als daß wir ihn in die 
Niederungen der Tagespolitik, vergleichsweise ge 
sprochen, heruntergezerrt haben möchten. Dieser ' 
Unterschied liegt so klar auf der Hand, daß ihn j 
auch ein Kommunist verstehen könnte. Aber Sie 
wollen ja diese Zusammenhänge gar nicht ver 
stehen, sondern Sie wollen eine künstliche Unklar 
heit schaffen. Sie entfernen sich dabei überhaupt 
von der Diskussionsgrundlage. Was stand denn 
hier überhaupt zur Diskussion? Wir haben ge 
sprochen von dem Verbot des nationalsozialisti 
schen Schülerbundes an einer der Berliner Schulen. 
Wir stehen als Nationalsozialisten auf dem Stand 
punkt, daß die Eltern der nationalsozialistischen 
Schüler genau so ihr Schulgeld bezahlen, genau 
so zu den Schullasten und zu den allgemeinen 
schulkulturellen Zwecken herangezogen werden 
wie die Angehörigen anderer Bekenntnisse politi 
scher Art auch. Wir sind der Ansicht, daß sie 
infolgedessen bei dem so viel gerühmten demo 
kratischen Prinzip mit diesen Aufgaben und Pflich 
ten auch genau dieselben Rechte haben wie irgend 
welche anderen. Und wenn Sie von den Erziehungs 
früchten reden, meine Herren Kommunisten, so 
will ich Ihnen folgendes sagen: Solange Herr 
Frick in Thüringen regiert hat, solange er dort 
ein Auge auf die Jugenderziehung hat, haben nicht 
Jugendliche, wie es am Ostersonntag in Leipzig
	        

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