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Stenographischer Bericht (Public Domain) Ausgabe 1965, IV. Wahlperiode, Band III, 45.-65. Sitzung (Public Domain)

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Periodical

Creator:
Berlin
Title:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin
Subseries:
Teil 1, Hauptverwaltungsamt, Hauptpersonalamt
Other titles:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin / Allgemeine Verwaltung
Publication:
Berlin 1944
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Dates of Publication:
1922-1944
Scope:
Online-Ressource
ZDB-ID:
3055094-4 ZDB
Succeeding Title:
Dienstblatt des Magistrats von Berlin. Teil 1-2
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
Collection:
State,Politics,Administration,Law
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access

Volume

Publication:
1926
Language:
German
Digitization:
Berlin: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021
Berlin:
B 767 Staat. Politik. Verwaltung: Senatsbehörden. Magistratsbehörden. Landesbehörden
DDC Group:
350 Öffentliche Verwaltung
URN:
urn:nbn:de:kobv:109-1-15424863
Location:
Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Copyright:
Public Domain
Accessibility:
Free Access
Collection:
State,Politics,Administration,Law

Issue

Title:
9. Oktober 1926
Publication:
, 1926-10-09

Contents

Table of contents

  • Stenographischer Bericht (Public Domain)
  • Ausgabe 1965, IV. Wahlperiode, Band III, 45.-65. Sitzung (Public Domain)
  • Title page
  • Sach- und Sprechregister
  • Nr. 1 (45), 14. Januar 1965
  • Nr. 2 (46), 4. Februar 1965
  • Nr. 3 (47), 18. Februar 1965
  • Nr. 4 (48), 4. März 1965
  • Nr. 5 (49), 11. März 1965
  • Nr. 6 (50), 18. März 1965
  • Nr. 7 (51), 1. April 1965
  • Nr. 8 (52), 6. Mai 1965
  • Nr. 9 (53), 20. Mai 1965
  • Nr. 10 (54), 3. Juni 1965
  • Nr. 11 (55), 1. Juli 1965
  • Nr. 12 (56), 19. September 1965
  • Nr. 13 (57), 23. September 1965
  • Nr. 14 (58), 7. Oktober 1965
  • Nr. 15 (59), 21. Oktober 1965
  • Nr. 16 (60), 4. November 1965
  • Nr. 17 (61), 18. November 1965
  • Nr. 18 (62), 2. Dezember 1965
  • Nr. 19 (63), 15. Dezember 1965
  • Nr. 20 (64), 16. Dezember 1965
  • Nr. 21 (65), 17. Dezember 1965

Full text

144 
49. Sitzung vom 11. März 1965 
Evers 
Klassen an unseren Oberschulen Praktischen Zweiges 
je als eine Einheit genommen und einzeln mitgezählt 
haben. Sie müssen auch die 5-Tage-Schulen je als einen 
Versuch gezählt haben. Aber ich habe mir vorhin Mühe 
gegeben, und ich bin dennoch nicht auf 80 gekommen, 
die Herr Amrehn nannte. Herr Zehden hat vorhin die 
Modellversuche einmal „gebündelt“ nach Typen, und 
dann ist die Zahl echt und erheblich geringer. Sie von 
der CDU haben zu erkennen gegeben, daß Sie mit der 
Mehrzahl unserer Schulversuche durchaus einverstanden 
sind, und daß es Ihnen lediglich auf einen Typ der 
Schulversuche ankommt, gegen den Sie sind und wozu 
ich nachher noch ein kurzes Wort sagen möchte. 
Meine Damen und Herren: Laufende Schließung von 
Gymnasien und Realschulen, wie die CDU sich ausge 
drückt hat, ist eine Behauptung, die der Realität nicht 
standhält. Wir mußten wegen der Entwicklung der 
Geburtenzahlen einige Schulen schließen, weil nicht 
einmal mehr eine 7. Klasse zustande kam. Wir können 
doch nicht Kinder im überbezirklichen Ausgleich von 
einem Bezirk in den anderen verpflanzen, wie Sie von 
der CDTJ es eben vorgeschlagen haben, nur um Schulen 
am Leben zu erhalten. Das ist doch ein Ding der Un 
möglichkeit. 
Meine Damen und Herren, wir werden noch im Haupt 
ausschuß Gelegenheit dazu haben, einen Kostenvergleich 
anzustellen zwischen den von der CDU so genannten 
pompösen Schulen und den Normalschulen. Ich wieder 
hole es noch einmal: Wenn wir in Britz-Buckow- 
Rudow vier getrennte Schulen gebaut hätten, dann wäre 
es mindestens ebenso teuer geworden. 
Nun zum Abschluß noch eine Bemerkung zu Herrn 
Amrehn in Hinblick auf ein Bildungsgefälle in Berlin, 
Sie haben es so genannt. Es ist eine Tatsache, Herr Am 
rehn, daß es in einigen Bezirken weniger Abiturienten 
gibt als in anderen, das macht mir seit langem genau 
solche Sorgen wie Ihnen jetzt. Aber wir können das 
Problem nicht, wie uns von Ihrer Fraktion in der Etat 
debatte angeraten worden ist, nur mit Bildungswerbung 
lösen. Hier handelt es sich nicht nur um ein schul 
pädagogisches, sondern auch um ein schulstrukturelles 
Problem. Für viele Eltern, die selber keine gymnasiale 
Erfahrung haben, ist der Weg von der 7. Klasse bis zur 
13. Klasse einer OWZ zu lang und zu unüberschaubar. 
Das beweisen uns gerade die Erfahrungen mit der Auf 
baustufe für Absolventen der Oberschule Technischen 
Zweiges, die sich eines ständig zunehmenden Zuspruchs 
erfreut; wenn man in der OTZ ein Abschlußzeugnis 
erworben hat, eine Stufe erreicht hat, dann ist man 
bereit, mit diesem Zertifikat in der Tasche die nächste 
Stufe anzustreben. 
Buckow-Rudow ist also der eine Versuch, der Ihnen 
offenbar nicht schmeckt. 
(Frau Abg. Schneider: Nein, gar nicht!) 
— Das ist mir klar, aber ich muß Sie darauf hinweisen, 
daß die Anfänge dieses Versuches in das Jahr 1962 
zurückgehen; vielleicht sollten Sie das mal etwas mit 
, den Legislaturperioden in Verbindung zu bringen ver 
suchen. — Meine Damen und Herren, an der Fritz- 
Karsen-Schule, der Schule besonderer pädagogischer 
Prägung in Britz, erreichen von 100 Schülern der 1. Klasse 
16 die Hochschulreife. Das muß uns doch nachdenklich 
stimmen, das ist doch eine viel höhere Quote, als wir 
sie üblicherweise im Bezirk Neukölln haben. Die Eng 
länder, die Franzosen nach dem Fouchet-Plan von 1964 
und die Schweden — sie gestalten ihr Schulwesen um, 
mehr zu einer horizontalen Gliederung hin, um damit 
mehl- Jugendliche zu weiterführenden Abschlüssen zu 
bringen, um die Schullaufbahn überschaubarer zu ma 
chen. Für eine verantwortungsbewußte Schulverwaltung 
muß bei dem Bemühen, mehr Jugendlichen zu einer 
besseren Bildung zu verhelfen, das alles doch ein Ge 
sichtspunkt sein, einen solchen Versuch überhaupt zu 
wagen, ihn als versuchswürdig zu befinden. Das sind 
unsere Überlegungen. 
Da sind nun drei Versuche mit Gesamtoberschulen 
vorgesehen, und auch in Kreisen der CDU gehen die 
Meinungen darüber auseinander. Ich würde Ihnen 
empfehlen, sich einmal nach der Stimmabgabe der CDU- 
Vertreter in der Schuldeputation in Spandau über die 
Oberschule Falkenhagener Feld zu erkundigen. Und in 
Gesprächen mit CDU-Politikern hat man mir gesagt: 
Zwei Versuche mit Gesamtoberschulen: ja, aber nun 
nicht gleich drei! -— Meine Damen und Herren, das ist 
letztlich nicht konsequent. Wir haben sachliche Argu 
mente dafür vorgebracht, wir haben, so meine ich, auch 
deutlich gemacht, daß es darauf ankommt, den Unter 
richt so zu individualisieren, daß mehr Jugendliche zu 
einer besseren Bildung und zu gehobenen Abschlüssen 
geführt werden. Das ist unsere Pflicht und das heißt 
natürlich, Frau Abgeordnete Schneider, daß solche Ver 
suche, wie alle Versuche, auch der mit dem Frühbeginn 
der ersten Fremdsprache in der 3. Klasse, offene Ver 
suche sind. Sie müssen beobachtet werden und sie 
müssen, wenn sie nicht gelingen, eingestellt oder um 
disponiert werden. Sie können uns doch nicht Ideologie 
unterstellen, wenn die Sorge um bessere Bildung und 
längere Bildung für alle das Motiv ist. 
Sie haben gefordert, Berlin solle Hauptstadt sein. — 
Was heißt das, Hauptstadt sein? — Das ist doch nicht 
nur ein Etikett, das wir unserer Stadt aufkleben, das 
heißt doch, daß wir, ohne Überheblichkeit, ohne Hoch 
mut, Beispiele setzen, daß wir Modelle zeigen, und daß 
wir nicht in der Provinzialität und in der Routine der 
Gewöhnung erstarren. Das gehört zum Hauptstadt-Sein, 
und deshalb bemühen sich Lehrer und Schulverwaltung 
der Berliner Schule intensiv darum, diesen Weg zur 
Schule von morgen zu beschreiten. 
(Beifall bei den Koalitionsparteien.) 
Stellv. Präsident Müllerburg: Das Wort hat Herr Ab 
geordneter Franke. 
Franke (CDU): Herr Präsident! Meine Damen und 
Herren! Der Herr Regierende Bürgermeister, der Herr 
Senator für Schulwesen und der Herr Abgeordnete Zeh 
den haben heute erklärt, daß das Berliner Schulwesen 
ihrer Ansicht nach das beste sei und daß damit logischer 
weise die bildungspolitischen Leitsätze der SPD hier in 
Berlin wohl ihren Niederschlag gefunden hätten. — Dazu 
darf ich mit Genehmigung des Herrn Präsidenten ein 
mal zitieren, was der Herr Professor Walter Jens auf 
dem Parteitag der SPD in Karlsruhe gesagt hat: 
Das bildungspolitische Leitsatzprogramm der Partei 
— zu der auch ich mich bekenne wie meine Freunde 
—, dieses Parteiprogramm wurde als ein Meister 
stück bezeichnet. Erlauben Sie mir, schonungslos zu 
sagen; Ich halte das für ein Meisterstück von All 
gemeinheiten. Ich habe nichts Konkretes erfahren, 
und gerade das möchte ich. In diesem Programm 
erfahre ich die allgemeinsten Dinge von der Welt, 
daß der Sport dienlich, der Familie nützlich und die 
Volksschule außerordentlich segensreich sei. 
Ich glaube, meine Damen und Herren von der SPD, das 
spricht für sich, das spricht für Ihre Vorstellungen von 
Bildungspolitik! 
Aber um noch einmal auf das Thema Volksschule — 
oder hier Grundschule — zurückzukommen: Der Herr 
Senator Evers behauptet immer, die sechsjährige Grund 
schule sei die beste, die es überhaupt gäbe, und in ganz 
Europa käme man allmählich dazu, und sie sei auch weit 
gehend schon verwirklicht. Er versucht da immer wieder 
zu behaupten — 
(Zuruf des Senators Evers.) 
— Doch, doch, das haben Sie sehr deutlich gesagt. — 
Dem muß doch einmal genauso deutlich entgegengehal 
ten werden: Wir haben in den deutschsprachigen Län 
dern, nämlich in der Bundesrepublik, in Österreich und 
in der Schweiz, die vierjährige Grundschule. Dann geht 
aber der Herr Senator weiter und sagt, in den großen 
europäischen Ländern gäbe es die sechsjährige Grund 
schule. Dazu zählte er zum Beispiel England. Das 
stimmt doch einfach nicht, Herr Senator. Das erste Schul 
jahr in England ist eine Art Kindergarten, ein Vorschul 
kindergarten. Das können Sie natürlich als Pflichtschul-
	        

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